Zeitzeugen aus Oldisleben und Umgebung

AfD-Pegida, ostdeutsche Systemkritiker als Schwerpunkt deutscher/westlicher Geheimdienste, besonders im Wahlkampf 2019. Die BND-Trilogie des ostdeutschen Bestsellerautors Hartmut Mechtel: 1. Der unsichtbare Zweite” (GLAUSER / Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur) 2. “Das Netz der Schatten” 3. “Die Spitze des Kreises”. BND & Kindersoldaten in Mosambik – warum die ostdeutschen Kirchen dazu schweigen…

Samstag, 16. Februar 2019 von Klaus Hart

…Der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende und Berliner Landeschef Georg Pazderski geht davon aus, dass der Verfassungsschutz, bereits lange bevor er die Junge Alternative und den sogenannten rechten Flügel offiziell zum Verdachtsfall erklärt habe, „Schläfer und V-Leute“ sowie „Provokateure“ in die AfD eingeschleust hat. Das berichtet Focus.Demnach könne er sich das Verhalten einzelner Mitglieder, die sich parteischädigend verhielten, nicht anders erklären, sagte der AfD-Politiker dem Nachrichtenmagazin.Dies sei ein typisches Verhalten des Geheimdienstes. Andreas Kalbitz, ebenfalls Mitglied im Bundesvorstand der Partei, sagte: „Die `Verfassungsschutz-Keule` ist nach der – ebenso erfolglosen – `Nazi-Keule` der letzte verzweifelte Versuch der Diskreditierung der demokratischen Opposition.“…PI.

Mancher fragt sich schon lange, ob jene Störer am Rande von AfD-Pegida-Kundgebungen ganz anders einzuordnen sind, als bisher oftmals üblich…

 

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Ausriß. “Herr de Maiziere, können Sie garantieren, daß die Krawalle in Heidenau nicht von Ihren V-Leuten organisiert wurden?”

“Wir werden alle überwacht.” Lied von Georg Danzer, veröffentlicht bereits 1979.(Polydor). Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=oCvngUF31cg.

Deutscher Verfassungsschutz contra Systemkritiker, Oppositionelle: “Verfassungsschutz darf AfD nicht Prüffall nennen”. ARD-Tagesschau, 26.2.2019 **

“Weissensee” als DVD:
https://www.amazon.de/Weissensee-Alle-vier-Staffeln-DVDs/dp/B07BLJ4SPZ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1550398714&sr=8-1&keywords=weissensee+serie

Betreutes Denken – die Weissensee-Variante. Auffällig, daß Jörg Hartmann in seinen vielen Medien-Interviews kein Wort über den BND, Verfassungschutz verliert…

Der zum Chef der Stasi-Hauptabteilung XX aufgestiegene Generalmajor Falk Kupfer bricht nach der Maueröffnung höchstpersönlich und allein in die Wohnung einer freien Journalistin in Westberlin(!) ein, um kompromittierende Fotos und Negative zu rauben – realistische Darstellung der MfS-Tätigkeit auf allerhöchstem Niveau…

Gleiches gilt für das Treffen von Generalmajor Falk Kupfer unter vier Augen mit dem IM einer oppositionellen Kirchengemeinde Ostberlins. War da keiner im Drehstab, der warnte, wenn wir sowas senden, lachen uns zumindest alle ostdeutschen Zuschauer aus…(Hätten unzählige derartige abstruse Szenen nicht sogar Schauspieler Jörg Hartmann, der sich angeblich in die Materie eingelesen hatte, komisch vorkommen können?).

Falk Kupfer residiert in einem Büro, wie es heute manchem Vorstandsvorsitzenden gut zu Gesicht stehen würde. “Da sind wir in einem Detail mal nicht historisch korrekt. Dieses Büro war das von Erich Mielke, kein anderer hatte so eins, das war auch in der Stasi-Zentrale alles viel popliger.” Tagesspiegel

“Gegen Kohl und seinen Apparat hatten die Bürgerrechtler keine Chance.” Jörg Hartmann, Tagesspiegel

…Die Wende habe das Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschen stark geprägt, glaubt Hartmann. „Die Ostdeutschen mussten sich damals einiges an westlicher Überheblichkeit anhören.“ Etwa, dass sie minderwertig seien und man das, was sie geleistet hätten, einfach so abwickeln könne. Dadurch sei „ein Unmut entstanden, der sich leider bis heute hält“.Die Menschen seien damals offen für das Neue gewesen, aber sie hätten durch die Überheblichkeit zugemacht und seien misstrauisch geworden. Dieses Misstrauen spüre er mittlerweile in der ganzen Gesellschaft. DIE WELT

Peter Scholl-Latour: “Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung”.

