Zeitzeugen aus Oldisleben und Umgebung

Reinhard Lakomy: “Alles Stasi außer Mutti”. …Und alles warn nur die andern, und das Leben ist jetzt tutti, tittentutti, tittenfrutti, alles Stasi, außer Mutti, selber war man nur der Karren, niemals war man Pferd, so bleibt man stets unversehrt…”Keine ahnung warum, aber beim diesem Lied muß ich immer an die Frau Merkel denken.?” Lakomy-Hörer. “Sollten sich mal Leute wie Gauck anhören und die ganzen Möchtegernwiderständler. Dann lieber in der grausamen Stasi-Diktatur leben, als in der noch grausameren Stasiverfolgten-Diktatur!?” Feindliche Übernahme 1990.

Lakomy: „Kommt hinzu, dass wir bekanntermaßen mit Gregor Gysi, Lothar Bisky und seiner Familie sehr befreundet sind.“ Dabei habe das mit Politik gar nichts zu tun. „Was glauben Sie, wie oft ich dem Bisky sage, wie Scheiße ich seine Partei eigentlich finde inzwischen.“…

LakomyStasiSandmann1

Ausriß.

Wegen der Musikzensur in deutschen Sendern wird besonders in Ostdeutschland Lakomy so gut wie nie in den Radios gespielt – für viele andere große Namen der DDR-Populärmusik gilt dasselbe. 

GysiAltmaier18

Ausriß. Gysi – Altmaier. Die treuen Diener der Machteliten.

“Alles Stasi außer Mutti”:https://www.youtube.com/watch?v=-ACeSScmt0U

Auf einmal kommen sie daher,
so neugeborn und zeitenleer,
und wohnten doch im selben Haus,
warn Mauerstein des selben Baus.
Heut scheißen sie ins alte Nest,
und nehmen ihm den letzten Rest,
der Weg nach oben ist das wert,
erlaubt ist, was den Mann ernährt.

 

Und alles warn nur die andern,
und das Leben ist jetzt tutti,
tittentutti, tittenfrutti,
alles Stasi, außer Mutti,
selber war man nur der Karren,
niemals war man Pferd,
so bleibt man stets unversehrt.


Und alles warn nur die andern,
und das Leben ist jetzt tutti,
tittentutti, tittenfrutti,
alles Stasi, außer Mutti,
selber war man immer nur,
der Zukunft zugewandt,
Deutschland, einig Vaterland.

Sie sind so krumm, wie opportun,
sie spiegeln sich in ihren Schuhn,
so stehn sie vor der neuen Tür
und zeigen ihre alte Kür:
Die Klinke greift man tief gebückt,
auf Knien wird sie herabgedrückt,
und auf dem Bauch zur Tür hinein,
tritt ein, tritt ein, bring Glück herein.

Wei4

 

Passend zur bizarren, realitätsfremden ARD-TV-Serie “Weissensee” – Ex-Geheimdienstmann Steinmeier 2019 im Weimarer Nationaltheater:https://de.wikipedia.org/wiki/Weissensee.

“Und der Job drüben wurde danach immer gefährlicher: Fünf Jahre nach dem Bau der Mauer, 1966, stammte jeder dritte in der DDR abgeurteilte BND-Spion aus der Bundesrepublik.” DER SPIEGEL 2007

 

Der Herr Politiker – Georg Danzer:https://www.youtube.com/watch?v=IRjrFgpevjw.

“Alles Stasi außer Mutti” – Reinhard Lakomy:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/21/reinhard-lakomy-alles-stasi-ausser-mutti/

Seit über zwanzig Jahren warten die Ostdeutschen auf eine ARD-Familienserie wie “Weissensee”, die mal zeigt, wie eigentlich die vielen Geheimdienstler von BND, CIA etc. vor dem Regime Change in der DDR agierten – in den Familien, Vereinen, Klubs, in Freundeskreisen, Verwaltungen, in Polizei, Staatsapparat, an den Universitäten, in der Bürgerrechtsbewegung, unter Künstlern aller Couleur. Wie BND-IMs angeworben wurden etc. Doch so eine Serie kommt einfach nicht. Woran mags liegen? Ostdeutsche sagen, da wären TV-Serien möglich, die sich um recht bekannte Personen ranken, welche beste Freunde wissen ließen, daß sie für westliche Geheimdienste wie die CIA arbeiten.

”KALTER KRIEG. 10.000 BND-Agenten spionierten in der DDR”. DIE WELT:https://www.welt.de/politik/article1273579/10-000-BND-Agenten-spionierten-in-der-DDR.html

…Der BND will die Zahl von 10.000 Agenten in der DDR weder dementieren noch bestätigen. „Uhl und Wagner haben in ihrem Buch gezeigt, dass der BND bei der Aufklärung in der DDR gut aufgestellt war“, sagt BND-Sprecher Stefan Borchert lediglich.

 

Die BND-Spionage in der DDR bietet nach Ansicht von Uhl weiter viel Stoff für die Forschung. Die Aktenlage habe jedoch starke Lücken. „Das was zugänglich ist, ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt von dem, was noch im Archiv liegen muss“, sagt der Historiker. Laut Borchert hat der BND bisher etwa 2000 Akten aus der Zeit von 1951 bis 1991 an das Bundesarchiv abgegeben…DIE WELT

“Der Bundesnachrichtendienst wollte das Gefahrenpotential abschätzen und ließ – während der deutschen Teilung – mehr als 10.000 Ost-Bürger für sich spionieren.” Deutschlandfunk. “„Es gibt also den klassischen Standortbeobachter. Das ist also eine Person, die in der Nähe einer sowjetischen Garnison wohnt, dort guckt, wie viel Lichter gehen in der Kaserne an, was ist für ein Ausbildungsbetrieb. Und dann gibt es die so genannten Innenquellen, das sind halt Personen, die zum Großteil als Zivilbeschäftigte, also als Elektriker, Wäscherinnen, Köche Zugang zu solchen sowjetischen Einrichtungen hatten und dann bestimmte Besonderheiten an ihre jeweiligen Führungsoffiziere meldeten.“…Vor dem Mauerbau konnte der BND seine Quellen einfach in Westberlin treffen, nach dem Mauerbau wurden die Spionagenachrichten über die Grenze gefunkt oder mit Geheimtinte aufgeschrieben und verschickt…Autor Armin Wagner vom Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik berichtet, dass mit den Reiseerleichterungen in den 70er Jahren auch verstärkt westdeutsche Transit-Spione eingesetzt wurden. Die Spionageabwehr der Stasi war jedoch alarmiert. Immer wieder gelang es ihr, West- und Ostdeutsche BND-Agenten zu fassen. Durch Observation, Rasterfahndung, Abhörmaßnahmen und eigene Spitzel im Westen…

 

…Tatsächlich weist die Studie einen entscheidenden Schwachpunkt auf: Sie zieht keine Schlussfolgerungen aus der Tatsache, dass die meisten BND-Spione Doppelagenten waren – und auch vom Ministerium für Staatssicherheit geführt wurden. Heute kann davon ausgegangen werden, dass über 90 Prozent der BND-Innenquellen in der DDR in den 70er und 80er Jahren auch dem MfS dienten… So bleiben viele Fragen offen: Inwieweit hat die Stasi dem Westen die angeblichen Militärgeheimnisse nur untergeschoben? Saß der Ost-Geheimdienst vielleicht doch am längeren Hebel? Wie aussagekräftig sind also die Unterlagen über die „Erfolge“ des BND?…

 „BND contra Sowjetarmee. Westdeutsche Militärspionage in der DDR“. Christoph Links Verlag

…in Berlin wurde die Mauer gebaut. Sie sollte, das ist längst Historie, dieser Massenflucht Einhalt gebieten. Sie hatte aber auch, davon sind Geheimdienstexperten wie der britische Historiker Paul Maddrell nach einschlägigem Aktenstudium mittlerweile überzeugt, ein zweites Ziel: Bollwerk zu sein gegen Spione, vor allem gegen jene des Bundesnachrichtendienstes (BND). DER SPIEGEL 2007.

HaseloffHerder1

CDU-Haseloff und Ex-Geheimdienstkoordinator Steinmeier in der Herderkirche von Weimar. 

Nach wie vor keine CIA-BND-Unterlagenbehörde in Bezug auf DDR bis zum “Regime  Change” von 1989/90.


https://www.youtube.com/watch?v=DgTgK0_9QPo

https://www.youtube.com/watch?v=lMqh31bW8cU

https://www.youtube.com/watch?v=BD5BpSzPnUw

https://www.youtube.com/watch?v=zkbbwwfahbA

https://www.youtube.com/watch?v=zDQCu3uprig

HaseloffHerder2

CDU-Politiker und Ex-SPD-Geheimdienstmann.

http://www.hart-brasilientexte.de/2019/02/08/bnd-als-herrschaftsinstrument-fuer-die-merkel-groko-wichtiger-als-je-zuvor-schluesselrolle-beim-regime-change-in-der-ddr/

Festakt-Farce „100 Jahre Weimarer Nationalversammlung“ 2019 im Thüringen der Nazi-und Antisemitismus-Skandale. CDU-Merkel und SPD-Steinmeier in in Weimar – im Jahr wichtiger ostdeutscher Landtagswahlen:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/02/05/festakt-farce-100-jahre-weimarer-nationalversammlung-2019-im-thueringen-der-nazi-und-antisemitismus-skandale-cdu-merkel-und-spd-steinmeier-in-in-weimar-im-jahr-wichtiger-ostdeutsc/

Deutsche Staats-und Mainstreammedien verschweigen primitiv-billigen Mißbrauch des Weimar-Festakts(6.2.2019) für Wahlkampf von CDUSPDGRÜNEN etc. in Ostdeutschland. Medien unterschlagen sogar die bemerkenswerte Höcke-Steinmeier-Episode im Weimarer Nationaltheater. Wer hatte die subversive Idee, AfD-Höcke gleich hinter CDU-Merkel zu plazieren – anstatt weit entfernt von der Kanzlerin?http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/02/07/deutsche-staats-und-mainstreammedien-verschweigen-primitiv-billigen-missbrauch-des-weimar-festakts6-2-2019-fuer-wahlkampf-von-cduspdgruenen-etc-in-ostdeutschland-medien-unterschlagen-sogar-die-bem/

GysiSeehofer18

Ausriß.

Die West-Stasi – wie sie tickt:

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/09/27/die-west-stasi-wie-sie-tickt-das-bundesamt-fuer-verfassungsschutz-war-in-seinen-ersten-jahrzehnten-mit-ss-sd-und-gestapo-leuten-durchsetzt-an-der-spitze-der-behoerde-stand-mit-hubert-schruebb/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/04/20/ich-will-meine-akte-wie-westdeutsche-geheimdienste-ostdeutsche-bespitzeln-autor-robert-allertz-verlag-das-neue-berlin-mindestens-71500-namentlich-bekannte-ostdeutsche-wurden-systematisch-obs/

Die 6-Uhr-13-Bahn/Wikipedia

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Die 6-Uhr-13-Bahn
Studioalbum von Reinhard Lakomy
Veröffent-
lichung(en)
1993
Aufnahme Februar 1993
Label(s) Nebelhorn Musik, Buschfunk
Format(e) LPCDMC
Genre(s) Rockmusik
Titel (Anzahl) 12
Laufzeit 46:26
Besetzung
Produktion Reinhard Lakomy
Studio(s) Heimstudio Lakomy, Berlin-Blankenburg
Chronologie
Air
(1991)
Die 6-Uhr-13-Bahn Brücken wie ein Regenbogen
(1996)

Die 6-Uhr-13-Bahn ist ein Album des Berliner Sängers Reinhard Lakomy von 1993.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album Die 6-Uhr-13-Bahn wurde im Februar 1993 im Tonstudio in der Berliner Wohnung von Reinhard Lakomy aufgenommen. Sämtliche Texte wurden von Lakomys Frau Monika Ehrhardt verfasst.[1] Die elektrische Gitarre wurde von Michael von Zötl eingespielt.[2]

Das Album sollte ursprünglich über das Label Deutsche Schallplatte gepresst werden, doch diese lehnten das Album ab, weil es sich „nicht gesamtdeutsch verkaufen“ ließe.[3] Stattdessen erschien das Album im März 1993 auf dem Label Nebelhorn im Vertrieb von Buschfunk.[2][4] Das Album wurde kaum im Radio gespielt.[5]

Nachdem der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Album gehört hatte, schrieb er Lakomy einen Brief, in dem er „seine Sympathie für die Lieder und Texte zum Ausdruck brachte“.[6]

Texte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu seinen sonstigen Albenveröffentlichungen enthält das Album weder Kinderlieder noch elektronische Tanzmusik. Stattdessen kritisiert in mehreren Liedern die damaligen Lebensumstände in Ostdeutschland nach der Wende.

Die CD beginnt mit einem Sample von Dr. Sabine Bergmann-Pohl aus der Abstimmung über den Einigungsvertrag in der Volkskammer. Die Texte sind direkt und zornig. Sie zeigen Lakomys damalige Verbitterung über die Wende.[7] Unter anderem handeln sie davon, dass viele Menschen nun keine Arbeit mehr haben (Die 6-Uhr-13-Bahn), dass man als Fischer in der Ostsee fast kein Geld mehr verdient, sondern auf Tourismus Wert legen muss (Der blaue Kutter), und dass die Heimat für viele Menschen in der ehemaligen DDR nun teilweise fremd geworden ist (Grüner Baum).

Kritiker warfen ihm auf der Grundlage seiner Texte vor, mit dieser Veröffentlichung Teil der sogenannten Ostalgie zu sein. Lakomy nannte, um diesen Vorwürfen zu entgehen, die DDR „Unterdrückungsstaat mit (…) unfähigen Wirtschaftsfunktionären, die nur den Westen nachmachen wollten“.[3]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grüner Baum – 3:28
  2. Alles Stasi, außer Mutti – 3:43
  3. Im Casino brennt noch Licht – 2;38
  4. Der Wind weht, wo er will – 4:48
  5. Laß doch die Sterne – 3:07
  6. Der blaue Kutter – 3:19
  7. Nach dem Regen – 4:15
  8. Golf in Motzen– 3:53
  9. Tini-Baby – 3:15
  10. Die 6-Uhr-13-Bahn – 3:50
  11. Novembermond in Berlin – 3:25
  12. Epilog (Instrumental) – 5:56

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? Diskographie. Offizielle Website, abgerufen am 10. März 2012.
  2. Hochspringen nach:a b Die 6-Uhr-13-Bahn. Discogs, abgerufen am 10. März 2012.
  3. Hochspringen nach:a b Interview: Die 6.13 Uhr- Bahn. In: Berliner Zeitung. BuschFunk, abgerufen am 5. April 2010.
  4. ? Über uns. Nebelhorn Agentur, archiviert vom Original am 1. Januar 2006; abgerufen am 10. März 2012.
  5. ? Klaus Hart: Die kulturelle Kolonisierung der Ex – DDR. In: telegraph. Nr. 104, 2001 (ostbuero.de).
  6. ? Ricky Laatz: „Ein Leben mit dem Traumzauberbaum“ – Das Künstlerpaar Monika Ehrhardt & Reinhard Lakomy im Porträt. In: KaffeZeit Magazin. 2011, S. 28–29 (issuu.com).
  7. ? Almut Schröder: Momentaufnahmen von Reinhard Lakomy. In: Neues Deutschland. Januar 1996 (Momentaufnahmen von Reinhard Lakomy (Memento vom 28. Oktober 2007 im Internet Archive)).

GysiOstStimme17

“Stimme des Ostens”. Wahrheit oder Fake News?

Merkel-Kandidatur 2017, völkerrechtswidriger Irakkrieg, Syrienkrieg:

http://www.hart-brasilientexte.de/2016/11/21/angela-merkel-was-auftraggebenden-machteliten-westdeutschlands-sowie-der-nato-an-ihr-gefaellt/

Lakomy-Hörer:

Da ich als Franzoesin heute erst die Ostmusik kennen lerne( da mir bewusst in Youtube gesucht) kann ich nur sagen, Ihr im Osten seid gute Leute. Eure Musik sind Goldminen.Ich kannte nur Karat. Ihr koennte ein stolzes Volk sein im Osten, weil Ihr gute Menschen seid. Man hoert es in Euren Liedern.
-
die stasi von heute ist noch krimineller
 
Hätte das MfS einfach nur seinen Job gemacht, dann gäbe es unseren Arbeiter- und Bauernstaat heute noch!
 –
Sollten sich mal Leute wie Gauck anhören und die ganzen Möchtegernwiderständler. Dann lieber in der grausamen Stasi-Diktatur leben, als in der noch grausameren Stasiverfolgten-Diktatur!
 –
 
Und da sitzen sie noch immer! Im Bundestag, in den Landtagen, in der Kommunalpolitik… Quer durch ALLE Parteien, schließlich hat man sich ja zu Wende-Zeiten schnell mal die Blockflöten einverleibt. Ist ja schließlich alles Stimmvieh. Und man kann besser die eigenen Verstrickungen verstecken. Zum Beispiel eben auch bei der Stasi. Oder glaubt etwa noch einer, IMs gab es nur im Osten? Also: Immer hübsch wachsam sein!
 –
Genau,das sind die Sachen, die ich meine und vieles mehr,worüber heute kein Mensch redet. Ich mein es war nicht alles Gold in der DDR, aber was ich in der heutigen Zeit sehr vermisse und was zu DDR-Zeiten doch besser ausgeprägt war, daß menschliche miteinander, egal ob es die Stasi gab oder nicht.Heute mußte schon mal öfters auf den achten, der hinter dir steht und das sind auch so Dinge, worüber sich keiner Gedanken macht.
 –
 in der jetzigen gesellschaftsform kannst Du Dir überhaupt nichts aussuchen – das ist noch schlimmer wie ddr , weil noch perfektionierter – noch globaler – noch mächtiger – die westmächtigen haben sich doch nur kaputt gelacht über die dummheit der “Normalossis” …
 

 

Keine ahnung warum, aber beim diesem Lied muß ich immer an die Frau Merkel denken.

GysiMaas18

Ausriß.

