Zeitzeugen aus Oldisleben und Umgebung

Thüringen, August 2018 – Parteien, Gewinner, Verlierer…”UMFRAGE IM BUND: AfD schon stärker als die SPD” AKTUALISIERT AM 04.09.2018-05:41/Frankfurter Allgemeine Zeitung/FAZ am Tag nach dem Jubelperserkonzert.

Donnerstag, 30. August 2018 von Klaus Hart

“STERNBERG: “PARALLELEN ZUM NATIONALSOZIALISMUS” ZdK-Präsident: AfD rechtsradikal!”PI, 8.9. 2018. CDU-Sternberg und die fehlende Glaubwürdigkeit…Wie katholische und evangelische Kirche bei Adolf Hitler mitmachten, sehr aktiv den deutschen Faschismus unterstützten:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/09/08/sternberg-parallelen-zum-nationalsozialismus-zdk-praesident-afd-rechtsradikalpi-8-9-2018-wie-katholische-und-evangelische-kirche-bei-adolf-hitler-mitmachten-sehr-aktiv-den-deutschen-fa/

“Die echte Hetzjagd von Chemnitz”:http://www.pi-news.net/2018/09/die-echte-hetzjagd-von-chemnitz/

MerkelTAMutterÜbel18

“Und hier ist die Mutter allen Übels, eine Migrantin aus dem Osten.” Thüringer Allgemeine über die politische Witzfigur Angela Merkel/CDU, Ausriß, 7.9. 2018.

Was Juden in Israel, aber auch jüdische Politiker von der SPD-Ikone Helmut Schmidt halten:

“…Menachem Begin, Israels Ministerpräsidenten. Im Mai 1981 bezeichnete er Schmidts Anwesenheit im Volksgerichtshof als Beleg für dessen NS-Gesinnung, ja für dessen Mitschuld an den NS-Verbrechen…Trotz des jüdischen Großvaters und etwaiger Gefährdungen seiner selbst hat das Schicksal der Juden im „Dritten Reich“ den späteren Kanzler kaum berührt. Pamperriens Beweise sind (leider) eindeutig.” FAZ.

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Adel in Thüringen – warum er von interessierter Seite so hochgejubelt wird…”In der winzig kleinen Gruppe des Hochadels werden rund 70 Fürsten, Prinzen und Prinzessinnen noch vor 1933 Parteigenossen. Bis 1941 sind es etwa 270. Beim niederen Adel sieht es nicht anders aus. Man findet in den Mitgliedskarteien der NSDAP 34 Bismarcks, 41 Schulenburgs, 43 Bredows, 40 Bülows, 43 Kleists, 53 Arnims, 78 Wedels – insgesamt allein aus einer Stichprobe von 350 Familien fast 3600 Adlige. Und jeder Vierte trat vor 1933 ein.”

Mittwoch, 29. August 2018 von Klaus Hart
29.01.2008

NAHAUFNAHME

„ALLE BERÜHMTEN FAMILIEN WAREN DABEI“

Der Historiker Stephan Malinowski über die Begeisterung des deutschen Adels für die Nationalsozialisten

