Zeitzeugen aus Oldisleben und Umgebung

“DDR-Krimi von innen und von außen”. Autor Hartmut Mechtel und die Criminale im Mai 2018. “Es gibt (mangels DDR) keinen DDR-Krimi mehr. Aber es gibt (noch) Autoren, die in der DDR geboren und sozialisiert wurden oder aus anderen Gründen im Gebiet der ehemaligen DDR leben. Und Bücher, die in der DDR spielen. Klar, als Horrorkulisse kann und wird die DDR sicher reüssieren. Hinter jedem Busch lauert ein Stasi-Spitzel, wer einen politischen Witz erzählt, wird eingesperrt, Ossis wissen nichts von der Welt und sind daher rassistische Nationalisten. Das erfährt man aus den Massenmedien, also wird es auch im Krimi seinen Platz finden.”

DDR-Krimi von innen und von außen

Vortrag mit Fragerunde auf der Criminale im Mai 2018

Die Criminale ist das einwöchige Treffen des Syndikats, der Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller (Deutschland, Österreich, Schweiz). Sie findet alljährlich statt, stets in einer anderen Stadt oder Region. 2018 war Halle der Ort, in dem sich Schreiber und Leser begegneten. Eine der öffentlichen Veranstaltungen war dem DDR-Krimi gewidmet. Hartmut Mechtel, Krimiautor und Literaturkritiker, referierte zum Thema, strukturiert durch Fragen der Ruhrgebietsautorin Almuth Heuner, und beantwortete Publikumsfragen. Nachfolgend ein Auszug.

H.M.: Ich stamme aus Deutschland, das es – zwar besetzt, aber immerhin – noch gab, als ich geboren wurde; die Bundesrepublik wurde 2 1/2 Monate nach meiner Geburt gegründet, die DDR sogar erst 7 Monate danach. Da war ich als Potsdamer dann auf deren Territorium, was zunächst wenig Bedeutung hatte. Eine Tante wohnte in Westberlin, der beste Freund meines Vaters, den ich Onkel nannte, auch; am 12. August 1961 war ich in Westberlin im Kino, nicht zum ersten, aber zum letzten Mal für 28 Jahre. Ich studierte Journalistik, arbeitete meine drei Pflichtjahre bei einer Zeitung ab und wurde dann freischaffender Literaturkritiker, arbeitete hauptsächlich als Gutachter für Verlage. Außerdem war ich Mitbegründer eines Off-Theaters, doch das mag hier außer Betracht bleiben. Meinen ersten Krimi schrieb ich 1960 – mit 11 Jahren. Das erste Buch, das gedruckt wurde, war auch ein Krimi; das war 1986. Ein Jahr später folgte der zweite; der dritte (von 1988) war zu frech und erschien erst 1991, so dass zu DDR-Zeiten nur zwei Krimis von mir erschienen sind, im vereinigten Deutschland erschienen 11. Trotzdem gelte ich als DDR-Autor, und für meine ersten sechs Bücher (von denen drei kurz nach der Wende spielen) mag das auch stimmen.

Frage: Was ist eigentlich ein “DDR-Krimi”?

H.M.: M.E. einer, der in der DDR geschrieben wurde (auch wenn er nicht oder erst später erschienen ist). DDR-Krimis konnten auch im Ausland spielen und blieben DDR-Krimis.

Frage: Waren die denn wirklich alle sozialistisch?

H.M.: Viele wollten es sein, gerade in den frühen Jahren; sie sollten und wollten erziehen; man ging davon aus, dass das Verbrechen im Sozialismus ausstirbt; Verbrechen geschahen wegen der Überreste bürgerlichen Denkens in den Köpfen; immerhin gab es Verbrechen im real existierenden Sozialismus, und da sich Krimis mit negativen Seiten der Persönlichkeit und damit auch mit negativen Seiten der Gesellschaft befassen, waren sie bei aller chiliastischen Hoffnung auf die totale Entkriminalisierung und bei aller Verklärung der sozialistischen Ermittlerpersönlichkeiten immer – auch gegen den Erziehungsauftrag und zuweilen gegen den erklärten Willen der Autoren – realistisch.

Frage: Zwischen den Zeilen lesen – wie hat man das gelernt? Woher wusste man, wann und wie man das machen musste? Welche typischen Chiffren (“Codewörter”) gab es wofür?

H.M.: Man hat auch schizophren gedacht. In der Schule lernten wir, wie toll der Sozialismus war, in der Christenlehre, wie toll Jesus ist; oder man las und sah nicht nur die DDR-Produkte, sondern eingeschmuggelte Bücher, und das Westfernsehen war allgegenwärtig. Chiffren oder Codewörter gab es nicht, jedenfalls nicht im Krimi, und falls es sie doch gegeben haben sollte, hat man es versäumt, mir das mitzuteilen. Die Metaphorik in der DDR funktionierte anders. Wenn in den Büchern Polizisten mit redlich sozialistischer Gesinnung agierten und die Bürger anagitierten, so waren es doch Bücher über unperfekte Menschen in einer durch sie geprägten unperfekten Umgebung, also waren selbst die Holzhammerkrimis der 50er Jahre auch gesellschaftskritisch. In gewisser Weise ersetzten Krimis die Presse, die zum Verschweigen und Schönfärben neigte; auch wenn die Fälle frei erfunden waren, gab es doch eine Art Öffentlichkeit für Verbrechen und die Mängel der Gesellschaft. Und dann gab es noch den Trick, das angesehene Opfer post mortem madig zu machen und ihm ein armes Schwein von Täter gegenüberzustellen, mit dem man mitleiden konnte und bei dem es am Ende fast schon tragisch ist, dass er erwischt wird.

Dass angesehene Persönlichkeiten ermordet wurden und herauskam, dass sie gar nicht die Vorbilder waren, die man zu Lebzeiten in ihnen sehen wollte, kam erst in in den 80ern häufiger vor; Beispiele sind Heiner Ranks “Der bengalische Tiger” (1987) – da ist das Opfer ein angesehener Schauspieler, Nationalpreisträger, beim Publikum durchaus beliebt, im privaten Umgang ein sadistisches Arschloch; der Täter ist ein von ihm lebenslang gequältes Familienmitglied. Oder bei mir in “Unter der Yacht” – das Opfer ist ein hoher Wirtschaftsboss, der für seinen Aufstieg zum Kombinatsdirektor Existenzen vernichtete, also über Leichen ging, wobei er natürlich nie Hand anlegte, sondern die Ideologie als Waffe nutzte; der Täter ist der Sohn eines Mannes, der einst vom Direktor durch Existenzvernichtung in den Selbstmord getrieben wurde (1988). Und dann gab es noch Krimis, die in einer dystopischen Zukunft spielten; als Beispiel seien hier die zu zwei Romanen gebündelten Erzählungen von Gert Prokop über Fälle des zwergenwüchsigen amerikanischen Privatdetektivs Timothy Truckle erwähnt: “Wer stiehlt schon Unterschenkel?” und “Der Samenbankraub”. Die spielen deutlich in einem Amerika der Zukunft, der Detektiv der Oberklasse hat gar Verbindungen zum kommunistischen Widerstand bzw. zum sozialistischen Ausland, an der Oberfläche und nicht nur dort sind es antikapitalistische Krimis, aber die totale Überwachung, die darin geschildert wird, wurde vom verständigen Leser auch als Metapher für die hausgemachte Stasi-Überwachung verstanden. Damals ahnten wir freilich nicht, dass die NSA, die CIA, das FBI und Homeland Security nur 30 Jahre später mit der Überwachung fast schon so weit sind wie ihre antizipierten Pendants in Prokops Dystopie und dass die Stasi dagegen regelrecht gemütlich wirkt.

Was die Leser von der Metaphorik der Bücher verstanden, war natürlich von ihrer individuellen Aufnahmefähigkeit und auch von ihrer Weltsicht abhängig, doch die meisten bekamen wohl mit, dass Krimis mehr Wahrheiten enthielt als die Realitätsbrosamen in der Tagespresse. Und nahmen die agitatorischen Passagen als notwendigen Tribut hin – bis zur Wende; dann waren sie auf einmal unverzeihlich und der ideale Kommissar nichts weiter als eine rote Socke.

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Wie westliche Demokratie funktioniert: “Trump wollte Assad töten lassen”. Tagesschau, 16.9. 2020 zum Völkerrechtsbegriff der NATO-Staaten. Wegen immer strengerer Zensurvorschriften dürfen deutsche Staats-und Mainstreammedien in der Nawalny-Affäre nicht einmal an NATO-Giftattentate auf Staatschefs wie Fidel Castro erinnern. Ausnahmen bestätigen die Regel…”Der US-Geheimdienst CIA hat 1960 zwei der meistgesuchten Verbrecher des Landes angeheuert, um den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro vergiften zu lassen.” Deutsche Welle über Politik & organisiertes Verbrechen in der neoliberalen Demokratie. “CIA setzte Mafiakiller auf Castro an”. FAZ:http://www.hart-brasilientexte.de/2020/09/16/wie-westliche-demokratie-funktioniert-trump-wollte-assad-toeten-lassen-tagesschau-16-9-2020-zum-voelkerrechtsbegriff-der-nato-staaten-wegen-immer-strengerer-zensurvorschriften-duerfen-deutsch/

https://www.focus.de/politik/hilfeschrei-ging-durch-mark-und-bein-der-held-von-gera-36-jaehriger-mann-stoppt-messer-angreifer-und-rettet-opfern-leben_id_12194757.html

Zeit der Polarisierungen: In Thüringen trifft man selbst in Supermärkten 2020 Personen, die T-Shirts mit großem DDR-Emblem, großem Schriftzug DDR tragen. Zur Begründung heißt es kurz: “Scheiß-Westen. Wir müssen zeigen, wo wir herkommen.” Die Personen waren offenkundig zu DDR-Zeiten noch nicht erwachsen. https://www.bw-online-shop.com/t-shirt-ddr.html

Tabuthemen ohne Ende – im Thüringer Landtag muckst sich nicht mal die AfD, Ex-Bürgerrechtler wie Roland Jahn gleich garnicht: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/14/brasiliens-folterdiktatur-abschlusbericht-der-wahrheitskommission-2014-auffalliges-schweigen-deutschsprachiger-medien-zum-thema-foltertechnologie-folterinstrukteure-aus-der-bundesrepublik-deutschla/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/08/18/ddr-mauerfall-jubilaeum-2019-und-die-boomende-alternativenicht-staatlich-gelenkte-erinnerungskultur-unsere-ddr-einfach-unvergessen-ac-distribution-marketing-gmbh-berlin/.

Organisiertes Verbrechen – lukrativster Zweig der neoliberalen Wirtschaft – von den Machteliten und ihren Politmarionetten entsprechend gefördert – nun auch im Osten:http://www.hart-brasilientexte.de/2019/11/25/beuteland-die-millionengeschaefte-krimineller-clans-ard-doku-2019-was-wir-der-merkel-groko-den-kriminellen-deutschen-machteliten-verdanken-was-diese-unter-kulturbereicherung-vers/

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Ein Denkmal für Dorothea Kleine, DDR-Krimi-Autorin. In “Wende-Krimis” analysiert sie exzellent die soziokulturellen, politischen, wirtschaftlichen Veränderungen nach der feindlichen Übernahme/Annektion, liefert interessante Beiträge zum Thema Ost-Identität:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/07/15/ein-denkmal-fuer-dorothea-kleine-ddr-krimi-autorin-in-wende-krimis-analysiert-sie-exzellent-die-soziokulturellen-politischen-wirtschaftlichen-veraenderungen-nach-der-feindlichen-uebernahmeann/

 

Frage: Welche politischen Vorgaben gab es (und durch wen)?

H.M.: Vorgaben brauchten nicht direkt gegeben zu werden, sie waren bekannt. a) Der Sozialismus siegt. b) Keine Kritik an der Regierung. c) Keine negativ gezeichneten Polizisten. d) Die Stasi spielt keine Rolle (außer in speziellen Spionageroman als heldenhafte Kundschafter für die gute Sache). Davon abgesehen war eine Menge erlaubt oder wurde stillschweigend toleriert; der Krimi hatte eine Ventilfunktion für die eingeschränkte Öffentlichkeit.

Die Gutachtenphase war breiter als im Westen. Es gab neben dem Lektor auch Außengutachter (ich war einer davon), außerdem gab es die Hauptverwaltung Kultur im Ministerium für Kultur (der stellvertretende Kulturminister Klaus Höpcke war der Chef; ich habe mehrfach auch für ihn gearbeitet), die zumindest die Gutachten las und manchmal auch Nein sagte (dann erschien das Buch nicht oder erst viel später). Außerdem gab es für Krimis auch eine Abteilung bei der Polizei, die Manuskripte vor der Veröffentlichung las und ihre Tips und Empfehlungen abgab (ich las mal ein Polizeigutachten zu einem meiner Bücher, das 15 [!] Schreibmaschinenseiten lang war; ich brauchte es freilich jenseits technischer Fehler {falsche Berufsbezeichnung für den Kriminaltechniker u. ä.} nicht zu beachten; meinem Wunsch, es komplett als Anhang meines Buches zu veröffentlichen, wurde leider nicht entsprochen; es war zu selbstentlarvend borniert).

Frage: Aber war es nicht auch so, daß Krimis – also Bücher – Mangelware waren? Daß die Auflagen zwar sehr hoch (100.000, bei Blaulicht sogar 350.000), aber auch gleich weg waren? Und da es ja auch, zumindest phasenweise, beschränkte Papierzuteilungen gab, wurden Bücher nicht unbedingt nachgedruckt, selbst wenn die Nachfrage es rechtfertigt hätte. Stimmt das? (ja, sagt Eik im Interview bei Germer).

H.M.: Wird schon stimmen, wenn Eik das so sagt; ich war ja erst in den letzten Jahren aktiv. Mir ist das nicht aufgefallen. Mein erstes Buch wurde nachgedruckt, dann wurden das erste und zweite in einem Buch herausgegeben; die Auflage allein für die beiden einzigen wirklich in der DDR erschienenen Krimis lag zusammen bei 380.000 Exemplaren, die auch tatsächlich alle verkauft wurden.

Frage: Was verdienten die Autoren? Ganz gut, hört man; ein Roman pro Jahr brachte 16.000 Mark netto, plus Nebeneinkommen durch Erzählungen, Hörspiele, Drehbücher, Gutachten.

H.M.: Stimmt nur, wenn auch wirklich jedes Jahr ein Buch erschien. Es war damals wie heute: Als Autor war man prozentual am Verkauf beteiligt. Da der Absatz schon vor dem Schreiben garantiert war, gab es die erste Rate bei Vertragsabschluss, die zweite bei Abgabe, die dritte bei Annahme/beim Erscheinen. Ein Titel der DIE-Reihe kostete im Verkauf 2,- Mark, die erste Auflage betrug 100.000, bei 12 % Beteiligung waren das brutto 16.000 Mark, davon gingen Steuern ab, so dass es de facto etwa 12.000 Mark waren. Nicht wirklich viel für ein Jahr, doch wenn man anderes unterbrachte, Erzählungen, Essays, Gutachten, gar Filmdrehbücher, dann steigerte sich das natürlich. Bei mir gab es ab Beginn der freien Existenz acht Hungerjahre, in denen ich weniger verdiente als ein ungelernter Arbeiter. Als endlich etwas veröffentlicht wurde, änderte sich das quasi über Nacht zur angemessenen Bezahlung. Damit war es 1990 schlagartig vorbei. Ostkrimis wurden nicht mehr gelesen. Oder zumindest nicht mehr verkauft.

Frage: Waren die Autoren vernetzt? Habt ihr euch getroffen?

H.M.: Es gab Arbeitskreise innerhalb des Schriftstellerverbandes, z.B. das Aktiv (nach anderen Quellen auch die Sektion) Kriminalliteratur. Keine Ahnung, seit wann. In den 80ern, glaube ich, gegründet {nachträgliche Korrektur: Es war Ende der 70er}, ich war ab Mitte der 80er dabei (und auch im Arbeitskreis Utopische Literatur – in beiden zunächst als Kritiker und Gutachter, erst später auch als Autor). Einmal im Vierteljahr oder öfter oder seltener; die Erinnerung verschwimmt) trafen wir uns – es mögen (in beiden Arbeitskreisen jeweils) um die 30 Leute gewesen sein – im Berliner Grotewohl-Haus (damals Gästehaus des Schriftstellerverbandes, heute übrigens im Besitz von Jasmin Tabatabei). Ich habe die Diskussion im Krimi-Aktiv und auch bei den Treffen der Jungautoren des Potsdamer Schriftstellerverbandes immer als frei und unzensiert empfunden. Die Gespräche wurden sicher kontrolliert, Inhalte weitergemeldet, was jeder wusste; das änderte nichts an der – folgenlosen – Freimütigkeit.

Frage: Gab es einen Unterschied zwischen “offiziellem” und “privatem” Autorenleben?

H.M.: Eher nicht. Die Potsdamer Jungautoren (und Autorinnen; ich habe zwei meiner Freundinnen dort kennengelernt; mit einer lebte ich dann zehn Jahre zusammen; also in dem Punkte bildeten offizielles und privates Leben am deutlichsten eine Einheit) trafen sich mindestens einmal pro Jahr eine Woche lang im Schriftstellerheim Petzow. Da wohnten wir, da lasen wir uns gegenseitig unsere Texte vor, diskutierten sie, stellten Projekte vor, und die Abende soffen und rauchten wir durch in geselliger Runde. “Jungautoren” bedeutet nur, dass wir als Schriftsteller neu waren, ich war mit 30 einer der jüngsten. Ein älterer Jungkollege nahm zum ersten Mal daran teil. Wir führten (nicht nur an den Saufabenden) die üblich lockeren Gespräche. Eines Abends sagte er, ‘wenn ihr hier dauernd so staatskritisch redet, solltet ihr wissen, dass ich ein Genosse bin’. Da erwiderte der Kollege, der die Veranstaltung leitete, SED-Mitglieder seien [außer ihm] fast alle der Anwesenden; und wir sprechen hier immer offen. Der Genosse, der uns vor sich warnen wollte, blieb und versuchte zu lernen, freimütig zu sprechen, ohne sich vor Überwachung zu fürchten.

Frage: Traf man sein Publikum?

H.M.: Bei Lesungen. Wie überall. Und die Freunde lasen die Bücher, mit denen tauschte man sich natürlich intensiver aus als bei Lesungen.

Frage: Wurde das Thema Krimi, wurden spezielle Titel irgendwo offiziell diskutiert?

H.M.: Es gab – wie überall auf der Welt – die Kritik in der Presse und in Literaturzeitschriften, es gab umfangreiche und oft kontroverse Diskussionen; darüber kann man sich in Reinhard Hillichs Dokumentation “Tatbestand” bestens informieren.

Frage: Welche Themen (Verbrechen) kamen denn häufig vor? Welche nie?

H.M.: Alle – von der Kleinkriminalität über Buchhaltungsunredlichkeiten bis zu seltsamen Unfällen, Totschlag, Mord; Motive waren häufig Habgier, Probleme im zwischenmenschlichen Bereich, Rache.

Frage: Besonders in den 1980ern beschrieb der Krimi die ungeschminkte Realität, als einziges Medium. Andere sagen, der Ost-Krimi sei hausbacken wegen der dominierenden Kleinkriminalität. Mittmann meint, man sollte damals im Krimi nicht mehr Verbrechen schildern, als es in Wirklichkeit gab. Manche Verbrechensarten gab es gar nicht in der DDR, Drogendelikte, Bankraub. Schusswaffen gab es auch nicht (außer in Mechtels “Auf offener Straße” wird nie jemand erschossen!).

H.M.: Dass ich der einzige war, bei dem jemand erschossen wurde, wusste ich bis eben nicht. Für den in der DDR spielenden Krimi mag Schusswaffenlosigkeit sogar stimmen. Denn in der DDR gab es Armee, Polizei und Sowjetarmee (und ein paar Jäger) mit Waffen, doch Waffen in Privathand waren selten, und man musste sich eine verdammt gute Begründung ausdenken, wenn doch mal jemand eine Schusswaffe nutzte. Aber bei den im Westen spielenden Krimis wurde natürlich drauflosgeschossen, was die Knarre hergab. Bankraub gab es in der DDR wirklich so gut wie gar nicht, nur dumme Witze darüber (Warum gibt es in der DDR keinen Bankraub? Weil man 14 Jahre auf ein Fluchtauto warten muss). Es gab keine Drogen in der DDR (wenn nicht mal ein Westkumpel Cannabis über die Grenze schmuggelte und seine Partyfreunde mitkiffen ließ; ich habe darüber mal in einem genrefreien Roman geschrieben, der – nicht deshalb – nie erschien). Die DDR-Droge war Alkohol, und der spielte in etlichen Büchern durchaus eine Rolle. Ansonsten: Es war nicht verboten, auf dem Papier zu schießen, Drogen zu vertickern oder Banken zu berauben, nur wäre es unglaubwürdig gewesen, wenn man etwas beschreibt, das es gar nicht gibt. Hausbacken würde ich das nicht nennen. Mord ist Mord, auch wenn er mit einem Hammer oder bloßen Händen begangen wird, und diejenigen, die den mordfreien Krimi befürworteten, waren gelegentlich lautstark, doch die Mehrheit der Autoren hielt sich nicht daran. Krimis sind Literatur und folgen den Gesetzen des Genres, nicht den Gesetzen der Kriminalstatistik.

Frage: Es erschienen ja auch ausländische Krimis in DDR-Verlagen, sowohl BRD, NSW als auch sozialistisches Ausland. Letzteres ist klar, aber nach welchen Kriterien wurden die westlichen ausgewählt?

H.M.: Sie mussten gesellschaftskritisch sein, doch da dies die meisten Krimis ihrer Natur nach sind, hätte sehr viel erscheinen können, wenn das leidige Devisenproblem nicht existiert hätte. In der DIE-Reihe erschienen pro Jahr 12 Bücher, zehn davon hausgemacht, eines aus dem Ostblock, eines aus dem NSW. So ging es wohl hauptsächlich nach dem Geschmack des auswählenden Lektors, wofür die Devisen ausgegeben wurden. Und um des Lektors Gefühl für Qualität. Zweimal war -ky dabei, einmal Richard Hey, Irene Rodrian, Ruth Rendell, Paula Gosling, Chester Himes …

Der Verlag Volk und Welt veröffentlichte anspruchsvolle Weltliteratur; in der Krimireihe gab es alle zehn Martin-Beck-Krimis von Maj Sjöwall und Per Wahlöö, von letzterem auch “Das Lastauto” und “Die Generale”, etliche Titel von Olov Svedlid, fast alles von Raymond Chandler, fast alles von Dashiell Hammet und vieles von George Simenon, zwischendurch auch mal ein Rex Stout … Es musste irgendwie kämpferisch sein wie die Schweden oder nachgewiesen klassisch. Moderne Klassik, nicht Schiller und Goethe. Andere Klassiker des 20. Jahrhunderts – etwas die Werke von Friedrich Glauser – erschienen in anderen Verlagen.Es gab Bücher von Eric Ambler, Patricia Highsmith und und und … Fast alles, was Rang und Namen hatte, erschien auch irgendwann, zumindest in Auswahl.

Frage: Gab es Stars der DDR-Kriminalliteratur. Hast du Tipps (à la “10 DDR-Krimis, die man unbedingt lesen sollte”)?

H.M.: Stars gab es nicht wirklich – oder wir alle waren Stars, denn alle Bücher, auch die schwächsten, wurden massenhaft gekauft. Der bekannteste Autor war durch die bloße Menge seiner Werke Tom Wittgen, das war das Pseudonym von Ingeburg Siebenstädt, Germanistin, Lektorin, später Autorin von mindestens 30 Büchern, seit 1999 im Ruhestand. Wenn man DDR-Krimis lesen will, sollte mindestens ein Wittgen dabei sein, es mögen nicht alle hervorragen, aber sie sind typisch DDR. Ich habe drei (für diese Veranstaltung noch einmal) gelesen; alle haben mir gefallen. Das waren “Der Ziegenhirt”, “Die letzte S-Bahn” und der Wendekrimi “Staatsjagd”. Will man weiter in die Geschichte zurückwandern, sollte mindestens ein Buch von Fritz Erpenbeck dabei sein; darin wurde noch richtig agitiert, aber es waren zugleich auch richtige Krimis, sagt mir die Erinnerung; meine Erpenbecks sind unter ungeklärten Umständen aus dem heimischen Regal verschwunden, ich konnte sie nicht noch einmal lesen und überprüfen, ob ich sie heute immer noch empfehlen würde. Überhaupt ist das mit dem Empfehlen so eine Sache. Ich mag über keinen sagen: Das ist der beste Krimi (außer über meine eigenen Bücher, doch das könnte eitel wirken, und es stimmt ja auch nicht für alle). So liste ich denn hier nur meine Kumpels auf. Da ist Jan Eik zu nennen, Gründer des Aktivs Kriminalliteratur und Autor unter anderem von “Poesie ist kein Beweis”, “Der siebente Winter”, “Wer nicht stirbt zur rechten Zeit”. Gert Prokop mit “Das todsichere Ding” (der spielt freilich im Westen) und den Truckle-Büchern “Wer stiehlt schon Unterschenkel” und “Der Samenbankraub” (die spielen freilich in einer nahen Zukunft in einem fiktiven Amerika). Schließlich noch Heiner Rank, der meiner Meinung nach den besten Science-Fiction-Roman der DDR geschrieben hat (“Die Ohnmacht der Allmächtigen”); seine Krimis waren solide gebaut und erzählt. “Der bengalische Tiger” steht auf meiner Wiedergelesen-Liste. Nicht vergessen werden sollte Karl Heinz Berger, bei dem es häufig neben der meist marginal geführten Polizei auch einen Betroffenen als Privatermittler gibt. Wieder gelesen habe ich “Sirenengesang”. Und seinen Wendekrimi “Was ich weiß, macht mich heiß”. Womit ich bei einem Unterthema angelangt bin: Mit Wendekrimis meine ich Bücher, die zu Wendezeiten oder kurz nach der Vereinigung geschrieben wurden, aber noch über die DDR oder über ihren Untergang verhandeln. Sie wurden in einer Zeit geschrieben, da die alten Vorschriften nicht mehr galten. Die Autoren nahmen kein Blatt vor den Mund, spuckten den Zensurknebel aus. Und siehe da: Die Bücher waren nicht wesentlich anders als zuvor. Es mochte bösere Funktionäre geben als zuvor, und manchmal intrigierte sogar die Stasi im Hintergrund oder mischte sich in Ermittlungen, doch das war für den Realitätsgehalt nicht einmal notwendig; genau betrachtet war es weiterhin der gute alte DDR-Krimi mit ein paar zeitgemäßen Zutaten. Soweit mir bekannt ist, gingen die Wendekrimis buchhändlerisch unter, ein Megaerfolg war nicht dabei, aber ich habe sie allesamt mit großem Vergnügen gelesen. Berger und Wittgen habe ich schon erwähnt. In Bergers “Was ich weiß, macht mich heiß” wird die Literaturszene der Endzeit-DDR durch den Mord an einem Staatsdichter in einem Schriftstellerheim bissig verlebendigt; es ermittelt – neben der Polizei – einer der Schriftsteller. In Wittgens “Staatsjagd” wird ein Funktionär in einem Staatsjagdgebiet ermordet, und Hauptmann Simosch (der in vielen Wittgen-Büchern mitspielt) lernt einiges über Privilegien der oberen Eintausend. In Eiks “Wer nicht stirbt zur rechten Zeit” wird in der untergehenden DDR ein angesehener Maler ermordet; der traurige Held ist der ermittelnde Polizist, der mit dem Zusammenbruch der Welt um ihn herum nicht klarkommt, am wenigsten damit, dass er als kleiner redlicher Bulle von vielen für einen Vertreter der Macht gehalten wird, gleichgesetzt mit der Stasi. Am Ende hat ihn seine Frau verlassen, er klärt zwar den Fall, sagt dies aber möglicherweise nicht weiter; das Buch verlässt ihn, als er erwägt, das eigene Leben zu beenden. – Mein Wendekrimi war “Tod in Grau”, der genau in der Zeit geschrieben wurde, in der er spielt, im Sommer 1990, ich kannte Eiks Buch nicht, er meines nicht, aber die Ermittlerfiguren weisen Ähnlichkeiten auf, die also in der Luft lagen. Auch meine Zentralfigur ist ein Polizist, der mit der Wende nicht klarkommt. Er denkt, im Unterschied zu Eiks Figur, dass alles, was er früher geglaubt hat, auf Lüge basierte. Als er an einen Fall gerät, der mit der untergehenden NVA zu tun hat, wittert er Verschwörungen sondergleichen, Waffenschiebungen, alles, was die Boulevardpresse damals so ausgrub. Er klärt den Fall – eine simple menschliche Tragödie – auf, weiß aber am Ende nicht sicher, ob er ihn wirklich geklärt hat; die Alpträume über finstere Verschwörer verfolgen ihn. Nicht mehr in diesem Buch, aber im nächsten hat er die Polizei verlassen und ist Privatdetektiv geworden. Dieses nächste Buch war mein quasi letzter DDR-Krimi, spielt deutlich nach der Wende, nämlich 1993, (es erschien 1994), und darin geht es um die Ablösung der alten Unterdrückung durch neue Rechtlosigkeiten; es heißt “Der blanke Wahn”, und jeder, der möchte, kann ein Exemplar mitnehmen, ich habe damals die Restauflage zu einem symbolischen Preis aufgekauft und immer noch über 100 Exemplare.