-
Die 6 Uhr 13 Bahn:

https://www.youtube.com/watch?v=gZIxkud4y2o

Und der Himmel ist blau,
und der Tag fängt erst an,
unterm Fenster vorbei
fährt die Dreizehner Bahn,
6 Uhr 13 genau,
und der Himmel ist blau.
Und die Bahn fährt vorbei,
und am Fenster ein Mann,
der fuhr sonst jeden Früh
mit genau dieser Bahn,
aber nun ist er frei,
und die Bahn fährt vorbei.
So war das nicht gedacht
mit der Freiheit und so,
so war das nicht gesagt,
so mit aus und k.o.,
so mit Brüderlichkeit
wie bei Abel und Kain,
und die Frau muß gebärn
unterm Heiligenschein.
Er sieht still in seine Hände,
und er wartet auf die Wende,
und er weiß schon, wer da Schuld hat,
und er weiß schon, wer da Schuld hat,
weil er nicht mehr viel Geduld hat,
schlägt er morgen einen tot,
und vorbei ist seine Not,
und vorbei ist seine Not.
Und er wartet auf ein Zeichen…
-
Kommentar/2001
„Alles Stasi, außer Mutti“

Ostdeutschlands Pop- und Rockmusiker, Liedermacher und Komponisten  werden deutlich diskriminiert, nur ein Bruchteil überlebte die Wende

von Klaus Hart

   
Taucht Reinhard Lakomy im Berliner KaDeWe auf, erkennen ihn Ost-Verkäuferinnen sofort, freuen sich wie verrückt, wollen Autogramme. Die West-Kolleginnen daneben verstehen nur Bahnhof. „Wer issn det?“ Na, Lacky, wie ihn die ganze DDR nannte, schulterlange Mähne wie eh und jeh, Nickelbrille, Sänger poetischer Rocksongs, im Osten ein Star. Die Wende haut ihm und den anderen gestandenen Kollegen erst mal die Beine weg, der Markt ist futsch, wird jetzt von Madonna bis Maffay dominiert, einen Lakomy-Hit im Radio zu hören, grenzt an Wunder. Bands wie City, Puhdys und Karat, die vor dem Mauerfall teilweise jahrelang wegen der vielen günstigen Angebote öfters im Westen tourten als zuhause, sind kaum noch dort, spielen dafür im Osten jetzt selbst in kleinsten Städten und Dörfern, füllen für nicht gerade satte Gagen bequem jede Freilichtbühne, werden gefeiert, sind gefragt. Reinhard Lakomy sorgt sogar zweimal am Tag mit seinen Kinderlieder-Programmen für einen ausverkauften Dresdner Kulturpalast, hat auch mit den Erwachsenen-Songs landauf, landab im Osten volle Häuser. Sein Buch „Es war doch nicht das letzte Mal“ ist ein richtiger Seller, erreicht noch  im Startjahr 2000 die vierte Auflage. Doch die interessante Nach-Wende-CD „Die 6-Uhr-13-Bahn“, ärgert ihn, wurde überhaupt nicht im Radio gespielt, wenig besser siehts bei den größten Lakomy-Hits aus. Auch anderen, mit Konzerten erfolgreichen Bands wie Lift und Elektra,  Schlagersängern wie Frank Schöbel brach der Rundfunk-Tantiemenmarkt fast völlig  weg, suchen deren Fans nur zu oft vergeblich in den Läden nach den  neuesten oder älteren  Scheiben. Dort wird jetzt vor allem die übermächtige Konkurrenz deutscher und englischer Zunge angepriesen, für die nach gängiger Regel zehn bis fünfzehn Prozent des CD-Endpreises abfällt.  Sie hat in den neuen Ländern auch den hochprofitablen Radiomarkt im Griff, verdient bei Öffentlich-Rechtlichen wie Privaten pro gesendete Titelminute über zwölf Mark. Da kommen  für die Autoren, sogar  solcher Oldie-Schnulzen wie „Der Junge mit der Mundharmonika“, hübsche Summen zustande, wie man selbst als Gelegenheitshörer leicht erfaßt. Pech für die Ostmusik. Denn wer heute nicht ständig in den deutschen Radios und im TV präsent ist, gut vermarktet wird, Hörgewohnheiten schafft und bedient,  kann seine Popularität schwerlich halten, verkauft keine Tonträger, wird zwangsläufig meist zum Ladenhüter. Denn von jedem gesendeten Titel geht – banale Tatsache – ein mehr oder weniger starker Kaufimpuls aus. Der erfreuliche Nebeneffekt fällt für all jene flach, die von den Selektoren nicht für gut, passend befunden werden. Ostbands und -sänger suchen dies mühselig durch möglichst viele Konzerte auszugleichen, haben von Jahr zu Jahr deutlich mehr Zuspruch. Nachfrage, Bedarf nach dem Ostprodukt Musik ist also da, nur wird sie, entgegen marktwirtschaftlicher Logik, weder  zeitgemäß gefördert noch befriedigt. Nicht zufällig sprechen deshalb sogar Bands wie „City“ von Fremdbeherrschung, beobachtet Buschfunk-Chef Klaus Koch „kulturelle Kolonialisierung“. An der Musik-Qualität kanns nicht liegen – die ist im Musikgeschäft weißgott  nicht  alleiniger Maßstab. Schließlich schoß Big-Brother-Christian mit „Es ist geil, ein Arschloch zu sein“ auf Platz Eins der Single-Charts, die TV-PR bekam ihm bestens. Von Container-Kollege Sladko setzte der Musikkonzern BMG an die 880 000 Singles ab. Andererseits, weiß der Ostdeutsche Jörg Stempel, Amiga-Label-Manager  bei BMG, geben Plattenfirmen häufig Millionen für  neue Bands und Sänger aus, die sie für sehr gut und  marktgerecht halten. Und dann floppen die trotzdem. Doch selbst  die alten Hasen im Geschäft brauchen permanente, teure Imagepflege, sonst läufts nicht. Für das Maffay-Konzert im Juni in der Wuhlheide ist deshalb schon ein halbes Jahr vorher  Ostberlin mit Postern nebst Hinweis auf die neueste CD beklebt, Sponsoren bzw. Mitveranstalter wie das ZDF, BMG und zwei Berliner Privatradios ziehen beim Marketing an einem Strang, um einem deutschen Künstler zum Erfolg zu verhelfen, seine Tonträger an den Mann zu bringen. Die neuesten Grönemeyer-und Heinz-Rudolf-Kunze-CDs werden etwa in Berlin ebenfalls unübersehbar per Riesenposter beworben, in den Radios permanent vorgestellt. Doch als der im Osten nach wie vor sehr beliebte Sänger und Pianist Holger Biege für sein Januar-Konzert im Prenzlauer Berg die Promotion anlaufen läßt, sämtliche Berliner Blätter auch mit dicken Pressemappen versorgt, wird er allen Ernstes nicht mal wenigstens bei den täglichen  Veranstaltungstipps erwähnt. „Die Berliner Zeitungen schneiden mich total“, sagt Biege zum telegraph nach seinem Auftritt vor trotzdem vollem Haus, „die Medien nehmen mich nicht wahr.“ Um aber wieder wie einst nicht nur vor Hunderten, sondern  Tausenden spielen zu können, so wie mit Veronika Fischer 1979 gar im Palast der Republik, braucht er ebenso wie Maffay gerade die Medien als sensible, verständnisvolle Vermittler. Anders als  Autos, Bier oder Waschmittel sind  Produkte der Kulturindustrie nun einmal darauf angewiesen. Länder wie Großbritannien machens vor – da ist die Regierung stolz, daß die Musikexporte die der Stahlindustrie an Wert übertreffen.–Sonderfall Sachsen –„Ostdeutschland hat die besser ausgebildeten, Westdeutschland die besser vermarkteten Künstler“, sagt Hansjoachim Seiferth, einer der führenden Musikproduzenten in den neuen Ländern, künstlerischer Leiter in der Schleizer harmonika Lied-Text GmbH, 1990 gegründet. Der Autor, Regisseur und Redakteur arbeitet in Sachsen – da hat die Musikbranche des Ostens erstaunlicherweise ihre größte Nische. Die harmonika Agentur stellt zudem Live-Veranstaltungen jedes Genres auf die Beine, besetzt auch da jede nur mögliche, von den marktbeherrschenden Großveranstaltern der alten Bundesländer gelassene Nische. „Bis wir unsere materielle und finanzielle Basis für dieses Geschäft gesichert hatten“, so Seiferth, saßen  die im Osten bereits fest im Sattel.  „Das gewinnbringende Geschäft mit den Spitzenstars ist ausschließlich in der Hand der bekannten Westprofis. Die meisten Ostveranstalter haben keine gesicherte Basis, leben von der Hand in den Mund, können größere Verluste nicht mit ,langem Atem` wegstecken.“–„Vorauseilender Gehorsam oder Blödheit“Seine Medienkritik wendet der Schleizer Musikproduzent natürlich nicht gegen MDR 1 Radio Sachsen – der ist ARD-weit Ausnahme von der Regel. Joachim Schlese, Leiter der Redaktion Musik und Unterhaltung, pflegt, ganz Antitrend, kaum wie in anderen Sendern üblich,  die populäre Tonkultur Kaliforniens oder Schottlands auch mittels reichlichem Tantiemenfluß,  sondern mit siebzig, achtzig Prozent aller eingesetzten Titel die deutsche, vorrangig ostdeutsche, regionale. Nach gängiger Lesart müßte solche abwegige Auswahl Schleses Radio eigentlich im sächsischen Stationen-Ranking für immer auf einen der untersten Plätze verbannen. Falsch – Radio  Sachsen ist seit Jahren unangefochten die Nummer Eins, bei solcher Quote kann Schlese keiner an den Karren fahren. Und je besser die Einschaltquote, umso höher sind die Werbeeinnahmen. Klar macht ihn das stolz und selbstbewußt:“Solange ich Musikchef bin, bleibt diese 70-30-Aufteilung, wir haben uns da von Anfang an nicht beirren lassen.“ In vielen Sendern sitzen Überflieger, Ex-DJs auf solchen Posten, schwankende Blätter im Wind, den die gewieften PR-Agenten der Musikkonzerne machen  – Schlese dagegen ist Vollprofi. In Dresden wuchs er auf, hat an der Hochschule für Musik seinen Abschluß gemacht, das berühmte Dixieland-Festival, das Schlagerfestival entwickelt, gemanagt. „Ich habe Musikgeschichte im Blut“. Als Anfang der Neunziger scheinbar niemand mehr auf Ostprodukte, auch die kulturellen stand, nach allem griff, was neu und besser verpackt war, Interpreten und Bands inbegriffen, handelte Schlese „intuitiv“:“Die Leute aus der Unterhaltungsbranche, mit denen ich aufwuchs, sind gut – und deshalb spielen wir sie auch, ob Jiri Korn, Rote Gitarren aus Polen, unsere eigenen wie den Leipziger Frank Schöbel, Gabi Rückert, Uta Bresan, Lift, Elektra, Stern Meißen und die vielen anderen.“ Die liegen auch immer in der Hitparade ganz vorne, „in manchen Sendungen spielen wir neunzig Prozent Ostmusik, es gibt keine Stunde ohne Ost-Titel!“ In jedem Ost-Funkaus sind die Personenkonstellationen anders:“Wenn der Musikchef aus Leipzig oder Dresden stammt, für Sachsen verantwortlich ist, hat der ein ganz anderes Gespür, Fingerspitzengefühl als einer, der aus Hamburg oder München kommt.“ Wer bestimmte Künstler eben nicht in seiner persönlichen musikalischen Biographie, in seinen Hörgewohnheiten hat, so sehen es viele gelernte Radiomacher des Ostens, entscheidet anders, wählt ganz andere Titel  aus. Doch dann gibts auch noch die Wendehälse, peinliche bis lächerliche Figuren:„Ossis in Musikredaktionen Berlin-Brandenburgs“, so ein Profimoderator, „suchen manchmal dieselben Songs  wie Westdeutsche heraus, aus Opportunismus, vorauseilendem Gehorsam, oder schlicht Blödheit.“–Interne Musik-Absprachen zwischen Werbekonzernen und Sendern— Wolfgang Martin,  Musikjournalist, Ex-DT 64, Musikchef von Antenne Brandenburg,  Weshalb die Sender Berlin-Brandenburgs sich so hartnäckig an ihre hohe Quote englischer Songs klammern, liegt laut Insidern an der bekanntlich mit harten Bandagen kämpfenden Werbewirtschaft, ohne die alle Privatradios  aufgeschmissen wären. Und auch den  Öffentlich-Rechtlichen ist ihre Teilhabe am Werbekuchen immer wichtiger, der immerhin jährlich bei rund zwei Milliarden Mark liegt –  aufs Fernsehen entfallen  sogar über dreizehn Milliarden.  „Die Werber wollen den deutsch-freien Sender“, kritisiert Joachim Neubauer, Vorstandsmitglied im Deutschen Musikverleger-Verband, „fünfundneunzig  Prozent der Hörer verstehen kein Englisch, werden nur musikberieselt. Kommt dann eine deutschsprachige Werbebotschaft, wird die verstärkt wahrgenommen.“ Und darum gehts ja. Neubauer zum telegraph: „Die Werbewirtschaft nimmt direkt Einfluß auf die Musikauswahl der Sender – das ergab meine Recherche. Die Redakteure werden das natürlich immer bestreiten.“ Radio-DJs hätten oft nur starre Richtlinien zu befolgen, wüßten garnichts von den Abmachungen der Programmverantwortlichen. „Wer was anderes spielt, wird gefeuert – so einfach ist das.“ Bei den internen Absprachen zwischen Werbewirtschaft und Sender läuft es danach genauso wie heute bei Grundsatzentscheidungen der Machteliten  in der hohen Politik – „nichts Schriftliches“. Man rede sich gewöhnlich mit Hörerumfragen, Publikumsgeschmack heraus. Sender, die mehr Englisches bringen, betonten andere Insider, werden auf der Stelle mit höheren Werbeeinnahmen belohnt. Der Begriff „deutschfreier Sender“ ist übrigens völlig normal und üblich in der Werbebranche.–„Die Leute wollen Osttitel“–Mögen die Dinge beim ORB so liegen oder nicht, bei neuerdings etwas höherem Deutsch-Anteil ist jedenfalls auch auf einmal mehr Platz für den eingangs erwähnten Holger Biege, der  steigende Tantiemeneingänge registriert. Musikchef Martin wußte schon lange, daß die Brandenburger mehr davon wollen.“Die vollen Konzerte zeigen, daß das Bedürfnis nach Ostmusik groß ist – Lift, Elektra und Stern Meißen haben mit ihrem gemeinsamen ,Sachsendreier` direkt einen Boom, Bands, die dichtmachten, starten deshalb wieder neu.“ Natürlich wollte die zuvor sture ORB-Senderspitze wissen, ob das regionale Publikum tatsächlich mehr Östliches hören will. „Wir machten gleich eine Wunschhit-Aktion und merkten“, so Martin, „die Leute wollen die Osttitel wirklich, die Reaktion auf mehr Ostmusik war durch die Bank positiv.“ „Alt wie ein Baum“ von den Puhdys oder Karats „Sieben Brücken“ seien  ja auch regelrechte Hymnen, würden sogar von Privatsendern gespielt. In den Antenne-Brandenburg-Oldie-Charts gebe es das Phänomen, daß immer DDR-Titel vorne seien, wochenlang beispielsweise die Puhdys, Karat oder  Neumis Rockzirkus. Dabei sind die den Hörern zur Auswahl angebotenen Osttitel lediglich eine kleine Minderheit, werden linientreu natürlich meist anglo-amerikanische gestartet.  Daß dennoch manche Gazetten, Magazine und Politiker gleich wieder von Ostalgie, Ostlastigkeit, rückwärtsgewandter DDR-Sehnsucht zetern, Oststars als „DDR-Altlasten“ runterwerten, tut Martin ebenso wie Schlese als lächerlich ab, man sollte das ganz sachlich sehen. Werfe jemand den Bayern vor, daß sie ihre Regionalbands mögen, oder den Nordrhein-Westfalen ihre Pflege der Karnevalscombos? Genauso verhalte es sich mit der Ostmusik, für zuviele Entscheider im oder aus dem Westen wie so manches ostwärts eine ästhetische Zumutung. „Vorbehalte, Vorurteile gegenüber Ostmusik sind bei West-Musikredakteuren sehr stark.“ Brandenburger Martin weiß, daß westdeutsche Musikredakteure, die man bewußt auf Toppositionen in Ostsendern hievte, natürlich eine völlig andere Sicht der Problematik haben.

–auffällige Disproportionen bei Tantiemen—

ORB- Antenne-Musikchef  Martin ist die wirtschaftliche Dimension einseitiger Titelauswahl, die Wirkung in Heller und Pfennig sehr bewußt. „Westdeutsche Künstler verdienen in den Ostradios viel mehr an Tantiemen als die ostdeutschen, letztere aber eben sehr viel weniger in den Westradios.“ Daß die Wende Ersteren finanziell sozusagen einen warmen Regen ohne Ende brachte, weiß Arndt Bause, des Ostens erfolgreichster Schlagerkomponist, aus allererster Hand. Gäbe es in der DDR die Goldene Schallplatte, er hätte mindestens fünfzehn davon, gar nicht so wenige seiner rund 1300 Tanzmusiktitel wurden auch im Westen Hits. Schon zehn Jahre vor der Wende hat er ein Dauervisum und drei West-Limousinen, kennt drüben alle Großen des Musikbusiness persönlich und natürlich auch seine ebenso erfolgreichen Komponistenkollegen. Nach dem Mauerfall sagt ihm einer in München:“Junge, Bause, ich kriege jetzt immer jährlich Hunderttausende Mark mehr, weiß garnicht, wo ich das verdient haben soll!“ Der geborene Leipziger kontert schlagfertig, ironisch:“Das ist eigentlich mein Geld, das ist aus den neuen Bundesländern, denn Du bist jetzt auf meinem Markt, wo ich kaum noch gespielt werde!“ Dabei kommt Bause immer noch vergleichsweise bestens über die Runden, Hits wie „Sing mei Sachse sing“ sind gerade in seiner Heimat schwerlich totzukriegen. Doch so viele andere Komponisten, Texter, Schlagersänger, alles Freischaffende wie er, hatten nach der Wende plötzlich keine Arbeitsstelle mehr, keine Anlaufstelle, überlebten den Tantiemenabfall beruflich nicht, hatten kein Anrecht auf Arbeitslosenunterstützung. Manchen gehe es existenziell richtig schlecht. „Da gibts viele tragische Fälle – Andreas Holms Frau hat glücklicherweise eine Bockwurstbude in Westberlin.“ Bauses ebenfalls hochmusikalische Tochter Inka, ausgebildete Schlagersängerin, hats aber im Westen gepackt, ist eine ganz, ganz große Ausnahme, moderiert eine TV-Sendung im Hessischen Rundfunk. „Damit verdient sie aber mehr als mit Singen – das macht die nebenbei, als Luxus.“ Auch Bause hatte nach der Wende Illusionen. „Mit dem Markt kann gar nichts passieren – ich kenne die wichtigen Leute drüben ja alle. Bis ich merkte – die wollen nichts von uns. Der  Westen wollte nur unseren Markt von sechzehn Millionen CD-Käufern, aber nicht unsere Künstler, die Autoren gleich gar nicht.“  Nachdem der SFB Ende letzten Jahres mal in einer Sendung drei Titel von ihm spielte, habe ein Abteilungsleiter bekundet, diese von der DDR-Regierung verordnete Musik nicht mehr im Sender hören zu wollen.“Sowas ist reine Dummheit – regierungsverordnete Musik machte ich nie. Der SFB tut so, als hätten die anderthalb Millionen Ostberliner keine musikalische Vergangenheit – wir werden ausgegrenzt, und das ist kriminell. Diese nicht unerhebliche Klientel muß berücksichtigt werden. “

 Alles nur gekränkte Eitelkeit eines Ex-Privilegierten mit Künstlermarotten?

–Musikvertrieb mit Hindernissen – „Medienmanipulation schlimmer denn je“

BMG-Manager Jörg Stempel, der mit seinem Amiga-Label seit 1994 für den Gütersloher Weltkonzern nach eigenen Angaben jährlich um die zehn Millionen Mark Umsatz einfährt, haut interessanterweise in die gleiche Kerbe. „Ostbands spielen wir nicht“, hört er ganz unverblümt bei seinen Promotion-Touren durch öffentlich-rechtliche Sender der Alt-Bundesländer, kriegt es sogar schriftlich. Und das immerhin sogar bei einer Gruppe wie City, die durch ihren Hit “Am Fenster“ noch vor den Puhdys im Westen am bekanntesten ist, als einzige Ost-Gruppe von BMG nicht nur Gold, sondern sogar Platin verliehen bekam. Stempel und sein Team stellen sich auf den Kopf, um brandneue Titel oder Ost-Oldies auf die sogenannte Playlist der Radios zu kriegen, vergeblich. Denn wer auf dieser Liste steht, wird zehnmal und mehr pro Woche gespielt, was natürlich, wie überall auf der Welt, Riesenauswirkungen auf die CD-Verkäufe hat. Wenn also ein Musikchef dem Promoter Stempel erklärt, daß er ihm den City-Titel erst gar nicht vorzuspielen brauche,  heißt das mit anderen Worten: Bei anderen Künstlern werden die Verkäufe hochgetrieben, aber nicht bei denen aus dem Osten. Das ärgert Stempel schwarz, ist geschäftsschädigend für ihn und alle am Amiga-Label hängenden Ostkünstler gleich mit. Die sind deswegen zehn Jahre nach der Wende spürbar nicht gerade auf einem Stimmungshoch, ganz im Gegenteil.  Hinzu kommt:“Wir haben kaum Geld, um richtig PR, Marketing zu machen!“ Das liegt an den Oberentscheidern in Stempels eigenem Hause. Und ohne knackiges Marketing, siehe oben, floppt heutzutage selbst beste Qualität. „`Ne Menge guter CDs mit richtig geiler Musik“, so der frühere Puhdys-Manager zum telegraph, „fällt deshalb einfach durch die Roste. Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, daß die Ostbands auf dem Radiomarkt, der wichtige Kauf-und Geschäftsimpulse gibt, gegenüber vergleichbaren Rockbands aus dem Westen benachteiligt werden.“ Bitter, wenn Stempel mitansehen muß, wie neue CDs seines Labels wegen mangelnder PR  ein Flop werden. Disponenten beobachten täglich die „Warenbewegungen“, fragen irgenwann bei ihm an:“Können wir die Ware vernichten?“  Mit zwanzig, dreißig Sängern, Gruppen ging ihm das so, Namen will er aus Fairness nicht nennen, weil der Mißerfolg am „Markt“ nichts mit dem Wert der Musik zu tun habe. „Ohne Lobby, Beziehungen läuft im Westen nichts, das ist viel, viel schlimmer als als damals im Osten mit Vitamin B, Connections.“ Jazzerin Uschi Brüning:“Der Westen bewegt sich in seinem eigenen Filz.“ Manche im Westen hätten die Grundeinstellung, so Stempel, Ostmusik sei hinterwäldlerisch, sowieso immer durch Stasi und Kulturministerium kontrolliert worden, die Texte – eine Art spezieller DDR-Poesie, für Westhörer gar nicht verständlich.  „Alles fadenscheinig.Ich sehe in Deutschland definitiv keine Chancengleichheit für Künstler, Bands aus dem Osten, die werden überall behindert, Fußangeln vorne und hinten, geschäftsschädigend. Deshalb sind die meisten auch frustriert – zu Recht. Ganz anders als vor der Wende geben beispielsweise die Puhdys von hundert Konzerten nur noch an die acht im Westen, Karat und City eventuell fünf. Anderen gehts genauso.“ Stempel weiß sehr gut, wieviele gute Musiker Brief-und Zeitungsausträger wurden Versicherungsvertreter, Steuerberater, Gelegenheitsjobber. Über Presse, Rundfunk, Fernsehen weiß er zwangsläufig durch täglichen Kontakt mehr als genug, hat jede Menge Insiderinformationen. Und urteilt deshalb:“Die Medienmanipulation ist derzeit schlimmer denn je – ich werde nirgendwo mehr objektiv informiert, fühle mich wirklich auf übelste Art und Weise manipuliert.“

Andere Völker, andere Sitten und Geschmäcker in der globalisierten Welt, man wird ja mal vergleichen, über den Gartenzaun schauen dürfen. Stempels BMG hat beispielsweise in Brasilien, einem der führenden Musikmärkte, die größten nationalen Stars, wie Chico Buarque und Caetano Veloso, unter Vertrag, macht für die enorme PR. Einheimische Künstler halten bequem einen Marktanteil von etwa achtzig Prozent auch im Radio, jede mittlere Sambakapelle setzt mehr CDs um als etwa Madonna trotz Millionenmarketing auch am Zuckerhut. Doch die  Alte Welt bewundert sie, macht den ganzen Kommerz-Kult ungebrochen mit, hält sie gar für den Inbegriff neuer weiblicher Erotik, die Sender, Gazetten und Illustrierten jubeln die Kalifornierin hoch – doch in Brasilien wird der US-Star von Anfang an gnadenlos verrissen, ausgelacht, selbst der brasilianische „Playboy“ nennt sie öde, plump, grob und langweilig, läßt kein gutes Haar an ihr, singen könne Madonna gleich gar nicht.

