Zeitzeugen aus Oldisleben und Umgebung

Hercher – das große Gesprächsthema im Kyffhäuserkreis, in ganz Thüringen vor den Landtagswahlen 2019. “Der Vorwurf: Er kaufe und verkaufe landwirtschaftliche Betriebe und Flächen in Thüringen und Sachsen-Anhalt wie Gebrauchtwagen…Alles üppig subventioniert aus Steuergeldern…”

Montag, 22. Juli 2019 von Klaus Hart

Hercher19

Ausriß BILD 2019.

„Heuschrecke des Jahres“ Bauern vergeben Schmähpreis an Leipziger Autohändler(MZ):https://www.mz-web.de/wirtschaft/-heuschrecke-des-jahres–bauern-vergeben-schmaehpreis-an-leipziger-autohaendler-32765558

https://www.jungewelt.de/artikel/357675.deutscher-bauerntag-%C3%A4cker-wie-gebrauchtwagen.html

In diesem Jahr wurde auf diese Weise der Autohändler Markus Hercher »geehrt«, der nicht nur mehrere Autohäuser in Ostdeutschland sein Eigen nennen soll, sondern ihm sollen inzwischen mindestens acht landwirtschaftliche Großbetriebe in Sachsen-Anhalt und Thüringen gehören. Die ABL wirft ihm vor, im Gegensatz zu anderen Akteuren mit diesen Betrieben zu handeln wie mit Gebrauchtwagen. Er kaufe und verkaufe sie je nach Marktlage und werde zudem noch üppig aus Steuergeld subventioniert, heißt es in der Erklärung des Zusammenschlusses.

»Wir wollten mit dieser Preisverleihung die Bevölkerung und die Politik auf die massive Übernahme von Flächen durch außerlandwirtschaftliches Kapital aufmerksam machen, weil dies eine existenzielle Bedrohung für den Fortbestand einer bäuerlichen und regional verwurzelten Landwirtschaft bedeutet«, so Michael Grolm, Landesvorsitzender der ABL. Dem müsse die Politik endlich per Gesetz einen Riegel vorschieben.

Bislang gilt die Landwirtschaft als eine sichere und lukrative Anlage für Investoren, auch weil sich mit den »Share deals« die Grunderwerbssteuer sparen lässt. Seit der Jahrtausendwende seien allein in Thüringen mehr als 20.000 Hektar Land in den Besitz »ortsfremder, überregional bis international tätiger Konzerne« gewechselt, erklärte die ABL. Zu den »Investoren« zählten Unternehmen, deren Kerngeschäft ursprünglich der Möbelhandel oder das Versicherungsgeschäft waren. Auch ein Windkraftunternehmen wolle sich einkaufen…

https://www.bauernstimme.de/news/details/?

tx_ttnews%5Btt_news%5D=2542&cHash=b360e3919d6dfa7433a5a86fd2d19afc

https://www.hercher-servicefamilie.de/

BodenspekulationOstäckerMZ181

Ausriß Mitteldeutsche Zeitung, Jan. 2018. “Griff nach den Ost-Äckern. Auswärtige Investoren erwerben vermehrt Boden in den neuen Ländern.” Wer die eigene Heimat skrupellos an Spekulanten verhökert…

BodenspekulationOstäckerMZ182

“Ausverkauf der Äcker…An der derzeitigen Entwicklung sind allerdings auch die örtlichen Landwirte mit Schuld.” MZ

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ARD-Magazin “Plusminus”

Studie: Finanzinvestoren im Osten neue Großgrundbesitzer/MDR

Bei vielen Agrarunternehmen in Ostdeutschland haben in den letzten Jahren Finanzinvestoren die Mehrheit übernommen und sind so Großgrundbesitzer geworden. Das ergab eine Studie, über die das ARD-Magazin “Plusminus” berichtet. Besonders aktiv beim sogenannten Landgrabbing ist ein großer Rückversicherer und ein branchenfremdes Unternehmen aus Niedersachsen.

Bei rund einem Drittel der ostdeutschen Landwirtschaftsbetriebe halten mittlerweile Finanzinvestoren die Mehrheit. Damit sind sie auch Eigentümer von ostdeutschem Ackerland geworden. Das ergab eine Studie des Thünen-Instituts Braunschweig, über die das ARD-Magazin “Plusminus” berichtet.

MunichRE und Lürssen-Werft besonders aktiv

Nach Recherchen des Magazins sind unter anderem der Weltmarktführer bei Luxus-Motorjachten, die Lürssen-Werft, und einer der weltgrößten Rückversicherer, die MunichRE, aktiv. “Ackerflächen als Kapitalanlagen steigen nicht nur im Wert, sie liefern in Form von Pacht oder Erträgen auch noch Zinsen und sind somit lukrative Geldanlagequellen geworden”, erläutert Studienautor Andreas Tietz.

Tietz warnt vor den negativen Folgen des sogenannten Landgrabbings. Der Einstieg branchenfremder Finanzinvestoren bleibe für die Bodenpreise nicht ohne Folgen. Im Osten hätten sich die Grundpreise verdreifacht, im Westen hingegen nur verdoppelt.

Quote in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten

In der Studie wurden 853 Unternehmen in fünf ostdeutschen Bundesländer daraufhin untersucht, welche Veränderungen es in der Eigentümer-Struktur gab. Anfang 2017 waren demnach bei jedem dritten Agrarbetrieb ortsfremde, überregional aktive Investoren die Mehrheitseigentümer.

Diese Quote ist mit 41 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit 36 Prozent am höchsten. In Sachsen werden 32 Prozent, in Thüringen 23 und in Sachsen-Anhalt 22 Prozent von Investoren dominiert.

Nach Umgestaltung der ostdeutschen Landwirtschaftsbetriebe Anfang der 1990er-Jahre waren vor allem ehemalige ortsansässige Mitglieder der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) Anteilseigner an den neu gegründeten Genossenschaften, Aktiengesellschaften und GmbHs. Zitat MDR

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