Auf die Bestenliste gehören auch die Quereinsteiger Djacenko und Loest. Der DDR-Krimi war ein Refugium für in Ungnade gefallene Schriftsteller. Heiner Rank wurde nach einem geplanten Fluchtversuch zwei Jahre im Zuchthaus Bautzen interniert, doch er war ja schon Krimiautor und durfte nach der Haft unter seinem Namen weiterschreiben. Boris Djacenko geriet durch ein zu realistisches Buch in Acht und Bann, doch unter Pseudonym durfte er Krimis veröffentlichen, die allesamt im fernen Westen angesiedelt waren. Als Peter Addams schrieb er unter anderem “Die enthauptete Mona Lisa”, einen in Frankreich spielenden Krimi, dem man die DDR-Herkunft nicht anmerkt, und einen als Groteske beworbenen Krimi namens “Mord im Schloß”, der in England spielt und durchaus auch von Agatha Christie stammen könnte (die er wohlwollend parodiert); nur die albernen Kapitelüberschriften stören. Man kann das übermütige Buch ernster nehmen, als es sich gibt. Schließlich ist da noch Erich Loest. Der verfasste einige Krimis als Hans Walldorf, die zumeist in England spielen; die Helden sind Inspektor Varney von Scotland Yard und der kleinwüchsige Privatdetektiv Oakins (in DDR-Krimis sind Privatdetektive offenbar häufig kleinwüchsig). Zu nennen wären hier “Der Mörder saß im Wembley-Stadion” und “Rotes Elfenbein”; dass Walldorf Loest ist, war ein offenens Geheimnis, und den letzten Krimi mit Walldorf-Personnage veröffentlichte er unter seinem richtigen Namen: “Oakins macht Karriere”. Zuweilen werden Loest auch die Krimis von Bernd Diksen zugeschrieben (Wikipedia: “widersprüchliche Zuschreibung”, und in einem Zitat: „hartnäckige, frei erfundene Legende“). Ich bin sicher, dass Loest und Diksen nichts miteinander zu tun haben, weil ich zum einen in meinem Hauptverlag “Das Neue Berlin” von der Cheflektorin eine anrührende Geschichte über Diksen (der wahrscheinlich Dembski hieß) gehört habe, die sie sicher nicht erfunden hatte, und zum anderen ein einfacher Textvergleich der Walldorfs mit den Diksens ergibt, dass sprachlich Welten zwischen den beiden Autoren liegen. Diksen war nicht schlecht, aber er war kein Loest. Dennoch sei Diksen hier wenigstens mit einem Buch erwähnt, das besonders typisch DDR ist: Ein kleiner Fall in einem kleinen Milieu: “Das Vorurteil”. Und schließlich noch ein Autor, von dem ich sehr viel gelesen habe, doch waren das vor allem seine abenteuerlichen und/oder semidokumentarischen Romane. Wolfgang Schreyer verfasste mit “Großgarage Südwest” den ersten in der DDR als Buch erschienenen Krimi (1952), und mit “Nebel” (1993) schrieb er den möglicherweise letzten DDR-Krimi, seinen Wendekrimi. Die Hauptfigur ist ein Polizist, der – wie bei Eik und mir – mit der Rolle der Polizei hadert, und das Mordopfer ist ein Schriftsteller, der deutlich Schreyer selber nachempfunden ist. Inzwischen ist Schreyer wirklich tot, wahrscheinlich durch Selbstmord. Auch Loest starb vermutlich durch Selbstmord. Und Prokop besorgte sich 1994 eine Pistole und erschoss sich. Andere starben durch Krankheiten oder verschwanden im unbeachteten Rentnerdasein. Nicht zum DDR-Krimi rechne ich, vielleicht zu Unrecht, die Autoren, die erst in Wendezeiten oder danach zu schreiben begannen, obwohl sie natürlich auch DDR-sozialisiert sind; zum Beispiel Max D. Adam und Frank Goyke. Und schon gar nicht die, die noch später kamen. Jugend voran, sage ich mal, übernehmt den Staffelstab! Falls es da einen Staffelstab gibt für Ost-Autoren. Der wichtigste (dotierte) Krimipreis in deutschsprachigen Landen ist der vom Syndikat vergebene Friedrich-Glauser-Preis. Den erhielt meines Wissens bisher nur ein in der DDR sozialisierter Autor, das war ich. Zur Würdigung eines dem Krimi gewidmeten Lebenswerks vergibt das Syndikat alljährlich auch den (nicht dotierten) Ehren-Glauser; den erhielten bisher zwei Ostler: Tom Wittgen alias Ingeburg Siebenstädt (1994) und Gerhard Neumann (2002). Neumann habe ich bisher nicht erwähnt, weil ich ihn nicht persönlich kannte. Er schrieb – unter gemeinsamen Pseudonymen (A.G. Petermann und Heiner Heindorf) – mit Heiner Rank und Hans-Albert Pederzani mehrere Kriminalromane; ab 1979 erschienen seine Bücher dann unter eigenem Namen, anders gesagt: machte er sich einen Namen, weil die Bücher solide Krimis mit erzählerischem Anspruch waren. Klar, wenn es eine Liste der zehn empfehlenswertesten Ost-Autoren gäbe, dann gehörte auch Gerhard Neumann hinauf.

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Westdeutsche Tageszeitung DIE WELT am 27.2. 2018 mit populärem DDR-Lied “Unsere Heimat”:

UnsereHeimatWELT18

Ausriß.

Adel und Stasi-Zonenregime:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/10/14/ramelowlinke-und-die-blaubluetigen-2019-es-ist-gut-wenn-wir-uns-heute-miteinander-austauschen-und-es-keine-fremdelei-zwischen-dem-adel-und-der-politik-gibt-was-ramelow-nicht-erwaehnt/

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Laden in Mühlhausen 2016.

Frage: Was passierte nach der Wende? Das war ja ein herber Einschnitt, der quasi über Nacht die ganze Struktur zerstörte – die Verlage sollten plötzlich wirtschaftlich arbeiten, was im Grunde (bzw. langfristig) keinem gelungen ist. Und es lag auch am Publikum, wie ich höre, das erst mal alles lesen wollte, was bislang in der DDR nicht zu finden war.

H.M.: Shit happens. Was sich ökonomisch abspielte, wäre eine eigene Veranstaltung wert. Hier nur ganz kurz: Die DDR-Krimiverlage hatten durchaus wirtschaftlich gearbeitet: Hohe Auflagen, die restlos verkauft werden, sind der Traum auch westdeutscher Verlage. Nach der Wende konnten die Ost-Verlage nur noch unter Mühen wirtschaftlich arbeiten, weil die Bücher kaum noch gekauft wurden. In der DDR wurde den Buchhändlern eine Hunderttausender-Auflage aus den Händen gerissen, als wir Westen wurden, betrug die Auflagenhöhe im besten Fall 4000, und davon wurde irgendwann die Hälfte verramscht oder durch den Schredder gejagt. Falls sie überhaupt veröffentlicht wurden. Die Autoren konnten nicht mehr davon leben, viele resignierten, verstummten, erkrankten, brachten sich um.

Frage: Hat der DDR-Krimi eine Zukunft? Ich sage: durchaus! Auch wenn es dann strenggenommen keine DDR-Krimis mehr sind. Aber so wie Nazi-Deutschland sich großer Aufmerksamkeit auch seitens heutiger KrimiautorInnen erfreut, die ihre Geschichten in der Zeit und an dem Ort spielen lassen, so wird die DDR bestimmt auch ein spannender Handlungsort. Ich denke, im Moment ist es vielleicht noch zu schwierig, weil noch so viele Wunden offen sind – andererseits ist das ja auch ein Thema für Krimis. Und es gibt noch viel auszuarbeiten, was ja dann wohl nicht nur im Krimi, sondern allgemein in der Literatur stattfinden wird. Ich schätze, da kommen noch viele Bücher auf uns zu. – Und für nicht-deutsche Autoren ist die DDR mindestens so exotisch wie das Dritte Reich.

H.M.: Es gibt (mangels DDR) keinen DDR-Krimi mehr. Aber es gibt (noch) Autoren, die in der DDR geboren und sozialisiert wurden oder aus anderen Gründen im Gebiet der ehemaligen DDR leben. Und Bücher, die in der DDR spielen. Klar, als Horrorkulisse kann und wird die DDR sicher reüssieren. Hinter jedem Busch lauert ein Stasi-Spitzel, wer einen politischen Witz erzählt, wird eingesperrt, Ossis wissen nichts von der Welt und sind daher rassistische Nationalisten. Das erfährt man aus den Massenmedien, also wird es auch im Krimi seinen Platz finden. Ob sie Horrormärchen erzählen oder Realitäten beschreiben wollen: Die mit naher Historie befassten oder hier wohnenden Autoren haben Chancen wie die Autoren, die in Hamburg, München oder dem Ruhrgebiet wohnen, also schlechte, aber nicht gar keine. Wenn sie denn lange genug leben …

Frage: Und es gibt ja noch bislang unveröffentlichte Manuskripte, die möglicherweise im Selfpublishing erscheinen könnten.

H.M.: Ja, toll. Für mich ist das nichts mehr. Ich stamme aus dem anderen Jahrtausend. Ein Buch sollte schon gedruckt werden. Und wenn das nicht mehr geht (für viele geht es nicht, das ist nicht mal ostspezifisch), dann lasse ich es bleiben.

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Dorffest 2018 in Thüringen.

DDR-Krimis/Ost-Krimis. Autor Hartmut Mechtel: “Die Märchenwelt der Moralisten”. “Tatsache ist, daß in der DDR-Realität Bagatellfälle das Bild der Kriminalität bestimmen”. **

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Spielplatz in Berlin 2020. Foto: Hartmut Mechtel

Fotodokumentation – was den deutschen Machteliten so gut an Lula-Brasilien gefiel: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/.

http://www.hart-brasilientexte.de/2020/07/09/der-goerlitzer-park-in-der-deutschen-hauptstadt-und-die-wertvorstellungen-von-spd-linke-gruenen/

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Ost-Wende-Krimi, Autorin Dorothea Kleine: “Im Namen der Unschuld”. Wie ein Mörder dank neuer Justiz freikommt… **

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Ausriß.

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“Erstens hat der Aufbau Ost die frühere DDR nicht in eine Boomregion verwandelt, sondern in eine Kolonie”.

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Kolonie Ostdeutschland. DER SPIEGEL 2019. Was  DDR-Systemkritiker unbedingt wollten…”Der ökonomischen Kolonisierung folgte die kulturelle, soziale und demografische”.

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“Die fragwürdige Zusammenarbeit deutscher Politik mit der Folterdiktatur Brasiliens”. Klaus Hart, KoBra Brasilicum, März 2014:https://www.kooperation-brasilien.org/de/publikationen/brasilicum/archiv/nunca-mais-brasilien-vergessene-militaerdiktatur/eBrasiliucm232.pdf.

Unabhängige Onlinezeitungen:http://www.ostsee-rundschau.de/

 

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Ost-Krimiautor Hartmut Mechtel: Der Einheits-Krimi. RIAS I, 1991. “Herr Reich-Ranicki versichert schon seit Jahren, daß Christa Wolf eine Kitschliesel ist, feige noch dazu, wie vor einem Jahr das deutsche Feuilleton herausfand; und sie war die Berühmteste aus dem nahen Osten. Wozu sollte es also dienen, die weniger Berühmten, gar etwelche Krimi-Schmieranten zu lesen? Um etwas über das Land zu erfahren? Wozu? Die Ossis haben verloren, die Wessis päppeln sie hoch und wissen, wie die hier drüben bei uns künftig zu leben haben.” **

Hartmut Mechtel

Der Einheits-Krimi

RIAS I, 1991

Ein Buch, das sich gut verkauft, ist Literaturexperten von vornherein verdächtig. Insofern ist der DDR-Kriminalroman derzeit absolut unverdächtig. Der Markt ist dicht für Bücher aus den neuen Bundesländern, für Krimis allemal. Was waren das für goldene Zeiten, mag sich mancher Autor nicht zu Unrecht fragen, als es noch möglich war, von der eigenen Arbeit am Wort zu leben, als wäre Schriftsteller ein seriöser Beruf wie Briefträger. Mangels Devisen hielt sich die ausländische Konkurrenz in überschaubaren Grenzen, und es entwickelte sich ein geschütztes Biotop von DDR-spezifischer Kriminalliteratur, das derzeit vom sauren Regen des freien Marktes verätzt wird.

Der Ost-Leser hat das – nicht grundlose – Gefühl, ihm sei über Jahrzehnte etwas vorenthalten worden. Ohne Vorbildung geht er auf dem gigantisch aufgeblähten Markt unter – und die einst vertrauten Autoren erst recht. Der westdeutsche Leser mußte sich schon immer durch übervolle Buchregale hindurchfitzen, ihm ist es gleichgültig, ob zu den Millionen noch ein paar dutzend Namen hinzukommen. Nachzuholen gibt es nichts. Herr Reich-Ranicki versichert schon seit Jahren, daß Christa Wolf eine Kitschliesel ist, feige noch dazu, wie vor einem Jahr das deutsche Feuilleton herausfand; und sie war die Berühmteste aus dem nahen Osten. Wozu sollte es also dienen, die weniger Berühmten, gar etwelche Krimi-Schmieranten zu lesen? Um etwas über das Land zu erfahren? Wozu? Die Ossis haben verloren, die Wessis päppeln sie hoch und wissen, wie die hier drüben bei uns künftig zu leben haben.

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Brigitte Kehrberg: Der Kriminalroman der DDR.https://www.verlagdrkovac.de/978-3-86064-675-5.htm

http://www.hart-brasilientexte.de/2020/07/02/siegmar-gabriel-war-toennies-berater-10000-euro-honorar-im-monat-bild-2020-wie-die-spd-und-deren-waehler-ticken/

Ostdeutschland fremdbeherrscht: http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/03/28/thueringen-ganz-ostdeutschland-fremdbeherrscht-kulturell-kolonisiert-seit-der-feindlichen-uebernahme-von-1990-der-auffaellig-hohe-anteil-von-westdeutschen-in-der-funktionselite-von-ostdeutschland/

Vorherrschend in der DDR war eine Schrebergartenmentalität. Selbst die Großkriminellen, die das ganze Volk einsperrten und für sich arbeiten ließen, taten dies nur, um sich ungestört in einem Wohlstand zu aalen, der den Tante-Emma-Laden-Besitzer in einer westdeutschen Kleinstadt ob seiner Beschränktheit zu Lachanfällen hinreißt. Natürlich darf man nicht außer Acht lassen, daß es den Kleingärtner, dessen Spargel-Beet vom Nachbarn zertreten wird, ebenso schwer trifft wie den Konzernboß, dem der Konkurrent den Milliardenauftrag wegschnappt: Beide könnten, zumindest im Krimi, zu Gewalttaten fähig sein. Ist es nicht am Ende gleichgültig, ob man einen Menschen tötet, weil man selber die Atomraketen ins Krisengebiet verkaufen will, oder deshalb, weil einem ein anderer auf dem Parkplatz vor dem Neubau die Batterie aus dem in zwanzig Jahren Wartezeit ersparten Wartburg stehlen will?

Der Kriminalroman stellte DDR-Wirklichkeit in wesentlich höherem Maße dar als andere Literaturgattungen. Angesichts einer rigiden Zensur war es in der DDR sehr schwer, kein Dissident zu sein. Vielen Autoren gelang das Schwere. Andere, unter ihnen etliche Krimi-Schreiber, führten einen verborgenen Kleinkrieg um inkriminierte Wörter und Sachverhalte, der über Nacht durch eine Truppe beendet wurde, die gar nicht am Kampf beteiligt war.

In der “taz” vom 3. Januar wurde in einem mit den Namen Gunske und Dralle gezeichneten Artikel auf den deutschen Krimi eingeprügelt. Verfasser war Volker Gunske, damals Kulturredakteur beim alternativen Radio 100. Am -ky-Mohrschen Krimi “Schau nicht hin, schau nicht her” fiel ihm auf: “Brav progressiv sind die Täter in der Westberliner Oberklasse angesiedelt…” – Obwohl er den amerikanischen Krimi bevorzugt, ist ihm entgangen, daß der progressiver Gedanken völlig unverdächtige S. S. van Dine bereits vor 70 Jahren forderte, der Täter müsse jemand sein, um den es lohnt (seitdem ist der Mörder, außer im Schlager, nie der Gärtner). Gunske/Dralle servierte in prägnanter Kurzform Klischees über den deutschen Krimi. Dem vereinigten Krimi bescheinigte er “Lebenslänglich Langeweile”, sagte ihm nach, er sei ein Vehikel, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Der tiefsitzende Vermittlungseifer zeuge von “ungebrochener Verachtung des Krimis als solchem”. “In Deutschland”, behauptet der Kritiker, “tritt kriminelle Energie (Mickey Spillane sei es geklagt) als Ordnungs- und Sauberkeitsprinzip auf.” Da könnte ich ihm zustimmen, wäre nicht die verräterische Anrufung St. Mickey Spillanes. Der bezog auch Realität in seine Bücher ein, nur nicht die deutsche, und Aufklärung ist dem Zeugen Jehovas ohnehin zuwider. In “One Lonely Night”, zu gut deutsch “Menschenjagd in Manhattan”, veröffentlicht 1951, rottet Spillanes Serienheld Mike Hammer mittels Maschinenpistole eine Bande trottelhafter, brutaler kommunistischer Spione aus. Die Story wirkt heute nicht mal mehr lächerlich. Geschrieben wurde sie in der Zeit des McCarthyismus, als zehntausende von liberalen Intellektuellen bespitzelt, hunderte eingesperrt, zwei gar hingerichtet wurden und als generell die platte Kommunistenfurcht geschürt wurde. In der Blütezeit dümmster Hysterie bediente Spillane alle populären Vorurteile und propagierte damit die Regierungspolitik. Ich halte das für so feige wie schäbig. Immerhin kann ich Spillane verstehen: Der wollte reich werden mit einem marktgängigen Stoff, und das ist ihm gelungen. Weshalb ein Kritiker aus der linken Szene den Rechtsaußen als Vorbild empfindet, begreife ich hingegen nicht. Weil Spillane – einigermaßen spannend – Verdummung statt Aufklärung betreibt? Seine Kompetenz verrät der Experte mit Randbemerkungen wie der folgenden: “Wenn Marcel Montecino in Kalt wie Gold einen Ku-Klux-Klan-Boß zwei deutsche Schäferhunde namens Auschwitz und Treblinka auf den verhaßten Itzig-Bullen hetzen läßt, sagt er mehr über die psychische Disposition eines Faschisten als alle Krimis von Alberts, -ky und Martin zusammen.” Es handelt sich zweifellos um ein treffendes, um ein literarisches Bild; über die psychische Disposition eines Faschisten freilich verrät es genausoviel, wie es über die psychische Disposition eines Krimi-Autors verrät, der zwei Pekinesen Gunske und Dralle nennt. Eines meiner erschreckendsten Westerlebnisse war die Begegnung mit der Literaturkritik in “taz”, “Spiegel”, “FAZ” und ähnlichen Publikationen (das werden sie nicht gern hören, daß ich sie für vergleichbar halte). Gehässigkeit auf Kosten der Substanz, Bonmots statt Erkenntnis, die Autoren, abgesehen von ein paar sakrosankten Wortjongleuren oder amerikanischen Blutfabrikanten, so ziemlich die schlechtesten Menschen, die man sich vorstellen kann. Glänzende Form für schäbige Inhalte. Sie begreifen nicht oder es interessiert sie nicht, daß sie mithelfen, etwas zu zerstören, was durch die Flut aus den USA ohnehin bedroht ist, weggeschwemmt zu werden. Kino und Fernsehen – ein Wunder, daß sie wenigstens in den Nachrichten noch einen Deutschland-Anteil haben – züchten einen Geschmack, dem sich etliche Kritiker nur zu gern unterwerfen. Weshalb der deutsche Krimi trotz der feuilletonistischen Pogromstimmung überhaupt noch lebt, gehört zu den ungeklärten Rätseln der Weltgeschichte.

Tom Wittgen ist wahrscheinlich der bekannteste Krimi-Autor der DDR. Genau betrachtet ist er eine Dame namens Ingeburg Siebenstädt; die Presse verlieh ihr anläßlich ihrer ersten Westreise 1988 den Beinamen einer ostdeutschen Agatha Christie. Ihr Serienheld war Oberleutnant Simosch, in späteren Krimis ordnungsgemäß zum Hauptmann befördert; derzeit arbeitet sie an einem Buch, in dem Simosch einen Mordfall in Stophs Staatsjagdgebiet aufklärt und bei dieser Gelegenheit gleich die Wende mit gewohnt weißer Weste übersteht. Sie hat Tabus umso leichter beachtet, als ihr bewußt war, daß sie im Krimi mehr Kritisches äußern konnte als in anderer Literatur. Das war oder schien vor allem dadurch so kritisch, weil es nicht in der Zeitung stand.

“Dann eben Mord” heißt ein unlängst erschienener Krimi von Jan Eik, geschrieben, wie alle hier besprochenen Titel, in der Honecker-DDR, erschienen gegen Ende des de-Maiziere-Intermezzos oder erst nach dem Anschluß. Ein Dorf-Kriminalist hat einen Fall von Vergewaltigung aufzuklären. Das braucht seine Zeit, weil Freunde von ihm mit ihrem Wissen dem Kriminalisten gegenüber hinterm Berg halten. Die Freunde sind Lehrer bzw. Lehrerinnen; die Gattin des Direktors schläft mit dem neuen, jüngeren Kollegen, wird dabei von dem Vergewaltiger fotografiert und zum Beischlaf erpreßt. Wenn man weiß, mit welchen Tabus die Darstellung der Volksbildung in der DDR belegt war, wenn man weiß, daß Margot Honecker, Volksbildungsministerin, die widerlich agitatorische, verlogene, apologetische Story von Erik Neutsch “Zwei leere Stühle” mit all ihrer nicht geringen Macht bekämpfte, weil ihr diese systemkonform verlogene Lobhudelei zu kritisch war, dann erscheint Eiks Krimi als politisch brisant: Die Lehrer sind nicht nur keine Vorbilder, sondern moralisch fragwürdige Figuren. Nun ist freilich die DDR-Dimension für Westleser schlichtweg unbegreiflich, für Ost-Leser bestenfalls noch von nostalgischem Interesse. Was bleibt, ist der Fall an sich, und der übrigens könnte sich, abgesehen von ein paar Details, ebensogut in Schleswig-Holstein oder Hessen abspielen. Damit würde er zwar immer noch unter das Verdikt der deutschkrimifeindlichen Feuilletonisten fallen, aber zumindest dem Leser, der sich von ihnen nicht beeinflussen läßt, ebensoviel Spaß machen können wie das Buch eines Altbundesländlers.

Tom Wittgen sagt mit dem verzweifelten Mut vieler Ossis zur Unsicherheit der Freiheit, sie lebe von der Hoffnung, daß es irgendwann wieder besser werde. Ihre Bücher – alle Krimis in der DIE-Reihe des Verlags Das Neue Berlin – hatten eine Erstauflage von 100 000, die unterm Ladentisch vertrieben wurde, und bis zu drei Nachauflagen von je 60 000 Exemplaren. Für West-Verhältnisse waren alle DDR-Krimischreiber Bestsellerautoren. Tom Wittgen kam auf eine Gesamtauflage von anderthalb Millionen. Wohin sind diese Leser verschwunden?

Ihr jüngst erschienener DIE-Reihen Krimi “Nabobs Tochter” spielt in Bayern. Eiserbeck, Münchner Privatdetektiv, wird engagiert, die untergetauchte Tochter eines Grundstücksmaklers zu finden. Es soll Leser geben, die neue Formen, filmische Schnittechniken bevorzugen. Für diese Sorte hat Tom Wittgen wenig zu bieten. Die Mehrheit bevorzugt auch im Westen die sogenannten Klassiker – neben Chandler und Hammett, deren Namen nicht fehlen dürfen, wenn über Krimis gesprochen wird, Wallace, Agatha Christie, Dorothy Sayers und andere; es gibt Verlage, die überhaupt nur tote Autoren drucken. “Nabobs Tochter” erinnert im Aufbau einem Chandler-Krimi und besitzt den Vorzug, erkennbar heute in Deutschland zu spielen. Ein Buch, nebenbei, welches beweist, daß es möglich ist, mittels Uraltschablonen nicht nur einfach zu unterhalten, sondern auch etwas über unsere Zeit mitzuteilen, Phil Marlowe, den illusionslosen Kämpfer für Gerechtigkeit, aus den USA der 40er Jahre in das Deutschland der späten 80er zu transferieren, wo er seinen Job erledigt, ohne an Weltverbesserung zu glauben. Was will man mehr? Zum Beispiel moderne Kriminalromane, sagt Bernd Jost, Lektor im Rowohlt-Verlag in Reinbek bei Hamburg, Herausgeber der rororo-thriller. Die DDR-Autoren, meint er, müßten sich erst einmal umsehen, was es auf dem internationalen Markt gibt. Er hält den Ost-Krimi für betulich.

Betulich? In Bärbel Balkes “Pas de deux in den Tod”, erschienen in der DIE-Reihe, gibt es gleich zu Anfang eine Szene, in der ein Volltrunkener die Leiche der Tänzerin Nora Stein in einem Park findet. Er glaubt, sie sei auch besoffen, freut sich, daß sie stillhält und vergewaltigt die Erwürgte. So weit gehen die Westdeutschen selten. Dem fast unerträglich finsteren Auftakt allerdings folgt die breit und traditionell beschriebene Ermittlungsaktion.

Wie geht es weiter mit dem Krimi, der im Osten der Bundesrepublik geschrieben wird? Dort boomt das Verbrechen. Soziale Unsicherheit, Not, Verzweiflung produzieren Radikalismus und Kriminalität; die Polizei, schlecht bezahlt, von Entlassung bedroht, ist machtlos gegen Neonazi-Terror, gegen Vergewaltiger, Diebe, S-Bahn-Mörder, und so reisen Profis aus aller Welt an, aus West und Ost, dazu kommen noch die schlimmsten von allen, die White-Collar-Kriminellen, die Hausbesitzer, die Enteigner, die einen Haß produzieren, der wohl bald nicht mehr nur auf Unschuldige abgeladen wird. Gewalt gegen Schuldige ist durchaus denkbar. In einer Gesellschaft, deren System sich organisch entwickelt hat wie in der Bundesrepublik, werden mehrheitlich die Schwachen, die Wehrlosen von sozialen Ungerechtigkeiten getroffen. Wo jedoch Massenarbeitslosigkeit und die Willkür der Hausbesitzer von einem Tag zum anderen einsetzen, trifft es auch Stärkere, die nicht stillhalten, und da ihr Widerspruch niemanden interessiert, werden wir Grenzen des Rechtsstaats durch Michael Kohlhaas & Co. vorgeführt bekommen.

Die solide gearbeiteten DDR-Krimis haben bei ihren nach Hunderttausenden zählenden Lesern keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Es mag daran liegen, daß ein großer Stapel, sagen wir, die bessere Hälfte, nur von ihr lohnt die Rede, sich ähnelt, fast so etwas ist wie ein Einheits-Krimi von einem Einheits-Autor. Die Stories wurden sauber notiert; sie sind realistisch, also zwangsläufig sozialkritisch; sie sind einigermaßen witzig bis satirisch, dabei auch spannend, sie erzählen Ermittlungsgeschichten, bei denen der Leser eine Chance zum Mitkombinieren erhält; sie sind linear erzählt, Modernismen halten sich in den Grenzen von 1961. Nach der Lektüre hat man nicht, wie bei amerikanischer Dutzendware, das schale Gefühl, seine Zeit an Dreck vergeudet zu haben, doch es fehlt auch der Funke, der einen nach einem Jahr sagen läßt: Der neue X? Muß ich unbedingt haben. Ein Grund könnte sein: Die Bücher in der DDR wurden sehr gewissenhaft lektoriert. Viele Lektoren nutzten die Macht, die ihnen, den kleinsten und harmlosesten Stellvertretern der Zensoren, aus ideologischen Gründen verliehen wurde, dazu, ihre ästhetischen Vorstellungen durchzudrücken. Die Bücher wurden glatter, Fehler und alberne Marotten verschwanden – aber aussortiert auf dem fast stehenden Fließband wurde auch die Individualität. Und jetzt ist der mangels frei verkäuflicher Alternativen umworbene Einheits-Autor Ost nicht mehr gefragt. Der Platzvorteil in der wildwestlich mutierten Umwelt wird dadurch zunichte gemacht, daß er auf der Strafbank sitzt. Die vertrauten Verlage kränkeln vor sich hin und bieten ihm dummfrech oder aus der Not, keine gemeinsame Sprache mit dem Buchhandel zu finden, für ein halbes Jahr Arbeit zwei- bis viertausend Mark an. Die Westverlage schicken ihn auf die Quarantäne-Station und beobachten den Krankheitsverlauf. Seine fünfhunderttausend regelmäßigen Leser haben ihn vergessen. Da ist kein Lektor mehr, mit dem zusammen man sich die Zeit nehmen kann, eine Woche über ein Wort nachzudenken. Da ist nur noch das Tempo, mit dem er produzieren muß, falls es sich auszahlen soll. Vielen wird beim Herumjobben die Puste ausgehen, sie werden ausscheiden aus dem ruhmlosen Rennen zum Goldenen Kalb, das längst entschieden ist. Untergehen werden auch diejenigen, die das Ziel erreichen, denn das Kalb steht im Sumpf. Der Geschmack wird via TV-Konserve aus Amerika diktiert, Brutalität und Horror sind in – fast wie im richtigen Leben -, logische Kombinationen werden als Altlasten gerade im Klo heruntergespült, Gesellschaftskritik, gar Wirklichkeitserkenntnis sind out. Das kann ich beklagen, solange ich will – der Massengeschmack im Zeitalter der privaten Fernsehsender triumphiert. Der DDR-Krimi ist genausowenig zu retten wie die DDR. Noch zwei oder drei Jahre lang werden die letzten literarischen Ableger des alten Staates erscheinen, werden die Genossen Hauptmänner und Genossinnen Oberleutnants zu Oberkommissarinnen und Hauptkommissaren gewendet, werden die Verbrechen der jüngsten Vergangenheit wenigstens im Krimi aufgeklärt, noch zwei oder drei Jahre lang werden einigermaßen solide Ermittlungsberichte einigermaßen sauber getextet, unter herzloser Nichtanteilnahme der Leserschaft. Dann sind die Übriggebliebenen aufgesogen von der siegreichen Trivialität und haben als Alibi für ihre geschwinden Horrormärchen die alptraumatische Realität.