 –Buschfunk im leichten Aufwind – „kulturelle Kolonisierung“–

Dr. Klaus Koch, Gründer, Chef der Buschfunk Musikverlag GmbH in Berlin , hat nicht Stempels Temperament, gilt als „pessimistischer Optimist“, eine durchaus treffende Beschreibung, und ist am Erfolg des 94er BMG-Amiga-Labels beteiligt. Denn Buschfunk existierte bereits seit Ende 1989, als außer Koch und ein paar anderen Versprengten wohl wirklich alle Welt, inbegriffen die BMG-Spitze, dachte, daß es mit der Ostmusik nie und nimmer mehr was werden würde. „Wissen Sie, was das für ein Gefühl war, drei Jahre nichts zu verdienen, grade mal die Benzinkosten, während andere mit dicken ABM-Geldern durch die Gegend liefen?“ Dann steckte auch noch sein Kompagnon auf, „wegen fehlender Gewinnaussichten“.  Heute, elf Jahre später, läuft das Unternehmen stabil, hat fünf feste Mitarbeiter. „Mein Glück war, daß ich mir keinen Wessi reingeholt habe – weil das ja fast immer schiefging.“ Ostdeutschlands wichtigstes Label, dazu größter unabhängiger Musikvertrieb und Mailorder-Versand mit an die zwanzigtausend stabilen Kunden, macht einen Jahresumsatz von über vier Millionen Mark, vertreibt auch Stempels Amiga-Scheiben mit, doch vorwiegend inzwischen Eigenproduktionen. „Bestimmte Handelsketten begriffen, daß wir Verkaufsfähiges haben – da kommt es dann auch zu einer vernünftigen Zusammenarbeit“. Konkurrenz? „Die Marktchancen sind so klein, daß da kaum noch jemand Platz hat.“ Koch organisierte außerdem über achthundert Konzerte, ganze Tourneeprogramme. Buschfunk ist nach wie vor für viele Ost-Künstler überlebenswichtig, die nach der Wende schlagartig üerhaupt keinen Ansprechpartner mehr hatten. „Denn auf einmal“, erinnert sich Koch, “war alles westlastig, saßen in den Entscheidungsgremien Westdeutsche, die nicht wußten, was das da  für Bands, Interpreten waren, ob und welchen Wert, Verkaufswert die haben. Da brachte man natürlich die Künstler aus der eigenen West-Biographie, die man kannte, rein ins Geschäft.“ Kein Hahn krähte damals nach Gerhard Schöne, keiner wollte ihn haben – und so  produzierte, vertrieb eben Buschfunk 90/91 dessen erste, wider Erwarten gut verkaufte CD, danach  weitere, erhielt  prompt den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ und den „Leopold-Medienpreis“ –  die Scheiben stehen alle bei Karstadt, Kaufhof, Saturn, Media-Markt.  “Gerhard Schöne ist fast der einzige Ost-Künstler, der den Dresdner Kulturpalast füllt – aber weil er im Radio nicht vorkommt, denken viele, den gibts gar nicht mehr.“  Die Ostikone Gerhard Gundermann, Baggerfahrer, natürlich auf Kochs Label, ist leider verstorben, trat sogar zusammen mit Bob Dylan und Joan Baez auf. Die Engerling-Blues-Band hat auch nach der Wende noch Kultstatus, läßt sich von Buschfunk vermarkten.  An die siebzig eigene CDs zählt der Katalog inzwischen, viele davon bekamen Preise, gehen an rund zweitausendfünfhundert Läden in ganz Deutschland, dazu noch Konzertvideos und Liederbücher. Nach dem Beispiel des zwar hochgelobten, doch nicht im Radio gespielten Gerhard Schöne vorsichtig geworden, fragt man, welche Buschfunk-Künstler denn noch so in den Sendern des vereinigten Deutschlands keine, so gut wie keine Chancen haben. „Alle“, reagiert Koch trocken, „die Nischen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden immer kleiner, der gleicht sich den Privaten an. Ich habe mich damit abgefunden.“ Damit meint er auch jene von Reinhard Lakomy bei sich zuhause produzierte, natürlich von Buschfunk vertriebene Ost-Befindlichkeiten-CD mit Titeln wie „Alles Stasi, außer Mutti“.  Andere Künstler, wie Schöne, kommen wirklich bestenfalls mal beim MDR auf den Teller, der immerhin eine CD des Liedermachers zusammen mit Buschfunk produzierte. Doch ausgerechnet drei Spiele sind das „unmusikalische Standbein“ ,von einer Art DDR-Monopoly (Überholen ohne einzuholen, Es geht seinen Gang, Bau auf!) setzte die im Prenzlauer Berg beheimatete GmbH über zweihundertfünfzigtausend Stück ab, wurde damit nebenbei auch erfolgreichster ostdeutscher Spielehersteller. Und bekam dadurch, so Idealist Koch, das Geld rein, um CDs zu produzieren, die sich nie rechnen würden. Dem  gelernten Kulturwissenschaftler, früheren Leiter des Leipziger Studentenklubs „Moritzbastei“ gehts um die Pflege einer „kulturellen Identität der Ostdeutschen“, um „poetisch engagierte deutschsprachige Musikkultur“. Daher weiß er auch sehr genau, wer sich überhaupt, und mit wieviel, noch so über Wasser hält im Osten. „Wir waren bestimmt das Liedermacher-reichste Land der Welt – doch von jeweils hundert sind höchstens fünf übriggeblieben.“ Ähnlich sind die Relationen bei den Rockbands, auch da wurde künstlerische Ost-Kompetenz reichlich plattgemacht. Von den wenigen „Großen“ abgesehen, liegen heute die Einkünfte der freiberuflichen Künstler im mittleren ostdeutschen Niveau, bei etwa siebzigtausend Mark brutto, „meistens eher darunter als drüber“. Und oft gehts nur weiter , weil der Lebenspartner einen festen Job hat.  Wie beim Sport habe es früher ein relativ gutgespanntes Netz der Talentesuche gegeben – heute komme aus dem Osten, bei den paar Verlagen und Plattenfirmen, entsprechend wenig. „Wo soll denn, beispielsweise in Chemnitz, heute ein neues Talent hin, in welchen Club, um sich zu erproben, vor interessiertem Publikum die Wirkung zu testen?“ Auch da stellt sich die Frage der Ost-Förderung, wie bei der Ost-Musikbranche insgesamt.

–„Dank“ an Erich Honecker–

Wenn schon BMG-Stempel kaum Mittel für anständige PR bekommt, Buschfunk-Koch hat sie erst recht nicht, lebt schlecht und recht  von  fortdauernder Beliebtheit seiner Ost-Musiker. „Da bedanke ich mich immer bei Erich Honecker – obwohl er gar nichts dafür kann – aber der hat die Leute alle damals bekanntgemacht.“ Manche davon bewahrten realitätsfernen Eigensinn bis in die Marktwirtschaft hinein, erwarten wohl von Koch auch finanziell gelegentlich Unmögliches. „Ein Teil der Künstler hat ein sehr eigenes Naturell, hätte früher, wenn was nicht so klappte, die Platte nicht gleich im Laden war, sofort einen Ausreiseantrag gestellt. Heute verstehen die nicht, daß das nicht mehr so geht“, lacht Koch doppelbödig-ironisch. „Wenn man nicht allzusehr aneckte, funktionierte die DDR für manche doch wunderbar als Biotop – der ist nun weg.“ Ganz natürlich, daß die „DDR-Überproduktion an Rockmusikern und Liedermachern“ habe abgebaut werden müssen – auch Stempel weiß, daß es um manche Schrott-Combo wirklich nicht schade ist. Den Buschfunk-Chef nervt ebenfalls, daß kulturelle Ostprodukte nur zu oft sofort als Ostalgie denunziert, abgewertet werden. „Der Westdeutsche macht sich keine Gedanken, daß er natürlich genau solche Gefühle hat, wenn er an seine Lords und Rattles, an seinen Heino denkt, seine Regionalbands pflegt.“ Spötteln zwar die Hauptstadtgazetten abwertend über Kochs Künstler, kommen die in der Presse von Rostock, Dresden oder Chemnitz weit besser weg, sitzen dort in den Redaktionen, wie viele Bands und Sänger bestätigen, offensichtlich mehr sensible Journalisten. Als Kulturwissenschaftler mit Doktorgrad reflektiert Koch natürlich über die“kulturelle Kolonisierung“, die bis in die feinsten Verästelungen hinein stattfinde. „Jeder mit normalem Blick erkennt, daß es genau so ist.“ Kein Geheimnis, und inzwischen durch Studien ausführlich belegt, daß auch im Kulturbereich der Ex-DDR  rund die Hälfte der Führungspositionen nicht mehr von Ostdeutschen besetzt wird, allgemein der Prozentsatz westdeutscher Positionsinhaber um so höher ist, je höher man sich in den Führungshierarchien befindet. Schon 1991 stand immerhin sogar in der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“:“Objektiv gesehen, läuft alles auf eine Kolonialisierung der Wirtschaft und Gesellschaft der ehemaligen DDR hinaus. Schon die an die neuen Bundesbürger herangetragenen Erwartungen, die westlichen Werte, Lebens-und Arbeitsstile schleunigst zu verinnerlichen, entspringt kolonialer Denkweise.“ Der Kolonisator, argumentiert Fritz Vilmarin seiner Wendebilanz, ist darauf angewiesen, die Geschichte der Kolonisierten verschwinden zu lassen.

City: „fremdbeherrscht“

Was Buschfunk mit seinen vielen Aktivitäten an Umsätzen schafft, bringt City, oder besser, die K & P Music GmbH beinahe alleine. Das K steht für Sänger Toni Krahl, das P für den Gitarristen Fritz Puppel, der von Ökonomie  und Finanzen offenkundig ebenso viel, oder mehr versteht als von Musik, womöglich intensiver  als jeder andere Ost-Künstler gleich zu Wendezeiten strategisch völlig richtig  Tricks und Kniffe der Marktwirtschaft studierte. „Sofort nach dem Mauerfall gründeten wir die erste unabhängige Plattenfirma der DDR neben Amiga, mit Agentur und Musikverlag, haben von den Großen auch Karat unter Vertrag, ein Joint Venture mit BMG. Der Konzern kaufte Geschäftsanteile von City, unser Mitgesellschafter ist Reinhard Mohn.“ In Gütersloh wird gepreßt, vertrieben über Jörg Stempels BMG Berlin Musik GmbH, „ein Riesenvorteil“. Das rechnet sich für City – und Karat – dann ganz anders als zu DDR-Zeiten. Da wurde im Osten von der LP „Am Fenster“ zwar eine Million verkauft, doch wie bei sämtlichen anderen Bands ebenfalls üblich, erhielt City lediglich für die Studio-Produktion  eine einmalige Überweisung von 1400 DDR-Mark. Den Hit „Am Fenster“ nennt Puppel „Fluch und Verpflichtung zugleich“, weil die Band im Westen eigentlich auf diesen Titel reduziert wird, das SFB-ORB-Jugendradio Fritz  ihn per Hörerumfrage jetzt widerwillig zum „besten deutschsprachigen Popsong des zwanzigsten Jahrhunderts“ küren mußte. Das Kuriose dabei: „Alte Bands wie City spielen wir  gar nicht“, sagt Fritz-Musikredakteur Frank Menzel, Ex-DDR-Tontechniker, hatte, wie es sich gehört, pflichtbewußt  auf Nena getippt. Zu den Bands im Osten seien die Leute doch damals nur hingegangen, „weils nichts anderes gab“. Menzel mußte dann erleben, wie Joachim Witt im Finale mit seinem „Goldenen Reiter“ gegen Toni Krahl und Fritz Puppel unterlag. Dabei waren, und das spricht Bände über die Sender-Linie, unter den einhundertachtundzwanzig vorgegebenen Songs laut Menzel gerade mal sechs, acht Osttitel dabei. „Warum soll ich ne Karat-Nummer von 1999 spielen, die objektiv schlecht ist?“ Kommentar überflüssig.  Entsprechend hart urteilt Puppel: „Das Hauptproblem sind tatsächlich die Medien, da sind wir fremdbeherrscht. Manche glauben, daß sie mehr Hörer erhaschen, wenn sie von sich streifen, irgendwas mit dem Osten zu tun zu haben, das ist so `ne psychologische Sache.“ Gerade die Öffentlich-Rechtlichen würden sich nur zu oft aus der Verantwortung stehlen, was für ihre „Local Heroes“, bekannte wie unbekannte,  zu tun. „Wir leben in einer Medien-Marketing-Gesellschaft – also sind Dreh-und Angelpunkt unserer Branchenschwierigkeiten die Medien. „Musik müsse man nun mal hören. „Wenn Madonna nicht gespielt wird, kauft auch keiner ihre CDs.“ Doch selbst  auf dem Veranstaltungsmarkt sieht er Benachteiligungen.“Wir werden oft nur als Quotenossis eingeladen, bei irgendwelchen Jahres-und Feiertagen, so wie am Brandenburger Tor zu Zehn Jahren Mauerfall. Spielen wir in Wiesbaden zusammen mit BAP, toben die Leute auch – aber selbst dort sind wir nur der Quotenossi“, lacht Puppel ironisch. Und vergißt nie zu betonen, daß City im Vergleich mit anderen Ostbands noch fein raus ist. Zu Udo Lindenbergs Rock-gegen-Rechts-Festival, City ist dabei, hatte man drei andere große Ost-Namen – Dirk Michaelis,Andrè Herzberg und Dirk Zöllner – erst zur Deutschland-Tournee eingeladen, dann aber vorher abserviert. Manager Raik Zöllner:“Die drei Highligen sind verheizt worden, zugunsten von Bands, von denen sich die Musikindustrie mehr Profit versprach.“ Seine Nach-Wende-Erfahrung:“Wenn man nicht verheimlicht, aus dem Osten zu kommen, ist man vorn vornherein in einer Schublade. Da kann man noch so trendy und soundtechnisch top sein – man hat das „O“ auf der Stirn, wird es nicht los.“ Um den Verdacht zu vermeiden, Ostdeutsches zu pushen, legten Ex-DDR-Redakteure ihren Chefs bestimmte Themen erst gar nicht mehr vor.

–City bei Kanzler Schröder: Ost-Förderung für die Musikbranche—

Bei jeder sich bietenden Gelegenheit gehen Puppel und Krahl für die Ost-Musikbranche, deren marktfähige Produkte  auf die Barrikaden, treten gezielt Kulturreferenten, Kultursenatoren auf die Füße, laden  bei Westtourneen gezielt Spitzenleute ein, um auf die Probleme hinzuweisen. Und argumentieren keinen Deut anders als Bause, Biege oder Lakomy. Im Unterschied zu denen kommen sie als Ost-Vorzeigeband natürlich auch an den Kanzler heran, trugen Gerhard Schröder, für dessen SPD sie mal im Wahlkampf spielten,  im Staatsratsgebäude das ganze leidige Thema ausführlichst vor. „Was ich Schröder da erklärte, wird er wohl eingesehen haben – nur steht es auf seiner Prioritätenliste vermutlich auf Platz 999.“  Ost-Förderung müsse auch Musikbranchen-Förderung sein, sonst würden Potenzen, Kapazitäten verschenkt, Künstler mit Marktwert demotiviert – doch gemacht werde bisher nichts, regiere das Taube-Ohren-Prinzip. Bestimmte Funktionsträger, manche, die sich als „Anwalt des Ostens“ verstehen, hätten da ein neues Betätigungsfeld, das sogar Imagegewinn verspricht. Auch  Puppel weiß natürlich, wie sich Politiker, Regierende anderer Länder, ganze Staaten  mit ihren nationalen, regionalen  Musikanten schmücken. Politik soll auch Selbstwertgefühl, Bindung und Identifikation stärken – das leistet, wie man weiß, ebenso  Kunst, Kultur, Musik, überall auf der Welt. Der Band-Gitarrist erinnert sich noch gut an eine Nach-Wende-Episode: City war zur MDR-Riverboat-Talkshow geladen, doch kein einziger  Redakteur, „durch die Bank alle aus dem Westen“, hatte die leiseste Ahnung, geringste Idee von der Band, kannte sie gar nicht, „man behandelte uns wie Kabelträger. Das ist natürlich Kolonialstil“. Wie es in den Medien läuft, weiß Puppel nur zu gut, hörte über Ostmusik von einem Redakteur:“Wenn ich das spiele, fliege ich raus.“ City gibts 2002 dreißig Jahre – „fast ein Wunder, daß wir noch da sind.“

–Regionalmarke Puhdys – kein Ende in Sicht–

So sehen es wohl auch die Puhdys, des Ostens Nummer Eins, nachdem sie sich immerhin ganz planmäßig nach zwanzig Jahren  am 19.11.1989 aufgelöst hatten, nur noch junge Bands in eigenem Studio produzieren, vermarkten wollten. Doch Sänger Birr, „Maschine“, wurde selbst an der Tankstelle immer wieder von wildfremden Jugendlichen  angesprochen:“Hey Alter, wann spielt ihr denn endlich mal, wir wollen die Puhdys wieder!“ Zum allerersten Konzert in Dresden, erinnert sich ihr Ex-Manager Jörg Stempel, kamen über dreitausend Leute, „da waren die von den Socken“. Schon längst gehen die Jahresumsätze der Band-Firma in die Millionen. Birr ist heute weiter denn je von der Rockerrente entfernt, hat als einziger Ost-Rocker eine eigene Rundfunksendung, kennt deshalb das Radiogeschäft sogar bestens von innen, hat auch per Hörerkontakt das Ohr an der Masse. „Daß der DDR-Rock so populär wurde, hat man dem DDR-Rundfunk zu verdanken.“ Als ihn der Privatsender „Rockland Sachsen-Anhalt“ für „Maschines Rockfabrik“ engagierte, jeden Sonnabend von mittags zwölf bis sechs, „inzwischen richtig Kult“, legte er anfangs kaum Ostmusik auf. „Doch dann sagten die Hörer, wir wollen mehr davon, ich spürte die Rückbesinnung, die neue Ost-Befindlichkeit.“ Jetzt nimmt Birr in jede Sendestunde mindestens einen Song von Pankow, Silly, Transit und den anderen, „uns spiele ich auch jedesmal.“ Und weiß gut, mit dieser Musikauswahl ebenfalls deutschlandweit die Ausnahme von der Regel zu sein. Daß Maffay im Osten viel, die Puhdys im Westen aber fast garnicht gesendet werden, ist ihm natürlich auch längst aufgefallen.“Gerade bei unseren neuen Produkten gibts viele Probleme, weil die Sender sagen, das passe nicht in ihr Format rein. Und werden sich nicht umstimmen lassen.“ Aber resignieren dürfe man deshalb nicht. „Wir spielen deshalb viel live, fast jedes Wochenende.“ Birr stimmt City-Puppel zu, daß Ost-Gruppen Fehler bei der Eigenvermarktung machen, damit der eigenen Popularität schaden. Und mutmaßt nicht als einziger, daß es bei der noch unlängst so beliebten Berliner Band Pankow wohl daran lag, daß sie jetzt einging, nicht mehr genug Konzerte bekam. „Marketing hatte man im Osten damals nicht so kennengelernt – manche Musiker haben immer noch nicht die richtige Nase dafür, obwohl es heute so überaus wichtig ist.“ Dafür gebe es doch Experten, mit guten Konzepten. Der absolute Wahnsinn, so Sänger und Musikredakteur Birr, was heute Plattenfirmen unternähmen, um einen einzigen Titel populär zu machen, da flössen Millionen. Die macht für neue Puhdys-Songs, trotz der Band-Kompetenz, die Berliner Waldbühne oder die Dortmunder Westfalenhalle zum Kochen zu bringen, aber eben niemand locker. „Es reicht leider nicht mehr aus, nur gute Musik abzuliefern. Wie heute Mädchen für neue Bands ausgesucht, trainiert werden, ist schlimmer als Leistungssport.“  Da hat auch harmonika-Musikproduzent Hansjoachim Seiferth seine einschlägigen Erfahrungen. „Ostdeutsche Komponisten, Autoren, Interpreten und Musikanten tun sich beim durchaus üblichen, alltäglichen Klinkenputzen äußerst schwer, handeln oft mit guten Produkten, aber in schlechter Verpackung.“ Das Management – hilflos, unprofessionell, und kritikabel schon das Auftreten. Manche dächten, alles müsse noch wie zu Zeiten der DDR-Konzert-und Gastspiel-Direktion ablaufen, wollten keinerlei Kompromisse machen, oder nur das schnelle Geld.