SPIEGEL: Herr Malinowski, Hitler galt vielen Adligen als Parvenü. Henning von Tresckow soll gesagt haben, man müsse ihn “wie einen tollen Hund abschießen”. Was bedeutete dieser Herrenhabitus für das Verhältnis des Adels zu den Nationalsozialisten?
Malinowski: Zunächst einmal trug er dazu bei, dass Hitler möglich wurde. Denn der Adel unterschätzte die Nazis aus genau dieser Herrenhaltung heraus – am deutlichsten formuliert 1933 von Hitlers Steigbügelhalter und Vizekanzler Franz von Papen: Man habe den NSDAP-Chef “engagiert”, in zwei Monaten sei Hitler “in die Ecke gedrückt, dass er quietscht”. Bekanntlich kam es dann genau andersherum. Dieser Habitus spielte dann aber auch für den Entschluss zum Staatsstreich eine Rolle, denn in einer Gesellschaftsschicht, die tausend Jahre lang Herrschaft ausgeübt hatte, gab es kaum absolutes Parteigängertum und Führertreue bis zum bitteren Ende. Für den Adel war das eher eine Art selbstgewähltes Bündnis. Zu den unbestreitbaren Ehrentaten der Männer des 20. Juli gehört, dass sie dieses Bündnis von sich aus aufgekündigt haben.
SPIEGEL: Aber was hatte der Nationalsozialismus Adligen überhaupt zu bieten?
Malinowski: Karrieren und Landbesitz zum Beispiel. Von den rund 10 000 adligen Offizieren im Kaiserreich wurden nach 1918 nur rund 900 in die stark verkleinerte Reichswehr übernommen. Es gab nach dem Ersten Weltkrieg Tausende regelrecht arbeitslose preußische Adlige, die auf nichts anderes vorbereitet worden waren als eine Karriere beim Militär – traditionell Absicherung für nachgeborene Söhne, die keinen Grundbesitz erbten.
SPIEGEL: Und die Aufrüstung der Nazis öffnete dieses Tor dann wieder.
Malinowski: Richtig. Die Anzahl der adligen Offiziere schnellte nach 1933 innerhalb von zwei Jahren von 900 auf rund 2300 hoch. Dazu kamen Karrierechancen als Folge politischer Säuberungen im höheren Verwaltungsdienst und in der Diplomatie. Nicht zu vergessen auch die Posten bei der SS – fast jeder fünfte SS-Obergruppenführer, also die zweithöchste Rangstufe, stammte aus dem Adel. Es begegneten sich in der SS viele klangvolle Namen: Alvensleben, Bülow, Pückler, Steuben, Uslar, Westphalen oder Henckel-Donnersmarck.
SPIEGEL: Und andere hofften auf Beuteland aus Hitlers Feldzügen?
Malinowski: Die Nazis hatten ja große Schwierigkeiten, für ihre Ostsiedlungspolitik das vielbeschworene “Volk ohne Raum” zu finden. Aus Arbeitern wollte Hitler Wehrbauern machen, aber die mochten nicht. Ganz anders der Adel: Der Großherzog von Oldenburg etwa schrieb schon Anfang Juni 1941 an SS-Chef Heinrich Himmler, dass einige seiner sechs Söhne gern im Osten siedeln würden, ob man sich nicht schon mal eine Option für den Kauf “größerer Güter” sichern könne. Es gibt weitere Beispiele. Hält man sich den materiellen Aspekt vor Augen, ist es weniger erstaunlich, dass viele Adlige so lange mitgemacht haben.
SPIEGEL: Aber vor 1933 hatten die adligen Herren doch allen Grund, sich vor den Nazis eher zu fürchten. In der NSDAP gab es einen starken sozialistischen Flügel, und unter Hitlers SA-Schlägern fanden sich viele Proletarier und Landarbeiter.
Malinowski: Das Verhältnis zwischen Adel und Nationalsozialismus ist die Geschichte eines Missverständnisses. Was die Adligen in der braunen Partei sahen, war nicht das, was sie dann bekamen. Als Kampfbewegung stand sie radikal gegen alles, wogegen auch der Adel stand: Demokratie, Republik, Parlamentarismus, Parteienstaat, Sozialdemokratie. Aus seiner Sicht war das also eine Organisation, mit der man etwas anfangen konnte, die man reiten konnte wie ein Pferd – und es dauerte lange, bis der Adel merkte, dass sich das Verhältnis von Ross und Reiter verkehrt hatte.
SPIEGEL: Welchen Anteil hat der Antisemitismus?
Malinowski: Der größte deutsche Adelsverband, die Deutsche Adelsgenossenschaft, führte bereits 1920 einen Arierparagraphen ein. Als Gruppe hat sich der Adel ja immer über Blut definiert. Dass auch die Nazis in Kategorien wie Blut und Rasse dachten, hat nachweislich viele Adlige angesprochen.
SPIEGEL: Wie weit spielte der Adel den Nazis in die Hände?
Malinowski: Es gibt ab etwa 1930 eine nachweisbare Bewegung im gesamten deutschen Adel in die NSDAP hinein. Das fängt mit August Wilhelm Prinz von Preußen an, dem vierten Sohn des letzten Kaisers, der in Bierzelten für die Nazis auftrat, und gilt für viele andere Geschlechter. Es gibt innerhalb des preußischen Adels praktisch keine der berühmten Familien, die nicht dabei ist.
SPIEGEL: Können Sie Zahlen nennen?
Malinowski: In der winzig kleinen Gruppe des Hochadels werden rund 70 Fürsten, Prinzen und Prinzessinnen noch vor 1933 Parteigenossen. Bis 1941 sind es etwa 270. Beim niederen Adel sieht es nicht anders aus. Man findet in den Mitgliedskarteien der NSDAP 34 Bismarcks, 41 Schulenburgs, 43 Bredows, 40 Bülows, 43 Kleists, 53 Arnims, 78 Wedels – insgesamt allein aus einer Stichprobe von 350 Familien fast 3600 Adlige. Und jeder Vierte trat vor 1933 ein…

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14937187.html

HitlerGuteNachricht
“Gute Nachricht”. Ausriß.

“Nazistan” – so nennt der DDR-Dramatiker Peter Hacks die BRD…

Evangelische Kirche und deutscher Faschismus/Nazizeit. Kirche und SA/SS, Rolle im Ausrottungskrieg der Wehrmacht. Warum sich viele Ostdeutsche zu DDR-Zeiten von der Kirche distanzierten, gar zu Atheisten wurden. Beispiel Thüringen. Glaubwürdigkeitsverlust wirkt offenbar bis heute nach, da Kirchen wieder zu Staats-und Regierungskirchen(Merkel-Kirchen) wurden.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/08/20/evangelische-kirche-und-deutscher-faschismusnazizeit-kirche-und-sass-warum-sich-viele-ostdeutsche-zu-ddr-zeiten-von-der-kirche-distanzierten-gar-zu-atheisten-wurden-beispiel-thueringen/

AfD NRW 2017 – die hochbrisante Kleine Anfrage zu Nazis im Machtapparat des Bundeslandes nach 1945.Parallelfall Hessen, Niedersachsen, Saarland, Bremen…Die Nazis/SS-Leute im BRD-Machtapparat:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/10/07/afd-nrw-2017-die-hochbrisante-kleine-anfrage-zu-nazis-im-machtapparat-des-bundeslandes-nach-1945/

 

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Gemeinschaftsschule – woher der Begriff stammt…

Samstag, 25. August 2018 von Klaus Hart

GemeinschaftsschuleHitler1

“Adolf Hitlers Jugend geht in die Gemeinschaftsschule”. Ausriß.

