Zeitzeugen aus Oldisleben und Umgebung

Gedenkstätte Buchenwald – nach wie vor ist offenbar verboten, daß sie ein Ostdeutscher/Thüringer leitet. Nach der Total-Fehlbesetzung Knigge nun weiterer Funktionär aus Ramelow-Niedersachsen geholt: Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. Viele andere hohe Posten im politisch-kulturellen Bereich Thüringens dürfen, wie die Faktenlage zeigt, ebenfalls nicht mit Ostdeutschen besetzt werden.

Rechtsstaat BRD(Nazistan): “Umgerechnet auf die Bevölkerung, ging der Osten wesentlich rigoroser gegen nachgewiesenermaßen belastete Nazis vor und verurteilte etwa achtmal mehr Täter als der Westen.” Klaus Behling, Die Kriminalgeschichte der DDR, edition berolina.  Warum daher folgerichtig nur Westdeutsche als Buchenwald-Gedenkstättenleiter in Frage kommen…http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/04/thueringen-4-3-2020-die-wahlfarce-niedersachse-ramelow-wird-als-einziger-kandidat-nur-mit-den-stimmen-von-rotrotgruen42-von-90-landtagsabgeordnetenwieder-ministerpraesident/.

 http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/13/thueringen-2020-wegen-wahlerfolgen-und-landtagspraesenz-hetzen-machthaber-jetzt-die-west-stasi-auf-die-afd-afd-fluegel-steht-unter-beobachtung-afd-in-ostdeutschland-staerkste-partei-pfruende-u/

EsstmehrNazisBerga17

“Esst mehr Nazis!” Das nach dem Anschluß von 1990 geschlossene Bahnhofsgebäude  von Berga-Kelbra/Sachsen-Anhalt.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/10/08/total-fehlbesetzung-volkhard-kniggegedenkstaette-buchenwald-brisantes-thema-im-thueringen-landtagswahlkampf-2019-knigge-aus-nordrhein-westfalen-wichtiger-mann-der-altparteien-im-kampf-gegen-die/

“Feindliche Übernahme? Die Neuorientierung der Gedenkstätte Buchenwald”:https://www.grin.com/document/72285.

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Knigge – Thüringer Allgemeine 2011: Das Gedenken an die Befreiung des KZ auf dem Ettersberg findet wohl ohne Stefan Jerzy Zweig statt. Das aus Apitz “Nackt unter Wölfen” bekannte einstige Lagerkind klagt gegen den Leiter der Gedenkstätte.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Jerzy_Zweig.

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 http://www.stefanjzweig.de/index.htm

 

“… in einer umfassenden Neukonzeption – gegen den Widerstand der ehemaligen KZ-Häftlinge – der Gedenkstätte mündete.

2018 kritisierten Mitarbeiter von Gedenkstätten Thüringens gegenüber der Website die neuerliche “Umgestaltung” der Gedenkstätte Buchenwald, stellten klar heraus, daß die Gestaltung der Gedenkstätte zu DDR-Zeiten viel besser, anschaulicher, detaillierter, auch emotionaler gewesen sei. Die Version von 2018 sei noch sinnentleerter, verlangweiligter als die anderen Versionen nach dem Anschluß von 1990 – dazu deutlich entemotionalisiert.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/09/14/buchenwald-mahnmal-fuer-drei-millionen-euro-saniert-ta-14-9-2018-thueringer-experte-rikola-gunnar-luettgenauin-seiner-funktion-ist-das-denkmal-heute-aus-der-zeit-gefallen-kritik-an-geden/

BuchenwaldKZHitlerrede16

Mann aus Westdeutschland(Schleswig-Holstein) spielt vor KZ-Gedenkstätte Buchenwald in Ostdeutschland(Thüringen) Hitlerrede und Wehrmachtsmusik ab. Was vor 1990 undenkbar war…Ausriß Mopo, 11.10.2016. Große Probleme vieler Ostdeutscher mit Nazi-Westdeutschland.

Auffällig ist zudem das zu DDR-Zeiten undenkbare Klima in der Gedenkstätte. Politisierte Ostdeutsche beobachten 2018, wie eine Gruppe von Schülerinnen beim Besuch des Buchenwald-Krematoriums sehr laut auflacht(eine Schülerin trägt Kopftuch). Lehrkräfte sind in unmittelbarer Nähe der Schülerinnengruppe, nehmen die Situation indessen passiv, ohne Reaktion hin. Die politisierten Ostdeutschen mutmaßen darüber, wie DDR-Lehrer wohl auf sehr lautes Schüler-Lachen in der Buchenwald-Gedenkstätte, noch dazu im Krematorium, in unmittelbarer Nähe der Verbrennungsöfen und der Genickschußanlage, reagiert hätten…

WeimarTodesmarsch1

Weimar – Todesmarsch-Denkmal, September 2018.

http://www.hart-brasilientexte.de/2017/01/19/bundestagswahl-1953-die-beruehmte-historische-wahlkampfrede-von-spd-ikone-helmut-schmidt-vor-waffen-ss-veteranen-in-hamburg-im-bundestag-stimmte-die-spd-im-einklang-mit-der-regierenden-cdu-dafuer/

BlutspurBonnZEIT83

Ausriß DIE ZEIT 1983, Mitherausgeber Helmut Schmidt:”In dem Prospekt zum KZ Buchenwald lese ich:`Die Blutspur führt nach Bonn`. Und ich werde so zornig, daß ich auf der Weiterfahrt nach Stunden später meiner Empörung ihren Lauf lasse: Adenauer, Brandt, Schmidt – die Helfershelfer der Mörder von damals? Das ist plumper DDR-Jargon, billige, abstoßende Geschichtsklitterung.”