–magere Gagen, Nebenjobs–

Lift-Sänger Werther Loose jedenfalls  verbreitet, was Rückbesinnungs-Trends betrifft, noch mehr Optimismus als Birr von den Puhdys.  Die Rundfunk-Tantiemen sind minimal, spielen kaum eine Rolle in der Band-Kalkulation, an CDs aus dem BMG-Katalog wurden nach der Wende etwa fünfzigtausend abgesetzt, davor in Vinyl zehnmal so viel. Man lebt vom Live-Geschäft. „Jeder von uns hat jährlich über achtzigtausend brutto, aber es wird von Jahr zu Jahr mehr.“ Um bei den mageren Gagen einen besseren Schnitt zu machen, macht Lift selber den Veranstalter, mietet Hallen, Freilichtbühnen an, produziert neue CDs ganz alleine, läßt  sich jetzt von einem Chemnitzer Vertrieb vermarkten. „Die kennen uns, da ist Identifikation da, die tun wirklich was für uns.“  Fans, neue wie alte, kommen in größerer Zahl zu den Konzerten. Für 2001 sind schon mehr gebucht als im Vorjahr. Loose machte sich folgenden Reim:“Je mehr man auf die Ost-Kultur einprügelt, sie abwertet, um so mehr fühlt, sagt das Publikum: Nun grade. Da ist ein gewisser Stolz bei den Leuten.“ Erfahrungen mit den Medien hat Loose ebenfalls genug:“Selbst bei den Sendern, die deutsche Oldies spielen, liegts an den Vorgaben, daß Osttitel so gut wie nie vorkommen. Auch in den Ost-Anstalten sitzen an den oberen Stellen eben doch meist West-Leute.“Lift, electra und Stern Meissen touren neuerdings mit ihrem „Sachsendreier“ durch die neuen Länder, die CD davon vertreibt Buschfunk. Bei einem Auftritt vor etwa zweitausend Menschen entfällt auf Looses Band an die siebentausend Mark. Die beiden anderen können von der Musik alleine schon nicht mehr leben, spielen, wie es Martin Schreyer von der einst so berühmten Stern-Meißen-Combo nennt, leider nur noch „just for fun“, wegen der ungünstigen Rahmenbedingungen. Im Westen durfte die Band nie spielen – das nützt ihr heutzutage garnichts, bringt keineswegs etwa nennenswerte Rundfunktantiemen.“Selbst Musikredakteure mit weiterem Horizont müssen sich an die Befehlshierarchien halten, spielen, was vorgeschrieben wird. Im Business gibts für Ostbands keine Chancengleichheit.“ Schreyer hat ein Tonstudio, produzierte dort Gerhard Schöne, einmal auch Karat. Andere schlagen sich als Musiklehrer, Werbe-Jingle-Produzent, Studiomusiker durch, finanzielle Schwierigkeiten bleiben nicht aus.

Kein Thema für Reinhard Lakomy. „Mir gehts materiell besser als vorher, ich kann nicht klagen.“ Selbst im Berliner KaDeWe, freut er sich, erkennen ihn Ost-Verkäuferinnen sofort, wollen Autogramme, doch die Westberliner  Kolleginnen daneben verstehen nur Bahnhof. Lakomys  Mini-Unternehmung, an der neben seiner Frau, der Texterin und Kinderbuchautorin Monika Ehrhardt, der hinreißend spontanen, witzigen Bühnenpartnerin Carmen Hatschi noch an die fünf Leute beteiligt sind,  bringt ihm Jahresumsätze bis zu einer halben Million, wegen der nach wie vor erfolgreichen Spezialstrecke Kindermusik will, nach einer in Halberstadt, demnächst bei Cottbus eine zweite Schule seinen Namen tragen.

–Gysi und Bisky geschäftsschädigend?—

Auf den Mund war Lakomy noch nie gefallen, ist nach wie vor erfrischend direkt. „Im Osten veröden die Theater – da sind die froh, wenn wir kommen und es mal wieder voll ist.“ Die letzte Erwachsenen-CD  mit Titeln wie „Alles Stasi außer Mutti“ werde wohl deshalb nicht gespielt, weil sie sehr politisch sei. „Kommt hinzu, daß wir bekanntermaßen mit Gregor Gysi, Lothar Bisky und seiner Familie sehr befreundet sind.“ Dabei habe das mit Politik gar nichts zu tun. „Was glauben Sie, wie oft ich dem Bisky sage, wie Scheiße ich seine Partei eigentlich finde inzwischen.“ Typen von ORB oder MDR werde er jedenfalls nicht in den Hintern kriechen, nur um ein paar Mark mehr zu verdienen. Bislang überweist ihm die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte/GEMA jährlich bis zu dreißigtausend Mark – da verdient er am neuen Buch schon weit  mehr, dessen überraschender Erfolg andere Ostmusik-Stars jetzt  zum Nacheifern ermutigt. „Wir müssen was gegen die Entwertung unserer Biographien tun.“ Plattenlizenzen bringen bis zu viertausend Mark. Ohne Konzerte ginge es also gar nicht. „Im SFB wurden wir bei einer Sendung behandelt wie der letzte Dreck – unsere Künstler brauchen mehr Medienpräsenz, Auftritte im Westen, da muß endlich Gleichberechtigung her, der Osten hat nicht nur Spreewälder Gurken und Rotkäppchen-Sekt zu bieten.Die sind die Sieger, wir die Unterlegenen – und genauso behandeln sie uns.“ Für Lakomy ist nicht hinnehmbar, Plattmacherei, daß Top-Musiker mit eigentlich hohem Marktwert, Saxofonisten, Trompeter, ganze Tanzorchester „weg sind von der Bildfläche“, ein As wie Hubert Katzenbeier, für ihn einer der größten Posaunisten und Jazzer, heute in einer Rumpelband Umptata-Musik machen muß. „Das ist ein solcher Abstieg, unglaublich.“ Nur selten  folgte auf jähen Absturz der Aufstieg: Peter „Bimbo“ Rasym, „einer der besten Bassisten, die hier rumlaufen“, hielt sich und seine Familie nach der Wende als Vorführ-Standverkäufer vor einem Westberliner Karstadt-Kaufhaus mühselig über Wasser, bis ihn die Puhdys holten, „er jetzt gute Kohle macht“. Inzwischen kennt Lakomy so ziemlich alle Großen von der anderen Seite persönlich, auch Liedermacher wie Konstantin Wecker. Er vermißt aber Solidarität. „Selbst Grönemeyer nennt es mies, daß wir so an die Wand gedrängt sind – aber alles nur Sprüche!“ Wenn es nach Lakomy ginge, könnte die Westkollegen ruhig mal bei ARD und ZDF reklamieren, wie man mit den Ostkünstlern umspringt.

– unbekannte Vor-Wende-Musikexporte—

Was den Marktwert des Ostprodukts Musik betrifft – nicht nur  Karats „Sieben Brücken“ wechselten lange vor der Wende nach drüben, weil sich Plattenfirmen, Interpreten wie Maffay davon guten Gewinn versprachen. Es weiß nur keiner, abgesehen von Branchenexperten wie dem Urgestein Siegfried Trzoß, derzeit beim SFB-Radio 88,8 mit einer Sonntagssendung. Udo Jürgens singt Michael Hansen, Peter Alexander übernimmt Frank Schöbel, Peter Orloff was von Günter Geißler, viele andere bedienten sich ebenfalls im Osten, preßten es auf Platte. „Da kommen hunderte Titel zusammen“, meint Trzoß, „nur wissen eben Westdeutsche nicht, daß sie da Ostlieder hören.“ Das häufige Argument, kein Mensch in den alten Bundesländern kenne Ostmusik und wolle sie auch nicht, ist damit jedenfalls hinfällig. Der altgediente Radiomann gibt die Worte eines ZDF-Musikmanagers wieder:“Wenn ich die Wahl habe zwischen Frank Schöbel und Roland Kaiser, weiß ich zwar, daß Schöbel besser singt, aber nur eine Million Zuschauer bringt, Kaiser dagegen zwölf Millionen.“ Und damit dem gesamtdeutschen ZDF mit besserer Quote auch letztlich höhere Werbeeinnahmen, dem Sänger satte Gagen, bessere CD-Umsätze, so einfach ist das.  Dieter Thomas Heck, weiß Trzoß, holte Schöbel einmal in sein Programm, doch auf der CD zur Sendung war er dann nicht drauf, wirtschaftlich gesehen, eher ein Schaden für Image und Geschäft des Ost-Künstlers, dem Ähnliches bis heute widerfährt.

–Ex-Thomaner im Glück—

Doch alle freuen sich  über den Erfolg der Leipziger „Prinzen“, Ost-Zugpferde, hochmusikalische, virtuose Ex-Thomaner, ein Sonderfall in der Branche, eher Ausnahme von der Regel. So wie Kai Niemann aus Sangerhausen mit „Im Osten“.  „Probleme mit der Medienvermittlung wie die gestandenen ostdeutschen Bands  haben wir nicht“, so Prinzen-Frontmann Sebastian Krumbiegel zum telegraph, „kümmerten uns, putzten wirklich überall Klinken, hatten das Glück, die richtigen Leute zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zu treffen – auch bei Rammstein hat das funktioniert.” Er erwähnt  vor allem Hans Blume, „unser Entdecker und Papa“, ehemals Hansa-Geschäftsführer im heutigen Berliner BMG-Büro Jörg Stempels. Vor der Wende nannte man sich „Die Herzbuben“ –  laut Insider Arndt Bause bestand Blume nach dem Mauerfall  aus PR-Gründen auf dem neuen Namen, verkaufte „Die Prinzen“ zunächst taktisch geschickt als brandneue Westberliner Erfindung, pushte sie phantastisch in allen Westradios, bis es lief wie geschmiert. Krumbiegel will das so nicht stehenlassen. „Vielmehr nervte mit der Zeit, daß auf uns immer als den Vorzeige-Ossis herumgeritten, der Erfolg grade mit der Ost-Herkunft erklärt wurde.“

…Loose machte sich folgenden Reim: “Je mehr man auf die Ost-Kultur einprügelt, sie abwertet, um so mehr fühlt, sagt das Publikum: Nun grade. Da ist ein gewisser Stolz bei den Leuten.“ Erfahrungen mit den Medien hat Loose ebenfalls genug: “Selbst bei den Sendern, die deutsche Oldies spielen, liegt es an den Vorgaben, dass Osttitel so gut wie nie vorkommen. Auch in den Ost-Anstalten sitzen an den oberen Stellen eben doch meist West-Leute. “Lift, electra und Stern Meissen touren neuerdings mit ihrem „Sachsendreier“ durch die neuen Länder, die CD davon vertreibt Buschfunk. Bei einem Auftritt vor etwa zweitausend Menschen entfällt auf Looses Band an die siebentausend Mark. Die beiden anderen können von der Musik alleine schon nicht mehr leben, spielen, wie es Martin Schreyer von der einst so berühmten Stern-Meißen-Combo nennt, leider nur noch „just for fun“, wegen der ungünstigen Rahmenbedingungen. Im Westen durfte die Band nie spielen – das nützt ihr heutzutage gar nichts, bringt keineswegs etwa nennenswerte Rundfunktantiemen. “Selbst Musikredakteure mit weiterem Horizont müssen sich an die Befehlshierarchien halten, spielen, was vorgeschrieben wird. Im Business gibt’s für Ostbands keine Chancengleichheit.“ Schreyer hat ein Tonstudio, produzierte dort Gerhard Schöne, einmal auch Karat. Andere schlagen sich als Musiklehrer, Werbe-Jingle-Produzent, Studiomusiker durch, finanzielle Schwierigkeiten bleiben nicht aus. Kein Thema für Reinhard Lakomy. „Mir geht’s materiell besser als vorher, ich kann nicht klagen.“ Selbst im Berliner KaDeWe, freut er sich, erkennen ihn Ost-Verkäuferinnen sofort, wollen Autogramme, doch die Westberliner Kolleginnen daneben verstehen nur Bahnhof. Lakomys Mini-Unternehmung, an der neben seiner Frau, der Texterin und Kinderbuchautorin Monika Ehrhardt, der hinreißend spontanen, witzigen Bühnenpartnerin Carmen Hatschi noch an die fünf Leute beteiligt sind, bringt ihm Jahresumsätze bis zu einer halben Million, wegen der nach wie vor erfolgreichen Spezialstrecke Kindermusik will, nach einer in Halberstadt, demnächst bei Cottbus eine zweite Schule seinen Namen tragen.

GYSI UND BISKY GESCHÄFTSSCHÄDIGEND?
Auf den Mund war Lakomy noch nie gefallen, ist nach wie vor erfrischend direkt. „Im Osten veröden die Theater – da sind die froh, wenn wir kommen und es mal wieder voll ist.“ Die letzte Erwachsenen-CD mit Titeln wie „Alles Stasi außer Mutti“ werde wohl deshalb nicht gespielt, weil sie sehr politisch sei. „Kommt hinzu, dass wir bekanntermaßen mit Gregor Gysi, Lothar Bisky und seiner Familie sehr befreundet sind.“ Dabei habe das mit Politik gar nichts zu tun. „Was glauben Sie, wie oft ich dem Bisky sage, wie Scheiße ich seine Partei eigentlich finde inzwischen.“ Typen von ORB oder MDR werde er jedenfalls nicht in den Hintern kriechen, nur um ein paar Mark mehr zu verdienen. Bislang überweist ihm die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte/GEMA jährlich bis zu Dreißigtausend Mark – da verdient er am neuen Buch schon weit mehr, dessen überraschender Erfolg andere Ostmusik-Stars jetzt zum Nacheifern ermutigt. „Wir müssen was gegen die Entwertung unserer Biographien tun.“ Plattenlizenzen bringen bis zu viertausend Mark. Ohne Konzerte ginge es also gar nicht. „Im SFB wurden wir bei einer Sendung behandelt wie der letzte Dreck – unsere Künstler brauchen mehr Medienpräsenz, Auftritte im Westen, da muss endlich Gleichberechtigung her, der Osten hat nicht nur Spreewälder Gurken und Rotkäppchen-Sekt zu bieten. Die sind die Sieger, wir die Unterlegenen – und genauso behandeln sie uns.“ Für Lakomy ist nicht hinnehmbar, Platt-macherei, dass Top-Musiker mit eigentlich hohem Marktwert, Saxofonisten, Trompeter, ganze Tanzorchester „weg sind von der Bildfläche“, ein As wie Hubert Katzenbeier, für ihn einer der größten Posaunisten und Jazzer, heute in einer Rumpelband Umptata-Musik machen muss. „Das ist ein solcher Abstieg, unglaublich.“ Nur selten folgte auf jähen Absturz der Aufstieg: Peter „Bimbo“ Rasym, „einer der besten Bassisten, die hier rumlaufen“, hielt sich und seine Familie nach der Wende als Vorführ-Standverkäufer vor einem Westberliner Karstadt-Kaufhaus mühselig über Wasser, bis ihn die Puhdys holten, „er jetzt gute Kohle macht“. Inzwischen kennt Lakomy so ziemlich alle Großen von der anderen Seite persönlich, auch Liedermacher wie Konstantin Wecker. Er vermisst aber Solidarität. „Selbst Grönemeyer nennt es mies, dass wir so an die Wand gedrängt sind – aber alles nur Sprüche!“ Wenn es nach Lakomy ginge, könnten die Westkollegen ruhig mal bei ARD und ZDF reklamieren, wie man mit den Ostkünstlern umspringt…

Telegraph:http://www.telegraph.ostbuero.de/104/hart.htm

 


http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/12/frank-schoebelreise-ins-ehebett-er-trat-sogar-mal-im-weimarischen-hof-von-oldisleben-auf/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/03/peter-glaeser-caesar-aus-leipzig-virtuos-auf-der-gitarre-wie-jimi-hendrix-hochpopulaer-sogar-als-karnevalsmusiker-etwa-beim-legendaeren-baufasching-in-der-parkgaststaette-markkleeberg/

 

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2017/11/28/geraer-seniorenverband-2017-und-kulturelle-kolonisierung-ostdeutschlands-warum-u-a-mdr-thueringen-nur-wenig-deutschsprachige-musik-sendet/

 

http://www.hart-brasilientexte.de/2018/03/09/manfred-krug-defa-film-der-kinnhaken-von-1962-krug-als-ddr-grenzer-von-der-kampfgruppe-in-berlinder-westen-hat-eine-herrliche-fassade-und-wenn-man-jung-ist-kann-man-darauf-reinfallen-k/

Bischoff1

Bischofferode, Hungerstreik. Wie Brüder und Schwestern mit Brüdern und Schwestern umgehen…

AfD NRW 2017 – die hochbrisante Kleine Anfrage zu Nazis im Machtapparat des Bundeslandes nach 1945. Die Nazis/SS-Leute im BRD-Machtapparat:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/10/07/afd-nrw-2017-die-hochbrisante-kleine-anfrage-zu-nazis-im-machtapparat-des-bundeslandes-nach-1945/

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GroKo-Partner SPD: Thierse “orientiert” in Bischofferode während des Hungerstreiks die “Presse” hinterm Lautsprecherwagen. Während seiner “Rede” schallte ihm  massiv der Sprechchor “Wer hat uns verraten – Sozialdemokraten” entgegen.

Manfred Krug – DEFA-Film “Der Kinnhaken” von 1962. Krug als DDR-Grenzer von der Kampfgruppe in Berlin:”Der Westen hat eine herrliche Fassade – und wenn man jung ist, kann man darauf reinfallen.” Krug-Klassiker “Der Kinnhaken” als DVD bei Amazon – wann lief er zuletzt in der ARD, im MDR?

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/12/thueringen-schwesterparteien-und-wahlkampf-2019-cdu-mann-macht-unter-ramelow-karriere-thueringer-allgemeine-jan-2019-linksgefuehrte-staatskanzlei-befoerdert-frueheren-lieberknecht-vertrauten/

http://www.hart-brasilientexte.de/2019/01/13/wahlkaempfe-2019-und-das-tabu-um-jene-parteien-die-nach-1945-kriegsverbrecher-belastete-nazis-geradezu-massenhaft-zum-parteieintritt-einluden-nazis-so-die-faktenlage-bestimmten-daraufhin-sogar-di/

http://www.hart-brasilientexte.de/2018/12/30/grossspenden-an-parteien-2018/

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Halle/Saale.

“Ist es ein Freund oder Konkurrent? Die Mafia kannten wir nur aus Filmen”. “Wir lebten frei von Angst. Die DDR…eine im Gegensatz zu heute funktionierende Gemeinschaft von Menschen”

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Ausriß Westdeutsche Thüringer Allgemeine – Leserbriefe 2018. Was auf den Ideologie- und Gehirnwäsche-Seiten der westdeutschen Thüringer Allgemeinen(Funke-Medienkonzern Essen/NRW)u.a. über die DDR nicht steht, findet sich regelmäßig bei den Leserbriefen.

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Frankfurt/Main.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/09/22/wie-der-osten-tickt-ofenfrische-ddr-broetchen-statt-westlichem-backmischungs-schrott-september-2018-kleinstadt-in-thueringen/

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Ausriß Thüringer Allgemeine.

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Ausriß.

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Ausriß.

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DDR-Hymne, Goldprägung, Hersteller: Bayerisches Münzkontor.

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“Eine Hommage an die Hymne der DDR”.

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Ausriß.

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Ausriß.

“Riverboat-Gäste am 8. Februar. Reiner Haseloff & Gabriele Haseloff” – hohe Partei-und Staatsfunktionäre immer gern gesehen. Zwangsfinanzierter MDR in Vorschau zu CDU-Politiker aus Sachsen-Anhalt. LINKE-Ramelow in Sendung davor. Jörg Hartmann und die bizarre, realitätsfremde “Weissensee”- TV-Serie. “In Ostdeutschland stammen die Eliten der Gesellschaft bis heute vorwiegend aus dem Westen. In Sachsen-Anhalt trifft das auf die Mehrheit der Minister und Staatssekretäre zu. An dieser Tendenz ändert auch ein ostdeutscher Ministerpräsident nichts.” MDR **

 

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Ausriß MZ, CDU-Politiker Haseloff, links. “Liveticker zur Landtagswahl. Die AfD übertrifft alle Prognosen”.