Ob Verbrechen lohnt, ist längst geklärt: Das Verbrechen hat gesiegt. Die Frage zu stellen, ob die Welt noch zu retten ist, erübrigt sich: Sie ist schon verloren, wir ahnen es; eben dieses Gefühl macht uns ja so passiv. Und eigentlich wissen wir auch – das Feuilleton natürlich ausgenommen -, daß der Kriminalroman, der nichts Kritisches über die Wirklichkeit mitzuteilen hat, der also pur unterhält durch Action, Horror, Gags, daß er keine Belletristik ist, die den Namen verdient – aber wir brauchen ihn doch, wir brauchen den Schauder, den Thrill, die Ablenkung, den Genuß am Elend anderer, um nicht an das eigene denken zu müssen, wenigstens ein paar Stunden nicht. So laßt uns denn wenigstens noch ein bißchen Spaß haben die letzten Tage. Vielleicht sogar am deutschen Krimi.

“Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat das Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewürdigt, die Welt aus christlicher Perspektive mitzugestalten.”

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Ausriß BILD, April 2017: “Gewaltkriminalität in Deutschland steigt an.” Kein Hinweis auf politisch Verantwortliche aus Islamisierungsparteien, auf Kosten für den Steuerzahler. Die Lage in Nordrhein-Westfalen, darunter Köln, ist sogar weltweit bekannt.

Der Ost-Krimi – vor und nach der feindlichen Übernahme von 1990. Interessante Studie von Gerhard Schilling:”Wer etwas über die ostdeutsche Wirklichkeit auch nach dem Mauerfall erfahren will, der sollte zum Kriminalroman greifen.” Hartmut Mechtel, Jan Eik, Tom Wittgen, Frank Goyke…Wie die ostdeutschen Krimiautoren von den westdeutschen Literatur-Kolonisatoren gnadenlos plattgemacht wurden. Teils Psyche und Gesundheit ruiniert. “Einmarsch der Verbrecher”. Deutsche Machteliten und Übernahme von Gewalt-Gesellschaftsmodellen aus der Dritten Welt. **

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Das ZDF und die skurrilen Thesen über die DDR-Kriminalität:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/06/08/das-zdf-und-die-skurrilen-thesen-ueber-die-ddr-kriminalitaetin-der-realitaet-unterscheiden-sich-die-kriminalitaetsstatistiken-der-beiden-deutschen-staaten-kaum-voneinander-wahrheit-oder-luege/

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http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/31/verbrechensfoerderung-in-ostdeutschland-nach-der-feindlichen-uebernahmeannektion-von-1990-wie-sich-die-haftentlassung-nicht-resozialisierbarer-moerder-auswirkte-kriminalistikexperte-hans-thiers-au/

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Schilling folgt westlichen ideologischen Leitlinien und Interpretationsmustern – und kommt nicht selten zu kuriosen Bewertungen. Ein Vergleich der niedrigen DDR-Kriminalität mit der hohen BRD-Kriminalität fehlt in dem Buch – ob absichtsvoll oder nicht. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2018/08/28/chemnitz-2018-deutsche-machteliten-und-politmarionetten-kommen-bei-uebernahme-von-gewalt-gesellschaftsmodellen-aus-laendern-der-dritten-welt-weiter-gut-voran-organisiertes-verbrechen-und-paralysier/

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Verbrechen, die in der DDR undenkbar waren: “Immer mehr Mädchen und Frauen in Deutschland sind von Genitalverstümmelung betroffen.” Tagesschau, Juni 2020. Wie die GroKo tickt – die soziokulturelle Dekadenz Deutschlands. Was unter Merkel alles geht… **

Schilling bewertet die Stasi – auffälligerweise aber nicht den BND:

BNDMedienKnaur

“Undercover. Wie der BND die deutschen Medien steuert.” Erich Schmidt -Eenboom, Knaur-Verlag. 

Alle, die das Ende der DDR herbeisehnten, sind – da ist die Faktenlage eindeutig – West-Stasi-Chef Reinhard Gehlen und den von ihm herangebildeten Amtsnachfolgern zu höchstem Dank verpflichtet. Gehlen gab sein Bestes mit aller Konsequenz – wie unter Hitler oder im Falle Mosambik.

Die enorme politische Macht von West-Stasi-Chef und Nazi-Kriegsverbrecher Reinhard Gehlen: Warum DDR-Dramatiker Peter Hacks die BRD als “Nazistan” bezeichnet.

Nazistan-Funktionäre(u.a. Gehlen-Spektrum) heute flächendeckend an den Schaltstellen in Erfurt, Weimar, Jena.

Jude Gerry Wolff: “Und es wurde uns bald klar, daß hier in Westberlin wieder irgendwas schieflief. Denn unsere Nachbarn in der Wilmersdorfer Straße, die kamen, aus welchen Gründen auch immer, eines Tages und sagten: `Bei uns war irgendein Kollege vom Geheimdienst, von Herrn Gehlen, und wollte wissen, wer Sie sind.` Sie haben damals noch alle bespitzelt, die nicht mit Hitler zusammengearbeitet haben. Und Herr Gehlen war Nazigeneral…Heute grassiert immer noch eine politische Orientierungslosigkeit, noch dazu bei einer gewissen Pseudointelligenz…”http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/12/04/gerry-wolff-jude-in-der-ddr-die-rose-war-rot-wolfgang-herzberg-widersetzen-wir-uns-der-offizioesen-ritualisierten-abwertung-und-kriminalisierung-von-ddr-geschichte/#more-40719

Gräfin Razumovsky und Mosambik: http://www.hart-brasilientexte.de/2019/04/24/mosambik-dorothea-graefin-razumovsky-bnd-und-kindersoldaten-letzte-hoffnung-am-kap-deutsche-verlags-anstalt-stuttgart-explosive-informationen-zu-denen-maasspd-steinmeierspd-etc-lieber/

MechtelGlauser

Der Krimi über den BND. Ostdeutscher Glauser-Preisträger Hartmut Mechtel – BND-Krimi “Das Netz der Schatten”.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/02/16/afd-pegida-ostdeutsche-systemkritiker-als-schwerpunkt-deutscherwestlicher-geheimdienste-besonders-im-wahlkampf-2019-die-bnd-trilogie-des-ostdeutschen-bestsellerautors-hartmut-mechtel-1-der-unsi/

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Hans Thiers, Kriminalrat a. D., langjähriger Leiter der Morduntersuchungskommission des DDR-Bezirks Gera, nach dem Website-Gespräch 2020.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/13/hans-thiers-aus-gera-ostdeutschlands-bekanntester-kriminalitaetsexperteein-hoch-auf-kriminalistisches-gespuer-ostthueringer-zeitung-13-februar-2020-thiers-kritisiert-scharf-den-krimi-mord/

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Ausriß.”Mit dem Fall der Mauer trat eine Wende ein. So mancher Mörder der DDR wurde zum Serienmörder in der BRD.”http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/20/mordfaelle-im-bezirk-gera-iii-das-neue-buch-von-hans-thiers/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/06/23/thueringen-2020-weiter-stasi-ueberpruefung-von-landtagsabgeordneten-doch-keine-bnd-mad-cia-ueberpruefung-wg-damaliger-und-heutiger-mitarbeitverstrickungen-wer-soll-warum-gedeckt-werden-die-hist/

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Ausriß. “Mit durchschnittlich nur 750 Straftaten pro 100000 Einwohnern und Jahr gehörte die DDR zu den sichersten Ländern der Welt.” Thüringen 2016: 6875 Straftaten pro 100000 Einwohner, laut amtlicher Statistik. “Im Jahr 2016 wurden in Berlin 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner registriert.” Direkt bzw. indirekt politisch Verantwortliche weiter auf freiem Fuß, straffrei.

Feindliche Übernahme von 1989/1990 – die andere(französische) Sicht von “Le Monde diplomatique”: Annexion/Annektierung statt “Wiedervereinigung”. “Il y a trente ans, la chute du mur de Berlin. Allemagne de l’Est, histoire d’une annexion. Mythe fondateur de l’Union européenne, l’année 1989 est pourtant un symbole équivoque. Ainsi, en Allemagne de l’Est, l’accès aux libertés politiques et à la consommation de masse fut payé au prix fort — celui d’un effondrement social et d’une prédation économique souvent ignorés à l’Ouest.” Viel Zustimmung – und Ablehnung in Frankreich zur Le-Diplo-Position. Welche Analysen deutschen Staats-und Mainstreammedien streng verboten sind…http://www.hart-brasilientexte.de/2019/11/07/feindliche-uebernahme-von-19891990-die-anderefranzoesische-sicht-von-le-monde-diplomatique-annexionannektierung-statt-wiedervereinigung-il-y-a-trente-ans-la-chute-du-mur-de-berlin/.

“Einmarsch der Verbrecher” – Buch von Klaus Huhn:

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Ausriß. Die Ziele der feindlichen Übernahme von 1990. Was linientreue Bürgerrechtler den  Leuten verschwiegen…

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Ausriß: Offiziell nur rd. 65 Prozent Aufklärungsquote – Medien dürfen keine Vergleiche zur Kriminalität zu DDR-Zeiten ziehen. Strenge Zensurvorschriften?

Ost-Krimiautor Hartmut Mechtel:

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Ausriß.

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-http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/06/von-bundesdeutschem-boden-den-terror-in-mosambik-geplant-frankfurter-rundschau-4-10-1989-ueber-die-terrororganisation-renamo-die-opfer-der-toedlichen-terrorattacken-viele-ddr-entwicklungshelf/

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Erbitterter Kampf von Bürgerrechtlern mit westlicher Unterstützung für die Wiedereinführung des Kapitalismus, den Beitritt zur NATO – die Wirkung auf Autoren:

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http://www.hart-brasilientexte.de/2019/11/13/nur-27-prozent-der-deutschen-zwischen-elbe-und-oderneisse-wollen-dass-die-ddr-mit-der-brd-einen-gemeinsamen-staat-bildet-71-prozent-hingegen-meinen-dass-die-ddr-ein-souveraener-staat-bleiben/

BRDschlauerBerlin

“Die BRD war schlauer, das Geld ist jetzt die Mauer.”

Aost15

Westlich linientreue Ost-Autoren wurden nach 1990 vom Staat, den neuen Machthabern subventioniert – Leute wie Mechtel natürlich nicht.

MechtelKrimis1

Mechtel-Krimis – Auswahl.http://www.hartmut-mechtel.de/

Was Ostdeutsche anwidert(Wessi-Mentalität):

“Identitätsmanagement – das neoliberale Selbst.” Frankfurter Allgemeine Zeitung. ” Längst herrscht der Zwang, Körper und Seele entsprechend den Anforderungen des Marktes zu gestalten.” Demokratiebegriff heute. Mit welchen extrem artifiziellen Figuren man heute im Berufsleben zwangsläufig konfrontiert ist(In Politik und Journaille besonders abstoßend) . **

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/identitaetsmanagement-das-neoliberale-selbst-12574151.html

 Die Zersplitterung des neoliberalen Selbst beginnt in dem Moment, da eine handelnde Person erkennt, dass sie nicht bloß Studentin oder Angestellte ist – sondern zugleich ein Produkt, das verkauft werden muss; eine wandelnde Reklame; ein Verwalter des eigenen Lebenslaufs; und der Entrepreneur der eigenen Möglichkeiten. Er oder sie muss damit zurechtkommen, gleichzeitig Subjekt, Objekt und Zuschauer zu sein. Sie ist gleichzeitig das Geschäft, der Rohstoff, das Produkt und der Kunde des eigenen Lebens. Sie ist ein Haufen von Werten, die investiert, betreut, verwaltet und entwickelt werden wollen; sie ist zugleich aber auch eine Ansammlung von Risiken, die ausgelagert und minimiert werden müssen und gegen die man wetten kann. Sie ist beides, der Star und das entzückte Publikum der eigenen Vorstellung. Es geht hier nicht um Masken, die man mühelos ausprobieren könnte. Es geht um Rollen, die ständig verstärkt und reglementiert werden müssen. Foucault hat darauf hingewiesen, dass das neoliberale Selbst die Grenze zwischen Produktion und Konsum verwischt. Weiterhin gibt es keine vorgegebenen Hierarchien und festen Handlungsmuster, es gibt für jeden nur ein ständig wechselndes Rollenverzeichnis, das sich nach den Erfordernissen des Moments richtet. Den größtmöglichen Nutzen erwirtschaftet die handelnde Person, wenn sie sich als in jeder denkbaren Hinsicht absolut flexibel zeigt.(FAZ)

Aost3

 

“Erstens hat der Aufbau Ost die frühere DDR nicht in eine Boomregion verwandelt, sondern in eine Kolonie”.

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Kolonie Ostdeutschland. DER SPIEGEL 2019. Was die DDR-Systemkritiker unbedingt wollten…”Der ökonomischen Kolonisierung folgte die kulturelle, soziale und demografische”.

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Gerhard Schilling, westliche ideologische Leitlinien, bizarre westdeutsche Deutungs-und Interpretationshoheit(in Ostdeutschland inzwischen längst mit ätzender Ironie belegt):

Aost4

 

“Charakteristisch für Wittgen ist eine tendenziell negative Darstellung der Wende”:

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Aost8

 

Gesamtdeutsche Identität?

Aost9

 

-“Die bundesrepublikanischen Kriminalromane erreichten bei Weitem nicht die Auflagenhöhe, die die DDR-Krimis aufwiesen.”:

Aost12

Wie es der westdeutsche Rowohlt-Autor Max Annas sieht: Zwar gab es auch in der DDR Krimis, die „Blaulicht“-Hefte, der „Polizeiruf“, aber das ist nicht das, was ich unter dem Genre verstehe. In der DDR gab es offiziell keine Verbrechen in der Mitte der Gesellschaft. Und somit gab es streng genommen auch keine Kriminalromane, die diese Verbrechen spiegeln.

Das Unango-Attentat:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/12/28/1984-wurden-in-mosambik-acht-ddr-helfer-ermordet-darunter-auch-thueringer-manfred-grunewald-laesst-die-erinnerung-daran-nicht-los-die-westdeutsche-thueringer-allgemeinefunke-medienkonzern-esse/

GruneRenamo1

Terroristen westlicher Geheimdienste, laut Faktenlage. Figuren wie diese stoppten Erntegut-LKW, schlugen die unbewaffneten Fahrer, Beifahrer tot, fackelten die mit dringend in den Städten benötigten Nahrungsmitteln(Mais, Gemüse etc.) beladenen Laster ab. Foto in Unango aufgenommen 1984 von Manfred Grunewald, Frauenprießnitz/Thüringen.

Mosambik-Dossier 9. “RENAMO – Terrorism in Mozambique”, von Alex Vines, Centre for Southern African Studies, University of York. Wie Westdeutschland und sein Geheimdienst BND den kalten/heißen Krieg u.a. gegen Ostdeutsche in Mosambik führten – sich dazu just einer extrem sadistischen Terrororganisation bedienten. Weiter warten auf Positionierung von Merkel, Schäuble. Steinmeier, Gauck, Ramelow etc…:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/28/renamo-terrorism-in-mozambique-von-alex-vines-centre-for-southern-african-studies-university-of-york-wie-westdeutschland-und-sein-geheimdienst-bnd-den-kaltenheissen-krieg-u-a-gegen-ostdeut/.

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Der verkorkste Max-Annas-Krimi(Rowohlt):

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/13/max-annas-lesung-in-weimar-2020-westdeutsche-thueringer-allgemeinefunke-medienkonzern-essennrw-mit-grossanzeige-fuer-den-autor-und-sein-stark-umstrittenes-buch-was-alles-im-zeitungstext-natuerlic/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/06/mdr-lebensretter-am-6-2-2020-warum-fehlen-beim-thema-mosambik-die-wichtigsten-brisantesten-fakten-warum-bringt-der-zwangsfinanzierte-oeffentlich-rechtliche-sender-nicht-die-ganze-wahrheit-jene-n/

Mosambik-Dossier 1:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/12/28/1984-wurden-in-mosambik-acht-ddr-helfer-ermordet-darunter-auch-thueringer-manfred-grunewald-laesst-die-erinnerung-daran-nicht-los-die-westdeutsche-thueringer-allgemeinefunke-medienkonzern-esse/.

Mosambik-Dossier 2: http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/03/mosambik-dossier-2-die-ermordeten-ddr-entwicklungshelfer-das-kriegsbuendnis-nato-der-bnd/.

Mosambik-Dossier 3: http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/10/westliche-oelinteressen-und-der-kalteheisse-krieg-gert-bonk-ostdeutscher-geophysiker-mosambik-experte-mosambik-dossier-3/

Das politisch brisante Dementi der CDU-Kohl-Regierung von 1984:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/18/mosambik-die-attentate-auf-ddr-entwicklungshelfer-das-politisch-brisante-dementi1984-der-cdu-kohl-regierung-auf-eine-anfrage-der-gruenen-bundestagsabgeordneten-gabriele-gottwaldheute-linkspartei/.

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https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/ex-ddr-vertragsarbeiterin-in-dresden-wie-olga-macuacua-aus-mosambik-rassismus-erlebte-und-erlebt/25466712.html. Wahrheit oder Lüge?

 http://www.hart-brasilientexte.de/2020/01/08/irakkrieg-hintergrund-der-tod-des-reuters-journalisten-wikileaks-video/

Mosambik und die bemerkenswerten Ungereimtheiten in der Berichterstattung deutscher Medien, darunter der zwangsfinanzierten ARD. Was ist Wahrheit, was Lüge? Wie der renommierte ostdeutsche Afrikaexperte Dr. Ulrich van der Heyden den Darstellungen von Staats-und Mainstream-Medien deutlich widerspricht – die kritisierten Medien indessen nicht den geringsten Versuch machen, Dr. van der Heyden zu widerlegen, zu dementieren. Mosambik-Dossier 4:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/23/mosambik-und-die-bemerkenswerten-ungereimtheiten-in-der-berichterstattung-deutscher-medien-darunter-der-zwangsfinanzierten-ard-was-ist-wahrheit-was-luege-wie-der-renommierte-ostdeutsche-afrikaexpe/.

Aufregung um Max Annas. Von Hartmut Mechtel (ostdeutscher Krimiautor), Februar 2020. **

Es gibt zwei mögliche Betrachtungsweisen. Zum einen kann man “Morduntersuchungskommission” als Krimi betrachten. Zum anderen kommt später dran. Ein Krimi also, gar ein historischer. Er spielt vor 37 Jahren in einem Land, das es seit 30 Jahren nicht mehr gibt. Der Autor hatte es bestenfalls besuchsweise kennengelernt, aber wenn der Krimi in noch fernerer Vergangenheit spielen würde, in der Blütezeit der Hanse oder unter Mönchen im Mittelalter, wäre nicht mal das möglich gewesen. Darf der Westdeutsche einen Krimi schreiben, der in der DDR spielt? Auf jeden Fall. Die DDR bietet sich an für romanhaft düstere Begebenheiten unter den wachsamen Augen der Stasi. Annas schuf eine MUK (die sprachökonomische Abkürzung versteht heute keiner mehr, also schrieb er das Wort im Titel aus), schildert den trotz der Blutspritzer grauen Alltag, und dann geschieht ein Verbrechen, das so ekelhaft ist, wie es sich für einen Krimi gehört. Natürlich wird der redliche Detektiv (ein Oberleutnant, heute würde man Oberkommissar sagen) von oben (das sind die eigenen Vorgesetzten und zusätzlich noch der Geheimdienst) behindert, auch das gehört zum Genre und geschieht in hunderten von Westkrimis. Der Kommissar trinkt viel, sogar im Dienst. Auch wenn so etwas in der Wirklichkeit selten vorgekommen sein dürfte, gehört es zum Genre. Sherlock Holmes hat sogar gekokst. Was im Krimi geschieht, sollte einerseits spektakulär (ein Mord, den aufzuklären lohnt) und andererseits möglich sein. Die zertrümmerte Leiche eines Afrikaners wird an einer Thüringer Bahnstrecke gefunden. Hinreichend spektakulär. Gab es in der DDR Ausländerfeindlichkeit? Natürlich. Wurde in der DDR die Öffentlichkeit für unangenehme Wahrheiten behindert? Allerdings. Darf ein Krimi Verbrechen erfinden, die nie geschehen sind? Klar darf er das, davon lebt das Genre, davon lebte es auch schon in der DDR, in der auf den Buchseiten viel mehr Mordopfer ausbluteten, als es in der Wirklichkeit gab. Die Handlung ist prinzipiell möglich unter Berücksichtigung der Genrekonvention. Der Autor hat mit dem Schreiben von Dialogen Probleme, sie sind oft gestelzt und fast immer witzlos. In der DDR wurden bis zum Überdruss Phrasen gedroschen. Aber nicht unbedingt im Privatgespräch, nicht mal unter Polizisten. Das permanente Anagitieren im Privatgespräch ist unglaubwürdig. Ich empfand die Erzählweise als langweilig. Die Charaktere bleiben blass, selbst der redliche Detektiv hat wenig Profil, und dass er am Ende zum Vigilanten wird wie der Punisher, ist nur deshalb nachvollziehbar, weil Otto Castorp so blass bleibt, dass alles möglich ist (außer, vielleicht, seinem aus Thomas Manns “Zauberberg” entlehnten Familiennamen, der denn doch hochstaplerisch wirkt für den, es mitbekommt). Zusammengefasst: “Morduntersuchungskommission” ist ein durchschnittlicher Krimi, der das Genre bedient. “Durchschnittlich” mag im Einerseits der wichtigste Begriff sein.

Das Andererseits freilich kann selbst ich nicht schönreden: Andererseits ist das Buch eine propagandistische Kampfschrift, vom Autor gewollt, vom Verlag gepusht, von Kritikern wegen seiner Authentizität bejubelt. Es wird behauptet, das sei mehr als ein Krimi. Den Fall habe es, wenn auch an einem anderen Ort und in einem anderen Jahr, wirklich gegeben. Die Wahrheit? Dass der Mosambikaner Manuel Diogo, dem das Buch gewidmet ist, von Rassisten ermordet wurde, haben Sensationsjournalisten erfunden. Realer Rassismus im Osten – das waren Beschimpfungen, Spottnamen, allenfalls Schlägereien (von denen man nichts in Zeitungen las; Öffentlichkeit über Unerwünschtes wurde in der DDR durch Klatsch und Tratsch und auch durch das Westfernsehen hergestellt; hätte es einen rassistischen Mord an einem Mosambikaner gegeben, dann hätte die Stasi vertuschen können, soviel sie wollte, wir hätten davon erfahren). Die bekanntesten “Neonazis”, die Ost-Skinheads, waren zunächst eher unpolitisch, bis sich ein kleiner Teil dann nach rechts orientierte, aber selbst dann eher Linke (oder was sie dafür hielten) attackierte als Ausländer. So bekannt, dass sich ihre Existenz nicht mehr vertuschen ließ, wurden sie 1987, als eine Gruppe die Berliner Zionskirche stürmte, auf die Besucher eines Konzerts einschlug, dabei rechtsradikale Parolen brüllte und eine Massenpanik auslöste. Die Polizei griff nicht zeitnah ein, vermutlich, weil die Konzertbesucher oppositionsverdächtig waren und man ihnen die Dresche gönnte, nahm aber dann doch die Schlägerbande fest. Rechtsradikalismus wurde zwar verschwiegen, aber nicht toleriert. Wobei nicht alles rechts war, was so genannt wurde. Selbst ein Hakenkreuz war nicht immer eindeutiges Symbol rechter Gesinnung. Der verordnete Antifaschismus weckte Überdruss; mit nichts konnte man die Machthaber besser ärgern als mit einem Hakenkreuz. Und dann gar noch auf die Mauer eines jüdischen Friedhofs geschmiert, so groß, dass es die Vorbeigehenden sahen, es sich also im Buschfunk mit Sicherheit verbreiten würde. War das antijüdisch? Ja, aber nicht nur. Es war, was heute gern vergessen wird, gegen die verordnete politische Korrektheit gerichtet, unreif oppositionell. Die Skinheads waren von Stasispitzeln unterwandert, und fielen sie deutlich auf (durch Schlägereien oder rechte Parolen in der Öffentlichkeit), wurden sie festgenommen, eingesperrt und oft vom Westen freigekauft und als Märtyrer des Unrechtsregimes begrüßt; bis dahin beschreibt es Ottos Stasi-Bruder in Annas’ Buch richtig, dann geht der Propaganda-Gaul mit dem Autor durch. Die (de facto wenige Dutzend) abgeschobenen nationalistischen Rowdys vernetzen sich im Westen. “Wir produzieren die Neonazis für die BRD?” fragt daraufhin Otto seinen Stasibruder. Tolle Erklärung. Selbst die Westneonazis sind also (zu großen Teilen) Ostprodukte. Da sind sie drüben ja fein raus. Was auch immer sie selbst taten, die DDR war schlimmer. Warum ist das Mordopfer im Buch ausgerechnet Mosambikaner? Auf den ersten Blick: weil der zugrundegelegte Unfall einen Mosambikaner betraf. Auf den zweiten Blick: um vergessen zu machen, dass die Bundesrepublik (der BND) in Mosambik eine Mörderbande unterstützte, die Hunderttausende ermordete, darunter auch Entwicklungshelfer aus der DDR. Die Beteiligung des BND ist hinreichend bekannt, auch wenn sie von der (jetzigen) Regierung bestritten wird. Im Buch kommt sie nicht vor, dafür aber, dass die DDR schuld daran sei, dass ein Mosambikaner aus rassistischen Gründen ermordet wurde, weil existierender Rassismus vertuscht worden sei. Annas werfe die Frage auf, heißt es in einer Rezension, “inwieweit die verordnete Ignoranz gegenüber rassistischen und neonazistischen Tendenzen in der DDR die heutige fremdenfeindliche Gewalt in Ostdeutschland befeuert.” Nicht etwa die Realitäten der Gegenwart befördern Fremdenfeindlichkeit, sondern die Ignoranz eines vor 30 Jahren abgeschafften Staates. So einfach kann man sich die Welt machen.

Das wäre ein schöner Schlusssatz gewesen, obwohl längst nicht alles gesagt ist, doch auf einen Satz (der nicht von Annas stammt, sondern von seinem Lektor oder den PR-Strategen seines Verlages) muss ich noch eingehen: “Der erste große Kriminalroman, der in der DDR spielt.” Spiegel-Kritiker Marcus Müntefering mildert die maßlose Übertreibung der Formulierung leicht ab, um dann desto kräftiger nachzutreten: “Aktuelle Kriminalromane, die in der DDR angesiedelt sind, gibt es bislang ähnlich wenige, wie es Möglichkeiten gibt, nachzuvollziehen, wie es eigentlich um die Kriminalliteratur der DDR bestellt war. Viel wird es da wohl nicht zu entdecken geben, das Genre war von den Machthabern eher ungern gesehen; schließlich konnte es Verbrechen, vor allem aus ideologischen Motiven, nur im Westen geben, als Folge der Verfehlungen des Kapitalismus.” Als hätte Bosheit allein noch nicht gereicht, musste sie auch noch mit Unwissenheit gepaart werden. Krimis waren die auflagenstärkste Genreliteratur der DDR. Erstauflage der wichtigsten Edition “DIE-Reihe”: 100.000 Exemplare; es gab Nachauflagen, weil die erste Auflage meist in einer Woche restlos verkauft wurde; der Verlag Das Neue Berlin war, wie fast alle Verlage, in Parteihand; dass die Machthaber das Genre ungern sahen, ist Blödsinn. Was sie tatsächlich ungern sahen, war Kritik an der Gesellschaft, unabhängig vom Genre, aber der Krimi durfte sich mehr erlauben, weil er von Verbrechen erzählte, die außer in den Fünfzigern eher nichts mit dem Kapitalismus zu tun hatten, also hausgemacht waren. Der Krimi ist seiner Natur nach gesellschaftskritisch, das war in der DDR nicht anders als überall auf der Welt. Und er wurde massenhaft gelesen, weil er als eine Art Presseersatz diente: Was die Zeitungen nicht druckten, stand im Krimi. Ging man zu weit in der Kritik, griff freilich die Zensur ein und stoppte das Buch (ist mir selbst einmal passiert; “Unter der Yacht”, 1988 geschrieben, erschien erst 1991; Verbrechenshintergrund war übrigens die zur Existenzvernichtung eingesetzte verordnete Ideologie), aber auch die erschienenen Krimis waren eher kritisch als apologetisch. Ob sie auch groß waren, sei dahingestellt, die meisten eher nicht, aber es waren Dutzende dabei, die die Größe des Annas-Krimis mindestens erreichten (was freilich nicht wirklich schwer ist). Was der DDR-Krimi soll, kann und darf, wurde bereits zu DDR-Zeiten – zuweilen heftig – öffentlich diskutiert (dokumentiert in “Tatbestand. Ansichten zur Kriminalliteratur der DDR 1947-1986? von Reinhard Hillich, © Akademie-Verlag 1988), inzwischen sind etliche neuere Betrachtungen zum Krimi Ost erschienen. Dabei geht es um Krimis aus der DDR. Kurz nach 1990 erschienen auch einige Krimis von Ost-Autoren über den gerade untergegangenen Staat; wer auf sich hielt, schrieb seinen Wendekrimi, so kritisch wie Annas, aber im Unterschied zu ihm dabei wahrhaftig. Um nicht nur mich anzupreisen, nenne ich ein paar Namen und Titel: Tom Wittgen, “Staatsjagd”. Jan Eik: “Wer nicht stirbt zur rechten Zeit”. Karl Heinz Berger: “Was ich weiß, macht mich heiß”. Wolfgang Schreyer: “Nebel”. Das war es noch lange nicht, mag hier aber reichen. Es gab Krimis in der DDR, und es gab einigermaßen große Krimis über die DDR, so wie es auch zugängliche Bücher über den Krimi Ost gibt. Es wäre nicht wirklich schwer, etwas darüber zu erfahren, wenn man es denn wissen wollte. Aber Wissen stört, wenn es um Propaganda geht.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/27/max-annas-morduntersuchungskommission-rowohlt-hundert-augen-fuer-manuel-diogo1963-1986-ein-neuer-krimi-von-2019-der-mosambikaner-manuel-diogo-in-der-ddr-kuriose-ungereimtheiten-mosa/

Was Westautor Max Annas mit politischer Bildung im Osten zu tun hat. Der Annas-Krimi wird sogar von Staat und Regierung, darunter der Ramelow-Regierung, auf Steuerzahlerkosten  gefördert. Besondere Linientreue?:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/04/die-landeszentrale-fuer-politische-bildung-in-thueringen-foerdert-unterstuetzt-sehr-aktiv-den-westdeutschen-autor-max-annas-und-seinen-heftig-umstrittenen-krimi-morduntersuchungskommission/

“Der erste große Kriminalroman, der in der DDR spielt.” Rowohlt-Verlagsmitteilung. Wahrheit oder Lüge?