http://www.rothenburg-unterm-hakenkreuz.de/schule-im-ns-regime-ii-rothenburg-stimmte-ueberwaeltigend-fuer-den-erziehungsgedanken-des-fuehrers-und-somit-fuer-die-deutsche-gemeinschaftsschule/

“Nazistan” – so nennt der DDR-Dramatiker Peter Hacks die BRD…

Wikipedia:

Thüringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Thüringen einigten sich CDU und SPD bei ihren Koalitionsverhandlungen 2009 auf Druck der SPD auf die Einführung der Gemeinschaftsschule. Nachdem zum Schuljahr 2009/2010 erste Schulen an einer Pilotphase teilgenommen hatten, startete die Gemeinschaftsschule offiziell zum Schuljahr 2010/2011. An der Gemeinschaftsschule sollen alle Kinder bis zur 8. Klasse gemeinsam lernen. Erst dann erfolgt das so genannte abschlussbezogene Lernen. Laut einer Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung haben sich rund 90 Prozent der Thüringer für das längere gemeinsame Lernen ausgesprochen. Die Gemeinschaftsschule ist das zentrale Projekt von Kultusminister und SPD-Landeschef Christoph Matschie.[32]

Evangelische Kirche und deutscher Faschismus/Nazizeit. Kirche und SA/SS, Rolle im Ausrottungskrieg der Wehrmacht. Warum sich viele Ostdeutsche zu DDR-Zeiten von der Kirche distanzierten, gar zu Atheisten wurden. Beispiel Thüringen. Glaubwürdigkeitsverlust wirkt offenbar bis heute nach, da Kirchen wieder zu Staats-und Regierungskirchen(Merkel-Kirchen) wurden.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/08/20/evangelische-kirche-und-deutscher-faschismusnazizeit-kirche-und-sass-warum-sich-viele-ostdeutsche-zu-ddr-zeiten-von-der-kirche-distanzierten-gar-zu-atheisten-wurden-beispiel-thueringen/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/08/15/fritz-hermann-hankel-hitler-und-faschismusgegner-in-oldislebenthueringen-ermordet-im-konzentrationslager-buchenwald-1942-wer-hat-ihn-denunziert-wer-hat-ihn-verhaftet-wer-in-oldisleben-hat-dageg/

Der Anschlag von Chemnitz 2018, DIE WELT(30.8. 2018): BRODER ÜBER SACHSENS REGIERUNGSCHEF. „Der Mann ist ein sprachloser Schwätzer…Sie sehen, das ist die Inkompetenz…Der Fisch stinkt vom Kopfe her“. CDU-Kretschmer immer noch im Amt:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/08/30/der-anschlag-von-chemnitz-2018-die-welt30-8-2018-broder-ueber-sachsens-regierungschef-der-mann-ist-ein-sprachloser-schwaetzer-cdu-kretschmer-immer-noch-im-amt/

Chemnitz – das Berichterstattungs-Desaster von Mainstreammedien am 1.9. 2018. Kurios widersprüchliche, aufschlußreiche Angaben zu Systemkritiker-und Systemtreuen-Teilnehmerzahlen…Eine Analyse u.a. von Livetickern und Fotos zeigt viele Ungereimtheiten:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/09/02/chemnitz-das-berichterstattungs-desaster-von-mainstreammedien-am-1-9-2018-kurios-widerspruechliche-aufschlussreiche-angaben-zu-systemkritiker-und-systemtreuen-teilnehmerzahlen-eine-analyse-u-a/

Fritz Hermann Hankel – Hitler-und Faschismusgegner in Oldisleben/Thüringen. Ermordet im Konzentrationslager Buchenwald 1942. Wer von “Hitlers willigen Vollstreckern” in Oldisleben hat ihn denunziert, wer hat ihn verhaftet, wer in Oldisleben hat dagegen öffentlich protestiert? Wie positionierte sich die Kirche, was predigten Pfarrer in Oldisleben zum Fall Fritz Hermann Hankel? Haftgrund: “Verkehr mit Juden”. (Auch Jesus war Jude)

Mittwoch, 15. August 2018 von Klaus Hart

Hankel1

Ausriß. “Geburtsdatum: 10.9. 1898 in Oldisleben. Todesdatum: 20.7. 1942. Sterbeort: Buchenwald”.

FritzHankelverstorben

Rechtsstaat BRD: “Umgerechnet auf die Bevölkerung, ging der Osten wesentlich rigoroser gegen nachgewiesenermaßen belastete Nazis vor und verurteilte etwa achtmal mehr Täter als der Westen.” Klaus Behling, Die Kriminalgeschichte der DDR, edition berolina.

“Nazistan” – so nennt der DDR-Dramatiker Peter Hacks die BRD…

Oberheldrungen/Thüringen, KZ Auschwitz, Täter und Opfer – aus Dörfern, nur wenige Kilometer voneinander entfernt…Was in Auschwitz vor sich ging, war auch in Thüringen, darunter im heutigen Kyffhäuserkreis, zur Nazizeit bestens bekannt:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/10/oberheldrungenthueringen-kz-auschwitz-taeter-und-opfer-aus-doerfern-nur-wenige-kilometer-voneinander-entfernt/

Hankel2

 

Dr.Harry Stein, Experte der Gedenkstätte Buchenwald, teilt auf Anfrage mit:

Über Fritz Hankel gibt es einige Dokumente im Bestand Buchenwald des Suchdienstarchivs Bad Arolsen. Aus ihnen geht folgendes hervor:

Fritz Hankel, geb. 10.09.1898 in Oldisleben, wohnhaft dort, Hindenburgstraße 20, glaubenslos, verheiratet, 3 Kinder, von Beruf Schlosser, wurde am 13.12.1941 von der Gestapo Weimar verhaftet und am 20.12.1941 in das KZ Buchenwald gebracht. Haftgrund: “Verkehr mit Juden”. Fritz Hankel war 1932/33 Mitglied der KPD. Drei Ordnungs- und Vorstrafen, offensichtlich aus den Jahren der Weimarer Republik, wegen Holzdiebstahl, Beleidigung und Landfriedensbruch deuten auf seine soziale Lage und auf frühere Konflikte mit dem Staat. In Buchenwald wurde er zunächst als “Polizei-Häftling” geführt, dann als politischer Häftling. Die Gestapo ließ in in die “K-Kompanie” einweisen, ein spezielles Strafkommando für “Kriegsverbrecher”, das im Steinbruch arbeiten musste. Am 8. Mai 1942 brachte sie ihn aus Buchenwald in das Gerichtsgefängnis Bad Frankenhausen. Offensichtlich sollte dort ein Verfahren gegen ihn stattfinden. Was dort wirklich geschah, ist unklar, jedenfalls brachte ihn die Gestapo am 28. Mai 1942 nach Buchenwald zurück. Er kam erneut in den Steinbruch und wurde am 20. Juli 1942 in das Kommando 8 zum Aufbau des Gustloff-Werkes (neben dem Lager) versetzt, schwerste Erschließungsarbeiten in einem Waldgelände. Er starb am 20. Juli 1942, also noch am selben Tag, offiziell an “akuter Herzschwäche”, also an völliger Erschöpfung.

Mehr geben die Dokumente leider nicht her – es bleiben also eine Reihe von Fragen offen. Vielleicht noch soviel: Nach der Einführung des gelben Sterns im September 1941 lieferte die Gestapo jüdische Männer wegen geringster Verstöße gegen die Vorschriften (Besitz eines Fahrrades, “hat eine Gans gekauft”) in Buchenwald ein und brachte sie dort um. Die Geschichte von Fritz Hankel erscheint in diesem Kontext als Abschreckungsmaßnahme gegen diejenigen nichtjüdischen Deutschen, die noch Kontakte aufrecht erhielten. Es ist das Vorfeld der Deportation der Juden aus Mitteldeutschland in Vernichtungsstätten im besetzten Polen. Zitat Dr. Stein.

In Oldisleben fehlen bisher Gedenkstein oder Gedenktafel, die über das schwere Schicksal von Fritz Hankel informieren. Bemerkenswert, daß die Informationen über Fritz Hankel sogar in der Ortschronik fehlen. Wer hat dafür gesorgt? Zu den offenen Fragen gehört, wer in Oldisleben Fritz Hankel denunziert hat, ob die Denunziation von den lokalen SA-NSDAP-Führungsleuten kam. Aus dem Archiv der Pfarre in Oldisleben dürfte hervorgehen, wie sich damals die Kirche, ihre Pfarrer und Mitglieder zu dem Fall verhielten, wer protestierte, wer schwieg. Als Hankel-Haftgrund wurde “Verkehr mit Juden” genannt – auch Jesus war ein Jude. Die bisher vorliegenden Informationen über den Hankel-Fall geben einen Eindruck davon, was für ein soziokulturelles Klima zur Nazizeit in Oldisleben herrschte, wie die Menschen miteinander umgingen. Auch für Hulda Wiesel aus Oldisleben, die die Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen überlebte, gibt es in Oldisleben weder Gedenkstein noch Gedenktafel. 

 

Hulda Wiesel – Auschwitzhäftling aus Oldisleben/Thüringen. In ihrem Heimatort existiert (aus inzwischen nachvollziehbaren Gründen) keinerlei Gedenken an die Verfolgte des Naziregimes, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen sowie des “Arbeitserziehungslagers” Breitenau. “Hitlers willige Vollstrecker” in Oldisleben. **

HuldaWieselAuschwitz1

Auf Website-Anfrage übermittelte die Leitung des Archivs der Gedenkstätte Auschwitz im Oktober 2018 diese drei erhalten gebliebenen SS-Fotos.

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“Die Blutspur führt nach Bonn”. Warum die KZ-Gedenkstätte Buchenwald von den neuen Machthabern nach dem Anschluß von 1990 rasch “umgestaltet”, entschärft, “gesäubert” wurde…AfD-Brandner am 8.8. 2018 in Buchenwald – kurios gleichgeschaltete Mainstreamberichterstattung(in allen Texten fehlen die gleichen hochbrisanten Fakten über CDUSPDCSUFDPGRÜNELINKE). Der Fall CDU-Oberländer.

Donnerstag, 09. August 2018 von Klaus Hart

“Regelmäßig brachte die DDR- Presse jene wirksame Karte ins Spiel, für die die SED seit Jahren schon handfeste Beweise in Dokumentationen und sogenannten Braunbüchern vorgelegt hatte: die Existenz von Nazi-Größen und Kriegsverbrechern in wichtigen Ämtern der Bundesrepublik…Was die Wirkung von Anti-Nazi-Artikeln aus der DDR verstärkte, war – abgesehen von der reißerisch-propagandistischen Verpackung – ihre weitgehende faktische Stichhaltigkeit.” Thüringer Allgemeine 2015.