“Bei der Landtagswahl am 13. März 2016 wurden die Mehrheitsverhältnisse deutlich verändert: Die erstmals kandidierende AfD erreichte aus dem Stand heraus 24,3 Prozent der Stimmen und löste die Linke als zweitstärkste Kraft im Landtag ab. Die Linkspartei selbst erreichte bei deutlichen Verlusten und 16,3 Prozent den dritten Platz, wohingegen die SPD von 21,5 Prozent der Stimmen auf 10,6 Prozent abstürzte und damit nur noch den vierten Platz erreichte. Weiterhin wurde die CDU mit 29,8 Prozent stärkste Kraft, fünfte Kraft wurden die Grünen.” Wikipedia

http://www.hart-brasilientexte.de/2016/08/15/hardy-peter-guessau-sachsen-anhalts-landtagspraesident-tritt-zurueck-faz-am-15-8-2016-zum-politikstil-der-bizarren-koalition-aus-cduspdgruenen/

Die CDU-Wahlfälschungstricks in Sachsen-Anhalt – “Mitteldeutsche Zeitung” kurz vor der Saarland-Wahl:

…Doch der ehemalige CDU-Stadtrat habe mit krimineller Energie gehandelt. Zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt das Landgericht Stendal den 43-Jährigen am Mittwoch. Eine Bewährungsstrafe, wie vom Verteidiger gefordert, bleibt Gebhardt verwehrt.

Das Gericht spricht ihn der Urkunden- und Wahlfälschung in mehreren Hundert Fällen für schuldig. Zugute hält ihm die Richterin sein Geständnis zu Prozessbeginn. Gebhardt hatte zugegeben, Briefwahlvollmachten gefälscht und fremde Wahlunterlagen selbst ausgefüllt zu haben. Schwer wiege jedoch, dass er nach Bekanntwerden der Manipulationen versucht habe, Zeugen zu einer Falschaussage zu bewegen.

Die Fälschungen beruhten auf einem vermeintlich durchdachten System: Für Stendaler, von denen er glaubte, sie würden ohnehin nicht zur Wahl gehen, beantragte Gebhardt mit gefälschten Vollmachten Briefwahlunterlagen. Die Wahlscheine füllte er dann selbst aus. Bei der Stadtratswahl setzte Gebhardt die Kreuze bei seinem eigenen Namen, bei der Kreistagswahl bei CDU-Kreischef Wolfgang Kühnel und dem Landtagsabgeordneten und ehemaligen Landtagspräsidenten Hardy Peter Güssau.

„Kriminelle Energie“ – Haftstrafe für Ex-CDU Stadtrat Holger Gebhardt wegen Wahlfälschung in Stendal

Doch das Vorgehen flog auf. Einige der vermeintlichen Nichtwähler wollten am Wahltag doch ihre Stimme abgeben. Im Wahllokal bekamen sie gesagt, sie hätten bereits per Briefwahl abgestimmt. Ein Betroffener sagte schließlich unter Eid aus, dass seine Unterschrift gefälscht wurde. Es kam zu einer Strafanzeige, die Wahl musste nach Bekanntwerden der Manipulationen wiederholt werden.

Juristisch ist der Fall Gebhardt mit dem Urteil aufgearbeitet.

Politisch allerdings hat der Prozess mehr Fragen aufgeworfen, als er beantwortet hat. Vor Gericht hatte Gebhardt von Druck aus CDU-Kreisen berichtet. Es habe einen Auftrag für die Fälschungen gegeben. Auch habe ein Ordner mit einkopierten Unterschriften, die er für die Manipulationen benutzte, bereits zuvor in der CDU-Geschäftsstelle existiert.

Das Gericht hält diese Aussagen für glaubwürdig. In ihrer Urteilsbegründung sagte Richterin Henze-von Staden, eine unbekannte Person habe entschieden, Daten und Unterschriften von Wählern für Fälschungen zu verwenden. Gebhardt habe dem zugestimmt und die Manipulationen durchgeführt.

Er habe zudem nicht bei allen Wahlscheinen selbst die Kreuze gesetzt, hatte Gebhardt gesagt. Teilweise seien die Zettel bereits ausgefüllt gewesen. Namen nannte er aber nicht, er wolle niemanden „ans Messer liefern“. Wichtige Zeugen wie CDU-Kreischef Kühnel beriefen sich im Prozess sich auf ihr Recht, die Aussage zu verweigern, um sich nicht selbst zu belasten.

In naher Zukunft könnte sich ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss mit den Vorgängen in Stendal befassen. Die Linke will das Gremium beantragen, andere Fraktionen haben bereits ihre Zustimmung signalisiert. Offene Fragen gibt es vor allem zur Rolle Güssaus. Der langjährige CDU-Stadtchef in Stendal war als Landtagspräsident zurückgetreten, weil der nicht hatte ausräumen können, frühzeitig von den Manipulationen gewusst zu haben.

Zudem zieht die Affäre inzwischen weitere Kreise: Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit die Landratswahl 2012 wegen Manipulationsvorwürfen. Zitat MZ

“Der Stendaler Wahlbetrug”: https://de.wikipedia.org/wiki/Stendaler_Wahlbetrug

-Per Google-Suche hat man rasch heraus, welche straff gesteuerten deutschen Mainstreammedien über den spektakulären Fall und die Urteilsverkündung 2017 nicht berichteten…

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CDU-Haseloff im Riverboat – seicht, seichter…Ausriß. Betreutes Denken – die Talkshow-Variante. 

1. Mai 2016 in Zwickau/Sachsen mit Heiko Maas/SPD. “Volksverräter, Volksverräter!”:

https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/zwickau-rede-von-heiko-maas-erstickt-in-buh-und-volksverraeter-choeren-video-a1326229.html

“1. Mai Zwickau, Volk verjagt Heiko Maas”:https://www.youtube.com/watch?v=wtiqULqY6Yk. Karnevalszeit 2019 und politische Witzfigur Maas…

Theatermacher Heiner Müller 1990: “Was hier abläuft, ist ja keine Vereinigung, sondern eine Unterwerfung.” (Welche Künstler sich scheinbar problemlos(satte Honorare?) ideologischen Leitlinien des neoliberalen Kapitalismus unterwerfen)

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Die Wiedervereinigung“, sagt er, „wurde gegen die ostdeutschen Länder gemacht!“ FAZ über früheren tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Klaus 2016 bei AfD-Kundgebung in Schwerin.

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Ausriß.  Schauspieler Hartmann mit CDU-Haseloff. Der Künstler und das enge Korsett ideologischer Leitlinien des neoliberalen Systems – (TV-)Kunst im Dienste der Machthaber:

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Ausriß.

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Ausriß. Was Kachelmann natürlich nicht fragt…

MDR Exakt erst 2018 mit Uraltbekanntem über das Ost-Kolonialgebiet:”Viele Menschen haben nämlich das Gefühl, dieses Land gehört nicht mir. Hier herrschen andere…Gerade mal 20 bis 30 Prozent der Spitzenpositionen werden von Einheimischen besetzt. Kein Wunder, daß fast die Hälfte aller Ostdeutschen empfindet, Bürger zweiter Klasse zu sein. ” Die Ziele der feindlichen Übernahme von 1990:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/09/05/mdr-exakt-erst-2018-mit-uraltbekanntem-ueber-das-ost-kolonialgebietviele-menschen-haben-naemlich-das-gefuehl-dieses-land-gehoert-nicht-mir-hier-herrschen-andere-gerade-mal-20-bis-30-prozent-der/

MDR 11.9. 2018 zum Kolonialgebiet Ost:

Die von Westdeutschen dominierten Eliten leben in einer anderen Welt als viele Ostdeutsche.

In Ostdeutschland stammen die Eliten der Gesellschaft bis heute vorwiegend aus dem Westen. In Sachsen-Anhalt trifft das auf die Mehrheit der Minister und Staatssekretäre zu. An dieser Tendenz ändert auch ein ostdeutscher Ministerpräsident nichts.

Eine Analyse der Sozialwissenschaftler Ronald Gebauer, Axel Salheiser und Lars Vogel über ostdeutsche Eliten kam im vergangenen Jahr zu dem Schluss, dass sich in den neuen Ländern die aus dem Westen stammende Eliten immer wieder selbst reproduzieren. Gerade in den Schaltstellen von Verwaltung, Justiz und Wirtschaft seien Ostdeutsche bis heute deutlich unterrepräsentiert.

Viele Menschen in Ostdeutschland fühlen sich mit ihren Biographien von Meinungsführern und Entscheidungsträgern aus dem Westen nicht verstanden und bevormundet. Dazu kommt noch, dass zu den Eliten meist Akademiker gehören und sie oft der Oberschicht und der gehobenen Mittelschicht zuzuordnen sind. In einem Bundesland wie Sachsen-Anhalt, wo besonders viele Menschen in einfachen Verhältnissen leben, verstärkt das die Entfremdung der Lebenswelten.  

Der Soziologe Michael Hartmann sagte kürzlich in einem Interview mit der “Süddeutschen Zeitung”: “Je reicher Personen in den Eliten aufgewachsen sind, umso unproblematischer sind für sie gesellschaftliche Ungerechtigkeiten. (…) Das Problem liegt darin, dass sie aufgrund ihrer Herkunft die gesellschaftliche Wirklichkeit anders wahrnehmen – und diese Wahrnehmung für die einzig sinnvolle halten.” Zitat MDR

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AfD-Höcke neben CDU-Haseloff und GRÜNEN-Siegesmund. Ausriß

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Passend zur bizarren, realitätsfremden ARD-TV-Serie “Weissensee” – Ex-Geheimdienstmann Steinmeier im Weimarer Nationaltheater:https://de.wikipedia.org/wiki/Weissensee.

“Jörg Hartmann wurde in Hagen geboren und wuchs in Herdecke im Ruhrgebiet auf…

Seit etwa 2007 steht Hartmann vermehrt vor Fernsehkameras. Er spielte unter anderem in der ARD-Fernsehserie Weissensee 2010 unter der Regie von Friedemann Fromm den MfS-Offizier Falk Kupfer. Dafür erhielt er den Deutschen Fernsehpreis 2011 in der Kategorie Bester Schauspieler.” Wikipedia

“Wir werden alle überwacht.” Lied von Georg Danzer, veröffentlicht bereits 1979.(Polydor). Was sich manche entpolitisierte Deppen nicht vorstellen können…Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=oCvngUF31cg. Ob wohl der MDR das Lied mal spielt – gar im Riverboat?

“Und der Job drüben wurde danach immer gefährlicher: Fünf Jahre nach dem Bau der Mauer, 1966, stammte jeder dritte in der DDR abgeurteilte BND-Spion aus der Bundesrepublik.” DER SPIEGEL 2007

Jörg Hartmann und der verlogene Bauhaus-Kult 2019. Das abstoßend häßliche Bauhaus-Museum von Weimar. “Ich habe aber große Probleme mit allem, was das Bauhaus als Erbe hinterließ…Wenn in eine Altstadt so eine Kiste mit Staffelgeschoss reingeknallt wird – selbst in Weimar an manchen Ecken – geht das für mich garnicht!..Uns ist eine Baukultur abhanden gekommen, finde ich.” Jörg Hartmann in der Thüringer Allgemeinen, 13.2. 2019. Die bizarre, realitätsfremde Weissensee-TV-Serie:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/02/13/joerg-hartmann-und-der-verlogene-bauhaus-kult-2019-das-abstossend-haessliche-bauhaus-museum-von-weimar-ich-habe-aber-grosse-probleme-mit-allem-was-das-bauhaus-als-erbe-hinterliess-wenn-in-eine/

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Ausriß ARD-Brennpunkt – Kuschen vor dem politisch verantwortlichen Bundesinnenminister…

Am 26. März 2010 war Thomas de Maiziere im Riverboat:

Ausriß Bild-Zeitung:

BND-SKANDAL. Herr de Maizière,
Sie lügen wie gedruckt!

MaiziereLügennase
 

“BILD-Fotomontage: Innenminister Thomas de Maizière (61, CDU) mit der Lügennase von Pinocchio

Berlin – In der NSA-Affäre hat das Innenministerium unter Thomas de Maizière (61, CDU) das Parlament und die Öffentlichkeit nach vorliegenden Dokumenten belogen – und zwar mehrfach!” Zitat Bild

“Wusste das Kanzleramt, dass es nie eine Zusage der USA für ein No-Spy-Abkommen mit Deutschland gab? Ja, ergaben Recherchen von NDR, WDR und “SZ”. “Natürlich nicht”, sagt Kanzlerin Merkel, die nun erstmals persönlich Stellung zur Spähaffäre bezogen hat.” Tagesschau 2015. Merkel zu No-Spy-Abkommen mit USA. Gelogen? “Natürlich nicht.”

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Ausriß: “Big Brother Is Watching You.” “Protest in Hongkong gegen Spionage”.

 

“Wer nicht täuschen kann, soll nicht Politiker werden.” Konrad Adenauer, zitiert nach Weimarer Taschenbuchverlag.

 

 

 

 

 

 

“Alles Stasi außer Mutti” – Reinhard Lakomy:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/21/reinhard-lakomy-alles-stasi-ausser-mutti/

Seit über zwanzig Jahren warten die Ostdeutschen auf eine ARD-Familienserie wie “Weissensee”, die mal zeigt, wie eigentlich die vielen Geheimdienstler von BND, CIA etc. vor dem Regime Change in der DDR agierten – in den Familien, Vereinen, Klubs, in Freundeskreisen, Verwaltungen, in Polizei, Staatsapparat, an den Universitäten, in der Bürgerrechtsbewegung, unter Künstlern aller Couleur. Wie BND-IMs angeworben wurden etc. Doch so eine Serie kommt einfach nicht. Woran mags liegen? Ostdeutsche sagen, da wären TV-Serien möglich, die sich um recht bekannte Personen ranken, welche beste Freunde wissen ließen, daß sie für westliche Geheimdienste wie die CIA arbeiten.

”KALTER KRIEG. 10.000 BND-Agenten spionierten in der DDR”. DIE WELT:https://www.welt.de/politik/article1273579/10-000-BND-Agenten-spionierten-in-der-DDR.html

…Der BND will die Zahl von 10.000 Agenten in der DDR weder dementieren noch bestätigen. „Uhl und Wagner haben in ihrem Buch gezeigt, dass der BND bei der Aufklärung in der DDR gut aufgestellt war“, sagt BND-Sprecher Stefan Borchert lediglich.

 

Die BND-Spionage in der DDR bietet nach Ansicht von Uhl weiter viel Stoff für die Forschung. Die Aktenlage habe jedoch starke Lücken. „Das was zugänglich ist, ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt von dem, was noch im Archiv liegen muss“, sagt der Historiker. Laut Borchert hat der BND bisher etwa 2000 Akten aus der Zeit von 1951 bis 1991 an das Bundesarchiv abgegeben…DIE WELT

“Der Bundesnachrichtendienst wollte das Gefahrenpotential abschätzen und ließ – während der deutschen Teilung – mehr als 10.000 Ost-Bürger für sich spionieren.” Deutschlandfunk. “„Es gibt also den klassischen Standortbeobachter. Das ist also eine Person, die in der Nähe einer sowjetischen Garnison wohnt, dort guckt, wie viel Lichter gehen in der Kaserne an, was ist für ein Ausbildungsbetrieb. Und dann gibt es die so genannten Innenquellen, das sind halt Personen, die zum Großteil als Zivilbeschäftigte, also als Elektriker, Wäscherinnen, Köche Zugang zu solchen sowjetischen Einrichtungen hatten und dann bestimmte Besonderheiten an ihre jeweiligen Führungsoffiziere meldeten.“…Vor dem Mauerbau konnte der BND seine Quellen einfach in Westberlin treffen, nach dem Mauerbau wurden die Spionagenachrichten über die Grenze gefunkt oder mit Geheimtinte aufgeschrieben und verschickt…Autor Armin Wagner vom Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik berichtet, dass mit den Reiseerleichterungen in den 70er Jahren auch verstärkt westdeutsche Transit-Spione eingesetzt wurden. Die Spionageabwehr der Stasi war jedoch alarmiert. Immer wieder gelang es ihr, West- und Ostdeutsche BND-Agenten zu fassen. Durch Observation, Rasterfahndung, Abhörmaßnahmen und eigene Spitzel im Westen…

Buch mit besonders vielen Fakten über BND-Spionage gegen die DDR:

“Im Visier die DDR. Eine Chronik”. Autor Robert Allertz, Verlag edition ost. “Der Kampf der Systeme war kein Wettbewerb. Er war ein Kreuzzug des Westens gegen den Osten.” **

MerkelBildUSAAbhör2015

Ausriß. Marionettenkontrolle heute. “BILD Thüringen. So belauschten die USA Merkel!” Stark begrenzte Souveränität von Satelliten – bzw Vasallenstaaten…

…Tatsächlich weist die Studie einen entscheidenden Schwachpunkt auf: Sie zieht keine Schlussfolgerungen aus der Tatsache, dass die meisten BND-Spione Doppelagenten waren – und auch vom Ministerium für Staatssicherheit geführt wurden. Heute kann davon ausgegangen werden, dass über 90 Prozent der BND-Innenquellen in der DDR in den 70er und 80er Jahren auch dem MfS dienten… So bleiben viele Fragen offen: Inwieweit hat die Stasi dem Westen die angeblichen Militärgeheimnisse nur untergeschoben? Saß der Ost-Geheimdienst vielleicht doch am längeren Hebel? Wie aussagekräftig sind also die Unterlagen über die „Erfolge“ des BND?…

 „BND contra Sowjetarmee. Westdeutsche Militärspionage in der DDR“. Christoph Links Verlag

…in Berlin wurde die Mauer gebaut. Sie sollte, das ist längst Historie, dieser Massenflucht Einhalt gebieten. Sie hatte aber auch, davon sind Geheimdienstexperten wie der britische Historiker Paul Maddrell nach einschlägigem Aktenstudium mittlerweile überzeugt, ein zweites Ziel: Bollwerk zu sein gegen Spione, vor allem gegen jene des Bundesnachrichtendienstes (BND). DER SPIEGEL 2007.

BND und Mocambique:http://www.telegraph.ostbuero.de/101/mocambique.html

…Renamo – Führung bei Strauß, Nato – Rogers, Kohls Afrika-Berater
Auch der Frankfurter TV-Journalist Jürgen Roth beschrieb die westdeutsche Renamo – Hilfe ausführlich ebenso wie die der CIA: “Im März 1983 versammelte sich sogar der gesamte Renamo – Nationalrat in Köln, und, der Höhepunkt, im April 1988 fuhren die Verbrecher aus Mozambique – wieder einmal – in die Bayrische Staatskanzlei zu Franz-Josef Strauß. Alles ging top-secret vor sich, zu anrüchig waren die Repräsentanten der Renamo.“ Mit von der Partie ist danach immer Helmut Kohls Afrika-Berater, der Kieler Professor für politische Wissenschaften, Uni-Vizepräsident Werner Kaltefleiter. In Kiel, wo im soziologischen Seminar der Uni BND-Anwerbungen bekannt wurden, tagen die Kommandanten der Killertruppen öfters, sprechen laut Roth dort sogar mit dem ehemaligen Nato-Generalsekretär Bernard Rogers, oder dem Staatsekretär im Bundesverteidigungsministerium, Oberstleutnant a.D. Kurt Würzbach. Der Steuerzahler darf diese „Seminare“ auch noch fördern. In der Schweiz gibt es Treffen mit Bankern und Multis. Natürlich ist auch der Hochadel wie immer dabei: „Kaltefleiter verfasste darüber hinaus ein Empfehlungsschreiben für die Renamo – Delegation, gerichtet an das CSU-Mitglied Hans Graf Huyn. Er bat Huyn um die Vermittlung von Kontakten zu weiteren wichtigen Bundestagsabgeordneten. Erfolgreich.“ 

BND finanziert Waffen für die Terroristen
Roth zitiert in seinem Buch „Die Mitternachtsregierung“ auch den Renamo – Westeuropa – Sprecher Paulo Oliveira, der nach seinem Überlaufen Auskunft über Waffenlieferungen an die Terrororganisation gab, die der BND finanziert und Südafrika geliefert hatte: “Bei einer Sache, von der ich weiß, waren etwa eine Million Dollar im Spiel, die vom BND bereitgestellt worden waren, um Waffen zu kaufen.“ Wolfgang Richter, ab 1989 BND-Agent in Südamerika, wird als zuständiger Mann für logistische und finanzielle Hilfe genannt. Besonders bemerkenswert, dass laut Eenbohm die Destabilisierung Mocambiques bereits unter Bundeskanzler Helmut Schmidt begann, der bekanntlich die deutschen Atomverträge zum Verkauf von AKW und Nukleartechnologie mit den Foltergenerälen der Militärdiktatur Brasiliens schloss. Kanzler Kohl habe die Destabilisierung noch einmal forciert, an der vier BND-Präsidenten teilgenommen hätten: Gerhard Wessel, Klaus Kinkel, Eberhard Blum, Hans-Georg Wieck…

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“Die Mitternachtsregierung” Autor Jürgen Roth:https://www.amazon.de/J%C3%BCrgen-Roth-Mitternachtsregierung-Reportagen-Geheimdienste/dp/B002NLUFX6.