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Lesungen mit Hans Thiers:https://www.youtube.com/watch?v=K7A9fz900M4

https://www.youtube.com/watch?v=ET5JFCEBhfw

„Morduntersuchungskommission“ von Max Annas vs. „Mordfälle im Bezirk Gera“ (Band I-III) von Hans Thiers. Ein Vergleich zwischen Roman und Sachbuch

Die Bücher können nicht unterschiedlicher sein: Der Roman von Krimipreisträger Max Annas „Morduntersuchungskommission“ (erschienen im rohwolt Verlag, Hamburg) und die Sachbücher von Kriminalrat a. D. Hans Thiers „Mordfälle im Bezirk Gera I-III“ (erschienen im Verlag Kirchschlager, Arnstadt). Die Bücher haben – mehr oder weniger – die Arbeit der Morduntersuchungskommission (MUK) des Bezirks Gera zum Gegenstand. Bei Annas heißt der MUK-Mann Otto Castorp, der Autor der Mordfälle im Bezirk Gera I-III heißt Hans Thiers und war zehn Jahre MUK-Leiter – er ist sozusagen das „Vorbild“ für den „Romanhelden“. Doch beide Personen unterscheiden sich eklatant. Der literarische DDR-Kriminalist ist Alkoholiker und Fremdgeher und wird von seinem Bruder (einem Stasimann) an den Ermittlungen behindert

Hans Thiers – der andere, der echte MUK-Mann, der mit seinem Kollektiv (nicht Team!) eine Aufklärungsquote von 98 % erreicht hat, hat über die Mordfälle im Bezirk Gera drei Bücher geschrieben, sachlich, informativ, mit viellen Quellen unterlegt.

Nach Aussagen des Verlags sei der Roman von Max Annas „der erste große Kriminalroman, der in der DDR spielt.“ Der Inhalt ist konstruiert, soll sich aber an einem wahren Fall orientieren. Fakt ist: Dieser Fall stammt aber nicht aus dem Bezirk Gera (Mitteilung von Hans Thiers).

Zum Inhalt, so wie ihn uns der Verlag vorstellt: „An einer Bahnstrecke nahe Jena wird 1983 eine entstellte Leiche gefunden. Wie ist der junge Mosambikaner zu Tode gekommen? Oberleutnant Otto Castorp von der Morduntersuchungskommission Gera sucht Zeugen und stößt auf Schweigen. Doch Indizien weisen auf ein rassistisches Verbrechen. Als sich dies nicht länger übersehen lässt, werden die Ermittlungen auf Weisung von oben eingestellt. Denn so ein Mord ist in der DDR nicht vorstellbar. Also ermittelt Otto Castorp auf eigene Faust weiter. Und wird dabei beobachtet. Ein eminent politisches Buch nach einem historischen Fall.“

Prof. Frank-Rainer Schurich, ein Kriminologe, schreibt in seinem Nachwort zu dem Buch von Hans Thiers folgendes und bezieht sich auf die tatsächliche Arbeit der MUK des Bezirks Gera, die sich auf Kriminalakten und den Erinnerungen der Kriminalisten stützt:: „Die vorgestellten Berichte, Dokumente und Abbildungen aus der Arbeit der Morduntersuchungskommission Gera zeigen, daß sehr gut ausgebildete Kriminalisten mit hohem Engagement am Werke waren, nicht immer auf Anhieb erfolgreich. Auch der berühmte Kommissar Zufall kam ihnen zu Hilfe – dies unterscheidet die Kripo der DDR wohl kaum von der Kriminalpolizei der alten Bundesrepublik. Und es wird auch sinnfällig, daß gesellschaftlichen Bedingungen zur Vorbeugung von Straftaten und zur Ermittlung von Rechtsverletzern vorhanden waren, bei der oft viele Menschen ohne Sensationsgier, finanzielle Interessen oder Geltungssucht mitwirkten.
Die Fälle sind sachlich, aber dennoch spannend erzählt. Bemerkenswert, daß auch die Schutzpolizisten eine hervorragende Arbeit machten und die Kriminalpolizei unterstützten. Im Fall der Camburger Kindesmörderin Hannelore Philipowski aus dem Jahr 1964 hatte z. B. VP-Hauptwachtmeister Hartje einen Ermittlungsbericht geschrieben, den man heute durchaus in Kriminalistik-Lehrbüchern als Muster abdrucken könnte.
In einigen hier abgedruckten Fällen wird deutlich, daß es in der DDR in erster Linie nicht um die Bestrafung der Täter ging, sondern, falls kein Todesurteil erfolgte, nach Strafverbüßung um die Wiedereingliederung in die Gesellschaft. (…)
Auch der Säuglingsmörder von Neustadt (Orla) aus dem Jahr 1965 wurde zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt, 1980 aber im Rahmen einer Amnestie aus dem Strafvollzug entlassen. Nach der „Wende“ strebte er ein Rehabilitierungsverfahren an, dessen Antrag 1998 vor der 6. Strafkammer des Landgerichts Gera konsequent zurückgewiesen wurde. Die DDR-Justiz hatte Recht gesprochen, so daß der perfide Plan des Mörders, als politisch Verurteilter anerkannt zu werden, kläglich scheiterte.
Dr. Erardo C. Rautenberg (1953-2018), damals Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg, schrieb 2011, passend zu diesem Fall: Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung aus dem Jahr 1994 als „allgemeinkundig“ bezeichnet, dass Richter der DDR, zumal in den letzten Jahren, bei der Aburteilung von Taten der gewöhnlichen Kriminalität, insbesondere von Kapitaldelikten, eine Tätigkeit entfaltet haben, die mit dem Wirken von Richtern in der Bundesrepublik Deutschland insofern vergleichbar war, als unter den gegebenen Bedingungen die Verwirklichung von Gerechtigkeit angestrebt wurde. Auch hätten „die Staatsanwälte der DDR bei der Ahndung gewöhnlicher Kriminalität mitgewirkt und damit zum Schutz der Menschen vor solcher Kriminalität beigetragen“. Und Rautenberg ist der Meinung, daß Kriminalisten, Staatsanwälte und Richter in der DDR nicht nur politisch agiert, sondern auch anerkennenswerte Strafverfolgung betrieben haben. Was auch durch Hans Thiers wieder einmal bewiesen wurde.
Zur Gesetzlichkeit und Verwirklichung von Gerechtigkeit kann man z. B. etwas im Fall Rosmarie Morawe aus Ronneburg lesen, die seit dem 15. Mai 1968 vermißt wurde und heute noch vermißt wird. Dem dringend Tatverdächtigen konnte ein Mord nicht nachgewiesen werden, so daß das Ermittlungsverfahren gegen ihn eingestellt wurde. Und bei einer außergewöhnlichen Kindestötung in Jena-Lobeda (1977) hatte die Täterin zwar ein umfassendes Geständnis abgelegt, wurde aber letztlich nur wegen fahrlässiger Tötung mit einem Jahr Freiheitsentzug auf zwei Jahre Bewährung verurteilt. Das Oberste Gericht der DDR hatte in einem Berufungsverfahren festgestellt, daß sie kurz nach der Geburt kurzzeitig bewusstlos gewesen sein soll und sich deshalb nicht umfassend um die Lebenserhaltung des Neugeborenen kümmern konnte.
Hans Thiers verschweigt aber nicht, daß es durchaus Fälle gegeben hat, in denen das Prinzip der Gesetzlichkeit verletzt wurde. So hatte ein Kinderarzt gegen die „Arbeitsanordnung über die Meldepflicht der Ärzte bei Verdacht auf strafbare Handlungen gegen Leben und Gesundheit“ vom 30. Juli 1967 eklatant verstoßen, weil er die massiven Mißhandlungen eines Säuglings nicht anzeigte. Gegen den Kinderfacharzt wurde ein Disziplinarverfahren durchgeführt, das mit einem strengen Verweis endete.
Das Buch beweist zudem, daß die Zusammenarbeit mit den Justizorganen anderer sozialistischen Länder funktionierte. Eine ungarische Staatsbürgerin, die ihre zweijährige Tochter in Elsterberg tötete (1977), wurde in der Ungarischen Volksrepublik zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
Mehrere Kriminalfälle zeigen, dass vorläufig eingestellte Ermittlungsverfahren bei geringsten Hinweisen in der DDR sofort wieder aktiviert worden sind, um die Schuldigen zu ermitteln. Mit der Bildung der „SOKO Altfälle“ konnten vor allem durch DNA-Spuren in Thüringen noch Mordfälle geklärt werden, nachdem es die DDR nicht mehr gab.
Im Buch entdeckt man verdienstvolle Wissenschaftler und Gutachter: Prof. Dr. med. habil. Gerhard Hansen und Prof. Dr. med. habil. Christiane Kerde vom Institut für Gerichtliche Medizin und Kriminalistik der Universität in Jena, den Psychiater Dr. med. Manfred Ochernal, damals Chefarzt im Haftkrankenhaus Waldheim und Leiter der psychiatrischen Beobachtungsstelle, später Professor an der Sektion Kriminalistik der Humboldt-Universität zu Berlin.
Die vorgestellten Berichte, Dokumente und Abbildungen aus der Arbeit der Morduntersuchungskommission Gera zeigen, daß sehr gut ausgebildete Kriminalisten mit hohem Engagement am Werke waren, nicht immer auf Anhieb erfolgreich. Auch der berühmte Kommissar Zufall kam ihnen zu Hilfe – dies unterscheidet die Kripo der DDR wohl kaum von der Kriminalpolizei der alten Bundesrepublik. Und es wird auch sinnfällig, daß gesellschaftlichen Bedingungen zur Vorbeugung von Straftaten und zur Ermittlung von Rechtsverletzern vorhanden waren, bei der oft viele Menschen ohne Sensationsgier, finanzielle Interessen oder Geltungssucht mitwirkten.
Die Fälle sind sachlich, aber dennoch spannend erzählt. Bemerkenswert, daß auch die Schutzpolizisten eine hervorragende Arbeit machten und die Kriminalpolizei unterstützten. Im Fall der Camburger Kindesmörderin Hannelore Philipowski aus dem Jahr 1964 hatte z. B. VP-Hauptwachtmeister Hartje einen Ermittlungsbericht geschrieben, den man heute durchaus in Kriminalistik-Lehrbüchern als Muster abdrucken könnte.
In einigen hier abgedruckten Fällen wird deutlich, daß es in der DDR in erster Linie nicht um die Bestrafung der Täter ging, sondern, falls kein Todesurteil erfolgte, nach Strafverbüßung um die Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Die schon genannte Hannelore Philipowski, zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt, verbüßte für die Tötung ihrer beiden Mädchen zwölf Jahre in der Strafvollzugsanstalt Hoheneck in Stollberg (Erzgebirge) und wurde dann auf Bewährung entlassen.
Auch der Säuglingsmörder von Neustadt (Orla) aus dem Jahr 1965 wurde zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt, 1980 aber im Rahmen einer Amnestie aus dem Strafvollzug entlassen. Nach der „Wende“ strebte er ein Rehabilitierungsverfahren an, dessen Antrag 1998 vor der 6. Strafkammer des Landgerichts Gera konsequent zurückgewiesen wurde. Die DDR-Justiz hatte Recht gesprochen, so daß der perfide Plan des Mörders, als politisch Verurteilter anerkannt zu werden, kläglich scheiterte.
Dr. Erardo C. Rautenberg (1953-2018), damals Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg, schrieb 2011, passend zu diesem Fall: Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung aus dem Jahr 1994 als „allgemeinkundig“ bezeichnet, dass Richter der DDR, zumal in den letzten Jahren, bei der Aburteilung von Taten der gewöhnlichen Kriminalität, insbesondere von Kapitaldelikten, eine Tätigkeit entfaltet haben, die mit dem Wirken von Richtern in der Bundesrepublik Deutschland insofern vergleichbar war, als unter den gegebenen Bedingungen die Verwirklichung von Gerechtigkeit angestrebt wurde. Auch hätten „die Staatsanwälte der DDR bei der Ahndung gewöhnlicher Kriminalität mitgewirkt und damit zum Schutz der Menschen vor solcher Kriminalität beigetragen“. Und Rautenberg ist der Meinung, daß Kriminalisten, Staatsanwälte und Richter in der DDR nicht nur politisch agiert, sondern auch anerkennenswerte Strafverfolgung betrieben haben. Was auch durch Hans Thiers wieder einmal bewiesen wurde.
Zur Gesetzlichkeit und Verwirklichung von Gerechtigkeit kann man z. B. etwas im Fall Rosmarie Morawe aus Ronneburg lesen, die seit dem 15. Mai 1968 vermißt wurde und heute noch vermißt wird. Dem dringend Tatverdächtigen konnte ein Mord nicht nachgewiesen werden, so daß das Ermittlungsverfahren gegen ihn eingestellt wurde. Und bei einer außergewöhnlichen Kindestötung in Jena-Lobeda (1977) hatte die Täterin zwar ein umfassendes Geständnis abgelegt, wurde aber letztlich nur wegen fahrlässiger Tötung mit einem Jahr Freiheitsentzug auf zwei Jahre Bewährung verurteilt. Das Oberste Gericht der DDR hatte in einem Berufungsverfahren festgestellt, daß sie kurz nach der Geburt kurzzeitig bewusstlos gewesen sein soll und sich deshalb nicht umfassend um die Lebenserhaltung des Neugeborenen kümmern konnte.
Hans Thiers verschweigt aber nicht, daß es durchaus Fälle gegeben hat, in denen das Prinzip der Gesetzlichkeit verletzt wurde. So hatte ein Kinderarzt gegen die „Arbeitsanordnung über die Meldepflicht der Ärzte bei Verdacht auf strafbare Handlungen gegen Leben und Gesundheit“ vom 30. Juli 1967 eklatant verstoßen, weil er die massiven Mißhandlungen eines Säuglings nicht anzeigte. Gegen den Kinderfacharzt wurde ein Disziplinarverfahren durchgeführt, das mit einem strengen Verweis endete.
Das Buch beweist zudem, daß die Zusammenarbeit mit den Justizorganen anderer sozialistischen Länder funktionierte. Eine ungarische Staatsbürgerin, die ihre zweijährige Tochter in Elsterberg tötete (1977), wurde in der Ungarischen Volksrepublik zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
Mehrere Kriminalfälle zeigen, dass vorläufig eingestellte Ermittlungsverfahren bei geringsten Hinweisen in der DDR sofort wieder aktiviert worden sind, um die Schuldigen zu ermitteln. Mit der Bildung der „SOKO Altfälle“ konnten vor allem durch DNA-Spuren in Thüringen noch Mordfälle geklärt werden, nachdem es die DDR nicht mehr gab.
Im Buch entdeckt man verdienstvolle Wissenschaftler und Gutachter: Prof. Dr. med. habil. Gerhard Hansen und Prof. Dr. med. habil. Christiane Kerde vom Institut für Gerichtliche Medizin und Kriminalistik der Universität in Jena, den Psychiater Dr. med. Manfred Ochernal, damals Chefarzt im Haftkrankenhaus Waldheim und Leiter der psychiatrischen Beobachtungsstelle, später Professor an der Sektion Kriminalistik der Humboldt-Universität zu Berlin.

Zu fragen wäre in diesem Nachwort, in welcher Weise die Kriminalität in der DDR und der alten BRD verglichen werden kann. Von besonderem Interesse sind hier die Zahlen hinsichtlich der vorsätzlichen Tötungsdelikte. 1988 wurden in der DDR 113 Verbrechen gezählt (eine Straftat auf 100.000 Einwohner), in der BRD dagegen 2.518 (vier auf 100.000 Einwohner).
Und wie war es generell mit der Kriminalität? Rainer Eppelmann und seine Mitstreiter verbreiten in ihrem „Lexikon des DDR-Sozialismus“, daß der „Ausweis einer wesentlich niedrigeren Kriminalität als in der Bundesrepublik … durch entsprechende Anwendung der Einstellung der Verfahren wegen Geringfügigkeit oder Übergabe an eine Konfliktkommission … nicht schlüssig“ ist. Diese Aussage kann so interpretiert werden, daß es in der DDR wie in der alten BRD eine hohe Kriminalitätsrate gab, die aber fein säuberlich verschwiegen wurde und deren Zahlen das Politbüro nächtelang heruntermanipulierte, damit es anderntags nicht etwa erschrak und Herzschrittmacher anfordern mußte, wenn man sich die Statistiken aus dem „Neuen Deutschland“ kollektiv vorlas.
Aber die Wirklichkeit sah etwas anders aus. Legt man die durchschnittliche Kriminalitätsbelastung Mitte der 1980er Jahre zugrunde, war die polizeilich registrierte Kriminalität in der BRD rund zehnmal höher als in der DDR. Für das Jahr 1988 bedeutete dies konkret, daß in der DDR 119.124 Vergehen und Verbrechen erfasst wurden (715 pro 100.000 Einwohner), in der BRD dagegen 4.356.726 (7.094 pro 100.000 Einwohner).
Der Hamburger Kriminologe Fritz Sack schrieb zu diesem Thema, daß die Statistik allenfalls einen Überblick darüber gebe, wo die Polizei ihre Ressourcen einsetzt, also mehr eine bloße Umschreibung der selektiven Mechanismen der Strafverfolgung sei. Und so, wie man schlechterdings Äpfel mit Birnen vergleichen kann, sind auch die Kriminalstatistiken zweier Staaten nur mit Einschränkungen vergleichbar, weil es unterschiedliche Strafgesetze und Erfassungsgrundlagen sowie auf beiden Seiten verschiedene Möglichkeiten gab, die Zahlenkolonnen zu manipulieren.
Die „Berliner Projektgruppe Kriminologie“ hatte 1991 bereits gemutmaßt, daß es 1988 in Wirklichkeit 393.900 angezeigte Straftaten gegeben hat, während die offizielle Kriminalstatistik nur 119.000 auswies. Das läßt sich unter anderem damit erklären, daß in der BRD Fälle, in der DDR Anzeigen/Verfahren gezählt wurden, wobei neue Anzeigen laufenden Verfahren zugeordnet werden konnten, wenn innere Tatzusammenhänge nachweisbar waren. Hinzu kam, daß Fahrraddiebstähle (1988: ca. 94.800 – die quasi entkriminalisiert „Fahrradverluste“ hießen), geringfügige Eigentumsverfehlungen bis 100 Mark (1988: ca. 66.700) und Kinderdelikte (1988: ca. 1.700) keine Chance hatten, in den Tabellen des statistischen Jahrbuchs aufzutauchen.
Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Auf der anderen Seite zählte man in der DDR Straftaten, die es im Westen gar nicht gab, ja gar nicht geben durfte (zum Beispiel § 213 StGB: „Ungesetzlicher Grenzübertritt“, § 249 StGB: „Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung durch asoziales Verhalten“) oder die dort nicht mehr mitgerechnet wurden, wie die Verkehrsstraftaten, die man in der BRD schon 1963 aus der Statistik nahm, um den wenig erfreulichen Kriminalitätsanstieg ein wenig zu kaschieren.
Der Abteilungsdirektor im Bundeskriminalamt Edwin Kube faßte 1993 in einem Aufsatz die Zahlenspielerei volkstümlich zusammen: „Damit ergibt sich im Verhältnis zur ehemaligen DDR für die ‚alte‘ Bundesrepublik eine etwa drei- bis vierfach (statt 10fach) so hohe Häufigkeitszahl, in Zahlen: etwa 2.000 zu 7.500.“
Und auch dies noch: Fünf Jahre nach der deutschen Einheit fragte sich Prof. Dr. iur. Dipl.-Psych. Robert Northoff, damals tätig an der Fachhochschule Neubrandenburg, Bereich Sozialwesen, unter der Überschrift „Ohne Vorurteil und Verlegenheit“ in der Fachzeitschrift „Kriminalistik“ unter anderem, ob denn die DDR ein kriminalpräventives Gesamtkunstwerk gewesen sei. Seine anerkennungswerten Untersuchungen belegen, „dass die DDR bezogen auf die Kriminalität privater Personen der sicherere Staat gewesen ist“ und daß „der ganzheitlich, gesellschaftsorientierte Ansatz der DDR (zur Kriminalitätsvorbeugung – FRS) im Kern durchaus fortschrittlich“ war. So kam Robert Northoff gar nicht an der pragmatischen Frage vorbei, ob denn nicht bestimmte kriminalitätsrelevante gesellschaftliche Rahmenbedingungen der DDR auch in einem vereinigten Deutschland ihren Platz finden könnten … Dazu kam es aber, wie wir heute wissen, leider nicht.

Mord und Totschlag in 23 Fällen – das ist schon eine Lektüre, die aufwühlt und die Leser in eine Wirklichkeit entführt, die es eben auch gab. Das Buch von Hans Thiers widerspiegelt ausschnittsweise, quasi als Soziogramm, die realen Lebensbedingungen von Menschen, die es im Alltag schwer hatten und aus verschiedenen Gründen mit ihrem Leben nicht zurechtkamen. Bier und Hochprozentiges, beides preiswert, spielten in vielen Fällen der Gewaltkriminalität eine Rolle, was darauf hinweist, daß Alkoholismus auch in der DDR ein soziales Problem war. Es wird zudem von einem Mörder berichtet, der mit der Leiche der Frau noch Geschlechtsverkehr vornahm; ein anderer Thüringer führte in die Scheide des toten Opfers eine Kerze und einen Kochlöffel ein.
Bei einem erweiterten Suizid in Kleinfalke (1974) wollte der Täter, der Freundin und ihre Tochter getötet hatte, alle Spuren verwischen und das Haus anzünden, aber er verwechselte die Kanister. Statt Benzin schüttete er Diesel auf den Boden und zündete ihn an, bevor er sich mit der Schrotflinte in den Mund schoß. So konnte nur eine kleine Brandstelle im Wohnzimmer vorgefunden werden.
Hans Thiers kommentiert hierzu, dass Menschen in ihrer Verzweiflung oft keinen vernünftigen Ausweg mehr sehen. Wie auch im Fall eines erweiterten Suizids in Gera 1986, bei dem eine verzweifelte Mutter ihre 13 Jahre alte Tochter tötete – nach einem teuflischen Plan. Aber diese Geschichte muß man einfach selbst lesen.

Die hier vorgestellten Morde aus dem Bezirk Gera werfen ein Schlaglicht auf ein gesellschaftliches Phänomen, das zu Zeiten der DDR vergessen und verdrängt werden sollte. Heute erscheinen die 23 Fälle wie Mosaiksteine, die sich unkaschiert einfügen in ein realistisches Bild von der tatsächlichen inneren Verfaßtheit der zweiten deutschen Republik. Denn obwohl man es nicht wahrhaben wollte, es gab sie intra muros alle: Mörder, Totschläger, Selbstmörder, die andere Personen mit in den Tod nahmen, Leichenschänder und andere Personen mit abweichendem Sexualverhalten. Es gab sie alle in der kleinen DDR, diesem ganz normalen Land.“

AnnasBuchredaktion

Ausriß. Sogar ein auf Bücher aus der DDR, über die DDR spezialisierter Buchvertrieb aus Berlin macht kuriose Propaganda für das Annas-Buch:”Darin geht es um einen Mordfall, der in die Geschichte eingegangen ist”. Wahrheit oder Lüge?https://www.buchredaktion.de/. “Wir wählen interessante Titel aus und bewerten sie”.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/08/18/ddr-mauerfall-jubilaeum-2019-und-die-boomende-alternativenicht-staatlich-gelenkte-erinnerungskultur-unsere-ddr-einfach-unvergessen-ac-distribution-marketing-gmbh-berlin/

ZDF-Kulturzeit über den Max-Annas-Krimi “Morduntersuchungskommission”(Rowohlt) – Wahrheit oder Lüge? “1986 wird in der DDR der 23-jährige mosambikanische Arbeiter Manuel Diogo ermordet. Der Schriftsteller Max Annas hat den Fall in seinem neuen Kriminalroman verarbeitet.”:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/27/zdf-kulturzeit-ueber-den-max-annas-krimi-morduntersuchungskommission-wahrheit-oder-luege-1986-wird-in-der-ddr-der-23-jaehrige-mosambikanische-arbeiter-manuel-diogo-ermordet-der-schriftsteller/

Potsdam 1989 – 1992  – wer erinnert sich?

MechtelBuch1

“Hartmut Mechtel. Im Osten nichts Neues. Protokolle und Notizen zur Zeitgeschichte 1989 bis 1992?. Neudruck 2019

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Ausriß. “Ich hätte diese Revolution nicht so machen können, wenn ich gewußt hätte, was auf uns zukommt. Daß dieses Land BRD so unbeweglich in sich ist und so voller anderer Zwänge steckt, so voller Gelddiktatur, das habe ich nicht geahnt.”

ImOsten2

Ausriß. “Als ich auf die Straße ging, wollte ich Demokratie und Offenheit erreichen. Herausgekommen ist, daß wir statt von verkalkten idealmordenden Greisen von einer Geldmafia regiert werden. Die Politiker nehmen uns die Illusionen über Demokratie…”

Ex-Bürgerrechtler Hartmut Mechtel 2019:https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Zeitzeugen-berichten-Warum-die-gefaelschte-Kommunalwahl-1989-das-Ende-der-DDR-eingelaeutet-hat

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Einwurf zu den Wahlen des Jahres 1990

Mit der rechten Opposition der DDR – Eppelmann & Co. – hatte ich nie was am Hut, ich bin denen nie begegnet. Ich habe mich aus dem Neuen Forum zurückgezogen, als die Aktivisten der letzten Sekunde (Gauck, Merkel und tausende andere) zu den Bewegungen stießen (als klar waren, dass wir nicht erschossen werden, strömten sie herbei und waren schon immer dagegen gewesen) und auf einmal die Mehrheit waren; alle eher linken Oppositionellen wurden im letzten Jahr der DDR aus der Opposition gedrängt (oder arrangierten sich mit den Grünen oder der SPD). Ich bin seit meinem Austritt (Rücktritt von Leitungsfunktionen im Neuen Forum im Dezember 1989, Austritt aus dem Forum Mitte 1990) unpolitisch; ich sage durchaus gelegentlich meine Meinung (die von der aller, wirklich aller mir bekannten Parteien abweicht), bin aber politisch nicht mehr aktiv. Insofern habe auch ich zum Jugoslawienkrieg geschwiegen – und zu vielem anderen. Den Exkurs zur Depression erspare ich uns hier; es geht nicht um mich, sondern um die Wahlen.