Nazi-Offizier Helmut Schmidt und der Holocaust:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/02/14/der-weg-in-den-holocaust-die-zeit-unterschlaegt-in-ihrer-publikation-von-2017-just-die-rolle-des-langjaehrigen-mitherausgebers-der-spd-ikone-helmut-schmidt-kein-einziges-kapitel-ist-schmidt-al/

BlutspurBonnZEIT832

Ausriß – DIE ZEIT und die “Blutspur”…http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/08/18/die-blutspur-fuehrt-nach-bonn-westdeutsche-thueringer-allgemeinefunke-medienkonzern-essennordrhein-westfalen-am-18-8-2018-mit-kurios-bizarrer-analyse-der-fahndung-nach-schwerbelasteten-fa/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/10/10/hallesaale-was-nach-der-feindlichen-uebernahme-von-1990-durch-nazistanpeter-hacks-erstmals-in-der-stadt-alles-moeglich-ist-der-fall-genscher/

Sogar ausgerechnet Verfassungsschutz-Kramer redet 2018 in der Gedenkstätte: …Der Leiter der Gedenkstätte, Volkhard Knigge, begrüßt Kramer und Ramelow als „Repräsentanten des toleranten, demokratischen Verfassungsstaates“…DIE WELT

 

Stephan J. Kramer – Chef des Verfassungsschutzes in Thüringen – die kuriosen Parteien-Wechsel. Erst Helmut-Kohl-CDU, dann Genscher-FDP, dann Helmut-Schmidt-SPD…Kramer-SPD in Thüringen-Wahlumfragen auf 10 Prozent abgesackt…Wieso trat Kramer ausgerechnet in eine Partei ein, deren Ikone Helmut Kohl solche Wertvorstellungen hat? “Kohl spendete NS-Verbrechern”. “Wie Kohl antisemitische Vorurteile verbreitete”:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/09/18/stephan-j-kramer-chef-des-verfassungsschutzes-in-thueringen-die-kuriosen-parteien-wechsel-erst-cdu-dann-fdp-dann-spd/.

“Vor allem das Landesamt für Verfassungsschutz spielt ja ne große Rolle”:

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/07/11/vor-allem-das-landesamt-fuer-verfassungsschutz-in-thueringen-spielt-ja-ne-grosse-rolle-der-nsu-prozess/

“Die Blutspur führt nach Bonn”. Warum die KZ-Gedenkstätte Buchenwald von den neuen Machthabern nach dem Anschluß von 1990 rasch “umgestaltet”, entschärft, “gesäubert” wurde…AfD-Brandner am 8.8. 2018 in Buchenwald:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/08/09/die-blutspur-fuehrt-nach-bonn-warum-die-kz-gedenkstaette-buchenwald-von-den-neuen-machthabern-nach-dem-anschluss-von-1990-rasch-umgestaltet-entschaerft-wurde/

Viele Fragen Ostdeutscher an westdeutsche Funktionselite(Knigge gehört dazu) in Thüringen wegen massiver Aufnahme von schwerbelasteten Nazis in Westparteien:

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“Alle Nazis rissen schnellstens aus von Ost nach West. Dort waren sie herzlich willkommen. Die CDU und Herr Konrad Adenauer haben sie sogar in die Regierung aufgenommen.” Leserbrief aus Erfurt, Thüringer Allgemeine, 22.6. 2018 – Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion.

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“Es gilt das gebrochene Wort”. Ausriß(DIE WELT)

Das faschistische KZ Buchenwald. So war es wirklich./Saschas Welt

Bild (6)Die Geschichte wird gefälscht. So auch die des berüchtigten KZ Buchenwald. Als der damalige Ministerpräsident Vogel 1992 in Weimar die ehemaligen KZ-Häftlinge anläßlich des Jahrestages der Selbstbefreiung begrüßte, sprach er davon, daß es „den Amerikanern“ zu verdanken sei, daß die Häftlinge ihre Freiheit wiedererlangt hätten. In diesem Moment erhob der jüdische Kommunist Emil Carlebach (1914-2001) lautstark seine Stimme und rief: „SIE LÜGEN, HERR MINISTERPRÄSIDENT.“ Denn dieser Vogel hatte gelogen, es war bekannt: Die Häftlinge hatten sich selber befreit. Es ist nicht das einzige Mal, bei dem gelogen wurde. Hier nun die wahre Geschichte des faschistischen KZ Buchenwald…

Die Selbstbefreiung des KZ Buchenwald

Die Häftlinge hatten sich auf Beschluß des illegalen Leitung der KPD Waffen beschafft und selbst hergestellt. Und am 11. April 1945 um 14.50 Uhr begann unter Führung der militärischen Organisation der bewaffnete Aufstand. Um 15.15 Uhr wehte die weiße Fahne auf dem Turm des Torgebäudes. Der Lagerälteste Hans Eiden rief 21.000 befreite Häftlinge auf: „Kameraden! Die Faschisten sind geflohen! Ein internationales Lagerkomitee hat die Macht übernommen! Wir fordern euch auf, Ruhe und Ordnung zu bewahren. Das Lager wird gesichert. Bleibt, soweit ihr nicht eingeteilt seid, in euren Blocks.“ Zwei Tage nach der Selbstbefreiung übernahmen die amerikanische Truppen das Lager, ihre Anordnungen beschränkten erneut die schwer erkämpfte Freiheit.

Die seltsame Beseitigung wichtiger Exponate

Die Mahn- und Gedenkstätte für den antifaschistischen Widerstand wurde nach der Annexion der DDR durch die westdeutsche Bundesrepublik deutlich verändert. Die Ausstellung wurde nach den Ansichten der neuen Herren neu gestaltet. So  verschwanden beispielsweise auch einige Exponate, die deutlich die Grausamkeit der faschistischen Schergen belegte, (Schrumpfköpfe und aus Menschenhaut gefertigte Lampenschirme), ebenso wurde der entscheidende Beitrag der Kommunisten und der sowjetischen Häftlinge geleugnet. Man hat also versucht, die Geschichte umzuschreiben.

Wieso gab es eigentlich diese Konzentrationslager?

Die Konzentrationslager wurden vom Nazi-Regime errichtet, um den Widerstand des deutschen Volkes gegen die faschistische Diktatur und die Kriegsvorbereitungen zu brechen. Die ersten Gefangenen waren deutsche Antifaschisten. Unbeugsam, von der Gerechtigkeit ihrer Sache überzeugt und des Sieges gewiß, gaben sie ihren Kampf nicht auf. Sie verkörperten das bessere Deutschland und retteten die Ehre der deutschen Nation. Nach dem Beginn des II. Weltkrieges verschleppten die Hitlerfaschisten Patrioten aus allen überfallenen Ländern in Konzentrationslager. Dem Terror der SS wurde der internationale Widerstand entgegengesetzt. Die Kommunisten standen dabei an der Spitze. Die Antifaschisten in diesem Lager leisteten ihren Beitrag zum Triumph der Menschlichkeit gegen die Barbarei.