Autor Jürgen Roth widmet ein ganzes Kapitel unter dem Titel “Der Bundesnachrichtendienst und eine Terrororganisation” – von Seite 69 bis Seite 107 – den Aktivitäten der BRD gegen Mocambiqe. Eine Zwischenüberschrift lautet:”Die Connection der Bundesrepublik zu Terroristen”. Roth stellt Anfragen bei der Bundesregierung, bei der SPD-Fraktion – bekommt leere Antworten. “Ein klares Bekenntnis jedoch kam von der FDP-Fraktion: Die RENAMO ist nach Auffassung der FDP  keine originäre Befreiungs-oder Widerstandsbewegung, sondern als Terrororganisation einzustufen.” Seitenlang beschreibt der Autor, mit welchem  Sadismus die RENAMO gegen die Zivilbevölkerung von Mocambique vorging. Bemerkenswert, welche deutschen Parteien bisher im Bundestag keinerlei Anfrage zu dieser BND-Thematik gestellt haben…

Jörg Hartmann hat bei seinen Weissensee-Recherchen über die Vorgehensweise von Geheimdiensten auch den Mocambique-Teil dieses Buches ganz bestimmt besonders aufmerksam gelesen.

“Da ist das Bedürfnis, sich perfekt auf eine Rolle vorzubereiten. Alles zu lesen über seine Figuren, über den politisch-historischen Kontext, in dem sie angesiedelt sind. Und, wenn möglich, führt er Interviews mit Zeitzeugen. Hartmann recherchiert, als müsste er selbst das Drehbuch schreiben.” Illustrierte stern

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CDU-Haseloff und Ex-Geheimdienstkoordinator Steinmeier in der Herderkirche von Weimar. 

Nach wie vor keine CIA-BND-Unterlagenbehörde in Bezug auf DDR bis zum “Regime  Change” von 1989/90.

Auf einen festangestellten BND-Agenten entfallen wieviele BND-IMs(Ihr Nachbar, Freunde, Arbeitskollegen, “Presse-Sonderverbindungen”, Dorfbürgermeister, Angestellte von Regionaladministrationen, Künstler, Stiftungsmitarbeiter etc.?) Wieviel muß für deren BND-Zubrot der Steuerzahler jährlich aufbringen?

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Ausriß. “…und auch BND-Spitzel gehören ans Tageslicht!” TA-Leserbrief

BND und Irakkrieg – rd. 1,5 Millionen Tote, meist Zivilisten:

“17. Mai 2010, 20:39 Uhr

Geheime Kooperation

BND half Amerikanern im Irak-Krieg

Trotz offizieller Ablehnung der Militärschläge durch die Bundesregierung soll der deutsche Geheimdienst den USA beim Ausspähen von Bombenzielen unterstützt haben. Das Kanzleramt war informiert.

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat die amerikanischen Truppen im Frühjahr 2003 während des Irak-Kriegs unterstützt und möglicherweise sogar bei der Identifizierung von Bombenzielen geholfen.”

Süddeutsche Zeitung 2010. Deutscher Geheimdienstkoordinator während des Irakkriegs war SPD-Mann Steinmeier…

“Der berühmteste Kriegsgrund der jüngeren Geschichte waren die Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins. Die gab es nie, aber deswegen marschierte das US-Militär vor elf Jahren in den Irak ein.” DIE ZEIT, März 2014. Rd. 1,5 Millionen Tote, meist Zivilisten, im Irakkrieg, Schuldige, darunter Deutsche,  nach wie vor nicht von internationalen Gerichten abgeurteilt…

Nach wie vor, heißt es, sind deutsche Militärs, die im  völkerrechtswidrigen NATO-Krieg gegen Jugoslawien an Kriegsverbrechen teilnahmen, an eine strenge Schweigepflicht gebunden.

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BND in Afghanistan:

“Deutschland half Islamisten in Afghanistan…Damit wurde der Islamismus massiv gefördert”:http://www.hart-brasilientexte.de/2016/07/28/deutschland-half-islamisten-in-afghanistan-damit-wurde-der-islamismus-massiv-gefoerdert-deutscher-nachrichtensender-n24-bereits-2010-zur-geheimen-brd-unterstuetzung-fuer-islamistische-terrorist/.

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Betreutes Denken – die Weissensee-Variante:

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Ausriß, Jörg Hartmann, TV-Serie Weissensee, TV-Kunst im Dienste des Systems. Demnächst in einer großen ARD-Serie als BND-Topagent, der die  Killertruppe RENAMO beim sadistischen Ermorden von Zivilisten, ausländischen Entwicklungshelfern in Mosambik(rd. zwei Millionen zumeist sadistisch Getötete) unterstützt?

Intimer DDR-Kenner Jörg Hartmann:

“ZEIT ONLINE: Wann waren Sie zum ersten Mal in Ostdeutschland?

Hartmann: Vor dem Mauerfall war ich nur zweimal kurz in Ostberlin.”

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“Undercover. Wie der BND die deutschen Medien steuert.” Erich Schmidt -Eenboom, Knaur-Verlag. 

Jörg Hartmann aus der TV-Serie Weissensee würde als Westdeutscher bei  szenischen Lesungen über BND und Mocambique, BND und Irakkrieg, BND und Jugoslawienkrieg, BND und Afghanistankrieg etc. im Interesse der Ausgewogenheit sicher sehr gerne den Hauptpart übernehmen, meinen viele in Ostdeutschland. An Hartmanns Seite, ist zu hören, würde sich Annette Hess aus Hannover, Schöpferin der Weissensee-Serie, sehr gut machen.

“Hess ist die Schöpferin der ARD-Serie Weissensee; im Frühjahr 2007 hatte sie die Konzeption als eine Art „Dallas in der DDR“ entwickelt.” Wikipedia

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https://www.youtube.com/watch?v=DgTgK0_9QPo

https://www.youtube.com/watch?v=lMqh31bW8cU

https://www.youtube.com/watch?v=BD5BpSzPnUw

https://www.youtube.com/watch?v=zkbbwwfahbA

https://www.youtube.com/watch?v=zDQCu3uprig

Fall Skripal 2018 – wie die zwangsfinanzierte ARD an die NATO-Kriegsgrund-Lügen des völkerrechtswidrigen Aggressionskrieges gegen den Irak erinnert: “Im Fall Skripal gibt es bislang keine öffentlichen Beweise. Das könnte daran liegen, dass die möglicherweise nur auf Geheimdienstebene vorliegen, erklärt von Osten. Deren Erkenntnisse würden prinzipiell nicht veröffentlicht.” 30.3. 2018. Wie westliche Demokratie funktioniert…SPD-Geheimdienstexperte Andreas von Bülow über die Vorgehensweisen, Tricks der westlichen Machteliten.

SPD-Geheimdienstexperte Andreas von Bülow: “Das allseits zu beobachtende Festhalten an geopolitischen Spielen zeigt sehr deutlich, daß ein erheblicher Teil auch der westlichen Machteliten wenig Vertrauen in die Wirksamkeit der Ideale der westlichen Staatsform, der Demokratie, des Rechtsstaates, der Geltung völkerrechtlicher Regeln setzt und sich lieber hinter dem Rücken des Volkes und von öffentlicher Kritik freigehalten, auf die Durchsetzung der angeblichen Staatsräson mit den verdeckten Mitteln und Methoden der Geheimdienste verläßt.”

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“Andreas von Bülow, geboren 1937 in Dresden, war von 1969 bis 1994 Mitglied des Bundestages, unter anderem in der Parlamentarischen Kontrollkommission  für die `Dienste`. Von 1976 bis 1980 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verteidigung, 1980 bis 1982 Bundesminister für Forschung und Technologie, seit 1994 Rechtsanwalt in Bonn.”(Piper-Text)

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CDU-Politiker und Ex-SPD-Geheimdienstmann.

http://www.hart-brasilientexte.de/2019/02/08/bnd-als-herrschaftsinstrument-fuer-die-merkel-groko-wichtiger-als-je-zuvor-schluesselrolle-beim-regime-change-in-der-ddr/

 

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Bischofferode, Hungerstreik. Wie Brüder und Schwestern mit Brüdern und Schwestern umgehen…

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Festakt-Farce „100 Jahre Weimarer Nationalversammlung“ 2019 im Thüringen der Nazi-und Antisemitismus-Skandale. CDU-Merkel und SPD-Steinmeier in in Weimar – im Jahr wichtiger ostdeutscher Landtagswahlen:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/02/05/festakt-farce-100-jahre-weimarer-nationalversammlung-2019-im-thueringen-der-nazi-und-antisemitismus-skandale-cdu-merkel-und-spd-steinmeier-in-in-weimar-im-jahr-wichtiger-ostdeutsc/

Deutsche Staats-und Mainstreammedien verschweigen primitiv-billigen Mißbrauch des Weimar-Festakts(6.2.2019) für Wahlkampf von CDUSPDGRÜNEN etc. in Ostdeutschland. Medien unterschlagen sogar die bemerkenswerte Höcke-Steinmeier-Episode im Weimarer Nationaltheater. Wer hatte die subversive Idee, AfD-Höcke gleich hinter CDU-Merkel zu plazieren – anstatt weit entfernt von der Kanzlerin?http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/02/07/deutsche-staats-und-mainstreammedien-verschweigen-primitiv-billigen-missbrauch-des-weimar-festakts6-2-2019-fuer-wahlkampf-von-cduspdgruenen-etc-in-ostdeutschland-medien-unterschlagen-sogar-die-bem/

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Ausriß, zwangsfinanziertes MDR-Riverboat. Was Kachelmann den  Niedersachsen nicht fragt…

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“Heute im Funk. Am Leben vorbei.”

Der Herr Politiker – Georg Danzer:https://www.youtube.com/watch?v=IRjrFgpevjw.

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Ausriß. Groteske Selbstdarstellung des Niedersachsen Ramelow 2019 im zwangsfinanzierten MDR-Riverboat…(Wahlkampfmodus) am Abend nach der Landtags-Gedenksitzung 2019. Was er als Christ (Eigendefinition) aus Niedersachsen den Thüringern in Bezug auf Nazi-und Antisemitsmusskandale auch 2019 verschweigt…

“Am Sonntag wählen die Niedersachsen. Es war einmal ein Disneyland faschistischer Fantasien, und noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg blieben die Nationalsozialisten hier stark.” DIE WELT 2017(War das in Thüringen bis zur feindlichen Übernahme von 1990 auch so wie in Niedersachsen?)

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/26/holocaust-gedenkstunde-im-landtag-wird-zur-anklage-der-taeter-von-einst-und-der-afd-westdeutsche-thueringer-allgemeine-26-1-2019-erwartungsgemaess-fehlt-das-wichtigste-wie-war-das/

Die aktuellen Nazi-Antisemitismus-Skandale in Thüringen 2019 – just im Wahlkampfjahr:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/31/thueringen-die-vielen-aktuellen-nazi-skandale-von-autoritaeten-und-mainstreammedien-thueringens-nazi-glocken-laeuten-2019-am-holocaust-gedenktag-und-am-tag-der-landtags-gedenkstunde-zum-holocaust/

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Ausriß – MDR Aktuell und die Genscher-“Ehrung” in Halle/Saale. Was alles fehlt…

“Halle für Genscher”. MDR aktuell verschweigt am 22.2. 2017 komplett NSDAP-FDP-Genschers enge Kontakte u.a. zur nazistisch-antisemitisch orientierten Folterdiktatur Brasiliens, Argentiniens:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/02/22/halle-fuer-genscher-mdr-aktuell-verschweigt-am-22-2-2017-komplett-genschers-enge-kontakte-u-a-zur-nazistisch-antisemitisch-orientierten-folterdiktatur-brasiliens-was-war-da-los-hinter-den-reda/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/02/04/zwangsfinanzierter-mdr-und-kuriose-von-den-mediennutzern-bemerkte-strategien-im-wahljahr-2019-mdr-berichtet-am-4-2-2019-ueber-den-klinikaufenthalt-der-zwielichtigen-ukrainischen-oligarchin-timo/

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“Unser Angebot hat seinen Preis”. ARD-Chef Ulrich Wilhelm, Ex-Sprecher von GroKo-Chefin Angela Merkel/CDU…Wie Regierungspolitik & Medien verzahnt sind. Ausriß westdeutsche Thüringer Allgemeine(Funke-Medienkonzern Essen/NRW)

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/04/wahlkampf-in-sachsen-2019-sprengstoffanschlag-auf-afd-buero-in-doebeln/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/01/25/kika-in-erfurtthueringen-wie-er-tickt/

Manfred Krug – DEFA-Film “Der Kinnhaken” von 1962. Krug als DDR-Grenzer von der Kampfgruppe in Berlin:”Der Westen hat eine herrliche Fassade – und wenn man jung ist, kann man darauf reinfallen.” Krug-Klassiker “Der Kinnhaken” als DVD bei Amazon – wann lief er zuletzt in der ARD, im MDR? “Der Weg in den Holocaust”. **

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Ausriß.

https://www.amazon.de/Kinnhaken-Manfred-Krug/dp/B000OPQ1NQ

Wikipedia:

Der Kinnhaken war der einzige Film, bei dem Manfred Krug auch als Drehbuchautor in Erscheinung trat. Er hatte die Idee zum Film und schrieb sich die Hauptrolle auf den Leib. Die Kritik präsentierte Krug daher in ihren Rezensionen propagandistisch als bekannten Sänger und Schauspieler, „der [dennoch] in jenen Tagen die Mühe und das Risiko eines Drehbuchanfängers auf sich nahm, weil er meint, seinen Altersgefährten etwas sagen zu müssen: daß es sich hier besser und menschlicher leben läßt, daß das Tor zur Freiheit für sie nicht zugefallen ist, sondern sich ganz im Gegenteil eben jetzt erst auftut.“[2]

AfD NRW 2017 – die hochbrisante Kleine Anfrage zu Nazis im Machtapparat des Bundeslandes nach 1945.Parallelfall Hessen, Niedersachsen, Saarland, Bremen…Die Nazis/SS-Leute im BRD-Machtapparat:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/10/07/afd-nrw-2017-die-hochbrisante-kleine-anfrage-zu-nazis-im-machtapparat-des-bundeslandes-nach-1945/

“Der Weg in den Holocaust”. DIE ZEIT unterschlägt in ihrer Publikation von 2017 just die Rolle des langjährigen Mitherausgebers, der SPD-Ikone Helmut Schmidt…Kein einziges Kapitel ist Schmidt als Nazi-Offizier an Tatorten der Sowjetunion gewidmet:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/02/14/der-weg-in-den-holocaust-die-zeit-unterschlaegt-in-ihrer-publikation-von-2017-just-die-rolle-des-langjaehrigen-mitherausgebers-der-spd-ikone-helmut-schmidt-kein-einziges-kapitel-ist-schmidt-al/

Willy Brandt(SPD) und die getarnten Spenden der USA-Regierung, die Fernsteuerung. “Wäre die Zahlung bekannt geworden, hätte sie die Karriere des späteren SPD-Vorsitzenden und Bundeskanzlers wohl früh beendet.” DER SPIEGEL, 24/2016:http://www.hart-brasilientexte.de/2016/08/08/willy-brandtspd-und-die-getarnten-spenden-der-usa-regierung-die-fernsteuerung-waere-die-zahlung-bekannt-geworden-haette-sie-die-karriere-des-spaeteren-spd-vorsitzenden-und-bundeskanzlers-wohl-f/

2018 – Jahrestag der Befreiung vom Faschismus:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/05/07/8-mai-2018-jahrestag-der-befreiung-vom-faschismus-noch-mehr-foerderung-von-juden-und-russenhass-in-deutschland-als-im-jahr-zuvor/

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Bemerkenswert –  Manfred Krug schrieb am Drehbuch mit.

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Kinnhaken

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Manfred Krug und Jürgen Frohriep.

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Grenzer in der Ellrich-Region von Thüringen. “Auf der Molotow haben wir teilweise zu acht gesessen, wenns bei Alarm rausging an den Grenzstreifen”.

Wer sich mit ehemaligen Grenzpolizisten, Grenzsoldaten über den Grenzeralltag, darunter an den wichtigsten Grenzkontrollpunkten,  unterhält, bemerkt rasch, daß heutige westdeutsche offizielle Darstellungen, Interpretationen des Kontexts der DDR-Grenze nicht der Wahrheit entsprechen, lediglich größtenteils auffällig plumpe Propaganda, Gehirnwäsche sind. 

Ermordete Grenzer:http://www.ostsee-rundschau.de/Gedenken-an-ermordete-DDR-Grenzsoldaten-und-Grenzpolizisten.htm

 

-DDR-Bürger, die 1961 im Kindesalter waren und fern von Berlin auf Dörfern tief in der Provinz lebten, erinnern sich noch gut an die bereits sehr kurzfristig spürbaren Auswirkungen der Grenzschließung: Sehr viele Westberliner waren gewöhnt, unter Ausnutzung des damaligen Schwindelkurses im Kalten Krieg (für eine Westmark erhielt man in Westberliner Wechselstuben 13 DDR-Mark) u.a. Dinge des täglichen Bedarfs, darunter Grundnahrungsmittel, aber auch ebenso stark subventionierte Kleidung, darunter Kindersachen etc., in Ostberlin zu kaufen. Dies führte zu zahlreichen Ärgernissen und Versorgungsmängeln – wenn vor allem im grenznahen Bereich DDR-Beschäftigte von der Arbeit kamen und einkaufen wollten, waren ihnen Westberliner Hausfrauen nur zu oft zuvorgekommen. Nach der Grenzschließung von 1961 fiel dieses  Problem weitgehend weg. Und auf einmal wurde auch in den Dörfern der Provinz die Versorgungslage rasch besser, wurden die Lebensmittelmarken, mit denen jene Kinder der Provinzdörfer vor 1961 auf teils sehr schwierige Warensuche gingen, bald abgeschafft, gab es Fleischwaren, Butter etc. frei. Kurios – als viele Jahre später für westdeutsche Journalisten/Korrespondenten die vereinfachte Grenzabfertigung eingeführt wurde, nutzten viele dies dazu, etwa von Westberlin mit dem Mercedes nach Ostberlin zu fahren und sich dort den Kofferraum mit Subventioniertem, sogar Kartoffeln, Obst, Milch, Käse etc. vollzupacken. Manche wunderten sich, warum Ost-Käse schneller schlecht wurde als West-Käse. Dann fanden sie diese Erklärung: Westkäse enthielt viele Konservierungstoffe, hielt sich deshalb länger – im Ost-Käse fehlten diese Chemikalien, mußte er also rascher verbraucht werden. 

Ein Thüringer 2013:”Der Schwindelkurs war Wahnsinn – mein Westberliner Verwandter konnte sich auf dem Ostberliner Weihnachtsmarkt für eine umgetauschte Westmark 20 Rostbratwürste kaufen!”

”  50,000 Berliners – known as Grenzgängers – crossed each day to work in the West, receiving larger salaries, while living in subsidized housing, and not contributing to the Eastern economy. Yet that wasn’t the biggest loophole. Due to its power to purchase a wider range of consumer goods, theWestern Deutsche mark was worth four to six times as much as the Eastern Deutsche mark. But basic goods, intentionally subsidized within the Socialist economy, and the desirability of the Western currency made the difference even more noticeable. This meant that not only Grenzgängers but also ordinary West Berliners, could exchange their money on the black market, and easily shop for what seemed like ludicrously cheap Eastern goods, as long as they didn’t want to buy Adidas shoes, or Volkswagen cars.”(Russia today)

Die Hauptziele des Anschlusses von 1990 – DIE ZEIT zu Resultaten:

” Noch heute gilt die Treuhandanstalt vielen Bürgern der neuen Länder, die sich erinnern können, als Hort kalter Kapitalisten aus dem Westen, die strikt nach betriebswirtschaftlichen Regeln über die Existenz von Unternehmen und Arbeitsplätzen entschieden und dabei die Industrie der ehemaligen DDR plattmachten…Eine effizient arbeitende Privatisierungsagentur, in der nach transparenten Kriterien entschieden wird, war die Treuhandanstalt nie. ” Die Zeit 2014

“Die Arbeitsplatzbilanz der Privatisierer hingegen mutet wenig imposant an. Von den vier Millionen Stellen in Treuhand-Unternehmen waren Ende 1994 allenfalls eineinhalb Millionen übriggeblieben: rund eine Million in privatisierten Firmen und gut 400.000 in separat verkauften Betriebsteilen, von der ehemaligen Maurerbrigade bis zum Kinderhort.” Die Zeit zu den Methoden der Entvölkerungspolitik, des erzwungenen Fachkräfte-Transfers in  Unternehmen Westdeutschlands, der Zerstörung gewachsener soziokultureller Strukturen.

“Sei Sand im Getriebe der Zeit”. Westdeutscher politischer Kabarettist Hans-Dieter Hüsch

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Grenzpolizist Helmut Just:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/01/26/bad-frankenhausen-das-kindersanatorium-helmut-just-ein-erlebnisbericht-von-1957-bad-frankenhausen-groesster-kinderkurort-der-ddr-der-absturz-nach-dem-anschluss-von-1990/

Trauerfeier für Helmut Just – Der Augenzeuge – Video:

http://www.progress-film.de/der-augenzeuge-1953-03.html

Viele Helmut-Just-Straßen in ganz Ostdeutschland.