Am 18. 3. 1990 war ich bei der ersten freien Wahl in der DDR Wahlleiter im Kreis Rathenow. Da gab es keine Unregelmäßigkeiten oder sonstigen Einmischungsversuche. Die Bürgerbewegungen schmierten schon kräftig ab. Und die SPD Ost war spätestens mit der Entlarvung ihres Vorsitzenden Ibrahim Böhme (durch den Spiegel) als Stasispitzel abgeschmiert, Böhme trat zurück, stritt aber alles ab, bekam wieder Ämter, bis er noch gründlicher entlarvt wurde. Da Böhme der erste in mein Umfeld eingeschleuste Informant war (er wurde 1978 in Neubrandenburg ziemlich vergeblich auf mich angesetzt), weiß ich, dass er trotz seines Leugnens bis zum Tode wirklich ein Spitzel war. Der demokratische Aufbruch (später mit der CDU fusioniert) kränkelte auch unter dem Stasiverdacht; ihr Chef Wolfgang Schnur war Spitzel, aber die hatten ja noch Eppelmann, der wenigstens nicht bei der Stasi war. Also litt der “Aufbruch” – im Wahlbündnis “Allianz für Deutschland” mit der CDU und anderen Rechten (DSU) vereinigt – weniger als die Ost-SPD unter den Enthüllungen, die CDU-Allianz hatte in ihrer Gesamtheit den Kohlbonus, und Eppelmann wurde gar Minister in der ersten wirklich gewählten und nicht durch Falten bestimmten DDR-Regierung. Warum hatten die Leute diese Allianz gewählt? Weil aus “Wir sind das Volk” (so waren wir angetreten; die Partei betonte gern und oft die Übereinstimmung mit dem Volk, und wir sagten: Wir sind nicht einverstanden) (das war die revolutionäre Phase der “friedlichen Revolution”) längst der Ruf geworden war: Wir sind ein Volk. Der Ruf stimmte zwar sachlich auch, das waren wir ja wirklich, aber damit begann die Anschlusspropaganda, und die ging (erst mal) nicht (nur) vom Westen aus. Kohl griff sie auf, unterstützte die ostdeutsche “Allianz” beim Zusammenschluss, aber das war eine von vielen erwünschte Einmischung. Die bei der ersten freien Volkskammerwahl dann mit absoluten Mehrheiten belohnt wurde.

Ein Dreivierteljahr später gab es dann die erste gesamtdeutsche Wahl. Da war ich nur noch Wähler, keiner Partei verbunden. Hintergrundeinsichten hatte ich nun nicht mehr. Aber ich habe vom Rande aus zugesehen, wie alles den Bach runtergeht. Und wäre die Wahl dreckig gewesen, wäre mir das aufgefallen. Was Bahr gesagt hat, ist das Gewinsel eines schlechten Wahlverlierers. Natürlich hat die Dampfwalze Kohl alles überrollt. Natürlich machte die CDU den besseren Wahlkampf. Natürlich log Kohl (wie alle Politiker) über die blühenden Welten im Osten, die er schaffen wollte. So what! Alle anderen Parteien logen und heuchelten auch. Darum bin ich ja raus aus der Politik. Ich wollte mit denen allen nichts zu tun haben. Und die SPD hat sich ihren Misserfolg im Osten selber zuzuschreiben. Lafontaine wollte die Vereinigung ausbremsen, sagte nicht das, was die meisten Leute im Osten hören wollten. Kohl sagte es: Blühende Landschaften! Da brauchte es keine Gewaltmaßnahmen, keine Bestechungen, nicht mal geheimdienstliche Einmischungen: Die Leute waren mehrheitlich so drauf. Die Einheit war ihnen wichtiger als alles andere. Sie war nun vollzogen, und bei der ersten gesamtdeutschen Wahl wurde Kohl dafür belohnt. Der wollte ja wirklich die runtergewirtschaftete Ex-DDR zum Blühen bringen, glaubten viele. Und die SPD wurde abgestraft. Schmutziger Wahlkampf ist, mit Verlaub, Blödsinn. Der war nicht schmutziger als jeder andere westliche Wahlkampf auch (und gegen das, was die Amerikaner gemeinhin propagandistisch abziehen, nachgerade blitzsauber). Die Verbrechen spielten sich auf einer anderen Ebene ab. Der Einigungsvertrag (auf DDR-Seite von den rechten Allianzlern um Eppelmann und de Maizière ausgehandelt) zog die DDR über den Tisch, das Eigentum geriet in Westhand, die Treuhand trampelte später gründlich auf den Trümmern herum. Kein Anschluss unter dieser Nummer (Artikel 23 des Grundgesetzes) hatten die Überreste der eher linken Opposition skandiert (wir wollten Artikel 147 – gesamtdeutsche neue Verfassungsgebung; ich hatte im Vorfeld auch ein paar Vorschläge eingereicht); unsere Leute (das damals noch moderatere Neue Forum, später Bündnis 90/Die Grünen) wurden (schon bei der ersten 90er-Wahl) nicht akzeptiert, die Mehrheit wollte Kohls Osthelfer haben. Und bekam sie. Und den Anschluss unter der falschen Nummer. Und den Ausverkauf der DDR. Und die Übernahme durch Westbesitzer. Den Triumphzug des Kapitalismus. Harter Wahlkampf? War gar nicht nötig. Schmutzig ist eher die Uminterpretation der Wahlniederlage der SPD. Bahrs Blödsinn steht auf einer Stufe mit dem Gewimmer der Demokraten und deren höriger Mainstreampresse darüber, dass Trump gewählt wurde, weil Putin die Wahl beeinflusst habe. Es gibt dafür keine Belege, aber sie jammern weiter. Ich denke, das Gerede über schmutzige Wahlen (die es nicht gab) lenkt nur ab von den tatsächlichen Verbrechen. Es verkleinert die kriminelle Übernahme, weil sie mit dümmlicher Hinterzimmerpropaganda kaschiert wird.

Die blitzgewendete Ost-CDU und deren verbündete Allianzler (und später die vereinigte CDU) setzten sich nicht durch, weil Schläger die potentiellen SPD-Wähler vertrimmt haben (was es im Einzelfall sogar gegeben haben mag), sondern weil eine Mehrheit von denen beschissen werden wollte und nicht von den Einheits-Zauderern. Bei den Wahlen wurde nicht geschummelt. Kriminell ist das, was dazwischen und danach geschah. Die Eppelmänner und Birthlers und Gaucks (und deren in Vor- und Hinterzimmern engagierten Dunkelmänner) haben durch Ernsteres als Wahlgeschummel das Recht verwirkt, als Stimme der Aufrechten akzeptiert zu werden: Durch den Ausverkauf der DDR. Die Unterwerfung unter den Kapitalismus. Die Arschleckerei bei den neuen Herren. Die Auslöschung der DDR-Geschichte in der Erinnerung durch deren Reduzierung auf SED und Stasi.Wie auch immer: Ich bleibe unpolitisch.

Hartmut Mechtel

Ensi1

 

Ensi2

Peter Ensikat, “in den achtziger Jahren der meistgespielte Theater-und Kabarettautor der DDR”, über BND und Verfassungsschutz. “Ich verlange die Offenlegung der geheimen, nicht legalen Machenschaften von Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst und die Entlassung der dort Beschäftigten in die Produktion. Wer darüber lachen wird? Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst”. Aus dem Ensikat-Buch “Ab jetzt geb´ich nichts mehr zu. Nachrichten aus der neuen Ostprovinz”. Knaur, 1996.

Bob Dylan, Mozambique(1976), anklicken.

https://www.youtube.com/watch?v=4K_YPW-_Vnk

https://www.youtube.com/watch?v=ZDZ1KMERnWs

https://www.youtube.com/watch?v=vJFvcVAXSfA

https://www.youtube.com/watch?v=-BLXrTp8AD4

Peter Scholl-Latour: “Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung”.

Der ostdeutsche Bestsellerautor Hartmut Mechtel und die Sicht auf den westdeutschen Geheimdienst BND:

Für den ersten Roman seiner “Martin Parr”-Trilogie “Der unsichtbare Zweite” wurde Mechtel 1997 mit dem GLAUSER / Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur ausgezeichnet. Für die gesamte Parr-Trilogie erhielt er 2001 den Berliner KRIMIFUCHS. Für seine Science-Fiction-Erzählung “Sifrit” wurde er 1990 mit dem “Traumfabrikant”, einem Preis der Science-Fiction-Fans ausgezeichnet. Syndikat.

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(Worans wohl liegen mag, daß die preisgekrönte BND-Trilogie in deutschen – auch ostdeutschen – Buchläden nicht zu finden ist, gleichzeitig das “Weissensee”-Marketing aber auf Hochtouren läuft?)

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Besonders interessant ist zudem Mechtels sehr spezieller Blick auf die Hintergründe der feindlichen Übernahme von 1990. Der Autor hatte zeitweilig zu den Aktivisten der sogenannten Bürgerrechtsbewegung gehört, reflektiert mit Sarkasmus, Humor, Ironie.

“Als ich auf die Straße ging, wollte ich Demokratie und Offenheit erreichen. Herausgekommen ist, daß wir statt von verkalkten, idealmordenden Greisen von einer Geldmafia regiert werden. Die Politiker nehmen uns die Illusionen über Demokratie, die Eigentümer die Wohnungen und die Treuhand die Arbeit. Faschos klatschen Asylanten auf, Spießer sehen beifallklatschend zu und greifen auch selbst mal zu einem Pflasterstein. Der berechtigte Unmut gegen den Staat wird umgelenkt auf diejenigen, denen es noch schlechter geht. Die Presse ist kaum freier als zuvor. Die Landwirtschaft stirbt. Die Industrie stirbt. Die Verlage sterben. Ich habe mich selbst enteignet. Und wer ist schuld? Natürlich die Stasi. Hätten sie mich (und ein paar andere) nur rechtzeitig festgenommen! Dann wäre das alles nicht passiert.(Aus: Im Osten nichts Neues, Potsdam 1993)”

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“Nichts ist so kriminell wie die Wirklichkeit, findet Hartmut Mechtel und geht gegen den Terror skrupelloser Hausbesitzer und Spekulanten auf die Barrikaden”. Ausriß Superillu 1991

 

Der zweite BND-Thriller von Hartmut Mechtel, Argument-Verlag Berlin-Hamburg (Mocambique-Teil auf Seite 120):

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“Das Netz der Schatten”:https://www.amazon.de/Das-Netz-Schatten-Hartmut-Mechtel/dp/3886199169. …Meist überfielen sie Dörfer und haben Zivilisten umgelegt. Bauern, ihre Frauen und Kinder. Das war eine so blutrünstige Bande, daß ich es nicht aushielt. Ob sie wirklich eine Million Menschen umgebracht haben, weiß ich nicht. Vielleicht waren es mehr, vielleicht auch bloß die Hälfte. Das ist nicht wichtig. Wichtig ist, daß wir sie unterstützt haben…(Mocambique-Teil)

MechtelMocambique1

Ausriß. “…unsere diensteigenen Mörder…”

 

Hartmut Mechtel antiquarisch:https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?cm_sp=SearchF-_-topnav-_-Results&kn=Hartmut%20Mechtel&sts=t

Facetten der feindlichen Übernahme von 1990: Die sog. Bürgerrechtsbewegung der DDR und der BND in ihren Reihen – Beispiel Stürmung der Zentrale des MfS in der Ostberliner Normannenstraße am 15. Januar 1990. ”KALTER KRIEG. 10.000 BND-Agenten spionierten in der DDR”. DIE WELT. http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/03/10/facetten-der-feindlichen-uebernahme-von-1990-die-sog-buergerrechtsbewegung-der-ddr-und-der-bnd-in-ihren-reihen-beispiel-stuermung-der-zentrale-des-mfs-in-der-ostberliner-normannen/

Auch Jahrzehnte nach der feindlichen Übernahme der DDR führen in Westdeutschland Sozialisierte – Politmarionetten, Autoritäten und deren linientreuer Anhang – einen regelrechten Krieg um die Deutungs-und Interpretationshoheit über alles, was die DDR betrifft. Indessen geht diese Deutungs-und Interpretationshoheit dennoch mehr und mehr verloren, machen sich Ostdeutsche über das offizielle DDR-Bild zunehmend lustig, lehnen es ab, definieren es als Produkt von Kolonisatoren.

KZ Buchenwald. Hans Joachim Schädlich verreißt im staatlich geförderten Roman “Anders”(Rowohlt) linientreu Bruno Apitz(” Nackt unter Wölfen” und vergißt(?) beim Thema “Opfertausch” ein sehr wichtiges Detail – von Annette Leo exakt beschrieben…Stefan Jerzy Zweig verklagt Schädlich und den Rowohlt-Verlag. Buchenwald-Dossier 4. **

…Jerzy Zweig wurde nicht nach Auschwitz geschickt und dort vergast…Dafür Willy Blum…Wie konnte das gehen, dieser Austausch…Der Austausch dieser 12 Jungen wurde höchstwahrscheinlich von dem Lagerarzt Dr. August Bender veranlaßt; dahinter stand der Wunsch der kommunistischen Funktionshäftlinge. Der SS-Arzt, der Jerzy Zweig im Krankenhaus in die Typhus-Abteilung legte, hat ziemlich sicher direkt mit den roten Kapos zusammengearbeitet. Vielleicht wurden die Ärzte  von den Kommunisten mit Schmuck oder Geld bestochen…Warum haben die Kommunisten ausgerechnet Zigeuner als `Ersatz` nach Auschwitz schicken lassen…Die einflußreichen Kommunisten im Lager waren Deutsche. Was war für die schon ein Zigeuner… Zitat aus Schädlich-Roman “Anders”(Rowohlt). 

Was Schädlich in dem staatlich geförderten Roman kurioserweise nicht erwähnt: 

Hatten böse Kommunisten, wie von interessierter Seite behauptet, für das Austauschen der Namen auf der Transportliste gesorgt?

Deutschlandfunk 2018: “Nun zeigt Leo in ihrem Buch, dass Willy Blum selbst darum bat, den Platz auf der Liste für den Auschwitz-Transport zu tauschen, um seinem kleineren Bruder beizustehen. „Und das ändert natürlich diese Geschichte komplett, weil Willy Blum wird da nicht zu einem Objekt auf einer Liste, der von anderen Menschen dort hingeschoben wurde, sondern ist für mich dadurch zu einem Subjekt geworden, der selbst entschieden hat, was er möchte, selbst wenn diese Wahl seinen eigenen Tod bedeutete“, sagte Leo.”http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/05/19/kz-buchenwald-willy-blum-stefan-jerzy-zweig-und-der-opfertausch-welches-wichtige-detail-interessanterweise-bei-hans-joachim-schaedlichroman-anders-volkhard-knigge-susanne-hantke-fehlt/

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…Rabhansl: Und wenn ich Ihr Buch richtig lese, dann war das zwar in der Tat ein neues Opfer, aber mit dem Wort Opfertausch sind Sie nicht ganz zufrieden. Warum?

Leo: Nein, es ist sowieso ein sehr merkwürdiges Wort, muss man sagen, aber davon abgesehen stimmt das auch im Falle von Willy Blum nicht, weil es tauchte dann einige Jahre später ein weiteres Dokument im Archiv auf, und daraus geht hervor, dass Willy Blum selbst gebeten hatte, diesen Transport begleiten zu dürfen, weil sich nämlich sein kleiner Bruder, der neun Jahre alt war, auf dieser Liste befand, und er wollte seinen kleinen Bruder nicht alleine nach Auschwitz gehen lassen.https://www.deutschlandfunkkultur.de/annette-leo-ueber-das-kind-auf-der-liste-willy-blum-aus-dem.1270.de.html?dram:article_id=424107.

KZ Buchenwald, Willy Blum, Stefan Jerzy Zweig und der “Opfertausch”. Welches wichtige Detail interessanterweise bei Hans Joachim Schädlich(Roman “Anders”), Volkhard Knigge, Susanne Hantke fehlt…”Annette Leo. Das Kind auf der Liste. Die Geschichte von Willy Blum und seiner Familie.” Aufbau-Verlag:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/05/19/kz-buchenwald-willy-blum-stefan-jerzy-zweig-und-der-opfertausch-welches-wichtige-detail-interessanterweise-bei-hans-joachim-schaedlichroman-anders-volkhard-knigge-susanne-hantke-fehlt/

“Die Häftlinge verließen ihre Baracken und vertrieben die SS-Männer aus dem Lager. Buchenwald wurde von den Häftlingen, den Mitgliedern der starken Widerstandsorganisation… aus eigener Kraft befreit.” Jude Naftali Fürst 2020

 https://www.thueringer-erklaerung.de/jose-brunner

Was mag den Bundesverdienstkreuz-Träger Schädlich bewogen haben, auf diesen wichtigen Fakt zu verzichten? Der Romaninhalt wurde immerhin nicht nur vom Rowohlt-Lektorat, sondern sicherlich auch von den staatlichen Förderern intensiv beäugt, geprüft…

Die Version der  Süddeutschen Zeitung – wahr oder dreist gelogen?:…Stefan Jerzy Zweig erfuhr erst später, dass man ihn zum Objekt der DDR-Propaganda gemacht hatte und er sein Leben auch einer grausamen Entscheidung verdankte. Häftlinge in der Schreibstube der SS strichen ihn 1944 von der Transportliste nach Auschwitz, mit elf weiteren Häftlingen, und schickten stattdessen Willy Blum in den Tod, 16 Jahre alt und als “Zigeuner” registriert…

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“…Und eine Selbstbefreiung des Lagers gab es auch nicht…In Wirklichkeit waren es amerikanische Truppen, die mit der SS in Buchenwald Schluß gemacht haben. Das war am 11. April 1945…” Zitat aus Schädlich-Roman “Anders”(Rowohlt)http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/04/25/kz-buchenwald-die-selbstbefreiung-vom-11-april-1945-bezeugt-in-einem-bericht-der-aufklaerungsabteilung-der-3-us-army-an-den-stab-merkwuerdig-in-den-unter-dem-westdeutschen-gedenkstaettenchef-v/. “…Jerzy Zweig redet noch immer von der Selbstbefreiung des Lagers am 11. Mai 1945…”

Wie das Thüringer Schulportal die Vorgänge um den 11. April 1945 im KZ Buchenwald beschreibt: “Nach der Flucht der SS vor den amerikanischen Panzern besetzen Häftlinge der Widerstandsgruppen die Wachtürme und das Lagertor”. Wahrheit oder Lüge? Die Frage der Selbstbefreiung:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/04/25/kz-buchenwald-die-selbstbefreiung-vom-11-april-1945-bezeugt-in-einem-bericht-der-aufklaerungsabteilung-der-3-us-army-an-den-stab-merkwuerdig-in-den-unter-dem-westdeutschen-gedenkstaettenchef-v/

 

“Das Thüringer Schulportal ist ein Kooperationsprojekt des

Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport
Werner- Seelenbinder- Straße 7?https://www.schulportal-thueringen.de/media/detail?tspi=3918

 

BuchenwaldKZHitlerrede16

Mann aus Westdeutschland(Schleswig-Holstein) spielt vor KZ-Gedenkstätte Buchenwald in Ostdeutschland(Thüringen) Hitlerrede und Wehrmachtsmusik ab. Was vor 1990 undenkbar war – erst nach der Übernahme durch “Nazistan”…Ausriß Mopo, 11.10.2016

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http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/04/27/kz-buchenwald-wie-ein-ss-totenkopf-lagerarzt-in-westdeutschland-nur-zu-zehn-jahren-haft-verurteilt-aber-bereits-1948-nach-drei-jahren-entlassen-wurde-der-aus-erfurt-stammende-nazi-kriegsverbrecher/

Anders1

 

-Konrad-Adenauer-Stiftung – Rezension des Romans:https://www.kas.de/de/einzeltitel/-/content/-anders-ist-anders

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-Ausriß, Linientreue, StaatsnäheWas Schädlich offenbar so gut an der Konrad-Adenauer-Stiftung der Merkel-CDU gefällt…

Volkhard Knigge 2020:”Man mußte diese Art Erinnerungskultur ja erstmal erfinden”.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/05/19/kz-buchenwald-willy-blum-stefan-jerzy-zweig-und-der-opfertausch-welches-wichtige-detail-interessanterweise-bei-hans-joachim-schaedlichroman-anders-volkhard-knigge-susanne-hantke-fehlt/

“Wer nicht täuschen kann, soll nicht Politiker werden.” Konrad Adenauer(CDU-Parteivorsitzender von 1950 bis 1966), zitiert nach Weimarer Taschenbuchverlag. http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/23/brasiliens-bischofskonferenz-kritisiert-konrad-adenauer-stiftung-massaker-verantwortlichen-ausladen/#more-415

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Wie die CDU tickt – warum Kohl das Parteiidol ist: 

KohlNSVerbrecher18

 

“Kohl spendete NS-Verbrechern…Kohl hielt den Generaloberst der Waffen-SS für einen anständigen Mann. Dabei hatten dessen Einheiten Kriegsverbrechen begangen. Noch als Kanzler zeigte Kohl Verständnis für die Waffen-SS.” Ausriß DER SPIEGEL 2018.

http://recentr.com/2018/06/17/die-wurzeln-der-csu-und-cdu/

“Neueste historische Forschungen verdeutlichen erneut: Die CDU wurde nach 1945 mit Nazi-Vermögen aufgebaut und mit Unterstützung des CIA von Wahlsieg zu Wahlsieg gebracht. Die Westintegration und Wiederbewaffnung der Bundeswehr unter Adenauer wurde von der US Besatzungsmacht forciert und massiv unterstützt. Der Kommentator der Hitler’schen Rassegesetze, Globke, wurde sogar die rechte Hand von CDU-Kanzler Adenauer, der im Nazi-Reich als Bürgermeister von Köln jenen Konservativen der Zentrumspartei angehört hatte, die durch das Ermächtigungsgesetz 1933 die Machtübernahme Hitlers in Deutschland aktiv unterstützt hatten.”

Bonner Parteistiftungen von CDU und SPD – und das Folterregime Brasiliens:  http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/01/brasiliens-militardiktatur-und-bonns-politische-stiftungen-unter-welchen-folterdiktatoren-sie-ins-tropenland-kamen-mit-dem-regime-kooperierten/.

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Schädlich und die Merkel-CDU:http://www.hart-brasilientexte.de/2019/07/17/merkel-65/

 

MerkelBrasilienZgubicSampaio2008

Ausriß, Radio Vatikan. “Die Stimme des Papstes und der Weltkirche”. “Brasilien: Kirchliche Menschenrechtler enttäuscht über Merkel”. Österreichischer Priester Günther Zgubic, Bischof Erwin Kräutler, Plinio Sampaio…http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/09/besuch-von-bundeskanzlerin-angela-merkeldeutschland-und-bundeskanzler-alfred-gusenbauerosterreich-in-brasilien-hohe-erwartungen-der-brasilianischen-menschenrechtsbewegung-klare-worte-zur-allta/

Anders4

Volkhard Knigge, Lutz Niethammer, Rainer Eppelmann…Schädlich-Kritiker sagen, manches im Buchenwald-Teil klinge beinahe so linientreu, als hätte es Knigge (mit-)geschrieben.

“…Buchenwald dient nicht mehr als Kultstätte der ostdeutschen Kommunisten, wo sie den antifaschistischen Gründungsmythos der DDR zelebrieren können…Die ostdeutschen Kommunisten haben Jerzy Zweig seine wahre Geschichte gestohlen. Der Opfertausch bot ihnen die Story, aus der sie ihren Mythos gebastelt haben…”

Anders6

Rückumschlag des Anders-Romans. Manche in Thüringen sagen, der Satz sei eigentlich ironischerweise auf Schädlich gemünzt.

“Wer Hitler wählt, wählt den Krieg.” Deutsche Kommunisten, KPD – Losung war selbst in kleinsten Dörfern Thüringens Sprechchor auf der Straße, bis Kommunisten u.a. ins KZ Buchenwald verschleppt wurden.

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“…Ohne Nazis wäre die Ostzone kaum auf die Beine gekommen…Die Kommunisten haben ihnen dazu verholfen, wie frisches Wasser zu glänzen. Weil sie die Nazis brauchten… Zitat aus Schädlich-Roman.

Hans Joachim Schädlich/Rowohlt-Verlagsmitteilung

Hans Joachim Schädlich, 1935 in Reichenbach im Vogtland geboren, arbeitete an der Akademie der Wissenschaften in Ost-Berlin, bevor er 1977 in die Bundesrepublik übersiedelte. Für sein Werk bekam er viele Auszeichnungen, u. a. den Heinrich-Böll-Preis, Hans-Sahl-Preis, Kleist-Preis, Schiller-Gedächtnispreis, Lessing-Preis, Bremer Literaturpreis, Berliner Literaturpreis und Joseph-Breitbach-Preis. 2014 erhielt er für seine schriftstellerische Leistung und sein politisches Engagement das Bundesverdienstkreuz. Hans Joachim Schädlich lebt in Berlin.

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Zweig-Klage gegen Schädlich und den Rowohlt-Verlag:https://www.yumpu.com/de/document/view/21612865/die-klage-als-pdf-zum-download-stefan-jerzy-zweig

http://www.stefanjzweig.de/bilder/andersklage.htm

Deutschlandfunk zum Urteil: “Herausgekommen ist schließlich, dass genau diese beiden Sätze, durch die sich Stefan Jerzy Zweig beleidigt fühlte, vom Gericht verboten wurden. Sie dürfen nicht weiter vom Verlag publiziert werden. Und außerdem gibt es noch einige andere Kritikpunkte von Zweig am Klappentext der Hardcover-Ausgabe, die müssen auch verändert werden.”

Deutschlandfunk 2015 über Schädlich: “…einem Dichter, der heute zu den besten der Republik gehört…”

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Ausriß. Steinmeier, Ramelow, Merkel, Lieberknecht im Nationaltheater von Weimar. 

Susanne Hantke, Philipp Kadelbach, Stefan Kolditz:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/04/23/kz-buchenwald-nackt-unter-woelfen-von-regisseur-philipp-kadelbach-und-beraterin-susanne-hantke-ideologischer-lehrfilm-ueber-boese-sadistisch-brutale-kommunistische-kapos-die-schluesselsze/.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/05/23/naftali-fuerst-haifa-israel-es-war-der-11-april-1945-gegen-mittag-auf-dem-appellplatz-waren-schuesse-und-freudenrufe-zu-hoeren-die-haeftlinge-verliessen-ihre-baracken-und-vertrieben-die-ss-ma/

://www.juedische-allgemeine.de/politik/die-haben-ja-auch-dreck-am-stecken/.

https://das-blaettchen.de/2007/10/am-abendbrottisch-16337.html

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Ausriß.

http://www.hart-brasilientexte.de/2015/03/12/um-die-nazis-in-der-ukraine-nicht-zu-brueskieren-sagt-un-mutti-merkel-lieber-den-besuch-in-russland-ab-einem-land-welches-wie-kaum-ein-anderes-im-2-weltkrieg-gelitten-hat-und-massgeblich-a/

 

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Ausriß, Schädlich.

Rowohlt-Verlag und Autor Max Annas:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/13/max-annas-lesung-in-weimar-2020-westdeutsche-thueringer-allgemeinefunke-medienkonzern-essennrw-mit-grossanzeige-fuer-den-autor-und-sein-stark-umstrittenes-buch-was-alles-im-zeitungstext-natuerlic/#more-45538

Anna1

Ausriß.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/27/zdf-kulturzeit-ueber-den-max-annas-krimi-morduntersuchungskommission-wahrheit-oder-luege-1986-wird-in-der-ddr-der-23-jaehrige-mosambikanische-arbeiter-manuel-diogo-ermordet-der-schriftsteller/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/13/hans-thiers-aus-gera-ostdeutschlands-bekanntester-kriminalitaetsexperteein-hoch-auf-kriminalistisches-gespuer-ostthueringer-zeitung-13-februar-2020-thiers-kritisiert-scharf-den-krimi-mord/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/11/rowohlt-krimi-morduntersuchungskommission-von-max-annas-scharfe-tiefgruendige-kritik-bemerkenswerter-verriss-von-hans-thiers-bekanntester-ostdeutscher-kriminalistikexperte-frueherer-leiter/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/09/aufregung-um-max-annas-von-hartmut-mechtel-ostdeutscher-krimiautor-februar-2020/

Markus Meckel und Mosambik: http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/04/01/markus-meckel-almuth-berger-dr-hans-joachim-doering-guenter-nooke-u-a-im-bizarren-mosambik-sachbuch-fuer-respekt-und-anerkennung-die-mosambikanischen-vertragsarbeiter-und-das-schwierige-erbe-a/

“Zu wandeln die Zeiten” – Evangelische Verlagsanstalt Leipzig: https://www.eva-leipzig.de/product_info.php?info=p4880_Zu-wandeln-die-Zeiten.html

Ein Akteur der deutschen Einheit erinnert sich”.

“Von bundesdeutschem Boden den Terror in Mosambik geplant.” Frankfurter Rundschau, 4.10.1989, über die Terrororganisation Renamo. Die Opfer der tödlichen Terrorattacken: Viele DDR-Entwicklungshelfer, darunter aus Thüringen – über eine Million ermordete Mosambikaner, darunter ca. 600000 Kinder. Wer in Nazistan außer dem BND eng mit der Renamo kooperierte, sie stark unterstützte….Mosambik-Dossier 10. **

AFR1

Frauen die Ohren abschneiden – übliche Methode der BND-gestützten Renamo. Ausriß Frankfurter Rundschau.

Hatten DDR-Bürgerrechtler wie Meckel, Birthler oder Eppelmann an die Adresse der BRD-Regierung gegen deren massive Hilfe für die Terrororganisation Renamo, gegen die Ermordung ostdeutscher Entwicklungshelfer protestiert oder sich westlich linientreu verhalten?

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DDR-Barkas. Ausriß.