Hier nun ein Katalog aus dem Jahre 1968, so wie die Gedenkstätte bis zu ihrer Auflösung und Neueinrichtung nach 1989 bestand:

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Quelle: Besucherkatalog des KZ Buchenwald von 1968 (DDR)  

(Hinweis: Dieser Katalog ist ein seltenes Dokument. Bitte den Beitrag nicht nur verlinken, sondern die Bilder einzeln herauskopieren und in den eigenen Beitrag einfügen!)

Siehe auch: 
Lebensbedingungen im KZ Buchenwald
Das faschistische Konzentrationslager Buchenwald
Die KZ der deutschen Faschisten
Das Frauen-KZ in Ravensbrück
Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen (die wahre Geschichte)
Osaritschi – ein deutsches Wehrmachts-KZ in Weißrußland

Zitat Saschas Welt. Was westdeutsche Medien in Thüringen nicht berichten dürfen…

…Den Zeitzeugen zufolge hätten nach 1945 viele Repräsentanten der evangelischen Kirchen schwer daran zu schlucken gehabt, selbst in den kleinsten ostdeutschen Dörfern auf einmal von jenen regiert zu werden, die bis 1933 propagiert hatten: »Wer Hitler wählt, wählt den Krieg« – und die von den evangelischen Kirchen gemeinsam mit SA und NSDAP hart bekämpft worden waren. Kinder von Nazis hätten nach 1933 auf dem Schulhof natürlich nicht mit jenen aus »rot« verschrienen Familien gespielt, sondern ihnen bestenfalls auf offener Straße, die Hand zum Hitlergruß gereckt »Deutschland erwecke, Moskau verrecke« nachgebrüllt.
Statt mit einem Nazi-Bürgermeister und einem strammen Nazi-Schulleiter, mit denen sich viele Pfarrer blendend verstanden hatten, mußten sie nach 1945 selbst auf vielen Dörfern plötzlich KZ-Überlebende aus Buchenwald und anderen Lagern ertragen, die nun auf solchen Posten saßen. Da hätten nicht wenige wehmütig nach Westdeutschland geschaut, wo Kriegsverbrechern nur selten ein Haar gekrümmt worden sei und die Globkes und Filbingers erneut Karriere machten. Mit Galgenhumor erzählen heute manche im Osten, daß evangelische Pfarrer in Wendezeiten den »Runden Tisch« just an jener Stelle in ihren Kirchen veranstaltet hätten, an denen einst die Hakenkreuz-Fahnen standen und die Nazi-Pastoren predigten…

Vor dem Hintergrund der Rolle der evangelischen Kirche Thüringens während des Hitlerfaschismus, im Ausrottungskrieg der Wehrmacht sahen überlebende Faschismusgegner nach 1945 offenbar keinerlei Grund, der Kirche und ihren Pfarrern eine Vorzugsbehandlung zukommen zu lassen.

Was Heiko Maas(SPD) gegenüber der Jüdischen Allgemeinen 2016 über das BRD-Justizministerium einräumen muß – wer den Kalten Krieg gegen die DDR “juristisch” mitführte – Wertvorstellungen unter Adenauer, Schmidt, Brandt…:
Von den Führungskräften im Ministerium bis 1973 waren mehr als die Hälfte ehemalige NSDAP-Mitglieder, jeder fünfte war ein alter SA-Mann. Die Folgen dieser personellen Kontinuität waren fatal: Die Strafverfolgung von NS-Tätern wurde hintertrieben, die Diskriminierung einstiger Opfer fortgesetzt, und alte Gesetze wurden nur oberflächlich entnazifiziert. Das Justizministerium hat kein Recht geschaffen, sondern neues Unrecht.

In der jungen Bundesrepublik wurde Erfahrung in der Nazi-Justiz offenkundig höher geschätzt als rechtsstaatliche Haltung. Das führte dazu, dass der frühere Experte fürs »Rasserecht« anschließend fürs Familienrecht zuständig war und Juristen, die zahllose Todesurteile zu verantworten hatten, das Strafrecht der Bundesrepublik prägten.

Das erste Gesetz des Bundesjustizministeriums im Jahr 1949 war ein Amnestiegesetz! Auch in Einzelfällen wurde man aktiv. Max Merten war erst im Reichs- und dann zeitweilig im Bundesjustizministerium tätig. Dazwischen hatte er als Kriegsverwaltungsrat in Griechenland 45.000 Juden ausgeplündert und ihre Deportation nach Auschwitz organisiert. Das Ministerium sorgte dafür, dass der einstige Kollege in Deutschland straffrei blieb und holte ihn sogar aus griechischer Haft heraus.

Viele Opfer der Nazis wurden in der jungen Bundesrepublik erneut diskriminiert. Etwa Homosexuelle. Bis in die 1960er-Jahre beharrten die Juristen aus dem Ministerium auf dem Nazi-Paragrafen § 175 StGB – und sie taten das mit den Argumenten der Nazis: Der Röhm-Putsch habe ja gezeigt, wie gefährlich die Cliquen-Bildung unter schwulen Männern sei.

Viele Juristen passten sich nur äußerlich der demokratischen Erneuerung an; vom Geist des Grundgesetzes waren sie nicht durchdrungen. Sie waren bloße Rechtstechniker. Ab 1959 entwarfen sie etwa ein geheimes Kriegsrecht. Vom Grundgesetz nicht gedeckt, war darin sogar eine Neuauflage der berüchtigten »Schutzhaft« vorgesehen. Zitat

Die genannten Führungskräfte formten Nachfolger nach ihrem Bilde – überall im Staat, auch in Volksempfänger-Medien anzutreffen.

Heiko Maas(SPD) drückt sich um wichtige Schlußfolgerungen: Wenn u.a. die Strafverfolgung von NS-Tätern hintertrieben, die Diskriminierung einstiger Opfer fortgesetzt wurde, heißt dies: In der Bundesrepublik Deutschland wurde in sehr wichtigen Punkten nicht Recht gesprochen, sondern Unrecht(“Maas:”Das Justizministerium hat kein Recht geschaffen, sondern neues Unrecht”),handelte es sich somit bei der BRD nicht um einen Rechtsstaat, sondern  um einen Unrechtsstaat…

Auffällig ist u.a., daß die deutsche Regierung derartige Einschätzungen des eigenen Justizministeriums so viele Jahrzehnte herauszögerte, sogar mehr als 25 Jahre nach dem Anschluß von 1990. Zu einem früheren Zeitpunkt, beispielsweise 1989, hätten sich u.a. weit mehr Ostdeutsche gut daran erinnert, derartiges bereits in der DDR-Schule, selbst der Dorfschule, über westdeutsche Ministerien, über den mit Nazis und Kriegsverbrechern stark durchsetzten westdeutschen Staatsapparat gelernt zu haben. 