Folgerichtig konnte der Gedenkstätten-Direktor nach 1990 auch kein Ostdeutscher, gar Thüringer mehr sein, sondern mußte eine West-Sozialisation vorweisen können. 

2018 kritisierten Mitarbeiter von Gedenkstätten Thüringens gegenüber der Website die neuerliche “Umgestaltung” der Gedenkstätte Buchenwald, stellten klar heraus, daß die Gestaltung der Gedenkstätte zu DDR-Zeiten viel besser, anschaulicher, detaillierter, auch emotionaler gewesen sei. Die Version von 2018 sei noch sinnentleerter, verlangweiligter als die anderen Versionen nach dem Anschluß von 1990 – dazu deutlich entemotionalisiert.

Auffällig ist zudem das zu DDR-Zeiten undenkbare Klima in der Gedenkstätte. Politisierte Ostdeutsche beobachten 2018, wie eine Gruppe von Schülerinnen beim Besuch des Buchenwald-Krematoriums sehr laut auflacht(eine Schülerin trägt Kopftuch). Lehrkräfte sind in unmittelbarer Nähe der Schülerinnengruppe, nehmen die Situation indessen passiv, ohne Reaktion hin. Die politisierten Ostdeutschen mutmaßen darüber, wie DDR-Lehrer wohl auf sehr lautes Schüler-Lachen in der Buchenwald-Gedenkstätte, noch dazu im Krematorium, in unmittelbarer Nähe der Verbrennungsöfen und der Genickschußanlage, reagiert hätten…

 

“Gedenkstätte Buchenwald schließt AfD von Holocaust-Gedenktag aus”. Thüringer Allgemeine, 24.1. 2019. Warum Politiker der Kohl-Partei CDU und der Schmidt-Partei SPD sowie der GRÜNEN am 27. Januar 2019 sehr willkommen sind(?). “Bundeskanzlerin Merkel ist zur größten Antisemiten-Importeurin der deutschen Geschichte geworden”. Frauke Petry. Öffentliche Diskussion darüber wird auch in Thüringen von interessierter Seite verhindert:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/24/gedenkstaette-buchenwald-schliesst-afd-von-holocaust-gedenktag-aus-ta-24-1-2019-warum-politiker-der-kohl-partei-cdu-und-der-schmidt-partei-spd-sehr-willkommen-sind/

“Braunbuch. Kriegs-und Naziverbrecher in der Bundesrepublik  und in Westberlin”:https://web.archive.org/web/20101119233343/http://braunbuch.de/index.shtml

AfD-Brandner in Buchenwald 2018:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/08/08/afd-brandner-am-8-8-2018-in-kz-gedenkstaette-buchenwald-die-merkwuerdige-stellungnahme-was-alles-fehlt-siehe-afd-nrw-anfrage/

Rechtsstaat BRD: “Umgerechnet auf die Bevölkerung, ging der Osten wesentlich rigoroser gegen nachgewiesenermaßen belastete Nazis vor und verurteilte etwa achtmal mehr Täter als der Westen.” Klaus Behling, Die Kriminalgeschichte der DDR, edition berolina.

“Nazistan” – so nennt der DDR-Dramatiker Peter Hacks die BRD…

Buchenwald und die West-Stasi – wie sie tickt: “Das Bundesamt für Verfassungsschutz war in seinen ersten Jahrzehnten mit SS-, SD- und Gestapo-Leuten durchsetzt. An der Spitze der Behörde stand mit Hubert Schrübbers lange Zeit ebenfalls ein Nazi”. Junge Welt, 27.9. 2018. Verfassungsschutz in Thüringen:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/09/27/die-west-stasi-wie-sie-tickt-das-bundesamt-fuer-verfassungsschutz-war-in-seinen-ersten-jahrzehnten-mit-ss-sd-und-gestapo-leuten-durchsetzt-an-der-spitze-der-behoerde-stand-mit-hubert-schruebb/

Erfurt und Gehlen:

UlfkotteVerschlußsacheBND2

Ausriß. Udo Ulfkotte über Reinhard Gehlen unter Adolf Hitler und unter der US-und BRD-Regierung…

TV-Sender 3sat:

“Nazis im BND
Neuer Dienst und alte Kameraden
 
Nazis, Kriegsverbrecher und zum Teil auch Massenmörder gingen im westdeutschen Auslandsgeheimdienst nach dem Zweiten Weltkrieg ein und aus. Die Männer von SS und Gestapo prägten den Geheimdienst maßgeblich.”
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Deckt, entschuldigt die Merkel-GroKo massiv Judenhasser, also Rechtsradikale? Judenhaß – Grundbaustein der Nazi-Ideologie – dennoch starke Erhöhung der Zahl aktiver Judenhasser in Deutschland durch die GroKo, entsprechend starke Zunahme des Antisemitismus. Besonders auffällig – Merkel, Steinmeier, Seehofer etc. drücken sich vor einer politischen Klassifizierung des neuen Judenhasser-Spektrums – ist es nun linksextrem, rechtsextrem, links, rechts, gehört es gar zur politischen Mitte? Fragen über Fragen…In der jüngsten Bundestagsdebatte schwiegen GroKo-Politiker zu dieser Problematik, was Bände spricht. “Bad people”:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/09/14/deckt-entschuldigt-die-merkel-groko-massiv-judenhasser-also-rechtsradikale-judenhass-grundbaustein-der-nazi-ideologie-dennoch-starke-erhoehung-der-zahl-aktiver-judenhasser-in-deutschland-durch/