“Renamo-Dissidenten-Bewegung” – arg beschönigender Begriff des Außenministeriums von Österreich im “Jahrbuch der österreichischen Außenpolitik” von 1987…

“Mozambique History Net:http://www.mozambiquehistory.net/tmr.php. Renamo: http://www.mozambiquehistory.net/sitemapwar.php

Gabriele Gottwald/LINKE im Abgeordnetenhaus von Berlin zu Mosambik, BND, Terrororganisation Renamo, Nazi-Kriegsverbrecher und BND-Gründer Reinhard Gehlen, CIA, CSU, Franz-Josef-Strauß:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/20/gabriele-gottwaldlinke-im-abgeordnetenhaus-von-berlin-zu-mosambik-bnd-terrororganisation-renamo-nazi-kriegsverbrecher-und-bnd-gruender-reinhard-gehlen-cia-csu-franz-josef-strauss/

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Wer von den BND-gestützten Renamo-Terroristen 1984 ermordet wurde(Kreuz hinter dem Namen). Das Unango-Attentat:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/12/28/1984-wurden-in-mosambik-acht-ddr-helfer-ermordet-darunter-auch-thueringer-manfred-grunewald-laesst-die-erinnerung-daran-nicht-los-die-westdeutsche-thueringer-allgemeinefunke-medienkonzern-esse/

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Ausriß, Berghof-Foundation, Berlin 2000:”Der Krieg zwischen RENAMO und FAM breitete sich in alle Provinzen aus und forderte bis zu seinem Ende 1992 ungefähr 1.1oo.000 Tote, darunter ca. 600.00 Kinder. Weitere 250.000 von ihren Familien getrennte Kinder, 1.5 Millionen Flüchtlinge und 4 – 4,5 Millionen intern Vertriebene sowie die beinahe völlige Zerstörung von Infrastruktur und industriellen Einrichtungen waren die Folge.”

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“Verhinderung der Aktivitäten von Ausländern(Kooperanten). Sie stellen die größte Gefahr dar, weil sie die Wirtschaft wiederaufbauen helfen”.

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Terroristen westlicher Geheimdienste, laut Faktenlage. Figuren wie diese stoppten Erntegut-LKW, schlugen die unbewaffneten Fahrer, Beifahrer tot, fackelten die mit dringend in den Städten benötigten Nahrungsmitteln(Mais, Gemüse etc.) beladenen Laster ab. Foto in Unango aufgenommen 1984 von Manfred Grunewald, Frauenprießnitz/Thüringen.

KZ Buchenwald, jüdischer Ex-Häftling Naftali Fürst (Israel) 2020 zur Selbstbefreiung: “Es war der 11. April 1945, gegen Mittag… Die Häftlinge verließen ihre Baracken und vertrieben die SS-Männer aus dem Lager. Buchenwald wurde von den Häftlingen, den Mitgliedern der starken Widerstandsorganisation… aus eigener Kraft befreit.” Jude Naftali Fürst widerspricht damit den nach 1990 nahezu gleichgeschaltet von interessierter Seite linientreu verbreiteten Behauptungen, daß es keine Selbstbefreiung gegeben habe. Regisseur Philipp Kadelbach und Drehbuchautor Stefan Kolditz laut Medienberichten: “Keine Selbstbefreiung des Lagers, sondern Befreiung durch die Amerikaner.” Wer lügt, wer sagt die Wahrheit?

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“Naftali Fürst, geboren 1932 in Bratislava (Slowakei), ist als Zwölfjähriger zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder Shmuel als Jude von den Nationalsozialisten über das Vernichtungslager Auschwitz in das KZ Buchenwald verschleppt worden. Heute lebt er in Haifa (Israel) und ist Vorsitzender des Häftlingsbeirates KZ Buchenwald. Seine Lebensgeschichte hat er unter dem Titel „Wie Kohlestücke in den Flammen des Schreckens“ erstmals 2008 veröffentlicht. Naftali Fürst hätte seine Rede im Rahmen des Gedenkaktes im Deutschen Nationaltheater am 5. April 2020 gehalten.”

“Auf Fotos, die wenige Tage nach der Selbstbefreiung des Lagers aufgenommen wurden, sieht man Naftali Fürst.” MDR, 24.9. 2019

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Ausriß.

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“Die Häftlinge verließen ihre Baracken und vertrieben die SS-Männer aus dem Lager. Buchenwald wurde von den Häftlingen, den Mitgliedern der starken Widerstandsorganisation, die seit 1937, also seit Errichtung des Lagers, dort existierte, aus eigener Kraft befreit.” Ausriß, Rede von Naftali Fürst 2020

https://www.thueringer-erklaerung.de/naftali-fuerst

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Ausriß.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/05/19/kz-buchenwald-willy-blum-stefan-jerzy-zweig-und-der-opfertausch-welches-wichtige-detail-interessanterweise-bei-hans-joachim-schaedlichroman-anders-volkhard-knigge-susanne-hantke-fehlt/

Wie es Schriftsteller Hans Joachim Schädlich sieht – völlig anders als der jüdische Buchenwald-Häftling Naftali Fürst: 

“…Und eine Selbstbefreiung des Lagers gab es auch nicht…In Wirklichkeit waren es amerikanische Truppen, die mit der SS in Buchenwald Schluß gemacht haben. Das war am 11. April 1945…” Zitat aus Schädlich-Roman “Anders”(Rowohlt)http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/04/25/kz-buchenwald-die-selbstbefreiung-vom-11-april-1945-bezeugt-in-einem-bericht-der-aufklaerungsabteilung-der-3-us-army-an-den-stab-merkwuerdig-in-den-unter-dem-westdeutschen-gedenkstaettenchef-v/. “…Jerzy Zweig redet noch immer von der Selbstbefreiung des Lagers am 11. Mai 1945…”

Wie es Susanne Hantke sieht – völlig anders als Buchenwald-Häftling Naftali Fürst: “Befreiung. Am 11. April 1945 erreichte die 6. Panzerdivision der 3. US-Armee das KZ Buchenwald. Nachdem die SS panisch die Flucht ergriffen hatte, besetzten Häftlinge des Lagerwiderstandes noch während der Frontkämpfe die Türme und übernahmen die Verwaltung des Lagers.”(Aus “Schreiben und Tilgen” – Susanne-Hantke-Buch – “Herausgegeben von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora”. “Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie von der Thüringer Staatskanzlei”. Das Buch  erschien 2018 – also unter der Regierung des Niedersachsen Ramelow/LINKE.

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Wie das Thüringer Schulportal die Vorgänge um den 11. April 1945 im KZ Buchenwald beschreibt – ganz anders als Buchenwald-Häftling Naftali Fürst: “Nach der Flucht der SS vor den amerikanischen Panzern besetzen Häftlinge der Widerstandsgruppen die Wachtürme und das Lagertor”. Wahrheit oder Lüge? 

“Das Thüringer Schulportal ist ein Kooperationsprojekt des

Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport

Werner- Seelenbinder- Straße 7?https://www.schulportal-thueringen.de/media/detail?tspi=3918

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Was Linke-Ramelow mitverantwortet.

“Auch Apitz verbreitete die Lüge von der Selbstbefreiung und ihr folgten weitere.” Deutschlandfunk 2016. Hat also laut Deutschlandfunk der Jude Naftali Fürst gelogen, wenn er von Schüssen auf dem Appellplatz, der Vertreibung der SS-Leute durch die Häftlinge spricht?.

Jüdische Allgemeine 2015 über die West-Version von “Nackt unter Wölfen: “Es ist ein Film zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald durch die US-Armee”.

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Kölnische Rundschau: “Es ist der 11. April 1945. Die Amerikaner werden in Kürze das Konzentrationslager oberhalb von Weimar erreichen und 21 000 Überlebende befreien.”

Freie Presse/Chemnitz:”…Tag der Voraufführung des neuen Films “Nackt unter Wölfen mit geladenen Gästen. Auf der Terrasse der Weimarlandhalle geben Beteiligte Interviews. Regisseur Philipp Kadelbach und Drehbuchautor Stefan Kolditz sagen, dass der Schluss im neuen Film nicht mehr so heroisch ist wie beim alten. Keine Selbstbefreiung des Lagers, sondern Befreiung durch die Amerikaner.” Wahrheit oder Lüge?

Weltexpresso, Kolditz-Interview 2016: “Als erstes haben wir die Geschichte, so wie sie von Apitz geschrieben war, in den Teilen korrigiert, die für uns aus heutiger Sicht nicht mehr haltbar sind. Der Roman konzentriert sich sehr stark auf die kommunistische Perspektive.  Apitz beschreibt das Ende vom KZ Buchenwald als  militärische Selbstbefreiung der Häftlinge im Kampf gegen die SS. Das hat es so nie gegeben! Es ist dann natürlich auch Teil einer Legende in der DDR geworden.” Wahrheit oder Lüge?.

TV Today: …”Der Roman erzählt die Geschichte einer Selbstbefreiung. Die hat es aber nicht gegeben”, sagt Stefan Kolditz…Wahrheit oder Lüge?

“Die Geschichte wird gefälscht. So auch die des berüchtigten KZ Buchenwald. Als der damalige Ministerpräsident Vogel 1992 in Weimar die ehemaligen KZ-Häftlinge anläßlich des Jahrestages der Selbstbefreiung begrüßte, sprach er davon, daß es „den Amerikanern“ zu verdanken sei, daß die Häftlinge ihre Freiheit wiedererlangt hätten. In diesem Moment erhob der jüdische Kommunist Emil Carlebach (1914-2001) lautstark seine Stimme und rief: „SIE LÜGEN, HERR MINISTERPRÄSIDENT.“ Denn dieser Vogel hatte gelogen, es war bekannt: Die Häftlinge hatten sich selber befreit. Es ist nicht das einzige Mal, bei dem gelogen wurde.” Saschas Welt.

Die Beschreibung der Vorgänge des 11. April 1945 durch den jüdischen Ex-Häftling Naftali Fürst entspricht der Darstellung im DDR-Film “Nackt unter Wölfen” – KZ-Häftlinge feuern auf die SS, erobern die mit SS-Leuten besetzten Wachtürme. In der West-Version des Films(westdeutscher Regisseur Philipp Kadelbach und ostdeutsche Beraterin Susanne Hantke) fällt indessen an diesem Tag im KZ kein einziger Schuß.

Ab 1.32.40 ist zu sehen: “Die SS ist geflohen” – Häftlings-Durchsage.

Aber wenn die SS geflohen ist, wie konnten die Häftlinge dann noch – siehe Angaben der US-Army – 125 SS-Leute überwältigen, entwaffnen, festnehmen? Zeigen Kadelbach/Hantke, wie die Häftlinge die 125 SS-Männer in eine Lagerbaracke sperren? Kriegt man zu sehen, wie bewaffnete Häftlinge die Wachtürme erobern, mit heftigen Schußwechseln? Nichts davon –  man hört keinen einzigen Schuß. Von Selbstbefreiung kann also keine Rede sein, sollen naive Gemüter glauben.

Die Potsdamer Ufa Fiction drehte unter MDR-Federführung, wurde mitgeteilt.

…Stefan Kolditz, Jahrgang 1956, schreibt gerade an zwei Drehbüchern für den “Tatort”…Von Kolditz stammt das Drehbuch zu “Nackt unter Wölfen”… TLZ 2014. 

“Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, hat das Filmprojekt trotz anfänglicher Bedenken unterstützt.” DLF zu “Nackt unter Wölfen”.

 http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/04/23/kz-buchenwald-nackt-unter-woelfen-von-regisseur-philipp-kadelbach-und-beraterin-susanne-hantke-ideologischer-lehrfilm-ueber-boese-sadistisch-brutale-kommunistische-kapos-die-schluesselsze/

Tagesspiegel: …Stefan Kolditz, der Drehbuchautor der Neuverfilmung von „Nackt unter Wölfen“, geboren und aufgewachsen in der DDR, hat das Buch in der Schule gar nicht erst gelesen. Nicht, weil es schlecht war, nur, weil er es lesen sollte. Aus dem gleichen Grund sah er als Jugendlicher auch nie Frank Beyers Verfilmung von 1963 mit Armin Mueller-Stahl. Susanne Hantke, heute Apitz-Forscherin, Herausgeberin der textkritischen Neuausgabe im Aufbau-Verlag, Autorin des erhellenden 60-seitigen Nachworts, geboren und aufgewachsen in der DDR, las den Roman damals nur zur Hälfte…”

FAZ: …Kolditz selbst ist erst im Zuge der Neuverfilmung mit dem Buch in Berührung gekommen. „Ich habe es in der DDR nicht gelesen“, sagt er…

FAZ: …In einer früheren Fassung hatte der Schriftsteller die Vorgänge noch historisch korrekt beschrieben: Die SS flieht vor den herannahenden Amerikanern und die Häftlinge besetzen das Lager…

 

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/11/07/feindliche-uebernahme-von-19891990-die-anderefranzoesische-sicht-von-le-monde-diplomatique-annexionannektierung-statt-wiedervereinigung-il/.

Film “Nackt unter Wölfen” – West-Version: http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/tag/philipp-kadelbach-und-susanne-hantke/

Schlüsselszene im Steinbruch ab 40.35(youtube)  – ein roter deutscher Kapo, gut erkennbar am roten Dreieck an der Jacke, sagt zu altem, ausländischen völlig entkräfteten Häftling(schwarzes Dreieck!): “Was soll das, schläfst du hier? Trag mal den Stein da rüber.” Sein Sohn, ebenfalls Häftling, bittet den roten Kapo:”Ich mach das”. Der rote Kapo akzeptiert das nicht:”Los jetzt!” Es handelt sich um einen großen, sehr schweren Stein. Der alte Mann nimmt den Stein mit letzter Kraft, bricht nach wenigen Schritten zusammen. Die Filmszene ist frei erfunden, hat mit dem Apitz-Buch, historischen Fakten nichts zu tun…http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/04/21/kz-buchenwald-selbstbefreiung-kuriose-rolle-der-us-army-viele-widersprueche-in-offiziellen-darstellungen-nach-1990-vor-70-jahren-am-11-april-1945-befreiten-us-amerikanische-truppen-das-konze/

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Ausriß – der rote kommunistische Kapo im Steinbruch.

Wer Hitler wählt, wählt den Krieg. Deutsche Kommunisten, KPD

Die Potsdamer Ufa Fiction drehte unter MDR-Federführung, wurde mitgeteilt. Warum der (linientreue) Film den Deutschen Fernsehpreis erhielt…

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Ausriß – roter deutscher Kapo und ausländischer Häftling.

https://sascha313.wordpress.com/2020/04/06/selbstbefreiung-kz-buchenwald-gedenken-2020/

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Ausriß – alter ausländischer Häftling mit entsetzlich schwerem Stein – deutscher roter Kapo schaut zu…

…Stefan Kolditz, Jahrgang 1956, schreibt gerade an zwei Drehbüchern für den “Tatort”…Von Kolditz stammt das Drehbuch zu “Nackt unter Wölfen”… TLZ 2014. 

Stefan Kolditz (Drehbuchautor) über die Arbeit an “Nackt unter Wölfen”/ARD

Vom Unwert der Ideologien

“Nackt unter Wölfen” ist ein zentraler deutscher Roman des 20. Jahrhunderts. In der DDR gehörten er und der Film von Frank Beyer zum Kanon der antifaschistischen Selbstdarstellung, bei der über Nacht 17 Millionen zu unbelasteten Antifaschisten geworden waren… Wahrheit oder Lüge?

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Ausriß – alter Häftling bricht unter der Last des Steins erwartungsgemäß zusammen – Sohn will ihm helfen. Wie man sich also deutsche kommunistische Kapos des antinazistischen Widerstands vorzustellen hat.

Erfurter West-Stasi-Gründer Reinhard Gehlen:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/07/26/nazi-kriegsverbrecher-reinhard-gehlen-aus-erfurt-wieso-wurde-ihm-in-der-brd-nicht-der-prozess-gemacht/.

Die in Mosambik ermordeten Thüringer, was die West-Stasi damit zu tun hat – wann gibts dazu mal ne Landtagsdebatte?http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/28/renamo-terrorism-in-mozambique-von-alex-vines-centre-for-southern-african-studies-university-of-york-wie-westdeutschland-und-sein-geheimdienst-bnd-den-kaltenheissen-krieg-u-a-gegen-ostdeut/.

 http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/06/von-bundesdeutschem-boden-den-terror-in-mosambik-geplant-frankfurter-rundschau-4-10-1989-ueber-die-terrororganisation-renamo-die-opfer-der-toedlichen-terrorattacken-viele-ddr-entwicklungshelf/

Die Sozis und die Nazis:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/01/30/die-sozis-und-die-nazis-der-fall-karl-branner-in-kassel-warten-auf-positionierung-von-spd-kanzlerkandidat-martin-schulz-zu-umstrittenen-spd-ikonen-helmut-schmidt-und-willy-brandt/

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Ausriß DIE ZEIT 1983, Mitherausgeber Helmut Schmidt:”In dem Prospekt zum KZ Buchenwald lese ich:`Die Blutspur führt nach Bonn`. Und ich werde so zornig, daß ich auf der Weiterfahrt nach Stunden später meiner Empörung ihren Lauf lasse: Adenauer, Brandt, Schmidt – die Helfershelfer der Mörder von damals? Das ist plumper DDR-Jargon, billige, abstoßende Geschichtsklitterung.”

Bodo Ramelow/LINKE und die Wertvorstellungen seiner Koalitionspartner SPD und GRÜNE. Wer in Deutschland stockreaktionär ist – und wer nicht:http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/

Große Probleme vieler Ostdeutscher mit Nazi-Westdeutschland. 

Irreführende Parteinamen in Deutschland(Christlich Demokratische Union Deutschlands, Christlich-Soziale Union, Freie Demokratische Partei, Die Linke, Sozialdemokratische Partei Deutschlands…)

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Ausriß – DIE ZEIT und die “Blutspur”…

17. Juni 1953 – stimmt die offizielle Version? “Das gestürzte Volk. Die unglückliche Einheit”.(Hans-Joachim Maaz) **

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“Was geschah am 17. Juni?” Hans Bentzien, edition ost.

Gesteuerter deutscher Mainstream traut sich erst Jahrzehnte nach dem Anschluß an ein Tabuthema – die Terroranschläge westlicher Geheimdienste in der DDR. “Amerikaner bezahlten Anschläge in der DDR”. FAZ. Voraussichtlich wird es daher noch weitere Jahrzehnte dauern, bis zahllose andere Tabuthemen dran sind. Reinhard Gehlen aus Erfurt und der BND:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/02/21/gesteuerter-deutscher-mainstream-traut-sich-erst-jahrzehnte-nach-dem-anschluss-an-ein-tabuthema-die-terroranschlaege-westlicher-geheimdienste-in-der-ddr-amerikaner-bezahlten-anschlaege-in-der-ddr/

Markus Meckel:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/04/01/markus-meckel-almuth-berger-dr-hans-joachim-doering-guenter-nooke-u-a-im-bizarren-mosambik-sachbuch-fuer-respekt-und-anerkennung-die-mosambikanischen-vertragsarbeiter-und-das-schwierige-erbe-a/

SPD und Geld-Politik. Esken und Walter-Borjans. Wie die Partei tickt. **

“Deutschlands politische Spitze: heuchlerisch, brutal, verlogen, erbärmlich”. PI 2018

“Was Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans von der Partei beziehen”://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-was-saskia-esken-und-norbert-walter-borjans-von-der-partei-beziehen-a-f24f4120-08e1-4c8b-b9c8-c2cc47ea8650.

Wer von den Corona-Dekreten der Groko finanziell arg gebeutelt wird – und wer nicht…

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Ausriß – Norbert Walter-Borjans 2019.http://www.hart-brasilientexte.de/2019/06/02/nahles-ruecktritt-2019-spd-frauenpower/

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Ausriß. Lula ist dem Vernehmen nach seit langem Millionär.http://www.hart-brasilientexte.de/2020/03/11/lula-in-berlin-im-maerz-2020-bei-riexinger-walter-borjans-etc-doch-hauptstadtmedien-berichten-offenbar-nicht-was-ist-da-passiert/

Brandt und die getarnten Spenden  der USA-Regierung, die Fernsteuerung:

http://www.hart-brasilientexte.de/2016/08/08/willy-brandtspd-und-die-getarnten-spenden-der-usa-regierung-die-fernsteuerung-waere-die-zahlung-bekannt-geworden-haette-sie-die-karriere-des-spaeteren-spd-vorsitzenden-und-bundeskanzlers-wohl-f/

Der skurrile Brandt-Personenkulthttp://www.hart-brasilientexte.de/2017/10/08/willy-brandtspd-todestag-8-oktober-1992-was-in-den-offiziellen-wuerdigungen-stets-fehlt/

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“Wir können das. Wir wollen das. Wir machen das. SPD”

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“Zusätzlich zum Amtsgehalt (214.000 Euro/Jahr) bekommt der Bundespräsident 78.000 Euro Aufwandsgeld“. BILD.

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Ausriß:”Spenden-Skandal erschüttert die SPD. Es geht um bis zu 500000 Euro Schmiergeld. Regensburger Bürgermeister verhaftet.”

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Ausriß. “Es ist Zeit für mehr Gerechtigkeit. Morgen SPD wählen!”

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Ausriß.

Fall Petra Hinz:http://www.hart-brasilientexte.de/2016/08/11/hochstaplerin-petra-hinzspd-2016-offenbar-immer-noch-keine-rueckzahlung-der-zu-unrecht-einkassierten-leistungendiaeten-etc-seit-1989-immer-noch-keine-aberkennung-der-abgeordneten-pensionsanspru/

http://www.hart-brasilientexte.de/2016/09/23/volkspartei-spd-wie-sie-2016-tickt-nach-dem-hinz-skandal-der-augenstein-skandal-auf-kosten-der-steuerzahler-160908-euro-abfindung-fuer-21-monate-arbeit-bildzeitung-ueber-sprecherin-von-b/

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Ausriß. Wer hat keinerlei Skrupel, mit dieser Berlin-SPD zu koalieren?

„Die Entlassung der Pressesprecherin Daniela Augenstein und die damit verbundenen, horrenden Übergangszahlungen zeigen, dass die Sozialdemokraten unsere Stadt nur noch als Selbstbedienungsladen ansehen“, lässt der frisch gewählte Fraktionsvorsitzende Georg Pazderski am Mittwoch verlauten. „Dieser Skandal ist bereits ein Fehlstart für den neuen Müller-Senat.“ – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/24796768 ©2016

SPD und VW-Skandal:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/02/02/versaut-der-vw-skandal-der-spd-den-bundestagswahlkampf-die-welt-jan-2017-wie-kanzlerkandidat-schulz-die-spd-ticken-die-sozis-und-die-nazis/

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Ausriß.

Bodo Ramelow und die Wertvorstellungen seiner Koalitionspartner:http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/

Die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Renate Schmidt und die “zehn nackten Neger”:

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Ausriß. DER SPIEGEL.

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Ausriß Thüringer Allgemeine, 20.9. 2016. 

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Niedersachse Ramelow  – hier in Heldrungen/Thüringen mit (“Bonzenschleuder”)BMW.

 

RamelowEisen3

Niedersachse Ramelow – hier in Eisenach/Thüringen, diesmal mit (“Bonzenschleuder”)AUDI, 1. Mai 2018.

“Steinbrück und die Bonzenschleuder – SPIEGEL TV”:https://www.youtube.com/watch?v=4M2lLFXxGzY

“Bonzenschleuder” – Prominentenlift in westdeutschen Unternehmen, nur mit Spezialschlüssel zu öffnen…

BrauTiere1

“Die Demokratie ist weiblich” – Prinzen-Krumbiegel mit politisch korrektem Agitpropsong:https://www.youtube.com/watch?v=cNtpOfSKSg4

MerkelSchäubleHerder19

Merkel, Weimar, Herderkirche, Frühjahr 2019. Ausriß.

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“Über Jamaika lacht die Sonne – über Deutschland lacht die Welt!” Wasungen-Karneval 2018

StegnerDreyerTiefenseeSchwan19

Stegner1

SPD-Politprominenz  in Erfurt. 

 

TiefenseeDreyer191

Nahles-Rücktritt 2019, SPD-Frauenpower. Deutsche Machteliten und aktuelle Probleme mit Politmarionetten:http://www.hart-brasilientexte.de/2019/06/02/nahles-ruecktritt-2019-spd-frauenpower/

Dreyer1

Bodo Ramelow und die Wertvorstellungen seiner Koalitionspartner:http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/

StegnerSchwanBrandt19

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Christoph Schlingensief beim Website-Interview in Sao Paulo. 

“…den Leuten zu sagen, in was für einer verlogenen Scheiße wir alle leben…” Schlingensief.

Die Prinzen:https://www.youtube.com/watch?v=vL296HTqaTQ

“Du mußt ein Schwein sein”:

https://www.youtube.com/watch?v=BWwhz4hPkSk

“…Du mußt ein Schwein sein in dieser Welt
Schwein sein
Du mußt gemein sein in dieser Welt
gemein sein
denn willst Du ehrlich durchs Leben geh’n
ehrlich
kriegst’n Arschtritt als danke schön
gefährlich

Weil ich weiß, daß ich’s mir leisten kann
stell’ ich mich überall vorne an
und ist einer sanft und schwach
hör’ mal wie ich drüber lach.
Bei den freundlichen Kollegen
halte ich voll dagegen
obwohl mich keiner mag
sitz ich bald im Bundestag.”

Zwangsfinanzierung für absurd hohe Gehälter:http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/bis-zu-399-000-euro-im-jahr-das-verdienen-intendanten-und-redakteure-bei-den-oeffentlich-rechtlichen-a2219111.html

ARDIntendantenLohn17

 Ausriß BILD 2017. “Die Gehaltsliste der ARD-Bosse”.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/09/28/siegesmund-adams-gruenen-wahlkampfdemo-in-erfurt-am-28-9-2019-nur-einige-hundert-teilnehmer-blickfang-gruenen-spitze-mit-kathrin-goering-eckardt-dazu-reichlich-traktoren/.

 http://www.hart-brasilientexte.de/2019/08/13/immer-am-13-august-haben-deutsche-tv-sender-den-manfred-krug-film-der-kinnhaken-ueber-den-mauerbau-im-programm-wahrheit-oder-fake-news/

Wendemöglichkeit1

Keine Wendemöglichkeit. 2019

AbwerbungTALeser18

 

TA-Leserbrief, 26.9. 2018:”Und so hatte man kein Problem damit, in der DDR abzuwerben, wen man brauchte.Damals war das wie heute moralisch fragwürdig, unehrenhaft und für uns fast eine Bankrotterklärung…Hunderte Ärzte folgten dem Ruf des Geldes, Moral spielte da keine Rolle. Katastrophal waren auch die Probleme der Industriebetriebe, wenn Wissenschaftler und Ingenieure verschwanden und wichtige Pläne und Unterlagen mitgehen ließen.”

DDRTALeser18

Ausriß Westdeutsche Thüringer Allgemeine – Leserbriefe 2018. Was auf den Ideologieseiten der TA(u.a. über die DDR) nicht steht, findet sich regelmäßig bei den Leserbriefen.

HacksCrimeRegierung

“Organisiertes Verbrechen.

Die große Kriminalität im Land

Wird gerne d i e R e g i e r u n g auch genannt.

Peter Hacks”(Ausriß)

Andrea Johlige/LINKE und der Fall des Mosambikaners Manuel Diogo. “Ich hoffe sehr, dass nun endlich Licht ins Dunkel kommt und die Täter ermittelt und ihrer Strafe zugeführt werden können. Mord verjährt nicht!” Was die Linkspartei irgendwie nicht interessiert(BND, Renamo, ermordete ostdeutsche Entwicklungshelfer etc.):http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/06/30/andrea-johligelinke-und-der-fall-des-mosambikaners-manuel-diogo-was-die-linkspartei-irgendwie-nicht-interessiertbnd-renamo-ermordete-ostdeutsche-entwicklungshelfer-etc/

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So war das Stasi-Zonenregime – Nazi-Horror, Nazi-Terror ohne Ende(?). Ausriß MZ 2020. Für die ARD ist der Mord durch Neonazis ein Fakt – wieso muß dann überhaupt noch ermittelt werden?

 

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“Juni 1986: Ein mosambikanischer Vertragsarbeiter wird im Zug bei Potsdam von Neonazis gelyncht”. ARD-Ausriß. Wahrheit oder Lüge?

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Ausriß.

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Ausriß. Typische Szene in ostzonalen Zügen – Nazis haben freie Hand(?)

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Typischer Nazi unter Honecker(?)

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“Rassistische Morde in der DDR: Aufarbeitung steht weiter aus”. LINKE Sachsen-Anhalt 2020

 

Wolf Biermann & Angela Merkel & Helmut Kohl:

Wikipedia:

1998 trat der Liedermacher auf der Klausurtagung der CSU in Wildbad Kreuth auf. Die „unverkrampfte, freundschaftliche Atmosphäre“ habe ihn gefreut, erklärte er anschließend.[40] 2012 lobte er den vormaligen Kanzler Helmut Kohl, wenn der gemeint habe, wir hängen die ehemalige DDR an die ehemalige BRD dran und machen eigentlich das Alte nur ein bisschen größer, das sei die einzig mögliche Entscheidung gewesen, „wunderbar“, „mutiger, frecher als andere“. 1989 hatte Biermann noch darauf bestanden, er könne „das Wort WIEDER nicht ertragen. Ich meine Wiedervereinigung“. Er wünsche sich, „dass zwei Deutschländer da sein können, die einen friedlichen und demokratischen Wettstreit versuchen.“[41] Kohl sei klüger gewesen, „als wir alle zusammen damals“ (2012). Die zweite Großtat von Kohl sei gewesen, „dieses politische Genie Angela Merkel“ als solches erkannt zu haben.[42]Biermann äußerte sich zur deutschen Außenpolitik: Er befürwortete das Eingreifen der NATO im Kosovokrieg 1999[43] und den Irak-Krieg der USA und ihrer Verbündeten 2003.