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Bodo Ramelow, Mann der westdeutschen Machteliten in Thüringen,  und die Wertvorstellungen seiner Koalitionspartner:http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/

RA

Linke-Ramelow gibt infantil dem Oppositionsführer des Thüringer Landtags nicht die Hand – Hinweis auf Ramelows soziokulturelles Niveau.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/04/thueringen-politzirkus-2020-ramelow-liess-sich-mit-afd-stimme-waehlen-bild-enthuellung-am-4-3-2020-zu-ministerpraesidentenwahl-2014-die-werte-der-linke-und-spd-waehler-in-thueringen/

AROB

Wirft Höcke Ramelow grade vor, das Thema CDU und Nazis, SPD und Nazis, FDP und Nazis, GRÜNE und Nazis, Linke und Judenhaß unter den Teppich kehren zu wollen, für eine Positionierung zu feige zu sein?

Warum Ramelow CDU-Führungsleuten stets die Hand gibt. CDU und Nazis:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/10/24/cdu-mohring-hoecke-ist-ein-nazi-cdu-und-nazis-cdu-und-naziideologieantisemitismus/.

 

Erfurter West-Stasi-Gründer Reinhard Gehlen:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/07/26/nazi-kriegsverbrecher-reinhard-gehlen-aus-erfurt-wieso-wurde-ihm-in-der-brd-nicht-der-prozess-gemacht/.

Die in Mosambik ermordeten Thüringer, was die West-Stasi damit zu tun hat – wann gibts dazu mal ne Landtagsdebatte?http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/28/renamo-terrorism-in-mozambique-von-alex-vines-centre-for-southern-african-studies-university-of-york-wie-westdeutschland-und-sein-geheimdienst-bnd-den-kaltenheissen-krieg-u-a-gegen-ostdeut/.

ARAC

Ausriß.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/13/ostdeutschland-und-nazistan-warum-die-ossis-die-west-cdu-und-den-westdeutschen-staat-als-vorbild-nehmen-sollenals-ein-im-osten-wohnender-wessi-moechte-ich-daran-erinnern-dass-wir-im-ehemaligen-w/

Warum Ramelow SPD-Führungsleuten stets die Hand gibt. SPD und Nazis:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/10/17/bad-frankenhausen-die-vorfaelle-vom-13-10-2019-die-nazi-und-faschist-vorwuerfe-die-fehlende-spd-positionierung-zum-parteiidol-helmut-schmidt-der-am-kriegsverbrechen-der-leningrad-blockade-aktiv-t/.

ARAF

FDP und Nazis:

Thüringen-Politzirkus 2020: FDP-Kemmerich(5-Prozent-Partei, 5 Sitze von 90!!!) aus Aachen als Ministerpräsident vereidigt…Wie die FDP tickt. Lindner, Genscher, Westerwelle, Scheel…”Ramelows Sturz. Es ist uns tatsächlich gelungen! Mit etwas taktischem Geschick konnten wir die sicher geglaubte Wiederwahl Ramelows verhindern und die Machtphantasien der linken Parteien durchkreuzen.”Björn Höcke:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/05/thueringen-politzirkus-2020-fdp-kemmerich-als-ministerpraesident-vereidigt/

-ARAG

GRÜNE(SPD, CDU) und Nazis:http://www.hart-brasilientexte.de/2016/09/15/nato-und-eu-unterstuetzen-rechtsextremistische-kiewer-putschregierung-ukrainischen-korruptionssumpf-mit-weiteren-milliarden-starke-politische-unterstuetzung-von-merkel-gabriel-gauck-steinmeier-tr/#more-78294.

)http://www.hart-brasilientexte.de/2020/01/10/gruene-40-die-grausige-bilanz-der-kriegs-und-anti-umwelt-partei-ostdeutsche-buergerrechtler-mitverantwortlich-mehr-voegel-fledermaeuse-insekten-weniger-gift-agrarindustrie-dank-gruenen/

“Von bundesdeutschem Boden den Terror in Mosambik geplant.” Frankfurter Rundschau, 4.10.1989, über die Terrororganisation Renamo. Die Opfer der tödlichen Terrorattacken: Viele DDR-Entwicklungshelfer, darunter aus Thüringen – über eine Million ermordete Mosambikaner, darunter ca. 600000 Kinder. Wer in Nazistan außer dem BND eng mit der Renamo kooperierte, sie stark unterstützte….Mosambik-Dossier 10. **

AFR1

Frauen die Ohren abschneiden – übliche Methode der BND-gestützten Renamo. Ausriß Frankfurter Rundschau.

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DDR-Barkas. Ausriß.
Grune2

Wer von den BND-gestützten Renamo-Terroristen 1984 ermordet wurde(Kreuz hinter dem Namen). Das Unango-Attentat:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/12/28/1984-wurden-in-mosambik-acht-ddr-helfer-ermordet-darunter-auch-thueringer-manfred-grunewald-laesst-die-erinnerung-daran-nicht-los-die-westdeutsche-thueringer-allgemeinefunke-medienkonzern-esse/

MosambikBerghof1

Ausriß, Berghof-Foundation, Berlin 2000:”Der Krieg zwischen RENAMO und FAM breitete sich in alle Provinzen aus und forderte bis zu seinem Ende 1992 ungefähr 1.1oo.000 Tote, darunter ca. 600.00 Kinder. Weitere 250.000 von ihren Familien getrennte Kinder, 1.5 Millionen Flüchtlinge und 4 – 4,5 Millionen intern Vertriebene sowie die beinahe völlige Zerstörung von Infrastruktur und industriellen Einrichtungen waren die Folge.”

GruneRenamo1

Terroristen westlicher Geheimdienste, laut Faktenlage. Figuren wie diese stoppten Erntegut-LKW, schlugen die unbewaffneten Fahrer, Beifahrer tot, fackelten die mit dringend in den Städten benötigten Nahrungsmitteln(Mais, Gemüse etc.) beladenen Laster ab. Foto in Unango aufgenommen 1984 von Manfred Grunewald, Frauenprießnitz/Thüringen.