Wie liefs bei den Brüdern und Schwestern drüben mit der Vergangenheitsbewältigung?BuchenwaldKriegsverbrecher18

“Die in den Lagern Verbliebenen – in der Mehrheit Angehörige der SS und der Gestapo – hatten sich vor Spruchkammern bzw. Spruchgerichten zu verantworten. Während des zunehmenden Ost-West-Konfliktes wurden diese justizförmigen Verfahren 1948 weitgehend eingestellt. Die meisten Strafen wurden erlassen, die Masse der noch nicht Verurteilten entlassen.”(Bemerkenswerter Text in der Gedenkstätte 2018 – könnte glatt aus Propagandabroschüren des bolschewistischen Zonenregimes stammen)

Pery Broad aus Rio de Janeiro – der SS-Brasilianer im KZ Auschwitz:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/12/21/pery-broad-aus-rio-de-janeiro-der-ss-brasilianer-im-kz-auschwitz/

Oberheldrungen/Thüringen, KZ Auschwitz, Täter und Opfer – aus Dörfern, nur wenige Kilometer voneinander entfernt…Was in Auschwitz vor sich ging, war auch in Thüringen, darunter im heutigen Kyffhäuserkreis, zur Nazizeit bestens bekannt:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/10/oberheldrungenthueringen-kz-auschwitz-taeter-und-opfer-aus-doerfern-nur-wenige-kilometer-voneinander-entfernt/

“Gedenkstätte Buchenwald schließt AfD von Holocaust-Gedenktag aus”. Thüringer Allgemeine, 24.1. 2019. Warum Politiker der Kohl-Partei CDU und der Schmidt-Partei SPD sowie der GRÜNEN am 27. Januar 2019 sehr willkommen sind(?). “Bundeskanzlerin Merkel ist zur größten Antisemiten-Importeurin der deutschen Geschichte geworden”. Frauke Petry. Öffentliche Diskussion darüber wird auch in Thüringen von interessierter Seite verhindert:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/24/gedenkstaette-buchenwald-schliesst-afd-von-holocaust-gedenktag-aus-ta-24-1-2019-warum-politiker-der-kohl-partei-cdu-und-der-schmidt-partei-spd-sehr-willkommen-sind/

http://recentr.com/2018/06/17/die-wurzeln-der-csu-und-cdu/

“Neueste historische Forschungen verdeutlichen erneut: Die CDU wurde nach 1945 mit Nazi-Vermögen aufgebaut und mit Unterstützung des CIA von Wahlsieg zu Wahlsieg gebracht. Die Westintegration und Wiederbewaffnung der Bundeswehr unter Adenauer wurde von der US Besatzungsmacht forciert und massiv unterstützt. Der Kommentator der Hitler’schen Rassegesetze, Globke, wurde sogar die rechte Hand von CDU-Kanzler Adenauer, der im Nazi-Reich als Bürgermeister von Köln jenen Konservativen der Zentrumspartei angehört hatte, die durch das Ermächtigungsgesetz 1933 die Machtübernahme Hitlers in Deutschland aktiv unterstützt hatten.”

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Hulda Wiesel aus Oldisleben/Thüringen, Verfolgte des Naziregimes, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen sowie des “Arbeitserziehungslagers” Breitenau. 1978 verstorben in Schweden. Wo wird in Oldisleben der KZ-Überlebenden Hulda Wiesel gedacht, wo befindet sich die Gedenktafel? Der Fall Emil Dietrich, der Fall Hildegard Wilkendorf. “Hitlers willige Vollstrecker” in Oldisleben.

Freitag, 03. August 2018 von Klaus Hart

HuldaWieselAuschwitz1

Auf Website-Anfrage übermittelte die Leitung des Archivs der Gedenkstätte Auschwitz im Oktober 2018 diese drei erhalten gebliebenen SS-Fotos.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/10/09/hulda-wiesel-auschwitzhaeftling-aus-oldislebenthueringen-in-ihrem-heimatort-existiert-aus-inzwischen-nachvollziehbaren-gruenden-keinerlei-gedenken-an-die-verfolgte-des-naziregimes-ueberlebende/

Zu den Gründen der Verhaftung von Hulda Wiesel war in Oldisleben zu vernehmen: “Vielleicht hatte sie ja die Fahne nicht rausgehängt”. (Heimtückegesetz)
HuldaWiesel1

 

Ausriß.(Gunnar Richter: Das Arbeitserziehungslager Breitenau) Ob die Schulen in und um Oldisleben in normalem, erforderlichem Umfange oder sogar sehr ausführlich auf die Biographie von Hulda Wiesel eingehen, ist nicht bekannt – und auch per Internetsuche nicht ersichtlich.https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2011120539885/1/RichterArbeitserziehungslagerBreitenau.pdf

Dr. Gunnar Richter, Leiter der Gedenkstätte Breitenau, teilt auf Anfrage mit:

Hulda Wiesel: Sie war vom 20.11.41 bis zum 5.1.42 und vom 9.1.42 bis zum 9.2.42 in Breitenau inhaftiert. Sie wurde über die Gestapo Weimar eingewiesen. (Signatur: 7436)

 

Hulda Wiesel wurde am 27. April 1891 in Oldisleben geboren. Sie hatte nach dem Eintrag in ihrer Gefangenenakte sieben Brüder, deren Namen aber nicht aufgeführt sind. Von Beruf war sie Hausangestellte (Hauswirtschafterin).