Helmut Just

Helmut Just (* 2. Juli 1933 in Berlin; † 30. Dezember 1952 ebenda) war ein Angehöriger der Deutschen Grenzpolizei (DGP) der DDR, der an der Sektorengrenze zu West-Berlin erschossen wurde. Am 5. Januar 1953 fand die Trauerfeier für Helmut Just in Form eines Staatsaktes statt. Postum erhielt er das Ehrenzeichen der Deutschen Volkspolizei. Nach der Aufbahrung auf dem Platz der Akademie fuhr der Leichenwagen zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde, wo Just nahe der Grabanlage Pergolenweg der Gedenkstätte der Sozialisten beigesetzt wurde. An der Trauerveranstaltung nahmen etwa einhunderttausend Menschen teil.

Der Ost-Berliner Teil der Behmstraße wurde von 1960 bis 1993 nach Just benannt. Auch zahlreiche Straßen in anderen Städten erhielten seinen Namen. Im Gegensatz zu den nach Helmut Just benannten Institutionen wie Schulen, Wirtschaftsbetrieben, Sportstätten und Freizeiteinrichtungen blieben die Straßen von den zahlreichen Namensänderungen nach dem Ende der DDR zumeist verschont. Helmut Just wurde auf einem Denkmal und einem Gedenkstein in Berlin erwähnt, die alle nicht mehr existieren. Die Gedenktafel in der Behmstraße verschwand spurlos im Jahre 2001. Der mehrere Jahre versetzt gewesene Grabstein wurde im Frühjahr 2008 an seinen Standort zurückgebracht und markiert wieder das tatsächliche Grab Helmut Justs. Zitat rottenplaces

…Das Gedenken begleiteten Erklärungen zum „Opfer des Kameraden Just“, wie die des Innenministers der DDR, Karl Maron, wonach die Mörder „ … in den faschistischen Mord- und Terrororganisationen zu suchen sind, deren verbrecherische Tätigkeit von den amerikanischen Kriegsbrandstiftern und ihren deutschen Handlangern, der Bonner Verräterclique um Adenauer und den Westberliner ‘Frontstadtpolitikern’ um Reuter und Schwennicke, gelenkt und finanziert wird“. Mit „brennendem Hass gegen diese Feinde des Volkes“ werde die VP „unnachsichtig über die Einhaltung der demokratischen Gesetze“ wachen.[6]

Die Familie bekam staatliche Unterstützung. Der Mutter wurden die Beerdigungskosten erlassen. Weil ihr Sohn laut offizieller Darstellung von Faschisten ermordet worden war, erhielt sie „nach Rücksprache mit Ditmar Danelius“, dem Vorsitzenden der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, die Anerkennung als Verfolgte des Naziregimes, die mit einer Ehrenpension verbunden war, ferner eine Anwartschaft auf eine Wohnung in der Stalinallee. Ebenso durfte Justs Bruder mit seiner Frau eine Wohnung in der Stalinallee beziehen.[7]

Am ersten Jahrestag seines Todes erhielten im Rahmen feierlicher Kundgebungen sein Grab auf dem Friedhof in Friedrichsfelde einen Gedenkstein und die Grundstücksmauer am Ort seines Todes eine mannshohe Gedenktafel. Diese erinnerte daran, dass Just hier „von faschistischen Banditen“ ermordet wurde.[8] Für die feierlichen Anlässe hatte Paul Dessau den Trauermarsch für den von Kriegshetzern meuchlings ermordeten Volkspolizisten Helmut Just für großes Blasorchester komponiert,[9] den das Orchester der Berliner Volkspolizei unter Willi Kaufmann aufführte. Bruno Kleberg erinnerte 1954 in seinem Dokumentarfilm zum Bau der Stalinallee Geschichte einer Straße an den Ermordeten, der als Lehrling am Bau des Blocks D-Süd eingesetzt war.[10]

In Ost-Berlin hieß die Behmstraße von 1960 bis 1993 nach ihm. In der DDR trugen Schulen, Wirtschaftsbetriebe, Sportstätten und Freizeiteinrichtungen sowie Straßen in vielen Gemeinden seinen Namen. Seit Anfang der 1970er Jahre galt die Inschrift auf dem Denkmal der Grenztruppen an der Jerusalemer- Ecke Reinhold-Huhn-Straße auch Just. Am Helmut-Just-Stadion in Krauschwitz ist Just seit 1972 ein Gedenkstein gewidmet. Bis zum Ende der DDR fanden an diesen Orten regelmäßig Feiern zur Erinnerung an Helmut Just statt.

Die marxistisch-leninistische Geschichtswissenschaft der DDR stellte, stets ohne Nachweise, die Ermordung Justs durch zwei Westberliner Terroristen als Folge der dortigen zügellosen Progromhetze dar.[11]

Im wiedervereinigten Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der deutschen Wiedervereinigung griff die Staatsanwaltschaft Berlin den Mordfall auf der Grundlage aller nun durch die Öffnung der Archive bekannten Fakten wieder auf. „Trotz intensiver Ermittlungen“ vermochte sie nicht, „nach so langer Zeit“ einen Tatverdächtigen ausfindig zu machen.[12]

Das Denkmal der Grenztruppen ist 1994 beseitigt worden und die Gedenktafel in der Behmstraße verschwand spurlos im Jahr 2001. Im Gegensatz zu den nach Helmut Just benannten Institutionen blieben nach dem Ende der DDR die Namen der Straßen von den zahlreichen Umbenennungen zumeist verschont. Kreise um Veteranen- und Interessenverbände ehemaliger Partei- und Staatsfunktionäre, von Angehörigen der VP, der Grenztruppen und des MfS sowie die Tageszeitung Junge Welt pflegen weiterhin das Andenken Justs, der von zwei Westberliner Mördern infolge einer Westberliner Hetzkampagne gegen die DDR hinterrücks erschossen worden sei…wikipedia

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“ddr-kabinett-bochum.blogspot.de”:

Wachtmeister der Grenzpolizei
Gerhard Hofert
geboren 02.02.1924 – ermordet 03.08.1949

 

 

Im Kommando der Grenzpolizei Schlagbrügge ist der gelernte Schlosser Gerhard Hofert Wachtmeister der Grenzpolizei an der offenen Grenze zur britischen Besatzungszone.
Als Postenführer ist er am 3. August 1949 mit einem Kameraden in diesem Abschnitt eingesetzt. Es ist bekannt, das sich eine gesuchte Person in diesem Abschnitt befindet. Bei der Durchführung der vorläufigen Festnahme einer Person, welcher der Gesuchte sein könnte wird er von dieser Person durch gezielte Pistolenschüsse getötet. Der Mörder konnte von seinem Kameraden überwältigt werden und wurde im weiteren der damals zuständigen sowjetischen Besatzungsbehörde übergeben.

Wachtmeister Gerhard Hofert war der erste Grenzer der im Dienst, zum Schutz der Deutschen Demokratischen Republik, sein Leben gelassen hat. 

Dieser Gedenkstein befindet sich heute im “Grenzhus” in Schlagsdorf.

Todesschüsse aus dem Westen
Anfang August 1949. Im Grenzpolizei-Kommando Schlagbrügge, an der Straße von Schönberg nach Ratzeburg gelegen, verstaut Volkspolizei-Wachtmeister Gerhard Hofert ein paar Sachen in einer Reisetasche. Anstrengende Tage und Nächte des Dienstes an der Grenze zur britischen Besatzungszone liegen hinter ihm und seinen Kameraden. Die Grenze oder Demarkationslinie (wie sie damals hieß) ist noch offen, nur von wenigen VP-Angehörigen bewacht. Lediglich Steine und Pfähle markieren den alten Grenzverlauf zwischen Mecklenburg und Schleswig-Holstein. Deshalb versucht fast täglich eine große Anzahl Menschen von Ost nach West und West nach Ost zu wechseln, von denen viele keinesfalls friedliche Absichten hegen. Schmuggler und Schieber sind darunter, die sich auf unehrliche Weise bereichern wollen, aber auch Kriminelle der verschiedensten Art. Ganze Banden unternehmen immer wieder Versuche, wichtige Güter – Maschinen, Textilien, Lebensmittel, Buntmetalle – aus der sowjetischen Zone nach dem Westen zu bringen, um sie dort mit hohem Gewinn abzusetzen. Doch auch politische Verbrecher treiben ihr Handwerk, sie wollen den Aufbau einer neuen gesellschaftlichen Ordnung in Ostdeutschland sabotieren und schädigen. Der vom kapitalistischen Westen begonnene Kalte Krieg macht die Grenze zu einem Brennpunkt der Auseinandersetzung zwischen West und Ost.
Diese Situation verlangt von den zur Grenzsicherung eingesetzten Volkspolizisten zu jeder Zeit hohen Einsatz. Deshalb ist Gerhard Hofert froh, ein paar Tage daheim in Fürstenberg ausspannen zu können. Er freut sich auf das Wiedersehen mit seiner jungen Frau Lilli, mit der er seit zwei Jahren verheiratet ist, besonders jedoch auf seinen kleinen Sohn Helmut, den er leider nur hin und wieder sehen kann.
Während Gerhard in Gedanken schon bei seiner Familie weilt, löst der Kommandoleiter Alarm aus. Der Grenzer läßt alles stehen und liegen, eilt zur Waffenkammer, empfängt seinen Karabiner und die Munition. Dann wird er mit seinen Kameraden schnell eingewiesen. Ein Mann treibe sich im Grenzabschnitt herum, offensichtlich jener, der sich unter dem Namen “Michels” schon seit einiger Zeit im westlichen Mecklenburg aufhält. Es ist bekannt, daß er in den Gaststätten Westzigaretten verteilt und freigiebig “Runden schmeißt”. Dabei fordert er die Bauern immer wieder auf, die Ernte nicht “an die Roten” abzuliefern, sondern auf dem schwarzen Markt zu verkaufen oder sie “nach drüben” zu bringen. Er könne dorthin “Wege und Türen öffnen”. Und er schimpft und geifert auf die Grenzpolizisten, besonders die Offiziere.
Gerhard Hofert begibt sich in den ihm befohlenen Postenbereich und trifft schon kurz darauf auf einen Fremden, welcher der Gesuchte sein könnte. Er erklärt ihm, daß er vorläufig festgenommen sei. Doch der Mann schlägt dem Wachtmeister vor, “die Knarre wegzuschmeißen” und mit ihm “nach drüben” zu gehen. Hofert zögert keinen Moment, packt den Grenzverletzer. Doch dieser zieht plötzlich eine Pistole und drückt ab. Gerhard Hofert bricht tot zusammen. Zwei herbeieilende Kameraden überwältigen den Mörder.
Gerhard Hofert ist gerade 25 Jahre alt geworden. Geboren am 2. Februar 1924 wuchs er bei seinen Großeltern auf, da seine Mutter frühzeitig verstarb. Den Vater verlor er im faschistischen Krieg, er fiel an der Ostfront. 1944 holten die Nazis auch Gerhard zur Wehrmacht, aber er wollte nicht für Hitler und das deutsche Kapital sterben. Er desertierte, und der Großvater versteckte ihn bis zur Befreiung durch die Rote Armee bei sich in Fürstenberg. Danach erlernte Gerhard den Beruf eines Schlossers, bis er im März 1949 die Entscheidung traf, Volkspolizist zu werden und an die Grenze zu gehen. Gerhard Hofert war der erste von 25 Grenzern der DDR, die im Dienst von Feinden des Sozialismus feige und hinterhältig ermordet wurden.
Günter Freyer

(Zitat bochum-website)

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“Ich wünsche mir für meine Kirche: Nie wieder einen Kirchentag mit einem amerikanischen Kriegsverbrecher.” Die evangelische Kirche Sankt Martin in Heiligenstadt/Thüringen 2017:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/08/05/ich-wuensche-mir-fuer-meine-kirche-nie-wieder-einen-kirchentag-mit-einem-amerikanischen-kriegsverbrecher-die-evangelische-kirche-sankt-martin-in-heiligenstadtthueringen-2017-das-eichsfeld-ei/

 

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2018 – Jahrestag der Befreiung vom Faschismus:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/05/07/8-mai-2018-jahrestag-der-befreiung-vom-faschismus-noch-mehr-foerderung-von-juden-und-russenhass-in-deutschland-als-im-jahr-zuvor/

“Demokratie” und Macht der Geheimdienste(Nazi-Kapitalismus und neoliberaler Kapitalismus heute):

“Rumänien und Litauen haben Geheimgefängnisse der Vereinigten Staaten beherbergt. Davon ist der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte überzeugt. Dort seien Menschenrechte verletzt worden, urteilen sie – und verhängen hohe Strafen.” FAZ, 1.6. 2018

“Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Rumänien und Litauen wegen zahlreicher Menschenrechtsverletzungen in geheimen CIA-Gefängnissen auf ihrem Staatsgebiet verurteilt. Die rumänischen und litauischen Behörden hätten von den Gefängnissen gewusst und mit dem amerikanischen Auslandsgeheimdienst kooperiert, urteilten die Straßburger Richter am Donnerstag (Beschwerdenummern 33234/12 und 46454/11). Damit hätten sie drohende Misshandlungen in Kauf genommen…Die Richter skizzieren in ihrem Urteil das System der amerikanischen Geheimgefängnisse. Über die Jahre hätte die CIA den Regierungen mehrerer Länder Geld dafür gezahlt, dass sie solche Internierungsstätten beherbergen, teilte das Gericht mit. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass in Litauen von Februar 2005 bis März 2006 ein solches CIA-Gefängnis existierte, in Rumänien von September 2003 bis November 2005.Damit gehen nach Ansicht der Richter zahlreiche Menschenrechtsverletzungen einher. So hätten die Länder das Folterverbot missachtet. Zwar seien die Insassen der CIA-Einrichtungen in den beiden Ländern vermutlich weniger schwer misshandelt worden als anderswo. Doch die Behörden hätten es dem Geheimdienst erlaubt, die Männer an andere Orte zu bringen – wo erneut Folter oder auch die Todesstrafe gedroht hätten. Die Gefangenschaft im Geheimen widerspreche zudem fundamental der Menschenrechtskonvention. Beide Häftlinge wurden immer wieder an neue versteckte Orte gebracht, bevor sie schließlich nach Guantánamo kamen.Beide Kläger hatten zu einem früheren Zeitpunkt von brutaler Folter während ihrer jahrelangen CIA-Gefangenschaft berichtet. Einer von beiden machte geltend, er sei einem Arzt zufolge dabei viermal beinahe gestorben. Er verlor ein Auge.” Zitat FAZ

 

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Grenzmuseum Bad Sachsa.

 

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Entlang des Baumstreifens verlief die Grenze zwischen NATO und Warschauer Pakt – im Hintergrund die Region Ellrich-Sülzhayn. Der DDR-Postenweg – 2018.

StacheldrahtE

Grenz-Stacheldraht – noch heute am Postenweg zu finden.

Wikipedia über Ellrich: …Ein 1975 veröffentlichtes Stadtportrait verweist mit Stolz auf die im Ort ansässige Modefirma VEB „ELDAMO“ – ein auf internationalen Messen prämierter Hersteller von Hochzeitskleidern und hochwertiger Damenmode. Im Ort wurde in einem zweiten Textilbetrieb, Filiale eines Eichsfelder Bekleidungswerkes, Konfektionsware und Berufsbekleidung in Großserie gefertigt. Die im Gebiet von Ellrich gelegenen Gipslagerstätten waren Grundlage einer Produktpalette von Schulkreide, Stuck- und Modelliergips sowie für medizinischen Bedarf hergestellte Gipsbandagen. Weiterhin war in Ellrich eine Gießerei ansässig, ein Werk für die Herstellung von Hackmessern (verwendet in Kaffee- oder Fleischmühlen) sowie eine als „Nordbau“ bekannte Spezialfirma für Bodenbeläge in Schul- und Turnhallen.[8]

EldamoOstpreußenblatt

Ausriß Das Ostpreußenblatt(Hamburg) 1976. “Der VEB Eldamo liegt im Südharz in Ellrich – 95 Prozent aller in der `DDR ` verkauften langen Brautkleider werden hier hergestellt.”

https://de.wikipedia.org/wiki/Ellrich

Sülz58

HeiligenstadtGrenzgebiet17

Aufkleber in Heiligenstadt 2017.

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SülzhaynKurkaffee

Ausriß, Kur-Kaffee von Sülzhayn zu DDR-Zeiten – hier gingen auch Grenzer gerne in ihrer Freizeit hin.

 

SülzCafeHubertus

Zur Nazizeit war es das Cafe Hubertus – flatterten auch hier die Hakenkreuzfahnen der Nazis, des Hitler-Kapitalismus. Ausriß.

Sülzhayn/Thüringen – Rhododendronfest 2018:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/05/28/suelzhaynthueringen-rhododendronfest-2018/

Grenzer10

Wie es in der Region heißt, fehlen bisher noch Sachbücher mit einer neutralen, historischen  Sicht auf die Lage in der Ellrich-Grenzregion. An Publikationen gemäß den Vorgaben westlicher ideologischer Deutungs-und Interpretationshoheit sei dagegen kein Mangel. Derartige Bücher verwendeten indessen hauptsächlich Angaben, Sichtweisen staatlicher westdeutscher Stellen, darunter des BGS, und seien daher wertlos.

 DDR-Grenzpolizisten, Grenzsoldaten kannten die historischen Details indessen sehr genau – und erinnern sich an viele lebensgefährliche Konfrontationen mit Grenzsoldaten/”Zöllnern”/BGS-Leuten der westlichen Seite, an ungezählte Provokationen, die nach dem Anschluß von 1990 gemäß offiziellen Denkvorschriften nicht mehr erwähnt werden sollen.

“Ich war Landarbeiter, bin schon vor der Mauer an die Grenze bei Ellrich-Sülzhayn, noch als Grenzpolizist. Die Wessis drüben waren meistens alte Hasen aus der Zeit von Adolf, die waren frech und gemein, haben uns Ulbricht-Schweine geschimpft. Die haben uns rausgelockt, haben abends im Dunkeln auf uns geschossen mit scharfer Munition und mit Platzpatronen. Und wenn zwei bis drei Meter von dir ein scharfer Schuß vorbeizischt, das hörst du genau. Die haben scharf mit Absicht zwei Meter vorbeigeschossen, das war eine raffinierte Sache, das war eine Provokation.”

“Ich bin mal mit zwei Zöllnern zusammengetroffen, das war bei Sülzhayn im Postengebiet zur Eiche. Da stand so eine große Eiche, ich unterhalte mich mit meinem Kumpel, unser Hund flitzt herum, wir sind ganz vertieft, auf einmal quatschen uns zwei Zöllner an, wir hatten die garnicht gesehen. `Guckt hoch an der Eiche, an der werdet ihr aufgehängt, ihr Ulbricht-Knechte!` Wir waren erschrocken, weil wir die nicht gesehen hatten. Da habe ich die Maschinenpistole genommen, habe sie durchgezogen – da sind die in volle Deckung gegangen. Wir hatten noch die russische Mpi mit der Trommel. Die war ganz gefährlich. Wenn die entsichert war, ging die manchmal alleine los. Und das wußten die. Die wurden kreidebleich. Ich sagte: `Wenn ich wüßte, daß mich keiner sieht, würde ich losballern – ihr Schweine ihr, von wegen uns aufhängen! Wir machen unsern Dienst wie ihr da drüben!` Die haben wir noch oft gesehen, aber die haben nie wieder was gesagt.”

“Manchmal haben die da drüben ein Schild aufgestellt – wir wollten natürlich gerne wissen, was da drauf steht, waren neugierig. Also haben wir im Wald mit dem Fernglas alles abgesucht – und wenn bei denen keiner war, ist einer von uns rüber in den Westen und hat gelesen, was da drauf steht. Da haben uns manchmal Zöllner dabei beobachtet. Bei denen waren ja auch gute Kumpels dabei – beim BGS warens ja meistens junge Soldaten. Aber was die Zöllner waren, das waren alte Knochen. Da waren welche dabei von Adolf. Das waren gefährliche Schweine. Die haben uns beschimpft und provoziert – ihr seid Russenknechte – und was nicht alles. Laut Dienstvorschrift durften wir uns ja nicht provozieren lassen – aber wenn die schossen, habe ich trotzdem retour geschossen. Da habe ich zurückgebrüllt – ihr Arschgeigen – und habe das entsprechende Handzeichen gemacht. Da haben die getobt.”

“Es gab da die Sache mit den Strohdiemen. Die standen ja auf der Ostseite, auch Strohhaufen. Von drüben haben die mit der Leuchtpistole in die Diemen reingeschossen, damit die anbrennen. Denn die wußten, daß wir uns gerne  in diesen Diemen und Strohhaufen vor dem Wetter schützten. Wenn die wieder mal so einen Strohdiemen in Brand geschossen haben, haben wir Grenzalarm ausgelöst, da kamen die Vorgesetzten, die sahen den Brand. Was wolltest du denen sagen – die haben von drüben da reingeschossen. Die hätten uns auch verwunden können, wenn wir grade da in dem Stroh gelegen hätten. Ich habs mal gegen die Vorschrift genauso gemacht. Als die unser Stroh in Brand geschossen hatten, habe ich mit meiner Signalpistole bei denen drüben einen Strohdiemen abgefackelt. Das war mir verboten, aber ich hatte Wut, habs gemacht. Dann schnell Öl in den Lauf, den Lauf mit Öl gereinigt, da roch der nach Öl. Da konnte ich, wenn der Vorgesetzte nachprüfte, immer ihm sagen, ich habe nicht geschossen. Wie die gelaufen sind, als ich in deren Diemen geschossen habe,  die liefen wie die Hasen. So war das an der Grenze.”