Mosambik-Dossier 9. “RENAMO – Terrorism in Mozambique”, von Alex Vines, Centre for Southern African Studies, University of York. Wie Westdeutschland und sein Geheimdienst BND den kalten/heißen Krieg u.a. gegen Ostdeutsche in Mosambik führten – sich dazu just einer extrem sadistischen Terrororganisation bedienten. Weiter warten auf Positionierung von Merkel, Schäuble. Steinmeier, Gauck, Ramelow etc…:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/28/renamo-terrorism-in-mozambique-von-alex-vines-centre-for-southern-african-studies-university-of-york-wie-westdeutschland-und-sein-geheimdienst-bnd-den-kaltenheissen-krieg-u-a-gegen-ostdeut/

AFR2

Ausriß Frankfurter Rundschau.

AFR3

 

Konrad-Adenauer-Stiftung und Renamo, Hanns-Seidel-Stiftung und Renamo, CSU und Renamo, Franz Josef Strauß und Renamo…

AFR4

Ex-Nato-Oberbefehlshaber Bernard W. Rogers und Renamo, Staatssekretär Peter Kurt Würzbach und Renamo, Lothar Rühl und Renamo, NATO  und Renamo, Kieler Landesregierung und Renamo, BND-Chef Eberhard Blum und Renamo, BND-Chef Hans Georg Wieck und Renamo…

 http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/12/28/1984-wurden-in-mosambik-acht-ddr-helfer-ermordet-darunter-auch-thueringer-manfred-grunewald-laesst-die-erinnerung-daran-nicht-los-die-westdeutsche-thueringer-allgemeinefunke-medienkonzern-esse/

AFR5

 

AFR6

Ausriß Frankfurter Rundschau.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/15/das-dossier-makwakwa-paulo-oliveira-einstiger-fuehrer-der-terrororganisation-renamo-packt-aus-viele-interessante-details-ueber-die-enge-kooperation-mit-nato-staaten-wie-westdeutschland-mit-d/

AFR7

 

AFR8

 

http://www.hart-brasilientexte.de/2019/04/24/mosambik-dorothea-graefin-razumovsky-bnd-und-kindersoldaten-letzte-hoffnung-am-kap-deutsche-verlags-anstalt-stuttgart-explosive-informationen-zu-denen-maasspd-steinmeierspd-etc-lieber/

US-Protest 1983 bei Kanzleramtschef Waldemar Schreckenberger(CDU) in Bonn – gegen die Aktivitäten des BND in Mosambik:”Erst Ende 1983 allerdings wurde die Bundesregierung durch die Aufdeckung von Verbindungen zur RNM wirklich in Verlegenheit gebracht…Auch sei es nicht hinnehmbar , daß in Bonn Politiker empfangen würden, die in den USA als `faschistisch` eingestuft seien.”

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Dorothea Gräfin Razumovsky: “Letzte Hoffnung am Kap”.

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Ausriß. “…Auch sei es nicht hinnehmbar, daß in Bonn Politiker empfangen würden, die in den USA als `faschistisch`eingestuft seien…”

Vom 4. Oktober 1982 bis zum 15. November 1984 war Schreckenberger Chef des Bundeskanzleramtes und zugleich in Personalunion Beauftragter für die Nachrichtendienste des Bundes. Die Funktion als Geheimdienstkoordinator hatte er noch bis zu seinem Ausscheiden aus dem Bundeskanzleramt am 30. April 1989 inne. Wikipedia

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…Girrbach stellt Fonsecas Kämpfer als `Khmer Rouges Afrikas `vor: “Allein in den vergangenen zwei Jahren haben sie über 100000 Zivilisten getötet, viele davon abgeschlachtet…”

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“Mysteriöser Wandertod in der Türkei: 29.08.2014 – 21:03 Uhr. Fethiye (Türkei) – Fünf Männer tragen einen blauen Sack über den staubigen Weg. Darin ist die Leiche des ARD-Dokufilmers Bernd Girrbach (†?58). Der Heidelberger starb unter ungeklärten Umständen am Lykischen Weg – einem Pfad, der von Fethiye nach Antalya führt.

 Der mysteriöse Tod in der Türkei! “…Vergangenen Dienstag zog der ARD-Journalist gegen 11 Uhr allein los. Seine Frau Elke Girrbach hatte über Bein-Schmerzen geklagt und war im Hotel geblieben. Gegen 14 Uhr schickte ihr Mann eine SMS. Er habe sich verlaufen …Eine Stunde später ruft seine Frau bei ihm an. Keine Antwort. Auch auf eine SMS reagiert er nicht.Was ist in diesen 60 Minuten passiert?Am späten Nachmittag meldet Elke Girrbach ihren Mann als vermisst. Mit Hubschraubern und Hunden geht ein Großaufgebot der türkischen Gendarmerie auf die Suche. Ohne Ergebnis.Erst nach drei Tagen wird das Handy des Vermissten geortet. Am Freitag, 9 Uhr wird Girrbachs Leiche entdeckt…”

„Er war mit seiner Frau im Urlaub“, sagt ein Kollege von Girrbach. Am Wochenende traf das Paar in Fethiye ein. (Wie ein enorm unbequemer, erfahrener und vorsichtiger Journalist offensichtlich aus demWeg geräumt wurde. Girrbach ist aus Heidelberg – eine ausgesprochene Renamo-Gegend…)

“Fonseca ist Auslandschef einer Organisation, die Bonn als terroristisch einstuft…”

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“Berichte aus dem Morgengrauen. Als Entwicklungshelfer der DDR in Mosambik”, Rainer Grajek, Bücherwerkstatt & Verlag Ute Vallentin

Amazon-Angebot:

https://www.amazon.de/Berichte-aus-Morgengrauen-Entwicklungshelfer-Mosambik/dp/393829406X/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=Berichte+aus+dem+Morgengrauen+Grajek&qid=1555666363&s=books&sr=1-1-spell

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Ausriß.

Ostdeutscher Afrikaexperte Dr.Ulrich van der Heyden über die Unterstützung der Renamo-Terroristen durch westdeutsche Geheimdienste, die Bundesrepublik Deutschland:

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Ausriß.”Dieser Auszug aus den in Casa Banana, dem Hauptquartier der RENAMO, erbeuteten Dokumenten belegt die Unterstützung durch westdeutsche Geheimdienste”.