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Ausriß. „Das ist ein sehr wichtiger Beitrag zum Einheitsjubiläum“, sagt ARD-Programmdirektor Volker Herres. DIE WELT 2010 über die Weissensee-Serie.

Der ostdeutsche Bestsellerautor Hartmut Mechtel und die Sicht auf den westdeutschen Geheimdienst BND:

Für den ersten Roman seiner “Martin Parr”-Trilogie “Der unsichtbare Zweite” wurde Mechtel 1997 mit dem GLAUSER / Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur ausgezeichnet. Für die gesamte Parr-Trilogie erhielt er 2001 den Berliner KRIMIFUCHS. Für seine Science-Fiction-Erzählung “Sifrit” wurde er 1990 mit dem “Traumfabrikant”, einem Preis der Science-Fiction-Fans ausgezeichnet. Syndikat.

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(Worans wohl liegen mag, daß die preisgekrönte BND-Trilogie in deutschen – auch ostdeutschen – Buchläden nicht zu finden ist, gleichzeitig das “Weissensee”-Marketing aber auf Hochtouren läuft?)

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Besonders interessant ist zudem Mechtels sehr spezieller Blick auf die Hintergründe der feindlichen Übernahme von 1990. Der Autor hatte zeitweilig zu den Aktivisten der sogenannten Bürgerrechtsbewegung gehört, reflektiert mit Sarkasmus, Humor, Ironie.

“Als ich auf die Straße ging, wollte ich Demokratie und Offenheit erreichen. Herausgekommen ist, daß wir statt von verkalkten, idealmordenden Greisen von einer Geldmafia regiert werden. Die Politiker nehmen uns die Illusionen über Demokratie, die Eigentümer die Wohnungen und die Treuhand die Arbeit. Faschos klatschen Asylanten auf, Spießer sehen beifallklatschend zu und greifen auch selbst mal zu einem Pflasterstein. Der berechtigte Unmut gegen den Staat wird umgelenkt auf diejenigen, denen es noch schlechter geht. Die Presse ist kaum freier als zuvor. Die Landwirtschaft stirbt. Die Industrie stirbt. Die Verlage sterben. Ich habe mich selbst enteignet. Und wer ist schuld? Natürlich die Stasi. Hätten sie mich (und ein paar andere) nur rechtzeitig festgenommen! Dann wäre das alles nicht passiert.(Aus: Im Osten nichts Neues, Potsdam 1993)”

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“Nichts ist so kriminell wie die Wirklichkeit, findet Hartmut Mechtel und geht gegen den Terror skrupelloser Hausbesitzer und Spekulanten auf die Barrikaden”. Ausriß Superillu 1991

 

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Hartmut Mechtel antiquarisch:https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?cm_sp=SearchF-_-topnav-_-Results&kn=Hartmut%20Mechtel&sts=t

Facetten der feindlichen Übernahme von 1990: Die sog. Bürgerrechtsbewegung der DDR und der BND in ihren Reihen – Beispiel Stürmung der Zentrale des MfS in der Ostberliner Normannenstraße am 15. Januar 1990. ”KALTER KRIEG. 10.000 BND-Agenten spionierten in der DDR”. DIE WELT. http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/03/10/facetten-der-feindlichen-uebernahme-von-1990-die-sog-buergerrechtsbewegung-der-ddr-und-der-bnd-in-ihren-reihen-beispiel-stuermung-der-zentrale-des-mfs-in-der-ostberliner-normannen/

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Ausriß.

SPD-Steinmeier am 19. März 2019 in Sondershausen. Wahlkampf in Thüringen und die sehr schwache Position der Steinmeier-Partei…Der Ex-Geheimdienstkoordinator und die gelungene Industriezerstörung in und um Sondershausen. Werden sich die Sondershäuser beim Steinmeier-Besuch als brave, unterwürfige Untertanen gebärden?http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/03/14/spd-steinmeier-am-19-maerz-2019-in-sondershausen/

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DDR-Sex – Jenaer Theaterhaus 2019. Kurt Starke, Jörg Hartmann, Hartmut Mechtel, Mosambik…

Freitag, 25. Januar 2019 von Klaus Hart

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Ausriß TA, Jan. 2019. “Was sind die Gründe dafür, dass angeblich Ostdeutsche bessere Beziehungen und besseren Sex hatten als Westdeutsche? War es die FKK-Bewegung, die nicht vorhandene Porno-Industrie oder die finanziell unabhängige Frau?” Die wichtigsten Aspekte fehlen erwartungsgemäß…