“Biermann, der mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) befreundet ist, zeigte sich beeindruckt, wie textsicher Merkels Ehemann Joachim Sauer bei seinen, Biermanns, Liedern sei. »Dieser Professor kennt fast alle meine frechen frühen Lieder, die kaum einer kennt, sogar auswendig.« Sauer habe die Heiterkeit eines Naturwissenschaftlers, die er von seinem Freund Robert Havemann kenne.” Jüdische Allgemeine

https://www.bild.de/politik/inland/wolf-biermann/freundschaftsdienst-von-kanzlers-48828782.bild.html

“03.09.2017 – ZEIT: Sie kennen Angela Merkel und ihren Mann Joachim Sauer gut. Ist es eine Freundschaft? Biermann: Ja.”https://www.zentralratderjuden.de/aktuelle-meldung/artikel/news/laudatio-von-dichter-und-liedermacher-wolf-biermann/.

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“Arschmadenkriecher”. “Made in Germany”. CDU-Bundeskanzlerin Merkel aus Hamburg, in jedem Wasungen-Karneval der letzten Jahre ganz groß vertreten.

750 DEUTSCHE „CORONA“-MILLIARDEN FÜR DIE EU!/PI

AfD-Professor merkelt die Totengräberin:http://www.pi-news.net/2020/07/afd-professor-merkelt-die-totengraeberin/

“Ich bin ein Linker! Aber die einzige Sozialdemokratin in Deutschland ist Angela Merkel. Die Sozialdemokraten in Deutschland sind keine Sozialdemokraten. Der Kandidat der SPD, Peer Steinbrück, ist ein verhinderter CDU-Mann. Ich habe Merkel gewählt…Jeder, der in einer Demokratie gewählt werden möchte, weil er ein kluger, tapferer, ehrlicher Mensch ist wie z.B. Angela Merkel, der kann nur an die Machthebel kommen, wenn er auch von den Idioten gewählt wird. Dafür ist man gezwungen, den Leuten nach dem Mund zu reden und Versprechungen zu machen, die man nicht einhalten kann…Schauen Sie nach China, ein kapitalistisches KZ!..” Die Presse

…Liedermacher Wolf Biermann (82) hat Angela Merkel als eine große Kanzlerin gelobt, kann sich nun aber Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) als neuen Regierungschef gut vorstellen. Die CDU-Politikerin sei «eine große Kanzlerin. Sie hat mindestens das Format von Adenauer und Willy Brandt», sagte der in Hamburg lebende Biermann in einem Interview des «Pinneberger Tageblatts» und des SHZ Verlags (Dienstag). «Für sie ist Freiheit keine Phrase, sie ist eine zuverlässige Europäerin und sie zeigt der Welt das humane Gesicht der Aufklärung.» Scholz wiederum sei «ein kluger und redlicher, ein guter Politiker», sagte Biermann. «Der hätte das richtige Format.»…Die Welt

Wolf Biermann, seine Wertvorstellungen und die völkerrechtswidrige NATO-Aggression gegen den Irak – rund 1,5 Millionen Tote, meist Zivilisten: “Ich bin für diesen Krieg.” (Wie Angela Merkel). “Dabei wissen absolut alle, Freunde wie Feinde, dass diese A- oder B- oder C- Waffen in irgendwelchen nicht auffindbaren Bunkersystemen oder, paar Kilometerchen jenseits der syrischen Grenze beim hilfsbereiten Nachbarn, in aller Ruhe professionell versteckt worden sind und auf ihren Einsatz warten…Ich habe Merkel gewählt…ein kluger, tapferer, ehrlicher Mensch ist wie z.B. Angela Merkel…”http://www.hart-brasilientexte.de/2016/10/25/wolf-biermann-und-die-voelkerrechtswidrige-nato-aggression-gegen-den-irak-rund-15-millionen-tote-meist-zivilisten-ich-bin-fuer-diesen-krieg-wie-angela-merkel/.

Süddeutsche Zeitung:

…Für Wolf Biermann hat das Ganze wohl die unangenehmsten Folgen. Ausgerechnet er, der linke Liedermacher, war im März 2003 George W. Bush mit biermann-üblicher Emphase beigesprungen: “Ich bin für diesen Krieg, damit das ganz und gar klar ist!” hatte er von der Konzertbühne gerufen.https://www.sueddeutsche.de/kultur/wolf-biermann-bnd-angela-merkel-1.4322062

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“Ganz Europa verdankt den USA seine Freiheit.”

“Als unvermeidlich verteidigt

 

Biermann war vielleicht der ungewöhnlichste, aber nicht unbedingt der radikalste unter den hiesigen Kulturschaffenden, die den Irak-Feldzug wenn nicht für legitimierbar hielten, so doch als unvermeidlich verteidigten: Literaten und Wissenschaftler wie Hans Magnus Enzensberger oder Herfried Münkler, György Konrád oder Leon de Winter boten dem Militärschlag intellektuellen Flankenschutz…” Zitat SZ

Wolf Biermann mit Autoren-Beitrag 2003 in der Hamburger Illustrierten DER SPIEGEL:

In einem ganz anderen Sinn geht es in diesem Krieg allerdings um das Öl: Weder die wenigen demokratischen noch die vielen diktatorisch regierten Staaten in der Uno sollten es hinnehmen, dass ein praktizierender Völkermörder wie Saddam mit seinen Öl-Milliarden systematisch eine A-, B- und C- Militärmacht aufbaut, die es ihm ermöglicht, alle arabischen Bruderländer aus ihrer vergleichsweise kommoden Knechtschaft zu befreien, um sie dann selber vollends zu knechten und mit dieser panarabischen Machtvollkommenheit den Rest der Welt noch brutaler zu erpressen.
Ich rechne damit, dass die wohlfeile Wut auf Amerika uns alle noch teuer zu stehen kommen wird. Ohne den Truppenaufmarsch der USA könnte kein einziger Waffeninspektor überhaupt irakischen Boden betreten. Alle wissen es, und wenige wollen es wahrhaben. Manchmal kommt mir der dummschlaue Verdacht: Vielleicht spielen ja Europa und die USA dasselbe Spiel nur in zwei entgegengesetzten Rollen, um Saddam besser in die Zange nehmen zu können. Aber der ist weder naiv noch ängstlich.
Die demokratischen Staaten können leider nicht mit einer Gewalt erfolgreich drohen, die nicht ernst gemeint ist. Der vulgäre Hass auf den Propaganda-Popanz eines schießwütigen Cowboys im Weißen Haus hat schon was von einer simulierten Paranoia. Ganz Europa verdankt den USA seine Freiheit. Ihre Befreiung werden allerhand geschichtsvergessene Menschen in Deutschland und Frankreich den Vereinigten Staaten offenbar niemals verzeihen. Offensichtlich ärgert es das “alte Europa” zusätzlich, dass der Präsident im Weißen Haus gelegentlich so altmodisch im pathetischen Jargon der Bibel redet.
Nun wird also die Weltmacht USA als Feind der islamischen Welt hingestellt. Auch das halte ich für eine besonders schäbige Lüge. Gerade eben haben die Soldaten der Vereinigten Staaten auf dem Hinterhof Europas im Kosovo die Moslembevölkerung gegen die serbischen Völkermörder gerettet. Und wir Europäer saßen dabei auf dem Sofa und begutachteten vor der Glotze diesen Rettungsversuch. Ohne den Militäreinsatz der USA aber säße Milosevic heute machtvollkommen in Belgrad und nicht als Kriegsverbrecher vor dem Tribunal in Den Haag.
Auch treffende Argumente sind in den Wind gesprochen, wenn die Ohren verstopft sind und die Herzen ohne Mitleid. Und so weht der falsche Friedenswind unsereins scharf und eisig ins Gesicht. Ich spüre, wie sehr meinesgleichen mal wieder in den ehrenvollen Status der Minderheit geraten sind. Und wir kommen da nicht lässig raus. Von Manès Sperber kann man lernen: Auch wer gegen den Strom schwimmt, schwimmt im Strom. Aber es kostet nicht mehr die Freiheit, nicht das Leben – und mich in unserer soliden Demokratie nicht mal das Wohlleben.
Immer war ich ein Furchtsamer. Dennoch hatte mich nie die Angst vorm Schlimmsten: vor dem Krieg. Diese Gemütsbewegung ist in mir, scheint’s, abgetötet worden, bevor ich das Wort Krieg hätte ganz erfassen können. Das war im Sommer 1943, als meine Mutter mit mir unter dem Bombenhimmel der amerikanischen und britischen Fliegenden Festungen mitten im Hamburger Feuersturm in der Hammerbrookstraße aus dem Inferno kroch. Die Alliierten hatten sich damals schon – zu unserem Glück – die Lufthoheit über Nazi-Deutschland erkämpft. Ich war in diesen branderhellten Nächten und rauchverfinsterten Tagen sechs Jahre alt.
Schon in jenem Kriegssommer, mein Vater war gerade ein halbes Jahr vorher in Auschwitz ermordet worden, erklärte mir meine Mama, so simpel, wie ich es als kleiner Junge verstehen konnte, dass diese schlimmen schlimmen Bombenflugzeuge uns befreien sollen, von den bösen bösen Leuten, die uns unseren lieben lieben Papa weggenommen haben. Es war nur so unpraktisch, dass uns die Bomben unserer Lebensretter selber auf den Kopf fielen.
Deshalb schrieb ich in meiner “Ballade von Jan Gat unterm Himmel in Rotterdam” den Vers, der manchen Deutschen irritiert oder gar entrüstet hat:
Und weil ich unter dem gelben Stern
In Deutschland geboren bin
Drum nahmen wir die englischen Bomben
Wie Himmelsgeschenke hin.
Auch das unterscheidet mich von den meisten, die in Deutschland jetzt die Lufthoheit im Meinungskrieg über den Luftkrieg der Alliierten erobert haben.
Mir fällt allerdings ein beachtenswerter Gegensatz auf: Die meisten Kinder und Kindeskinder der Nazi-Täter-Generation sind reflexartig und prinzipiell gegen jeden Krieg. Die meisten Nachkommen des Heil-Hitler-Volks, das den Krieg und die Massenmorde so willfährig mitgemacht hatte, wollen sich auch in notwendige Kriege, die eine Not wenden könnten, nicht reinreißen lassen. Auch wenn sie kaum Immanuel Kant gelesen haben, spüren sie, dass jeder Krieg, sogar der gerechte, ein grauenhaftes, ein “trauriges Notmittel” ist.
Mit sauberen Händen kommt keiner aus dem blutigen Gemetzel wieder nach Haus. Also wollen sie fortan lieber Unrecht erleiden, als selber Unrecht tun. Niemals wieder! wollen die Nachgeborenen der Nazis werden wie ihre verdorbenen Väter und Mütter: Täter. Das ist verständlich und mir zudem sympathisch. Die allermeisten Menschen ziehen nun mal geschichtliche Lehren mehr aus der Familienerfahrung als aus dem Studium der Geschichte. Aber genau das gilt eben auch für die Nachgeborenen der damaligen Opfer: Leute wie ich wollen dies und das sein, aber niemals wieder Opfer. Also sind meinesgleichen eher für einen Krieg zum Sturze solch eines menschenverachtenden Regimes, dessen erklärtes und vornehmstes Ziel es ist, Israel zu vernichten. Dass Saddam Hussein ganz nebenbei sein eigenes Volk von Anbeginn seiner Putschherrschaft vernichtet: es foltert, erpresst, verblödet, ängstigt und fanatisiert, das wird dabei von vielen einfühlsamen Friedenskämpfern in der westlichen Welt mitleidlos ignoriert. Deutsches Sprichwort: Fremdes Leid trägt sich leicht.
Die Regierenden in Berlin täuschen ihr Volk in jeder “Tagesschau” mit der korrekten Neuigkeit: Die Uno-Waffeninspektoren finden nichts Neues. Es gebe also keinen Grund für einen Krieg gegen das Regime in Bagdad. Dabei wissen absolut alle, Freunde wie Feinde, dass diese A- oder B- oder C- Waffen in irgendwelchen nicht auffindbaren Bunkersystemen oder, paar Kilometerchen jenseits der syrischen Grenze beim hilfsbereiten Nachbarn, in aller Ruhe professionell versteckt worden sind und auf ihren Einsatz warten… Zitat Biermann im SPIEGEL
SPIEGEL-Leser Dr. Erhard Jost, Heilbronn, Leserbrief: “Dass Biermann in seiner Autobiografie vollmundig ein Loblied auf sich selber grölt, war zu erwarten, nicht aber, dass DER SPIEGEL unkritisch in diese Jubelarie einstimmt.  Es wäre Pflicht gewesen, wenigstens darauf hinzuweisen. wie sehr der Wolf sein Maul aufriss für den Krieg am Golf und wie er die Friedensbewegung diffamiert hat.”
 DIE PRESSE:
…Ich bin ein Linker! Aber die einzige Sozialdemokratin in Deutschland ist Angela Merkel. Die Sozialdemokraten in Deutschland sind keine Sozialdemokraten. Der Kandidat der SPD, Peer Steinbrück, ist ein verhinderter CDU-Mann. Ich habe Merkel gewählt…Jeder, der in einer Demokratie gewählt werden möchte, weil er ein kluger, tapferer, ehrlicher Mensch ist wie z.B. Angela Merkel…
“Biermann…machte sich für den Irak-Krieg stark”. DIE WELT
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TOM SCHIMMECK: …Im September 2012 lobte er im Radio den alten Kohl: Der habe „die gute Nase gehabt für dieses politische Genie Angela Merkel“. – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/317764 ©2016
Manche Biermann-Kenner betonen, man müsse stets zwischen dem tatsächlichen Biermann und dem künstlich geschaffenen Biermann-Bild unterscheiden, seit Beginn des Kalten Krieges bis heute. Mancher, der Biermann erstmals privat am Cafe-oder Kneipentische erlebt habe, sei erschrocken aufgestanden und habe nie wieder dessen Lieder gehört, habe dessen Platten weggelegt.
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“…dass Kriminelle, die bei uns um Asyl bitten und sich wie die Schweine benehmen, gezwungen werden, das Land zu verlassen.” Wolf Biermann 2017, DER SPIEGEL
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“…Angela Merkel hat sich vor drei Jahren in einer Ausnahmesituation entschieden, Tausende verzweifelte Flüchtlinge an der deutschen Grenze nicht mit Stacheldraht, Knüppeln, Wasserwerfern und Maschinengewehren und Panzern zurückzujagen, nicht nach Österreich, Ungarn, Griechenland, die Türkei und womöglich in den Krieg in Syrien oder Afghanistan. Ja ja, das war ein Fehler. Aber es war eben der kleinere, der bessere, es war der „richtige“ Fehler. Im Flüchtlings-Tsunami stehe ich ganz auf Seiten unserer Kanzlerin, weil sie sich als eine tatkräftige Humanistin bewährt hat, sich wie eine echte Christin verhält und trotz der innereuropäischen Turbulenzen eine stoische Europäerin geblieben ist. Sie zeigt der Welt das freundliche Gesicht menschlicher Vernunft.

Dieser wunderbare Fehler vor drei Jahren brachte Angela Merkel persönlich in aller Welt Sympathien ein. Ihre mutige Entscheidung hat dem Ansehen der Deutschen mindestens so genützt wie nach der Nazizeit das weltweit bewunderte Wirtschaftswunder. In Deutschland selbst unterscheiden sich Ost- und Westdeutsche fast modellhaft so, wie die östlichen und die westlichen Staaten in der Europäischen Union. Auch hier zeigt sich, dass Diktatur nicht mit ihrem Sturz aufhört zu wirken. In den osteuropäischen Ländern des einstigen Ostblocks, wo es kaum Ausländer und am wenigsten Flüchtlinge gibt, ist die Angst vor ihnen am Größten.

Die Attacken gegen die Kanzlerin Angela Merkel seit der Grenzöffnung 2015 schaukeln sich manchmal hysterisch hoch. In diesem trüben Wasser fischen die Populisten. Dabei muß man wissen, dass die große Mehrheit der Deutschen die Parteien gewählt hat, die Merkels Flüchtlingspolitik mitgetragen hatten…” New York Times

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„Wer den Rechtsstaat schätzen gelernt hat, will ihn nicht wieder hergeben“/CICERO

Der Liedermacher Wolf Biermann unterstellte den ostdeutschen AfD-Wählern kürzlich, Demokratie und Freiheit nicht zu schätzen. Eine Widerrede der CDU-Politikerin und DDR-Bürgerrechtlerin Angelika Barbe vom Oktober 2017

AUTORENINFO

Angelika Barbe ist Biologin. Sie war DDR-Oppositionelle, Gründungsmitglied der DDR-SPD, Bundestagsabgeordnete der SPD und ist heute CDU-Mitglied.

Lieber Wolf,

seit dem gemeinsamen Hungerstreik mit Bärbel Bohley und anderen Bürgerrechtlern in der Ostberliner Stasizentrale 1990 kennen wir uns persönlich. Vorher verehrte ich Dich bereits Deiner Lieder wegen, die ich abtippte und heimlich verteilte. Ich war damals die Einzige aus der SPD, die sich dem Streik um die Öffnung der Stasiakten anschloss und dafür von Wolfgang Thierse diffamiert wurde. Du weißt, dass ich kein Feigling bin. Und die Mehrheit der Ostdeutschen es auch nicht ist.

 

Schade, dass du keine Gelegenheit hattest, mit den vielen Bürgern zu sprechen, die ich in Dresden in den vergangenen Jahren kennenlernen durfte. Von über 500 Briefen, die wir in der Sächsischen Landeszentrale von Bürgern bekamen, klagten sie in mehr als 90 Prozent der Fälle darüber, dass sie weder von Bürgermeistern, Abgeordneten, Landräten noch von anderen Vertretern des Establishments eine Antwort auf ihre Petitionen, Briefe und Anfragen erhielten. Sie fühlten sich nicht akzeptiert, kamen sich verhöhnt vor und wurden dann noch als Rassisten beschimpft.

Merkel hat Kontakt zu Bürgern verloren

Bundeskanzlerin Angela Merkel landet mit dem Hubschrauber in Heidenau, entschwebt nach einer Stunde und löst damit kein einziges Problem. In der Wahlarena rät sie einer Putzfrau, sie solle ihr weniges Geld in die Riester-Rente stecken. Das zeigt, dass sie die Lebensumstände der Bürger nicht kennt.  Sie verliert kein Wort über die „Transferausbeutung der Familien“, die der ehemalige Sozialrichter Jürgen Borchert anklagt. Und sie hat die Chupze, Kindergelderhöhung zu versprechen, die lediglich „Rückgabe von Diebesgut“ (Borchert) ist, nämlich nichts anderes als die verfassungswidrige Besteuerung des Existenzminimums von Kindern.

Merkel entschwindet und lässt uns Bürger mit der ständigen Terrorgefahr allein. Schlimmer – zahlreiche „Lückenmedien“ (Norbert Bolz) beschwichtigen uns, Hunderttausende, nicht registrierte illegale Migranten seien trotz zahlreicher islamistischer Terror-, Messer- und LKW-Angriffe grundsätzlich ungefährlich. Die Regierung beschweigt den Kontrollverlust. Schließlich ist sie nicht betroffen. Aber „Merkelsperren“ werden aufgestellt, wenn die Politiker sich selbst gefährdet sehen – wie am 3. Oktober 2016 in Dresden. Dort lauerten sogar schwer bewaffnete Scharfschützen auf den Dächern. Die Opfer  islamistischer Terrorangriffe werden verschwiegen, getreu dem SED-Motto: Wo keine Opfer, da keine Täter! Die Vertreterin der Breitscheidplatz-Opfer wurde kurzerhand vor der Merkel-Wahlarena ausgeladen.

Offene Rechtsbrüche

Die ostdeutsche Bevölkerung durchschaut die Regierenden, die  Grundrechte (Artikel 16 a GG) aushebeln. Die Menschen fürchten sich vor dem, was auf sie zukommt. Da Gesetze von Merkel nicht eingehalten werden, gilt Horst Seehofers Analyse von der „Herrschaft des Unrechts“. Normen und Regeln wurden von Merkel im Alleingang außer Kraft gesetzt.

Von politischer Kultur hierzulande kann überhaupt keine Rede sein. Ich vermisse den antitotalitären Konsens, ich vermisse die offene Auseinandersetzung über strittige Themen, ich vermisse die Achtung des Andersdenkenden. Eine selbsternannte Kaste elitärer „Meinungsmacher“ verwendet Begriffe wie Toleranz, deren Bedeutung sie dann ins Gegenteil verkehrt. Wer täglich die Presse verfolgt, erlebt Journalisten, die die Wahrheit verschweigen, wohlwissend, dass die Bevölkerung sich zusätzlich im Internet informiert, sich mit Freunden und Verwandten im Westen Deutschlands austauscht, sich auch selbst die Verhältnisse (in Berlin-Neukölln, in Duisburg-Marxloh, in Essen)  anschaut. Schließlich haben wir keine Mauer mehr. Wer den IS mit friedlichen Pegida-Demos vergleicht, muss Andersdenkende hassen.

Keine Debatten, viel Konsens

Der Islamologe Bassam Tibi vermisst eine Debattenkultur, die nicht jeden mit einer abweichenden Meinung in die Ecke stellt und mit Totschlagargumenten bewirft. Wie soll ein Bürger eigentlich seine Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen? Auf die Straße zu gehen, sei nicht in Ordnung, wird von „Lückenmedien“ und Parteien behauptet. Jetzt gehen viele wählen, die früher die Wahlurne mieden. Nun werden sie für dumm erklärt, weil sie nicht die „Richtigen“ ankreuzten. Aber die Ostdeutschen machten weder Altmeier noch etlichen Kirchenfürsten die Freude und verzichteten darauf, sondern „griffen lieber zur AFD“. Denn Nichtwähler stärken automatisch die stärkste Partei. Derart demokratiefeindliche Aufrufe wie von Peter Altmaier („Lieber nicht zu wählen als die AFD“) zu verbreiten, zeugt von totalitärer Gesinnung.

Auch mein Großvater war Kommunist, kämpfte im Untergrund gegen die Nationalsozialisten. Er war einfacher Werkzeugmacher und trat später der neugegründeten SED bei. Das änderte sich nach dem 17. Juni 1953. Damals warf er seinen Genossen das Parteibuch vor die Füße. Er habe nicht gegen die Nazis Zivilcourage gezeigt und seine Familie in Gefahr gebracht, um jetzt seine Kameraden in Gefängnissen wiederzufinden. Rot lackierte Faschisten wollte er nicht unterstützen. Fortan galt er als Verräter. Ich habe Widerstand gegen die zweite deutsche – die kommunistische – Diktatur geleistet, bin dafür als „feindlich-negativ“ diffamiert, mit Bespitzelung und Berufsboykott bestraft worden. Ich musste kommunistische Sippenhaft und mit drei Kindern Armut in der DDR erleben. Ich möchte keine dritte Diktatur – erst recht keine islamistische – auf deutschem Boden ertragen müssen.

Wo bleibt der Protest gegen Islamisten?

Nein, deshalb unterstütze ich Sabatina James, die vom Islam zum Christentum konvertierte, deshalb mit einer Todesfatwa belegt wurde und im Untergrund unter ständigem Personenschutz leben muss. Ihr Verein hilft vielen Christen mit dem gleichen Schicksal. Mit welchem Recht dürfen hier in Deutschland aggressive Islamisten friedliche Bürger wegen ihres Glaubens ungestraft bedrohen? Was tun unsere herrschenden Parteien dagegen? So ergeht es der Muslimin Seyran Ates, die wegen ihrer gegründeten liberalen Moschee in Berlin unter Todesdrohungen lebt. Wo bleibt der Protest der angeblich so friedlichen Mehrheit hier lebender Moslems? 

Lieber Wolf, als Christin und Václav-Havel-Verehrerin „will ich in der Wahrheit leben“. Ich blende die Wirklichkeit nicht aus, nur weil das den Parteien in den Kram passt. Ich bin CDU-Mitglied und halte mich an das CDU-Programm von 2002, das jetzt von der AfD vertreten wird. Wenn eine gehen muss, dann sicherlich nicht ich – sondern Merkel.

Nach 1990 habe ich Hunderte von Lebensläufen verfolgter SED-Opfer mit Trauer und Wut angehört, versucht, ihnen im Bürgerbüro und im Verein zu helfen, Zeitzeugengespräche zu organisieren, Rehabilitierungen zu erwirken, bin dafür von den SED-Rechtsnachfolgern übel verleumdet worden. Denn wo keine Opfer sind, kann es auch keine Täter geben – mit dieser Devise hoffen sie, die Verbrechen zu vertuschen und unbedarfte Zeitgenossen zu täuschen. Bis heute weigern sich die SED-Rechtsnachfolger, die Opfer aus ihrem unrechtmäßig erworbenen Vermögen zu entschädigen.      

Mut zum Widerspruch                                              

Ich verstehe die Trauer, die Wut, die Hoffnungslosigkeit, die Hilflosigkeit, die Ohnmacht vieler meiner ostdeutschen Mitbürger angesichts ihrer politischen, rechtlichen und sozialen Entmündigung und ich verstehe ihre Wahlentscheidung, die auch meine war. Wenn in einem Staat das Recht auf zweierlei Weise ausgeübt wird, zerfällt die Gesellschaft. Denn Recht muss für alle gleich sein, sonst ist es Unrecht. Die Voraussetzung für Demokratie und Freiheit ist die Herrschaft des Rechts. Wer den Rechtsstaat schätzen gelernt hat, wie der im Unrechtsstaat eingesperrte DDR-Bürger, will ihn verteidigen und nicht wieder hergeben. Bei jeder Pegida-Demo wird in Dresden ein Transparent hochgehalten: „Weil wir die Knechtschaft kennen, ist uns die Freiheit heilig!“

In der DDR hieß es: Wer nicht für uns ist, ist gegen den Weltfrieden. Heute heißt es: Wer AfD wählt, ist ein Nazi. Eine schlimmere Diffamierung gibt es nicht. Wer das aushält, hat Mut zum Widerspruch. Nein, wir sind keine Feiglinge. Wer es wagt, sich Pegida anzuschließen, muss damit rechnen, von gewaltbereiten Linksextremisten verfolgt und körperlich angegriffen, wer sich zur AfD bekennt, muss damit rechnen, persönlich und beruflich drangsaliert zu werden. Ist Dir bekannt, dass Altbundespräsident Gauck folgende Überzeugung zum Besten gab? „Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem.“ Gibt es einen besseren Beweis für die Arroganz der Macht und den Mut der Bürger, dieser Arroganz zu trotzen?

Mit herzlichen Grüßen und der Hoffnung, dass Du meine Argumente ernst nimmst,

 

Dein abgehängter, schon länger hier lebender, der „enthemmten Mitte“ entstammender, AfD-wählender, „veränderungsmüder“ Tölpel und Finsterling aus Dunkeldeutschland (auch als Gabriels „Pack“ bekannt),

Angelika Barbe/CICERO

https://www.bo.de/nachrichten/wolf-biermann-und-wolfgang-schaeuble-im-gespraech

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/umfrage-schub-biermann-merkel-ist-meine-kanzlerin/8743126-2.html

Gotha/Thüringen – das Kriegsgefangenenlager der US-Army 1945. Keinerlei Dokumente, Aufzeichnungen in den Archiven der Stadt – warum melden sich Zeitzeugen, Mitwisser aus dieser Zeit nicht? Immer noch von Angst besetzt? Kurios – jenes Sachbuch des kanadischen Autors James Baque, in dem das Gotha-Lager beschrieben wird, ist selbst bei Experten der Regionalgeschichte unbekannt. Wie die US-Armee 1945 in Thüringen vorging, ist bisher kaum erforscht. Gibt es von bestimmter Seite ein starkes Vertuschungsinteresse??http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/07/02/gotha-das-kriegsgefangenenlager-der-us-army-1945-keinerlei-dokumente-aufzeichnungen-in-den-archiven-der-stadt-warum-melden-sich-zeitzeugen-mitwisser-aus-dieser-zeit-nicht-immer-noch-von-angst/

http://www.hart-brasilientexte.de/2020/07/09/deutsche-staats-und-mainstreammedien-schiessen-sich-auf-brasiliens-staatschef-ex-lula-partner-bolsonaro-ein-und-verschweigen-vertuschen-wegen-strenger-zensurvorschriften-immer-dasselbe-wie-war-d/

https://kopp-report.de/tiefschlag-fuer-die-eliten-zensiertes-corona-fachbuch-avanciert-zum-mega-bestseller/

CoronaBuch1

Ausriß.

Der Görlitzer Park in der deutschen Hauptstadt und die Wertvorstellungen von SPD, LINKE, Grünen, GroKo, deren Kulturbegriff, Menschenbild. “Die Politik sagt, die Dealer müssen bleiben.” **

https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-05/goerlitzer-park-kreuzberg-corona-krise-berlin/komplettansicht

https://www.welt.de/vermischtes/article199802174/Goerlitzer-Park-Der-absurde-Umgang-mit-den-Drogendealern-in-Berlin.html

https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/corona-kontrollen-in-ganz-berlin-aber-auch-im-drogen-goerlitzer-park

https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/im-goerlitzer-park-in-berlin-mann-beisst-freundin-stueck-der-wange-raus-71760966.bild.html

https://www.youtube.com/watch?v=ja6AbUPN7zM

http://www.hart-brasilientexte.de/2019/11/25/beuteland-die-millionengeschaefte-krimineller-clans-ard-doku-2019-was-wir-der-merkel-groko-den-kriminellen-deutschen-machteliten-verdanken-was-diese-unter-kulturbereicherung-vers/

“Wir haben völlig verrohte Personen importiert”. Berlins Innensenator Frank Henkel(CDU) mit Uraltbekanntem im Tagesspiegel, Juli 2016. Mit Henkel benutzt erstmals ein CDU-Politiker den Begriff “importiert” für offizielle Menschenhandelspraxis – bisher nur von Nicht-Islamisierungsparteien etc. verwendet.

HenkelVerrohte16

 

Ausriß.