Nazi-Kriegsverbrecher Reinhard Gehlen aus Erfurt – wieso wurde ihm in der BRD(Nazistan – Peter Hacks) nicht der Prozeß gemacht? “Gehlen musste erreichen, dass er für seine Handlungen an der Ostfront nicht, wie zwischen den Alliierten verabredet, an die Sowjetunion ausgeliefert wurde.” “Gehlen war ein Kriegsverbrecher”. DIE ZEIT 2013 über den BND-Gründer. Wer sich in der DDR mit dem Thema Gehlen befaßte…Die Kindersoldaten in Mosambik. Erfurter Gehlen gründet und führt die West-Stasi bis 1968:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/07/26/nazi-kriegsverbrecher-reinhard-gehlen-aus-erfurt-wieso-wurde-ihm-in-der-brd-nicht-der-prozess-gemacht/

Kindersoldaten in Brasilien – strategischer Partner der Merkel-GroKo:http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/

bosshartmpikinder.JPGZeitungsausriß NZZ.

Morde und Alltag der Brasilianer – Medienfotos:  http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

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Bemerkenswert, daß sich die Regierung von Niedersachse Ramelow in der ersten Amtszeit – trotz behaupteter Ostdeutschen-Interessenvertretung – des brisanten Mosambik-Falles  nicht annimmt. Was ist da los hinter den Kulissen? Immerhin geht es womöglich auch um die Frage von Entschädigungszahlungen an Hinterbliebene…

Interessant, daß sich in der Thüringer Politik nach 1990 niemand dafür interessierte, was es mit den etwa 600000 getöteten/ermordeten Kindern von Mosambik auf sich hat. Mancher gibt sich doch so kinderfreundlich, ausländerfreundlich…

Der Fall Döring – was alles fehlt:https://www.mdr.de/zeitreise/ddr-aussenhandel-die-aussenhaendler-in-afrika100.html.

https://www.mdr.de/zeitreise/stoebern/damals/artikel71820.html

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Die komplexe DDR-Realität – am Beispiel ausländischer Beschäftigter ausführlich geschildert und analysiert.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/14/ulrich-van-der-heyden-mosambik-in-der-ddr-thomasiusclub-leipzig-der-aufschlussreiche-zeitgeist-podcast-zum-anklicken-das-absolute-desinteresse-der-frager-an-der-kooperation-der-west-stasi-mit/

Westdeutsche Frauenpolitik in Mosambik: Massive Unterstützung einer Terrororganisation, die Frauen verstümmelt, ihnen u.a. die Ohren abschneidet, sogar kleine Mädchen extrem sadistisch vergewaltigt:

AO

Ob Obergeheimdienstexperte Hubertus Knabe das mal kommentiert, darüber ein Buch schreibt?

Mosambik und der Demokratiebegriff der freiheitlich-demokratischen Grundordnung…

Tischrede von Bundespräsident Horst Köhler beim Staatsbankett zu Ehren des Präsidenten der Republik Mosambik, Herrn Armando Emílio Guebuzahttp://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Horst-Koehler/Reden/2007/11/20071101_Rede.html;jsessionid=5EED940AF762ADF8812AB003FF6CDE81.1_cid387

Bundespräsident Horst Köhler und Präsident Guebuza stehen am Tisch und prosten sich zu

In Deutschland sprechen wir oft vom November als “trübem Monat”. Aus dem sonnigen Mosambik kommend, ist der deutsche November sicherlich eine Umstellung. Wir können zwar nicht mit dem Licht Mosambiks mithalten. Aber unsere Gastfreundschaft soll mindestens genau so herzlich sein, wie diejenige, die wir beim Staatsbesuch in Mosambik im April 2006 erfahren haben.

Es freut mich sehr, dass Sie meiner Einladung zum Gegenbesuch nach Deutschland gefolgt sind und sich dabei die Zeit nehmen, auch am Afrika-Forum meiner Initiative “Partnerschaft mit Afrika” teilzunehmen.

Es ist durchaus angemessen, Ihren Besuch als historisch zu bezeichnen. Es ist der erste Staatsbesuch eines mosambikanischen Präsidenten in der Bundesrepublik Deutschland und krönt unsere jahrelange ausgezeichnete bilaterale Zusammenarbeit.

Mein Respekt gegenüber den Menschen in Mosambik ist durch meinen Staatsbesuch im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Mosambik hat nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges einen politischen Aussöhnungs- und Konsolidierungskurs eingeschlagen, der beispielhaft ist. Die früheren Bürgerkriegsparteien bekennen sich zu demokratischen Strukturen. Die freien und fairen Wahlen waren erst auf der Basis der nationalen Aussöhnung möglich. Aussöhnung und Demokratie bestärken sich wechselseitig. Daher bin ich mit den demokratischen Kräfte in Mosambik einer Meinung: Es darf keinen Bürgerkrieg mehr geben. Der Friede muss von Dauer sein.

Die Einbindung aller Parteien, der Regierung und der Opposition in die parlamentarische Arbeit ist dabei ganz entscheidend. Aber darüber hinaus geht es um viel mehr, nämlich um jeden einzelnen Bürger. Jede Staatsmacht ist auf das Vertrauen ihrer Bürger angewiesen, um das Wohl des Volkes zu mehren. In dem Maße, wie die Bürger spüren, dass ihre Anliegen von einer verlässlichen, transparent und gerecht handelnden Regierung und Verwaltung wahrgenommen werden, wächst ihr Vertrauen in den Staat.

Keine Regierung kann langfristig überleben, wenn sie sich nicht um das Wohlergehen ihrer Bevölkerung kümmert. Die Wirtschaftsreformen Mosambiks und die Tatsache, dass Ihre Regierung, Herr Präsident, ganz besondere Anstrengungen zur Entwicklung gerade des ländlichen Raums unternehmen, haben viel dazu beigetragen, dass der Frieden auch materielle Früchte trägt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die Wachstumsrate Ihres Landes betrug im letzten Jahr eindrucksvolle acht Prozent. Die Investitionsbedingungen haben sich erheblich verbessert. Dies ist umso höher zu bewerten, da der Wiederaufbau Ihres Landes immer wieder durch Naturkatastrophen unterbrochen wurde. Gerade die Bilder der wiederholten Überschwemmungen sind in Deutschland noch lebhaft in Erinnerung. Es ist bewundernswert, wie Mosambik diese Rückschläge gemeistert hat.