 

Ähnlich, wie bei Erna K., geht auch bei ihr aus einem Schreiben der Gestapo Weimar hervor, dass sie vor der Einweisung in das Lager Breitenau bereits eine Haftstrafe verbüßt hatte. In dem Schreiben vom 18. November 1941 heißt es; Zitat:

„Die Wiesel hat bis zum 8.11.41 eine 2-jährige Gefängnisstrafe wegen illegaler Betätigung für die IBV und Vergehens gegen das Heimtückegesetz verbüßt. Sie ist heute noch Anhängerin der IBV. Ich habe gegen sie beim RSHA. Schutzhaft beantragt. Ich bitte, die W. vorübergehend in die dortige Anstalt als Schutzhaftgefangene aufzunehmen. Die Staatspolizeistelle Kassel hat von der Überführung der W. Kenntnis erhalten. In Vertretung: gez. Bluhm.“

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Pery Broad aus Rio de Janeiro – der SS-Brasilianer im KZ Auschwitz:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/12/21/pery-broad-aus-rio-de-janeiro-der-ss-brasilianer-im-kz-auschwitz/

Aus einem Artikel der Frankenhäuser Zeitung vom 9. Januar 1940 geht Näheres über die Verhaftung von Hulda Wiesel, über “Hitlers willige Vollstrecker” in Oldisleben hervor. Darin heißt es:

„In den ereignisreichen Tagen des Kriegsbeginns hatte die 49-jährige Ehefrau Hulda Wiesel aus Oldisleben sich zu mehreren auf der Straße beisammen stehenden Frauen gesellt und sich abfällig geäußert über die Einberufung der Ehemänner zum Wehrdienst. Da Frau Wiesel aus ihrer ‚geistigen‘ Gegnerschaft zum Dritten Reich keinen Hehl machte und auch andere zu ihrer Ansicht zu ‚bekehren‘ versucht hatte, war es nunmehr an der Zeit, sich näher mit ihr zu befassen. Sie wurde am 22. September vorigen Jahres in Untersuchungshaft genommen.“ (Wegweiser Thüringen, S. 172 f.) In dem Artikel muss offenbar auch erwähnt sein, dass sie zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, denn der Abschnitt mit dem Zeitungszitat beginnt in dem Heimatgeschichtlichen Wegweiser mit dem Satz: “Am 9. Januar 1940 berichtete die ‘Frankenhäuser Zeitung’ von einem ‘besonderen Vorkommnis’, vermutlich war die zu zwei Jahren Gefängnis verurteilte Frau ebenfalls eine Zeugin Jehovas.”

 

Am 20. November 1941 wurde Hulda Wiesel in das Arbeitserziehungslager Breitenau eingewiesen und von dort am 9. Februar 1942 in das KZ Ravensbrück deportiert (nachdem sie am 5. Januar 1942 bereits ein erstes Mal nach Ravensbrück deportiert worden war, aber bereits vier Tage später aufgrund einer Lagersperre zurückkam). Von Ravensbrück kam Hulda Wiesel am 26. März 1942 mit mehreren Zeuginnen Jehovas nach Auschwitz. Im Zuge der Evakuierung des Lagers Auschwitz, Anfang 1945, kam sie nach Bergen-Belsen, wo sie die Befreiung des Lagers überlebte. In Bergen-Belsen lebte sie noch im August 1945 im DP-Camp – dann verlieren sich ihre Spuren…”

 Aus dem Heimatgeschichtlichen Wegweiser geht übrigens hervor, dass auch ein Mann aus Oldisleben, der den Zeugen Jehovas angehörte, verfolgt wurde. Es heißt darin auf Seite 172:

“Widerstand aus dem Glauben leistete Emil Dietrich aus Oldisleben, der zur Gemeinde der Zeugen Jehovas gehörte. Nach Angaben aus dem Geschichtsarchiv der Zeugen Jehovas wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und anschließend in ein Konzentrationslager überstellt. Er überlebte und wurde 1950/1951 in der DDR erneut verfolgt.”

 Außerdem heißt es auf Seite 173:

“Die 21-jährige Hildegard Wilkendorf, von Beruf Stenotypistin, wurde wegen ‘staatsfeindlicher Äußerungen’ und ‘Umgang mit Kriegsgefangenen’ denunziert und im Oktober 1943 zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, die sie in Erfurt verbüßte.”

In diesem Kontext fällt auf, daß die veröffentlichte Ortschronik von Oldisleben viele große weiße Flecken aufweist. Angaben über das Schicksal von Hulda Wiesel, Hildegard Wilkendorf oder Emil Dietrich sucht man vergebens – sehr spärlich sind sogar die Informationen über Fritz Hankel. Man erfährt u.a. nicht einmal, wer Hulda Wiesel anzeigte, wer in Oldisleben wollte, daß sie in ein Konzentrationslager gebracht wird. Im Ort hieß es, der Chronik-Verfasser Alfred Odebrecht habe systematisch die Ortsgeschichte betreffende Dokumente an sich gebracht und niemandem Einblick gewährt. Daher stelle sich die Frage: Was sollte in wessen Interesse verschwiegen werden?

 

“Strafanstalt Leipzig-Kleinmeusdorf

Archivalnummer 0153
Datierung 1939 – 1941

Wiesel, Hulda; wegen Bibelforschertätigkeit”.