“Verklemmter Westen. 30 Jahre nach der Wende schwärmen Westmänner hartnäckig von Frauen aus dem Osten. Zu Recht, sagt der Sexualwissenschaftler Kurt Starke. Und erzählt, was Ostdeutsche an der verklemmten Westgesellschaft stört”. DIE WELT 2019. Was für ganz anders sozialisierte Ostdeutsche den Kontakt, das Zusammenleben, Zusammenarbeiten mit Westdeutschen zusätzlich schwierig macht… **

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“Verklemmter Westen. 30 Jahre nach der Wende schwärmen Westmänner hartnäckig von Frauen aus dem Osten. Zu Recht, sagt der Sexualwissenschaftler Kurt Starke. Und erzählt, was Ostdeutsche an der verklemmten Westgesellschaft stört”. DIE WELT 2019.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/25/ddr-sex-jenaer-theaterhaus-2019/.

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“Kurt Starke in den Medien.

HART, Klaus (2001): Die Mauer in unseren Betten.War Honecker erotischer als Kohl? Oder anders gefragt: Tötet der Kapitalismus die Lust? Auch heute noch liegt der Osten in den Betten vorn, sagen Experten,in: Frankfurter Rundschau v. 28.04.”.

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“Die Liebe ist ein Verlierer der Einheit”

DDR-Sexpapst Prof. Dr. Kurt Starke: Darum funktionierte der Sex im Osten besser/FOCUS 2019

 
Er war der Sexpapst der DDR, ein Oswald Kolle des Ostens. Prof. Dr. Kurt Starke (80) erforschte das Sex-Leben im Arbeiter- und Bauernstaat – und ab 1990 im vereinten Deutschland. Dem KURIER schilderte er jetzt seine These: Die Liebe ist ein Verlierer der Einheit.

In der DDR sei man mit Sexualität und Kinderkriegen angstfrei umgegangen. Aber heute? „Ich stelle leider einen großen Wandel fest“, sagt Kurt Starke. Er leitete ab 1972 das Zentralinstitut für Jugendforschung in Leipzig.

Früher sei es im Osten ganz normal gewesen, dass junge Studentinnen selbstbewusst ihrer Lust nachgehen – und dabei auch schon mal ein ungeplantes, nichteheliches Kind in die Welt setzen. „Ein Baby war kein soziales Risiko“, so Starke. Zum Glück sei dafür gesorgt gewesen, dass Mütter mit Kind ihren Weg in den Beruf fanden.

 

„Wenn das Baby krank war, bekam eben die Oma im Betrieb frei, um sich zu kümmern.“ Bei so einer Absicherung könne jeder entspannt leben und lieben. Im Jahr 2019 stehen Fahrräder statt Kinderwagen vor Unis, Arbeitsstellen und Cafés. Die Idee, als frisch verliebtes Paar spontan zu heiraten und eine Familie zu gründen, ist aus der Mode gekommen.

Prof. Dr. Kurt Starke: Frauen in der DDR haben berufliche Unabhängigkeit bewahrt

Dass jemand schon mit 40 Jahren Oma wird, klingt heute abwegig. Prof. Starke: „Zwar sind Kinder in Deutschland ein hoher Wert, sie passen in der Praxis aber nicht in den Lebenslauf.“ Wer als Frau ein langes Studium wie Medizin auf sich nehme und danach erst mal jahrelang als Assistenzärztin in einer Klinik ausgebeutet werde, der könne – wenn überhaupt – erst spät ans Baby- und Familienglück denken.

Hier sieht Starke großen Verbesserungsbedarf. Verloren ging, so sagt er, aber nicht nur die Lebens- und Liebes-Leichtigkeit im Osten. Die Frauen-Emanzipation im vergleichsweise rückschrittlichen Westen sei auch auf der Strecke geblieben. „Es gibt dort immer noch viele Ehen, in denen die Berufstätigkeit der Frau mit der Hochzeit endet“, sagt Starke.

Der Ehemann mache Karriere, während sich die Frau um die Kinder kümmere. „Ist die Mutterrolle erfüllt, lässt der Macho die beruflich unselbstständige Frau für eine Jüngere sitzen.“ Leider werde diese Haltung von vielen Promis vorgelebt. In der DDR dagegen hätten Frauen – ob ledig, verheiratet oder geschieden – ihre berufliche Unabhängigkeit stets bewahrt. Zitat Focus

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