“Am 23. Januar 1930 trat mit Dr. jur. Wilhelm Frick (1877-1946) der ausdrückliche Wunschkandidat von Adolf Hitler als Innen- und Volksbildungsminister in die Regierung des Freistaates Thüringen ein. Er nutzte die Regierungsbeteiligung und machte Thüringen zum „Experimentierfeld” der Nationalsozialisten. In seiner Eigenschaft als Minister für Volksbildung „säuberte” er nicht nur das ihm anvertraute Ministerium von „unerwünschten” Mitarbeitern, sondern suchte seinen Handlungsrahmen auch auf ihm nicht direkt unterstellte Bildungseinrichtungen auszudehnen. Bei einer dieser nichtstaatlichen Bildungseinrichtungen handelte es sich um das „Kyffhäuser - Technikum Bad Frankenhausen”, dessen Direktor zu diesem Zeitpunkt Prof. Ing. SigmundIsrael Huppert (1871-1945) war, der sich zum jüdischen Glauben bekannte. Vor Ort bereits in einen innerstädtischen Konflikt um die zukünftige Entwicklung und Leitung des Technikums eingebunden, wurde seine Person, eingebettet in die regionalen politischen Auseinandersetzungen, zum Spielball nationalsozialistischer thüringischer Landespolitik.”
« Kriegsende 1945 - Kindheitsbilder aus einer schlimmen Zeit. – Ingrid Mansel: Wir Bachwegskinder(1) Frankenhäuser Kindheitserlebnisse. »
Noch keine Kommentare.
Die Kommentarfunktion ist zur Zeit leider deaktiviert.