Deutschland hat nicht nur den innenpolitischen Versöhnungsprozess in Ihrem Land intensiv begleitet, sondern wird Mosambik auch weiterhin als Partner zur Seite stehen. Dies gilt besonders für die Schwerpunkte Dezentralisierung und ländliche Entwicklung, Bildung und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in unserer entwicklungspolitischen Zusammenarbeit. Ausdruck besonderen Vertrauens ist die Tatsache, dass unsere Zusammenarbeit dabei auch in Form allgemeiner Budgethilfe erfolgen wird. Zum Vertrauen kommt Zuversicht: Die Bundesregierung sieht gute Chancen für Mosambik, die absolute Armut bis 2015 zu halbieren. Im Rahmen ihres entwicklungspolitischen Aktionsprogramms wird sie tatkräftig an diesem Ziel mitarbeiten.

Armut lässt sich nicht durch Entwicklungszusammenarbeit allein überwinden. Von großer Bedeutung für den Erfolg eines Landes bei der Armutsbekämpfung ist eine vernünftige Wirtschaftspolitik, die sich auch um ausländische Investitionen und Wissen bemüht. Dies setzt Stetigkeit und Verlässlichkeit voraus. Für die deutsche Wirtschaft ist Mosambik attraktiver geworden. Dies zeigt sich auch am wachsenden deutschen Interesse an der jährlichen Industriemesse FACIM in Maputo. Durch den neuen deutsch-mosambikanischen Investitionsfördervertrag werden zudem deutsche Kapitalanlagen in Mosambik noch besser geschützt. Ich kann die deutsche Wirtschaft nur ermutigen, die Chancen in Mosambik zu nutzen. Es lohnt sich – und es hilft unseren beiden Ländern.

Die menschlichen Voraussetzungen für noch engere Kontakte zwischen Deutschland und Mosambik sind ausgezeichnet: Ungefähr zwanzigtausend Mosambikaner sprechen Deutsch und kennen unser Land aus erster Hand. Die erfolgreichen deutsch-mosambikanischen Kulturwochen 2007 in Maputo zeigten, wie groß das Interesse an Deutschland ist. Und glücklicherweise ist das keine Einbahnstrasse: Das deutsche Fernsehen hat in jüngster Zeit mehrere Dokumentationen über Mosambik ausgestrahlt. Und das eindrucksvolle Teatro Avenida, das ich in Maputo letztes Jahr besucht habe, sorgte beim Stuttgarter Europa Theatertreffen 2006 für ausverkaufte Vorstellungen. Die Koproduktion des Teatro Avenida mit dem Theater tri-bühne in Stuttgart mit der mosambikanischen Schauspielerin Lucrecia Paco in der Hauptrolle war ein voller Erfolg und zeigt, wie viel Energie und Kreativität in einer künstlerischen Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa steckt.

Ich kann nicht über Deutschland und Mosambik sprechen, ohne eine weitere Leidenschaft zu erwähnen, die uns verbindet: Den Fußball. Ich meine damit nicht nur den Leistungssport, sondern auch den Breitensport. Im April 2006 wurde in meiner Anwesenheit in Mosambik die Partnerschaft zwischen dem bayrischen und dem mosambikanischen Fußballverband besiegelt, die auch schon zu einem Besuch Ihrer Nationalmannschaft in Deutschland geführt hat. Damals war Deutschland ganz im Banne der Weltmeisterschaft. Sie werden die nächste Weltmeisterschaft 2010 in unmittelbarer Nachbarschaft haben. Vielleicht gelingt es Ihnen ja auch, ein Stück des Turniers nach Mosambik zu holen. Ich drücke Ihrer Elf jetzt schon die Daumen für eine erfolgreiche Qualifikation.

Herr Präsident, Ihr Besuch fällt in ein Jahr, in dem Afrika in Deutschland und der Welt besondere Aufmerksamkeit erfährt. In nur wenigen Wochen wird der EU-Afrika-Gipfel in Lissabon stattfinden. Der Gipfel ist eine unwiederbringliche Gelegenheit, die künftige europäisch-afrikanische Zusammenarbeit mit einer gemeinsamen Strategie auf eine neue, zukunftsorientierte Grundlage zu stellen. Es liegt daher in unser aller Interesse, mit vollem Einsatz zum Gelingen des Gipfels beizutragen. Mosambik ist ein aktives Mitglied in der Afrikanischen Union und sehr engagiert in der New Partnership for Africa´s Development. Ihre Stimme hat besonderes Gewicht auch innerhalb der südafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft, in der leider nicht alle Staaten den Kurs der Versöhnung und der Freiheit eingeschlagen haben. Legen Sie dieses Gewicht zum Wohle aller Afrikaner in der Region auf die Waagschale.

Ich bin überzeugt: Deutschland und Mosambik können viel zum Gelingen des Gipfels in Lissabon beitragen. Unsere Partnerschaft ist schon jetzt beispielhaft für das, was zwischen Europa und Afrika möglich ist.

In diesem Sinne möchte ich Sie alle bitten, mit mir das Glas zu erheben und einen Toast auszubringen auf die Gesundheit von Staatspräsident Guebuza, auf das Wohl des mosambikanischen Volkes und auf die Freundschaft zwischen Mosambik und Deutschland.

ZDF-Kulturzeit über den Max-Annas-Krimi “Morduntersuchungskommission”(Rowohlt) – Wahrheit oder Lüge? “1986 wird in der DDR der 23-jährige mosambikanische Arbeiter Manuel Diogo ermordet. Der Schriftsteller Max Annas hat den Fall in seinem neuen Kriminalroman verarbeitet.” ZDF über die Annas-Handlung:”Von oben wird bald verordnet: Ermittlungen einstellen.” “Die Volkspolizei ermittelte jedoch die Täter, von denen zwei auch verurteilt wurden, jedoch nach der Wiedervereinigung wieder frei gelassen wurden.” Initiative 12. August **

ZDF-Video anklicken:https://www.zdf.de/kultur/kulturzeit/mordkommission-max-annas-100.html.

“Der Mord an Manuel Diogo wurde vertuscht. Im Roman ermittelt Otto Castorp auf eigene Faust weiter. Wie in der Realität bleibt auch in der literarischen Verarbeitung die Tat ungesühnt.” ZDF.

Schweigen Annas und der ZDF zu anderen Fakten, Informationen, Bewertungen? Wieso wurden, wie es heißt, nazistische Täter, sadistische rechtsextremistische Mörder, die die DDR eingesperrt hatte,  nach der Wiedervereinigung freigelassen?