“Ich bin viel den Zehn-Meter-Streifen abgelaufen. Der Streifen muß täglich kontrolliert werden. Und da muß immer ein Hundeführer dabei sein, ein Unteroffizier, ein Offizier. Da mußte ich zig-mal unterschreiben, weil ich ja durch die Minensperre durchmußte. Da, wo die Minengasse war, wo ich durchkonnte. Da mußte ich unterschreiben, daß ich nicht verrate, wo diese Gasse ist. Ich bin da durch, immer vorneweg mit dem Hund. Da war mal auf der anderen Seite ein Bauer, der hat mich gegrüßt, habe ich ihn auch gegrüßt. Das hat mir der Offizier verboten, hat mir einen Verweis gegeben, ich mußte zum Kompaniechef. Warum hast du den gegrüßt, du weißt doch genau, daß das nicht statthaft ist! Da habe ich gesagt, der hat mich gegrüßt, da grüße ich ihn auch, der hat mir doch nichts getan. Das geht automatisch, das ist Gewohnheit. 

Aber die Sache war doch so: Wenn wir zu zweit im Grenzdienst waren, und da waren Bauern – die haben uns angequatscht, und da haben wir uns immer mit denen über alles mögliche unterhalten.  Das war verboten, klar. Das Komische war, die wollten von uns gerne Zigaretten, die Turf. Stangenweise haben wir Turf und Salem getauscht. Die haben die gequalmt dort. Das ging eine Stange Turf gegen eine Stange HB. Die meisten von denen kannten wir ja, die hatten uns ja jeden Tag gesehen.”

“Es gab ja auf DDR-Seite große Kuhweiden gleich am 10-Meter-Streifen – und manchmal, beispielsweise bei Hochwasser, sind Kühe rübergemacht, sind im Westen rumgelaufen. Da hat der BGS bei unserem Kompaniechef angerufen und gleich die Namen von Grenzern gesagt – Müller, Schulze, Lehmann – die die Kühe zurückholen sollten. Wegen der Spionage wußten die vom BGS doch alle unsere Namen, wußten alles über uns, wo jeder schläft. Spioniert wurde stark, freilich.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2018/03/09/ostdeutsche-kein-vertrauen-in-westparteien-mit-west-fuehrung-im-osten-ostdeutsche-fehlen-in-den-parteien-so-kommen-von-den-knapp-464-000-spd-mitgliedern-nur-49-prozent-aus-den-fuenf-ostdeutsche/

http://www.hart-brasilientexte.de/2018/03/10/uwe-tellkamp-2018-trauen-sich-etwa-neuerdings-mehr-ostdeutsche-aus-der-deckung-jahrzehnte-verspaetet/

Peter Gläser (“Cäsar”) aus Leipzig – virtuos auf der Gitarre wie Jimi Hendrix, hochpopulär sogar als Karnevalsmusiker etwa beim legendären DDR-Baufasching in der Parkgaststätte Markkleeberg:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/01/03/peter-glaeser-caesar-aus-leipzig-virtuos-auf-der-gitarre-wie-jimi-hendrix-hochpopulaer-sogar-als-karnevalsmusiker-etwa-beim-legendaeren-baufasching-in-der-parkgaststaette-markkleeberg/

Venezuela 2019: Zwangsfinanzierte Tagesschau vermeldet tagelang nichts, am 9.2. 2019 keine der üblichen Trump-Demos in Caracas – was ist da los? Stattdessen Gutachten des Bundestages: “Es gebe “starke Gründe für die Annahme”, dass die Anerkennung Guaidós eine Einmischung in innere Angelegenheiten sei, heißt es in der siebenseitigen Expertise, die von der Linksfraktion in Auftrag gegeben wurde und der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die Frage sei “durchaus berechtigt”, ob dies nicht als unzulässige Intervention zu bewerten sei…Tagesschau. Wo bleiben aktuelle Venezuela-Sprüche von SPD-Maas und CDU-Merkel? Woran man heute Nazis in der Politik erkennt:http://www.hart-brasilientexte.de/2019/02/09/venezuela-2019-zwangsfinanzierte-tagesschau-vermeldet-tagelang-nichts-am-9-2-2019-keine-der-ueblichen-trump-demos-in-caracas-was-ist-da-los-stattdessen-gutachten-des-bundestages-es-gebe-sta/

Was im Venezuela-Kontext 2019 auffällt: SPD-Maas (und die ganze GroKo) mischt sich völkerrechtswidrig in die inneren Angelegenheiten Venezuelas ein – findet aber überhaupt nichts dabei, daß Millionen von Brasilianern, vor allem in den Slums,  der sadistischen Scheiterhaufen-Diktatur des organisierten Verbrechens unterworfen sind. Brasilien ist immerhin strategischer Partner der Merkel-GroKo. Liegts an neoliberalen Werten von SPD-Maas, daß er zum Favela-Horror von Brasilien so bemerkenswert auffällig schweigt, vom neuen rechtsextremistischen Staatschef Bolsonaro weder Neuwahlen noch die Einhaltung der Menschenrechte fordert? Fotodokumentation – aus Brasilien(strategischer Partner von CDU-Merkel und SPD-Maas), nicht aus Venezuela. Was den deutschen Machteliten und ihren Politmarionetten so an Bolsonaro-Brasilien gefällt: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

Nazistan(Peter Hacks): “Reinhard Strecker prangerte früh an, dass Nazirichter in der Bundesrepublik Recht sprachen.” DER SPIEGEL, Februar 2018. Was Ostdeutsche damals bereits in der Dorfschule lernten… **

Vergessener deutscher Held

“Mein Zorn auf die Naziverbrecher hat bis heute nicht nachgelassen”.

Reinhard Strecker prangerte früh an, dass Nazirichter in der Bundesrepublik Recht sprachen. DER SPIEGEL

HitlerGuteNachricht
“Gute Nachricht”. Ausriß.

“…Vor 60 Jahren gehörte Strecker zu einer kleinen Gruppe junger Westdeutscher, die gegen die systematische Übernahme von Nazirichtern in die Justiz der Bundesrepublik rebellierte. Juristen der Sondergerichte hatten während des Naziregimes etwa 11000 Menschen zum Tode verurteilt….In Westberlin forderte Justizsenator Valentin Kielinger (SPD) die Rektoren beider Universitäten auf, keine Räume für die Präsentation zur Verfügung zu stellen. Die Aussteller seien von `sowjetzonaler Seite`inspiriert…Bei Strecker wurde in dieser Zeit zuhause eingebrochen, Dokumente verschwanden. Er erhielt Morddrohungen…Dass der SPD-Senat unter Willy Brandt es nicht wagte, die Ausstellung zu verbieten, lag am großen Interesse von Korrespondenten ausländischer, besonders britischer Zeitungen…In westdeutschen Archiven durfte er hingegen keine Dokumente einsehen…Ende 1961 händigte die Oberste Staatsanwaltschaft der DDR Strecker 117 Kopien von Dokumenten aus, die Globke belasteten…Er hatte bald das Gefühl, dass es in den westlichen Besatzungszonen  nach Kriegsende `eine nazistische Volksgemeinschaft gab, die im Hass auf die Besatzer vereint war…Er war schockiert vom `Adenauer-Globke-Regime”…`Die Nazis waren überall wieder drin.`…Besonders viele ehemalige Nazijuristen hatten sich in Niedersachsen gesammelt, sie waren aus der sowjetischen Besatzungszone zugewandert, wo sie keine Chance auf eine Anstellung hatten…Die aberwitzige Konsequenz:1948 waren bis zu 80 Prozent der niedersächsischen Richter und Staatsanwälte einstige NSDAP-Mitglieder…” DER SPIEGEL(War das in der DDR auch so?

Historisches Kuriosum: Die SPIEGEL-Angaben von 2019  sind identisch mit ostdeutschen Darstellungen(Schulbücher, Universitätsmaterialien, DDR-Literatur etc.) der politischen Situation in Nazi-Westdeutschland.

http://www.hart-brasilientexte.de/2018/10/01/wie-konrad-adenauer-willy-brandt-und-weitere-bundesdeutsche-spitzenpolitiker-sich-fuer-ns-taeter-verwendeten-die-nach-kriegsende-im-ausland-in-haft-sassen-rechtzeitig-zum-pseudo-feiertag-des-an/

AfD NRW 2017 – die hochbrisante Kleine Anfrage zu Nazis im Machtapparat des Bundeslandes nach 1945.Parallelfall Hessen, Niedersachsen, Saarland, Bremen…Die Nazis/SS-Leute im BRD-Machtapparat:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/10/07/afd-nrw-2017-die-hochbrisante-kleine-anfrage-zu-nazis-im-machtapparat-des-bundeslandes-nach-1945/

Westdeutsche Nazi-Parteien(Sammelbecken für Kriegsverbrecher, schwerbelastete Altnazis etc.) – und die von ihnen gezüchteten Nachfolger im Geiste) – nach 1990 auch in Ostdeutschland an der Macht beteiligt…Daß aus der Nazizeit das Feindbild Rußland übernommen wurde, spricht Bände über den Charakter dieser Parteien.

Westdeutsche Parteien, die nach 1945 sehr viele hochbelastete Nazis aufnahmen, werden von vielen Deutschen daher nicht zufällig Nazi-Parteien genannt.

Rechtsstaat BRD: “Umgerechnet auf die Bevölkerung, ging der Osten wesentlich rigoroser gegen nachgewiesenermaßen belastete Nazis vor und verurteilte etwa achtmal mehr Täter als der Westen.” Klaus Behling, Die Kriminalgeschichte der DDR, edition berolina.

http://www.hart-brasilientexte.de/2018/07/19/der-kaempfer-aus-dem-neonazi-bataillon-wie-die-merkel-groko-tickt-kaempfer-von-rechtsradikalen-milizen-werden-in-deutschland-auf-staatskosten-behandelt-was-adolf-hitler-sehr-gefreut-haet/

Nazi-Offizier Helmut Schmidt und der Holocaust:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/02/14/der-weg-in-den-holocaust-die-zeit-unterschlaegt-in-ihrer-publikation-von-2017-just-die-rolle-des-langjaehrigen-mitherausgebers-der-spd-ikone-helmut-schmidt-kein-einziges-kapitel-ist-schmidt-al/

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Ausriß.

BND-Hintergrund:

Entschuldigen für Moçambique

Klaus Hart, Berlin

Jetzt, wo das Entschuldigen bei Papst und PDS so gut in Gang gekommen ist, das Stasi-Thema den Leuten aus dem Halse hängt, wäre eigentlich mal der BND dran, Abbitte für kapitale Sünden zu tun. Der Anlaß könnte nicht passender sein – noch im Sommer zieht eine Pullacher Geheimdienst-Vorausabteilung ins Staatsratsgebäude in Berlin. Da könnte doch der jetzige Chef, oder Joseph Fischer, vor der Presse erklären – also das mit Moçambique ist uns wirklich peinlich, wir wollen so was auch nie, nie wieder tun. Deutschland, die USA und andere NATO-Staaten hatten immerhin mittels ihrer Geheimdienste – ganz vorne dabei der BND Moçambique mit Milliardenaufwand – in die größte Katastrophe seiner Geschichte gestürzt. Etwa zwei Millionen Schwarze wurden massakriert, ermordet, verhungerten. Belege, Beweise gibt’s überreichlich, Mischa Wolfs vielgescholtenes MfS kann mit Vergleichbarem nun wirklich nicht aufwarten. Weil dem Westen die in langen Kämpfen gegen die portugiesische Kolonialherrschaft errungene Unabhängigkeit nicht paßt, wird im benachbarten Südafrika mit BND-Hilfe die Terrororganisation Renamo aus dem Boden gestampft, hochgerüstet, guttrainiert und in Methoden unterwiesen wie zuvor die lateinamerikanischen Todesschwadronen. 

Schon 1978 überschreiten die Renamo-Killer die Grenze, zwangsrekrutieren auch zehntausende Kinder, die auch Nachbarn und Verwandte überfallen und ermorden müssen. “Mein Vater wurde bei unserem Abschlußtest als lebendiges Ziel benutzt, berichtet ein traumatisierter Kindersoldat. Rot-Kreuz-Mitarbeitern wurden von Renamo-Terroristen bei lebendigem Leib die Augen herausgerissen. Selbst das US-State-Department bringt schließlich die Renamo-Methoden auf den Punkt: “Erschlagen, Ersticken, Verhungernlassen, lebendig verbrennen, Ertränken, Exekutieren mit Äxten und Messern.” Fast jedes sechste Mädchen, so Amnesty International, wird vergewaltigt, ungezählte werden auf den Renamo-Basen jahrelang sexuell mißhandelt. In der Ortschaft Massinga, heißt es im Jahresbericht für 1989, hätten Renamo-Rebellen sieben Männern die Hoden abgeschnitten, drei Frauen vergewaltigt und getötet, fünfzig weitere Bewohner entführt. Terror, der an Ruanda erinnert, …

Auch die DDR-Entwicklungshelfer, darunter Eisenbahn-Reparatur-Kolonnen, werden unter Feuer genommen und, wann immer möglich, massakriert: Im Dezember 1984 überfallen Renamo-Killer im Norden Moçambiques einen vollbesetzten Bus, ermorden sieben Landwirtschaftsexperten der DDR, deren Kollegen aus Italien, Schweden, Portugal und Jugoslawien sowie zwei ausländische Priester gleich mit, Moçambiquaner sowieso. Die DDR und andere Länder ziehen notgedrungen ihre Fachkräfte ab, die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur des Landes wird weitgehend vernichtet – wie von der Renamo und ihren Hintermännern beabsichtigt. Der Ex-Bundeswehroffizier Erich Schmidt-Eenbohm beschreibt in seinem Buch Der BND – die unheimliche Macht im Staate, erschienen 1993 im angesehenen Econ-Verlag, eine makabre Szene: Im September 1991 drückt der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker bei einem Abendessen in Bonn dem moçambiquanischen Präsidenten Joaquim Alberto Chissano “Anteilnahme am Schicksal Moçambiques” aus. “Diese Worte”, so Schmidt-Eenbohm, “galten dem Staatsoberhaupt eines Landes, dessen staatliche Existenz durch die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenwirken mit der CIA und der Republik Südafrika gezielt zunichtegemacht werden sollte”. Die deutsche Hilfe für die Terroristen habe bereits Mitte der siebziger Jahre begonnen, als Renamo-Leute in einer Augsburger Polizeischule trainiert wurden. Zu diesem Zeitpunkt war Richard von Weizsäcker noch Vize-Chef der CDU-CSU-Bundestagsfraktion.

Auch der Frankfurter TV-Journalist Jürgen Roth schildert in einem Buch die Westdeutsche Renamo-Hilfe ausführlich ebenso wie die der CIA: “1988 fuhren die Verbrecher aus Moçambique – wieder einmal – in die Bayrische Staatskanzlei zu Franz-Josef Strauß. Alles ging top-secret vor sich, zu anrüchig waren die Repräsentanten der Renamo.”

Die Kommandanten der Killertruppen tagen öfters auch in Kiel, treffen laut Roth dort sogar mit dem ehemaligen NATO-Generalsekretär Bernard Rogers, oder dem Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Oberstleutnant a. D. Kurt Würzbach, zusammen. Der Steuerzahler darf diese “Seminare” auch noch fördern.

Roth zitiert den übergelaufenen Renamo-Westeuropa-Sprecher Paulo Oliveira: “Bei einer Sache, von der ich weiß, waren etwa eine Million Dollar im Spiel, die vom BND bereitgestellt worden waren, um Waffen zu kaufen.” Wolfgang Richter, ab 1989 BND-Agent in Südamerika, wird als zuständiger Mann für logistische und finanzielle Hilfe genannt. Laut Schmidt-Eenbohm begann die Destabilisierung Moçambiques bereits unter Bundeskanzler Helmut Schmidt, wurde unter Kohl weiter forciert – vier BND-Präsidenten waren beteiligt: Gerhard Wessel, Klaus Kinkel, Eberhard Blum, Hans-Georg Wieck.

Das BND-Engagement wurde auch literarisch verarbeitet – der Berliner Schriftsteller Hartmut Mechtel läßt im Roman Das Netz der Schatten (Argument-Verlag Hamburg, 1996) einen westdeutschen Agenten aus der Schule plaudern: “Wir haben ihnen Geld geschickt, Waffen, sogar Söldner. Wenn sie ungestört tagen wollten, haben wir ihnen Quartiere besorgt, hier in Deutschland. Und wir haben ihnen Berater zur Seite gestellt. Ich war einer davon. Ich habe gesehen, worum es wirklich ging. Klar, wenn sie Regierungstruppen trafen, haben sie auch auf die geschossen. Aber das kam selten vor. Meist überfielen sie Dörfer und haben Zivilisten umgelegt. Bauern, ihre Frauen und Kinder. Das war eine so blutrünstige Bande, daß ich es nicht aushielt. Ob sie wirklich eine Million Menschen umgebracht haben, weiß ich nicht. Vielleicht waren es mehr, vielleicht auch bloß die Hälfte. Das ist nicht wichtig. Wichtig ist, daß wir sie unterstützt haben.”

In einem Dossier über Renamo-Förderer stehen Unternehmen, reichlich US-Senatoren wie Jesse Helms und Robert Dole, selbstredend die deutsche Rechte inklusive BND, Verfassungsschutz und Konrad-Adenauer-Stiftung, Gerhard Löwenthal, Hans Graf Huyn und Hartmut Perschau. (http://www.geocities.com/TheTropics/3206/dossier.htm)

Folgt man den genannten Argumenten, wäre neben der Entschuldigung eigentlich auch reichlich Wiedergutmachung an Moçambique fällig. Vielleicht merkt das, just beim BND-Einzug ins Staatsratsgebäude, ja doch noch irgendjemand in Parteien oder Menschenrechtsorganisationen.

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages aus: “Das Blättchen”, Nr. 16/01

Der BND-Thriller von Hartmut Mechtel, Argument-Verlag Berlin-Hamburg, zweite Auflage 2016:

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“Das Netz der Schatten” – BND-Krimi von Hartmut Mechtel:https://www.amazon.de/Das-Netz-Schatten-Hartmut-Mechtel/dp/3886199169. …Meist überfielen sie Dörfer und haben Zivilisten umgelegt. Bauern, ihre Frauen und Kinder. Das war eine so blutrünstige Bande, daß ich es nicht aushielt. Ob sie wirklich eine Million Menschen umgebracht haben, weiß ich nicht. Vielleicht waren es mehr, vielleicht auch bloß die Hälfte. Das ist nicht wichtig. Wichtig ist, daß wir sie unterstützt haben…

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Ausriß. “…unsere diensteigenen Mörder…”

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…Martin Parr, ein erfolgloser Mann mit vielen Talenten, wird als Opfer einer Verwechslung von Geheimdiensten gejagt. Nachdem er alles verloren hat – seine Freundin,sein Zuhause, sogar seinem Namen -, taucht er unter und sinnt auf Rache. Und plötzlich ist es soweit: Ein von den eigenen Leuten niedergeschossener Agent des BND bittet ihn um Hilfe…

https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_Mechtel.

Für den ersten Roman seiner “Martin Parr”-Trilogie “Der unsichtbare Zweite” wurde Mechtel 1997 mit dem GLAUSER / Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur ausgezeichnet. Für die gesamte Parr-Trilogie erhielt er 2001 den Berliner KRIMIFUCHS. Für seine Science-Fiction-Erzählung “Sifrit” wurde er 1990 mit dem “Traumfabrikant”, einem Preis der Science-Fiction-Fans ausgezeichnet. Syndikat

https://www.zeit.de/1997/35/Krimi_Ost_Krimi_West?page=1.

…Der Mann im Westen wird zu einem Ekel erzogen, das im BND dank Ellbogen Erfolg hat…Wichtiger aber erscheint ihm die geteilte Erinnerung im vereinigten Land, die je nach Himmelsrichtung so verschiedene Sozialisation…

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Erfurt 2018. “Freiheit ist ansteckend”.

Der Karnevalsumzug in Wasungen – wie hier 2019 – stets systemkritischer als in Köln oder Düsseldorf. Hatte Ihr Lieblingsmedium die Merkel-Fotos aus Wasungen veröffentlicht – oder kamen sie nicht durch die Zensur? Direkt armselig im Vergleich mit Wasungen der SPD-Bausewein-Umzug in Erfurt:

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Der CDU-Merkel-Lügensack.

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“Die Merkel setzt uns Hörner auf”.

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“Die große Politik von heute verschaukelt alle kleinen Leute”.

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CDU-Merkel im Käfig.

 

 

 

 

Dieser Beitrag wurde am Montag, 21. Januar 2019 um 14:20 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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