Heimtückegesetz:

https://de.wikipedia.org/wiki/Heimt%C3%BCckegesetz

https://de.wikipedia.org/wiki/DP-Camp_Belsen

http://studylibde.com/doc/8650429/das-arbeitserziehungslager-breitenau–1940-1945-

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  •  WIESEL, Hulda

    • Birth date: 27 Apr 1891
    • Birth place: Oldisleben
    • Source:  [Bergen-Belsen survivor list]
    • Collection:  [Holocaust Survivors and Victims Resource Center digital indices]

https://wc.rootsweb.ancestry.com/cgi-bin/igm.cgi?op=GET&db=charlett&id=I61

https://www.beliebte-vornamen.de/17902-hulda.htm

Von 1933 bis 1938 war Theodor Gustav Fritz Koszinowski in Oldisleben als evangelischer Pfarrer angestellt – laut Zeitzeugen gehörte er nicht nur zur NSDAP, sondern sogar zur SA. Die Predigten, Fotos von Koszinowski(in SA-Uniform vorm Altar) wurden immer noch nicht von der Kirche veröffentlicht. 

Gestapo in Thüringen:https://www.lzt-thueringen.de/files/uellenbd_gestapo-2.pdf

Oldisleben – Nazizeit und Zwangsarbeiter:

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/08/01/oldisleben-nazizeit-und-zwangsarbeiter-landwirt-kurt-t-in-der-adolf-hitler-strasse-34-laesst-einen-polnischen-zwangsarbeiter-mit-dem-rad-fuer-einkaeufe-nach-heldrungen-fahren-und-wird-prompt-ang/

Erinnerungskultur in Oldisleben-Sachsenburg – wo steht das bei Wikipedia genannte Denkmal für den Nazi-Gegner Hermann Güntherodt?

“Noch vor dem Machtantritt der Nationalsozialisten im Reich wurde der KPD-Kreistagsabgeordnete Hermann Güntherodt aus Sachsenburg von Nazis ermordet. An ihn erinnert ein Denkmal und eine Siedlung, die seinen Namen trägt. An den KPD-Vorsitzenden des Ortes, der 1942 im KZ Buchenwald ums Leben kam, erinnert die Fritz-Hankel-Straße.”

:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/10/07/afd-nrw-2017-die-hochbrisante-kleine-anfrage-zu-nazis-im-machtapparat-des-bundeslandes-nach-1945/

“Die Blutspur führt nach Bonn”. Warum die KZ-Gedenkstätte Buchenwald von den neuen Machthabern nach dem Anschluß von 1990 rasch “umgestaltet”, entschärft, “gesäubert” wurde…AfD-Brandner am 8.8. 2018 in Buchenwald:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/08/09/die-blutspur-fuehrt-nach-bonn-warum-die-kz-gedenkstaette-buchenwald-von-den-neuen-machthabern-nach-dem-anschluss-von-1990-rasch-umgestaltet-entschaerft-wurde/

Fritz Hermann Hankel – Hitler-und Faschismusgegner in Oldisleben/Thüringen. Ermordet im Konzentrationslager Buchenwald 1942. Wer hat ihn denunziert, wer hat ihn verhaftet, wer in Oldisleben hat dagegen öffentlich protestiert? Wie positionierte sich die Kirche, was predigten Pfarrer in Oldisleben zum Fall Fritz Hermann Hankel?http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/08/15/fritz-hermann-hankel-hitler-und-faschismusgegner-in-oldislebenthueringen-ermordet-im-konzentrationslager-buchenwald-1942-wer-hat-ihn-denunziert-wer-hat-ihn-verhaftet-wer-in-oldisleben-hat-dageg/

Heimatforscher in höherem Alter weisen 2018 auf einen interessanten Aspekt: In bestimmten Thüringer Städten sei die Nazizeit überhaupt nicht aufgearbeitet, trauten sich Wissenschaftler nicht an das Thema. Dies liege daran, daß nach dem Anschluß von 1990 wieder bestimmte traditionelle Familien politisch-wirtschaftlich das Sagen hätten, die auch zur Nazizeit tonangebend gewesen seien. Diese Familien wollten auf keinen Fall, daß ihre Rolle im Nazi-Kapitalismus bekannt, näher beleuchtet werde. 

“Holocaust-Gedenkstunde im Landtag wird zur Anklage der Täter von einst – und der AfD”. Westdeutsche Thüringer Allgemeine, 26.1. 2019 – erwartungsgemäß fehlt das Wichtigste: Wie war das mit den vielen Nazi-Kriegsverbrechern, SS-Leuten, hochbelasteten Nazis in der West-CDU, der West-SPD, der West-FDP, in der BRD-Regierung – wie war das mit der Nazi-Biographie von Helmut Schmidt etc.? Als SPD und CDU/CSU massiv alte Nazis, Kriegsverbrecher in ihre Reihen holten – wurden diese Parteien deshalb vom Verfassungsschutz überwacht, beobachtet, waren sie zumindest ein Prüffall? Oder war der selber noch tiefbraun? Was CDU-Diezel in ihrer Landtagsrede unterschlug:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/26/holocaust-gedenkstunde-im-landtag-wird-zur-anklage-der-taeter-von-einst-und-der-afd-westdeutsche-thueringer-allgemeine-26-1-2019-erwartungsgemaess-fehlt-das-wichtigste-wie-war-das/

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