Politikziel Schwerkriminellen-Import. Wo die Reise hingeht…Wem nützt die Banditendiktatur? In Ländern mit Gewalt-Gesellschaftsmodell sorgen Politik und organisiertes Verbrechen eng liiert für die Paralysierung von Protestpotential: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/

GeköpfteNE15

Kein IS-Terror – Medienfoto von Geköpften aus Brasilien – strategischer Partner der Merkel-GroKo. Ausriß.

Im Münchner Bertelsmann-Verlag veröffentlichte Jürgen Roth im Jahre 2000 ein gut recherchiertes Sachbuch mit dem Titel „Schmutzige Hände – Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren“. Im Pressetext wird auf „Verbrecher mit Parteibuch und Diplomatenpaß“ verwiesen, und daß die organisierte Kriminalität mit höchsten Regierungsstellen kooperiere: “Sie sind unangreifbar, mächtig und einflußreich, sie erpressen Regierungen, die sich wiederum ihrer bedienen – die auswechselbaren Protagonisten weltweit vernetzter krimineller Imperien. Wer wagt überhaupt einen Gedanken daran zu verschwenden, daß politische Entscheidungsträger demokratischer Staatengemeinschaften und mächtige westliche Konzerne genau das fördern, was sie vorgeben, mit aller Härte und Entschlossenheit zu bekämpfen? Sie scheinen – ob bewußt oder unbewußt, sei einmal dahingestellt – offensichtlich mit jenen anscheinend finsteren Kräften zu paktieren, die sie in aller Öffentlichkeit verdammen. Schlimmer noch: Sie gehen enge Allianzen mit mächtigen internationalen Verbrechern ein, ermöglichen ihnen die Anhäufung immenser Reichtümer, verschaffen ihnen Prestige in den staatlichen Institutionen….Warum werden Drogenkartelle und kriminelle Syndikate zur politischen Manövriermasse westlicher demokratischer Regierungen?…Weil in den letzten Jahren kriminelle Strukturen hofiert wurden, konnten sich diese Strukturen in unserem demokratischen System einnisten – insbesondere auch deshalb, weil sich kaum noch Widerstand gegen sie regt. Insofern ist das verbale und publizistische Trommelfeuer um den zu führenden Kampf gegen mafiose Strukturen und das organisierte Verbrechen in Wirklichkeit nicht mehr als eine Verhöhnung derjenigen, die bis heute davon überzeugt waren, genau diesen Kampf im Interesse einer intakten demokratischen Gesellschaft führen zu müssen. Aber die daran glaubten, sterben langsam aus. Sie resignieren. Und lassen sich ohne Gegenwehr die Hände binden, wenn ihre Ermittlungen in die Spitzen der Gesellschaft führen sollten.“

Deutschlands Machteliten zeigten nach dem Anschluß der DDR an die Bundesrepublik überdeutlich, mit welcher kriminellen Energie sie weiterhin vorzugehen bereit sind. Die flächendeckende vorsätzliche Wirtschaftsvernichtung und deren soziale Folgen wurden bereits ausreichend untersucht. Indessen wurde auch ein vergleichsweise kriminalitätsfreies Gebiet absichtlich dem organisierten Verbrechen geöffnet, was die Verbrechens – bzw. Gewaltrate geradezu sprunghaft ansteigen ließ. Westdeutsche machen sich gewöhnlich keinen Begriff, welche einschneidenden, einschränkenden Verhaltensänderungen bei den Ostdeutschen damit einhergingen: Angst vor Gewalttaten, Einschüchterung, Individualismus, hohes Mißtrauen gegenüber Mitmenschen, Selbstbewaffnung. Offener Verkauf lateinamerikanischen Kokains in Straßenbahnen von Halle, Schießereien zwischen Verbrecherbanden auf Bahnsteigen Leipzigs – Resultat jener hofierten kriminellen Strukturen,die nicht nur Jürgen Roth ausführlich analysiert hat.

 

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Jürgen Roth: Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren. Bertelsmann-Verlag.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/07/08/ddr-krimisost-krimis-autor-hartmut-mechtel-die-maerchenwelt-der-moralisten-tatsache-ist-dass-in-der-ddr-realitaet-bagatellfaelle-das-bild-der-kriminalitaet-bestimmen/

https://kopp-report.de/morde-vergewaltigungen-und-messerattacken-durch-asylbewerber-wo-bleibt-der-aufschrei-des-mainstreams/

Politisch Verantwortliche, die derartige Verbrechen nicht verhindern, sitzen auch in Gera nicht mit auf der Anklagebank: https://www.epochtimes.de/blaulicht/36-jaehriger-rettet-opfer-vor-drei-angreifern-prozessauftakt-vor-landgericht-gera-a3289370.html

HacksCrimeRegierung

“Organisiertes Verbrechen.

Die große Kriminalität im Land

Wird gerne d i e R e g i e r u n g auch genannt.

Peter Hacks”(Ausriß)

Warum Brasilien als einziges Land Lateinamerikas strategischer Partner der GroKo ist…

“Eine schwache Regierung – in geheimem Einverständnis mit dem organisierten Verbrechen”:http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/15/brasilien-eine-schwache-regierung-in-geheimem-einverstandnis-mit-dem-organisierten-verbrechen-okumenische-protestveranstaltung-zum-gedenken-an-die-rund-100-bisher-in-sao-paulo-bei-attentaten-d/Deutsche Politiker bei Staatsbesuchen sichtlich fasziniert von den Methoden der Bevölkerungskontrolle in Brasilien.

https://kopp-report.de/tiefschlag-fuer-die-eliten-zensiertes-corona-fachbuch-avanciert-zum-mega-bestseller/

Terror1

“Wie die westlichen Geheimdienste den Terror vor unsere Haustür bringen”. Heyne-Verlag 2019. “Mit dem internationalen Terror läßt sich viel Geld verdienen”.

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Terror3

Jürgen Todenhöfer: Die große Heuchelei. “Die Außenpolitik des Westens beruht auf einer zentralen Lüge: Seine oft terroristischen Militärinterventionen dienen nie der Freiheit und Demokratie, sondern stets ökonomischen und geostrategischen Interessen.”(Ex-DDR-Bürgern wird diese Argumentation sehr bekannt vorkommen)

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Ausriß, Todenhöfer über westlichen Staatsterrorismus, die NATO-Werte. …Afghanistan ist ein idealer geostrategischer “Flugzeugträger”…

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“Der Afghanistankrieg bleibt ein Krieg der Lügen und der Heuchelei”.(Todenhöfer)

HochhuthWessis1

Rolf Hochhuth, “Wessis in Weimar. Szenen aus einem besetzten Land”, Amazon-Text: Die Menschen in den »fünf neuen Bundesländern« werden mit Wissen der Politiker seit der sogenannten Wiedervereinigung systematisch ausgeplündert, gedemütigt und kolonialisiert. Dies ist die zentrale These Hochhuths, die er mit zahlreichen Dokumenten und Analysen belegt und in neun dramatische Szenen umgesetzt hat. Die Sprengkraft dieser Texte zeigt sich beim Lesen noch stärker als auf dem Theater. Viel Wut, Verbitterung und Enttäuschung sind in dieses Buch eingegangen:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/08/21/rolf-hochhuth-wessis-in-weimar-szenen-aus-einem-besetzten-land-amazon-text-die-menschen-in-den-fuenf-neuen-bundeslaendern-werden-mit-wissen-der-politiker-seit-der-sog/

Regime Change in der DDR – Mosambik und die Rolle des Gehlen-FDP-Kinkel-BND. Wie “Brüder und Schwestern” mit SS-Terrormethoden dafür sorgten, daß die Ostdeutschen weder an dringend benötigte Devisen noch Rohstoffe kamen, kostspielige Investitionen scheiterten – und die DDR dadurch heftige innenpolitische Probleme bekam. Mosambik-Dossier 12:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/09/04/regime-change-in-der-ddr-mosambik-und-die-rolle-des-gehlen-kinkel-bnd-wie-brueder-und-schwestern-mit-ss-terrormethoden-dafuer-sorgten-dass-die-ostdeutschen-weder-an-dringend-benoetigte-devisen/

“Störungen des Lockdowns verhindert”. Hartmut Mechtel, Ex-DDR-Bürgerrechtler, Krimiautor. **

Hartmut Mechtel

Störungen des Lockdowns verhindert

Berlin verbietet Corona-Demonstrationen. Die Versammlungsbehörde hat die Proteste von Corona-Leugnern am Samstag in Berlin verboten. Der Innensenator kündigt ein konsequentes Vorgehen der Polizei an.” Das sind Titel und Unterzeile der Mitteilung im Tagesspiegel vom 26. August 2020. “Störungen der Volksfeste verhindert. In den Nachmittagsstunden kam es in der Klement-Gottwald-Straße der Bezirksstadt zu Störungen der öffentlichen Ordnung, die von der Volkspolizei unterbunden wurden. Zur Feststellung der Personalien und Klärung der Umstände wurden Personen, die sich an der ungesetzlichen Zusammenrottung beteiligten, zugeführt. Die strafrechtlichen Konsequenzen werden geprüft.” Diese Nachricht entstammt der Märkischen Volksstimme Potsdam vom 9. Oktober 1989.

Heute wird (nicht in den Mainstreammedien, aber von Selbstdenkern) oft festgestellt, die Situation sei vergleichbar, und in Leserkommentaren zum aktuellen Verbot der Demo las ich zuweilen, in der DDR habe man auch nicht um Genehmigungen für Demos ersucht. Beides ist nur zum Teil korrekt. Die ersten, noch kleinen Demonstrationen des Jahres 1989 waren in der Tat ungenehmigt (um nur die zu nennen, bei denen ich dabei war: am 7.7.89 Protest gegen die Wahlfälschung auf dem Alexanderplatz in Berlin, am 7.10. auf dem Potsdamer “Broadway” als Aufruf zu Systemkorrekturen). Die größten Demonstrationen fanden in Berlin und Potsdam (und vielen anderen Orten) am 4. November statt. Diese waren angemeldet [die Demo in Potsdam von meiner Frau und dem Pfarrer Kwaschik] und sind (unter Änderung einiger Details wie der Marschroute und des Abschlussortes) genehmigt worden. Die angemeldete Berliner Großdemo 1989 wurde sogar vom Fernsehen der DDR live übertragen. Das sollte man sich heute mal vorstellen: ARD und ZDF übertragen live eine oppositionelle Demonstration. Und die Berichte in den DDR-Medien bestanden nicht mehr ausschließlich aus Beschimpfungen. Jedenfalls nicht nach dem 4.11.89. Halten wir fest: In den letzten Monaten der DDR wurde das Demonstrationsrecht nicht annähernd so rigoros unterdrückt wie jetzt. Es ist heute nicht besser, sondern schlimmer geworden.

Für die Zeit vor den Großdemos im November ’89 gilt freilich, dass sich die Verlautbarungen der Medien (und ihrer Auftraggeber) zum Verwechseln ähneln. Die Teilnehmerzahlen werden gefälscht. Potsdam, 7.10.89: Laut Presse/Polizei waren wir 200. Es mag schwer sein, Menschenmengen von über 100.000 zu schätzen, aber zwischen 2.000 (so viele – mindestens – waren wir tatsächlich) und 200 sollte sogar ein Polizist oder Journalist differenzieren können. In der Märkischen Volksstimme vom 9.10.89 war nachzulesen: “Antisozialistischen Provokationen in Potsdam Abfuhr erteilt … Einige Krakeeler nutzten eine ungenehmigte Demonstration und wollten sich auf der Potsdamer Klement-Gottwald-Straße breitmachen.Ihnen ging es nicht um öffentliche Meinungsäußerung. Ihr Ziel war Provokation … Es fällt auf, daß unter den Zugeführten [den Festgenommenen] sich eine größere Anzahl von Personen befand, die vorbestraft sind, keiner geregelten Arbeit nachgehen oder aufgrund ihres asozialen Lebenswandels als kriminell gefährdet gelten. 23 Personen z. B. sind bereits kriminell in Erscheinung getreten; fünf Personen sind ohne jegliches Arbeitsverhältnis … Die Parolen, die unsere Volkspolizisten gehört haben, sind auf fatale Weise identisch mit den gegenwärtigen Hetztiraden des Westfernsehens …

Die Demonstranten waren also hauptsächlich Asoziale, vom Westen angestiftete antisozialistische Provokateure (nicht etwa, wie ich damals beobachtete, ein Querschnitt durch die Gesellschaft, auch altersmäßig). Die Teilnehmerzahl der großen Berliner Demo vom 1. August 2020 wurde kräftig heruntergerechnet – gegen den Augenschein, den Fotos vermitteln: Wenn die Straße des 17. Juni zur Loveparade oder anderen Events von Menschen überquoll, las man, es sei eine Million vor Ort gewesen. Und die gleichermaßen gefüllte Straße fasste am 1.8. nur 17.000? Beide Zahlen mögen nicht exakt zutreffen, aber dass die 17.000 noch stärker heruntergerechnet sind als damals die Potsdamer 200 (das war ja bloß 1 zu 10, jetzt sind sie bei 1 zu 30 oder 40 angelangt), ist offensichtlich. Das wissen die da oben (in der Regierung und den staatstreuen Medien) natürlich auch, weshalb sie nun härtere Bandagen anlegen und die Demo komplett verbieten.

Der Berliner Innensenator Geisel sagte (am 26.8.2020): “Ich bin nicht bereit ein zweites Mal hinzunehmen, dass Berlin als Bühne für Corona-Leugner, Reichsbürger und Rechtsextremisten missbraucht wird. Ich erwarte eine klare Abgrenzung aller Demokratinnen und Demokraten gegenüber denjenigen, die unter dem Deckmantel der Versammlungs- und Meinungsfreiheit unser System verächtlich machen …Wir dürfen nicht zulassen, dass Berlin zu einem großen Campingplatz für vermeintliche Querdenker und Verschwörungsideologen gemacht wird.”

Dass am 1.8.20 (wie am 7.10.89) die Demonstranten einem Querschnitt durch die Gesellschaft entsprachen, wurde übersehen. Es waren allesamt Corona-Leugner, sie waren Reichsbürger (ich habe noch nie einen gesehen, aber vielleicht gibt es sie ja wirklich) und Rechtsextremisten, Querdenker (war das nicht gestern noch ein positiv besetzter Begriff?) und Verschwörungsideologen. In beiden Fällen (Potsdam 1989, Berlin 2020) ist die pauschalisierende Abwertung derjenigen, die protestieren, offensichtlich. Der rechtsextreme Reichsbürger mitsamt seinen querdenkenden Kumpanen ist das Pendant zum DDR-Asozialen. Verachtens- und bekämpfenswert. Ein Feind.

Besonders übel ist aus Sicht der Politiker und ihrer Lautsprecher, dass die Anti-Lockdown-Demos rechtsoffen seien; dass sie auch linksoffen sind und für die Mitte und oben und unten auch geeignet, spielt keine Rolle oder ist – noch übler – Querfront. Dass die Parteien eine Querfront bilden (alle Parteien; die AfD hat gemeinsam mit CDU/CSU, SPD, FDP, Linken vor Merkel, Spahn und Drosten gekuscht und beginnt erst in den letzten Tagen, langsam aufzuwachen), scheint auch niemand aufzufallen in den alternativlosen Medien. Was ist schlimmer: die Maskenfolter für Kinder (und Erwachsene), die Ruinierung des Mittelstandes, die Außerkraftsetzung der Grundrechte (usw.) – oder dass diejenigen gemeinsam auf die Straße gehen, denen das aufgefallen ist? Ich freue mich darüber, dass es immer mehr Menschen auffällt, dass wir von Propagandisten verschaukelt werden, seien es Reichsbürger (falls es sie in nennenswerter Zahl gibt), AfD-Wähler, Sympathisanten anderer Parteien oder einfach nur freie Denker, würde mich sogar freuen, wenn die Antifa sich von ihrem Job als Knüppelgarde der Regierung beurlauben ließe und statt gegen ein fiktives Rechts gegen den neuen Faschismus von oben (Demoverbot unter fadenscheinigen Gründen, Etablierung der Überwachungsgesellschaft unter vorgeschobenen pseudomedizinischen Gründen, verbale Gewalt gegen Andersdenkende) am 29.8. mitläuft. Wer gegen Lockdown und Maskenzwang protestieren will, der ist willkommen (jedenfalls mir). Seine sonstigen Auffassungen tangieren mich nicht; ich mache sie mir nicht zueigen. Kann die Protestbewegung von rechts (wo immer das sein mag) unterwandert werden? Nur dann, wenn die regierenden Betonköpfe starrsinnig den Dialog verweigern. In den letzten Monaten der DDR war Dialog ein wichtiger Begriff. Auf der Berliner Großkundgebung am 4.11.89 sprachen – neben vielen Künstlern und Bürgerrechtlern – auch Gregor Gysi (wenig später SED/PDS-Chef) und Markus Wolf (der Ex-Stasi-Vize wurde zwar ausgebuht, aber er durfte sagen, was er wollte). Wenn sich heute ein Politiker unliebsamen Demonstranten stellt (was selten genug vorkommt), nennt er sie danach gern mal Pack oder Pöbel. Wie es mit der DDR weiterging, ist bekannt. Die Machthaber gaben dialogisierend auf. Die Oppositionsbewegung wurde von Angepassten (wie Merkel und Gauck) unterwandert, als keine Gefahr mehr drohte. Und dann kam der Anschluss (der das Meiste von dem, was an den runden Tischen beredet wurde, in den Papierkorb fegte, doch das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden). Wie wird es jetzt weitergehen? Das Verbot der Demonstration ist ein Keulenschlag. Wird er etwas aufhalten? Wird sich jemand daran halten? Kann man Millionen am Demonstrieren hindern? Wie lange wird es noch funktionieren, einen großen Teil des Volkes in Angst und Unwissenheit zu halten? Geht das Verbot nach hinten los (wie, zum Beispiel, seinerzeit die Ausbürgerung Biermanns, die fast zur Initialzündung einer privaten Opposition in der DDR wurde). Wenn die Regierenden zu Brachialmaßnahmen wie Demonstrationsverboten greifen, sind sie am Ende (oder kurz davor). Es bleibt ihnen zum weiteren Machterhalt nur noch die offene terroristische Diktatur. Sie sind zu weit gegangen. Und haben nichts gelernt aus der Vergangenheit.

http://www.hart-brasilientexte.de/2020/08/26/demonstrationsrecht-in-minsk-und-in-berlin-august-2020-wie-neoliberale-demokratie-funktioniert/

CoronaSpielplatzBln20

Spielplatz in Berlin. Foto: Hartmut Mechtel.https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_Mechtel

Die gezähmten/unterworfenen Landtagsparteien in Thüringen – keine traut sich 30 Jahre nach der feindlichen Übernahme an dieses hochbrisante Thema…

Wie westliche Demokratie funktioniert: “Trump wollte Assad töten lassen”. Tagesschau, 16.9. 2020 zum Völkerrechtsbegriff der NATO-Staaten. Wegen immer strengerer Zensurvorschriften dürfen deutsche Staats-und Mainstreammedien in der Nawalny-Affäre nicht einmal an NATO-Giftattentate auf Staatschefs wie Fidel Castro erinnern. Ausnahmen bestätigen die Regel…”Der US-Geheimdienst CIA hat 1960 zwei der meistgesuchten Verbrecher des Landes angeheuert, um den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro vergiften zu lassen.” Deutsche Welle über Politik & organisiertes Verbrechen in der neoliberalen Demokratie. “CIA setzte Mafiakiller auf Castro an”. FAZ:http://www.hart-brasilientexte.de/2020/09/16/wie-westliche-demokratie-funktioniert-trump-wollte-assad-toeten-lassen-tagesschau-16-9-2020-zum-voelkerrechtsbegriff-der-nato-staaten-wegen-immer-strengerer-zensurvorschriften-duerfen-deutsch/

“Von bundesdeutschem Boden den Terror in Mosambik geplant.” Frankfurter Rundschau, 4.10.1989, über die Terrororganisation Renamo und deren SS-Methoden. Die Opfer der tödlichen Terrorattacken: Viele DDR-Entwicklungshelfer, darunter aus Thüringen – über eine Million ermordete Mosambikaner, darunter ca. 600000 Kinder. Wer in Nazistan außer dem BND eng mit der Renamo kooperierte, sie stark unterstützte….Mosambik-Dossier 10. **

AFR1

Frauen die Ohren abschneiden – übliche Methode der BND-gestützten Renamo. Ausriß Frankfurter Rundschau.http://www.hart-brasilientexte.de/2019/04/24/mosambik-dorothea-graefin-razumovsky-bnd-und-kindersoldaten-letzte-hoffnung-am-kap-deutsche-verlags-anstalt-stuttgart-explosive-informationen-zu-denen-maasspd-steinmeierspd-etc-lieber/

AFR2

Ausriß Frankfurter Rundschau.

AFR3

 

Konrad-Adenauer-Stiftung und Renamo, Hanns-Seidel-Stiftung und Renamo, CSU und Renamo, Franz Josef Strauß und Renamo…

AFR4

 Ex-Nato-Oberbefehlshaber Bernard W. Rogers und Renamo, Staatssekretär Peter Kurt Würzbach und Renamo, Lothar Rühl und Renamo, NATO  und Renamo, Kieler Landesregierung und Renamo, BND-Chef Eberhard Blum und Renamo, BND-Chef Hans Georg Wieck und Renamo…

AFR5

 

AFR6

Ausriß Frankfurter Rundschau.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/15/das-dossier-makwakwa-paulo-oliveira-einstiger-fuehrer-der-terrororganisation-renamo-packt-aus-viele-interessante-details-ueber-die-enge-kooperation-mit-nato-staaten-wie-westdeutschland-mit-d/

AFR7

 

AFR8

Wieso reagierten ostdeutsche Bürgerrechtler auf diese Veröffentlichung von 1989  nicht?

Westdeutsche Frauenpolitik in Mosambik: Massive Unterstützung einer Terrororganisation, die Frauen verstümmelt, ihnen u.a. die Ohren abschneidet, sogar kleine Mädchen extrem sadistisch vergewaltigt:

AO

Ob Obergeheimdienstexperte Hubertus Knabe das mal kommentiert, darüber ein Buch schreibt?

Mosambik und der Demokratiebegriff der freiheitlich-demokratischen Grundordnung…

Hatten DDR-Bürgerrechtler wie Birthler oder Eppelmann an die Adresse der BRD-Regierung gegen deren massive Hilfe für die Terrororganisation Renamo, gegen die Ermordung ostdeutscher Entwicklungshelfer protestiert?

Un8

DDR-Barkas. Ausriß.

Wie die Linkspartei sich zum brisanten Thema BND/Kinkel positioniert. Warum Thüringerin Sahra Wagenknecht zum Mosambik-Skandal lieber schweigt: http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/06/von-bundesdeutschem-boden-den-terror-in-mosambik-geplant-frankfurter-rundschau-4-10-1989-ueber-die-terrororganisation-renamo-die-opfer-der-toedlichen-terrorattacken-viele-ddr-entwicklungshelf/.

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…Klaus Kinkel war ein großer Liberaler und ein kompromissloser Streiter für Freiheit und Demokratie“, ließ die Kanzlerin die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Dienstag via Twitter mitteilen… Wie BND-Kinkel in Mosambik für “Freiheit und Demokratie” kämpfte. Der Merkel-Demokratie-Begriff…http://www.hart-brasilientexte.de/2019/07/17/merkel-65/

Ob vielleicht die Landtagsabgeordneten von CDU und FDP den Hinterbliebenen der sadistisch ermordeten Thüringer Entwicklungshelfer erklären könnten, wie das mit Kinkels Kampf für Freiheit und Demokratie in Bezug auf Mosambik und die Terrororganisation RENAMO zu verstehen ist?

Was BND-Kinkel mit Thüringen zu tun hat(BND-gestützte Renamo und ermordete Entwicklungshelfer aus Thüringen):http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/09/04/regime-change-in-der-ddr-mosambik-und-die-rolle-des-gehlen-kinkel-bnd-wie-brueder-und-schwestern-mit-ss-terrormethoden-dafuer-sorgten-dass-die-ostdeutschen-weder-an-dringend-benoetigte-devisen/.

 

Kinkel1

Thomas Karl Leonard Kemmerich (auch Thomas L. Kemmerich; * 20. Februar 1965 in Aachen) ist ein deutscher Politiker (FDP) und war vom 5. Februar bis zum 4. März 2020 der sechste Ministerpräsident des Freistaates Thüringen.

Seit 2015 ist Kemmerich Landesvorsitzender der FDP Thüringen und seit 2019 Vorsitzender der FDP-Fraktion, einer der beiden kleinsten Fraktionen im Thüringer Landtag. Zuvor war er von 2009 bis 2014 Mitglied des Thüringer Landtags und von 2017 bis 2019 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er gilt als Vertreter einer rechts- und nationalliberalen Strömung in der FDP.[6][7] Wikipedia

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Thüringen-FDP und BND-Chef Kinkel – warum es darüber keine Landtagsdebatte geben darf(und alle Landtagsparteien zu dem heiklen Thema eisern schweigen):

Kemmerich: FDP verliert mit Klaus Kinkel eine Galionsfigur der Deutschen Einheit

Zum Tode des ehemaligen Bundesvorsitzenden Klaus Kinkel, Außenminister a.D., erklärt der Thüringer FDP-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Thomas L. Kemmerich:”Für uns Freien Demokraten ist der Tod von Klaus Kinkel ein herber Verlust. Er gehörte zu den Galionsfiguren der Deutschen Einheit und hat die außenpolitische Agenda der jungen wiedervereinten Bundesrepublik entscheidend mitgeprägt.Klaus Kinkel hat in seinen Staatsämtern viel für das Land und die Partei bewirkt – weitaus mehr als es in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde.Als Staatssekretär und später im Bundesinnenministerium war er maßgeblich daran beteiligt, den Terror der RAF zu bekämpfen sowie die Deutsche Einheit voranzutreiben. Zudem definierte er als Bundesaußenminister die Rolle der Bundesrepublik in der Völkergemeinschaft nach der Wiedervereinigung neu. Als Mensch zeichnete er sich vor allem durch Prinzipientreue und Bescheidenheit aus. Er wird uns und der Bundesrepublik fehlen.”(Was alles fehlt…)

…FDP-Chef Christian Lindner würdigte Kinkel am Dienstag als „aufrechten und bescheidenen Mann mit Charakter“…(Kinkel-Charakter und Rolle in Mosambik).

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«Man könnte fast sagen, in seiner wohltuenden Bescheidenheit im Auftritt repräsentierte er das Gute der Bonner Republik.»

(FDP-Vize Wolfgang Kubicki auf «Focus-Online»)

«Ein leidenschaftlicher Demokrat» Kinkel-Nachruf von insuedthueringen.de.

“Das Gemeinschaftsportal der Tageszeitungen Freies Wort, Südthüringer Zeitung und FW Meininger Tageblatt.” Der Demokratiebegriff in Medien von Thüringen nach 1990…Wann ist einer ein “leidenschaftlicher Demokrat” – siehe Kinkels Wirken in Mosambik…

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Niedersachse Ramelow in Thüringen. Warum er sich zum brisanten Mosambik-Kontext nie äußert…

Der BND und die Kindersoldaten – kein Wort dazu von der Thüringen-FDP unter Kemmerich aus Aachen/NRW(von LINKE-Ramelow und Sahra Wagenknecht aus Jena gleich garnicht): http://www.hart-brasilientexte.de/2020/08/08/anselmo-ein-kindersoldat-in-mosambik-buch-von-mecka-lind-im-arena-verlag-wuerzburg-aus-dem-schwedischen-uebersetzt-von-regine-elsaesser-die-kindersoldaten-politik-von-nato-staaten-und-der/.

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RamelowSofa2

“Bundestag erhebt sich zu Ehren von Klaus Kinkel”. Auch die Ramelow-LINKE und die AfD erheben sich am 21. März 2019, würdigen auf diese Weise das Vorgehen von BND-Chef Kinkel in Mosambik…

Schäuble über Kinkel – kein Wort über dessen massive Unterstützung für die Terrororganisation RENAMO: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw11-worte-kinkel-628054.

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Der deutsche Bundestag erlebt einen historischen, denkwürdigen Moment: Ostdeutsche Abgeordnete, darunter die der LINKE-Fraktion, ehren am 21. März 2019  den Chef des westdeutschen Geheimdienstes, Klaus Kinkel,  angesichts von dessen massiver Unterstützung für den RENAMO-Terror, der vielen ostdeutschen Entwicklungshelfern, und gemäß Faktenlage mehr als einer Million Mosambikanern das Leben kostete. Soweit bekannt, hat die LINKE-Fraktion bis heute keine Bundestagsdebatte über die Kinkel-BND-Aktivitäten in Mosambik beantragt.

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Ausriß. Wie die LINKE den westdeutschen Geheimdienstchef Klaus Kinkel/FDP angesichts von dessen Wirken in Mosambik gegen ostdeutsche Entwicklungshelfer ehrt, würdigt. Auf dem Foto zu erkennen sind u.a. die LINKE-Bundestagsabgeordneten Petra Pau, Dietmar Bartsch, Katja Kipping, Kersten Steinke.

Thüringer kommentierten, westdeutsche Geheimdienstleute und Politiker hätten sich vermutlich scheckig gelacht über soviel Unterwerfung und Prinzipienlosigkeit.

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Die Schäuble-Rede – was alles fehlt. Warum der CDU-Mann den BND-Posten von Kinkel nur kurz erwähnt. https://www.bundestag.de/parlament/praesidium/reden/2019/012-628654

 

 

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 10. Juli 2020 um 10:57 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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