“Die Volkspolizei ermittelte jedoch die Täter, von denen zwei auch verurteilt wurden, jedoch nach der Wiedervereinigung wieder frei gelassen wurden.” Initiative 12. Augusthttps://initiative12august.de/in-gedenken/die-doppelte-mauer/das-vergessenwerden-hat-geschichte/

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Ausriß.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/09/aufregung-um-max-annas-von-hartmut-mechtel-ostdeutscher-krimiautor-februar-2020/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/27/max-annas-morduntersuchungskommission-rowohlt-hundert-augen-fuer-manuel-diogo1963-1986-ein-neuer-krimi-von-2019-der-mosambikaner-manuel-diogo-in-der-ddr-kuriose-ungereimtheiten-mosa/

“Belziger Forum e.v. fordert Aufklärung

In der Nacht zum 30. Juni 1986 wurden Leichenteile auf der Bahnstrecke zwischen Belzig und Borne gefunden. Kopf und Beine waren vom Rumpf getrennt und über Kilometer verteilt. Es handelt sich um eine Person mit dunkler Hautfarbe, vermerkt die Transportpolizei. Der Tote heißt Antonio Manuel Diogo und ist mosambikanischer Vertragsarbeiter, welcher 1981 in die DDR gekommen war und seitdem in Coswig in einem Sägewerk arbeitete.

Zwar konnten die Täter, eine Gruppe Neonazis, welche Diogo fesselten und während der Fahrt auf die Gleise herabgelassen hatten, festgenommen werden.

Durch die Intervention des Ministerium für Staatssicherheit erfährt jedoch die Öffentlichkeit nichts von der Tat, auch Diogos Angehörige werden nie über die Hintergründe seines Todes aufgeklärt. Der Familie erzählt man, Diogo sei bei einem Unfall gestorben. Schon damals zweifelten die mosambikanischen Behörden an der offiziellen Version der DDR, doch erst Recherchen des MDR im vergangenen Jahr zerrten die grausame Tat ans Licht der Öffentlichkeit. Nun fordern mosambikanische Politiker die vollständige Aufklärung der Tat, auch der Belziger Forum e.v. will Informationen über den Fall Diogo sammeln. Wir teilen die berechtigte Kritik aus Diogos Heimat Mosambik.”

 

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Wurden die Täter tatsächlich festgenommen? In Polizei-und Stasi-Akten der DDR müßten entsprechende Angaben zu finden sein. Wieso wurden die Jahrzehnte nach dem Anschluß immer noch nicht veröffentlicht? Schon wieder Fragen über Fragen…

“Die Volkspolizei ermittelte jedoch die Täter, von denen zwei auch verurteilt wurden, jedoch nach der Wiedervereinigung wieder frei gelassen wurden.” Initiative 12. August

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Ausriß Frankfurter Allgemeine Zeitung. “Die Polizei kann zwar die Täter festnehmen, in der Öffentlichkeit wird der Fall nicht erwähnt.” FAZ

Rechtsstaat BRD: “Umgerechnet auf die Bevölkerung, ging der Osten wesentlich rigoroser gegen nachgewiesenermaßen belastete Nazis vor und verurteilte etwa achtmal mehr Täter als der Westen.” Klaus Behling, Die Kriminalgeschichte der DDR, edition berolina.

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“Denn ein Mord wie dieser ist in der Deutschen Demokratischen Republik nicht vorstellbar. Und was es nicht gibt, wird nicht verfolgt”. Wahrheit oder dreiste Lüge?

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ARD-Ausriß:”…und hoffe, dass endlich die Täter zur Verantwortung gezogen werden”.

Kuriose Widersprüche in der Medienberichterstattung

Laut FAZ, Belziger Forum e.V. und Initiative 12. August wurden die Täter von der DDR-Polizei ermittelt, festgenommen – laut Initiative 12. August wurden sogar zwei Täter verurteilt. Mit anderen Worten – der Fall wurde demnach aufgeklärt, die Täter sind bekannt, zwei waren wegen des Mordes an Manuel Diogo sogar im Gefängnis. DER SPIEGEL betont indessen, das Verbrechen sei nur teilweise aufgeklärt worden.

“Ein Hassverbrechen, begangen von Neonazis, das zwar teilweise aufgeklärt wurde, aber erst nach dem Ende der DDR an die Öffentlichkeit gelangte”. DER SPIEGEL

Mosambik-Experte Dr. Ulrich van der Heyden, Humboldt-Universität Berlin: “Trotz damaliger intensiver polizeilicher Untersuchungen konnte jedoch ein Tötungsdelikt nicht festgestellt werden, ja nicht einmal Rechtsextremisten konnten ausfindig gemacht werden, die damals laut fiktiver Story des MDR im Zug gewesen sein sollen. Einen Mordvorwurf hatte damals niemand erhoben, weder die Kameraden des Getöteten noch Vertreter der mosambikanischen Botschaft oder sonst jemand.”

“Der Tod von Joao Manuel Diogo”.

Ausriß. “Ein Gastbeitrag von Dr. Harry Waibel, Historiker”(aus mobile-opferberatung.de).

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“…Bis heute ist unklar, ob und vor welchem Gericht sich ggfs. die Täter zu verantworten hatten.” Hätte Waibel nicht einfach bei der Initiative 12. August nachzufragen brauchen?

“Die Volkspolizei ermittelte jedoch die Täter, von denen zwei auch verurteilt wurden, jedoch nach der Wiedervereinigung wieder frei gelassen wurden.” Initiative 12. August

Die Version der Märkischen Allgemeinen Zeitung/ MAZ – in völligem Gegensatz zur Darstellung von FAZ, Belziger Forum e.V. und Initiative 12. August. Im MAZ-Beitrag ist nicht die Rede davon, daß Täter ermittelt und abgeurteilt wurden, gebe es keinerlei Beweise für eine Tat von Rechtsextremisten:

Der Tod des Mosambikaners Antonio Manuel Diogo in der Nacht des 30. Juni 1986 wirft weiter Fragen auf. Starb er infolge eines Unfalls oder wurde der damals 23-Jährige, dessen Leiche an der Bahnstrecke unweit von Bad Belzigs Ortsteil Borne gefunden wurde, Opfer rassistischer Gewalt? So stellen es Benjamin Stamer und seine Mitstreiter vom Bad Belziger Infocafé „Der Winkel“ dar.

Markward Michel schüttelt darüber den Kopf. Der Gruboer hat sich infolge der MAZ-Berichterstattung zum Thema gemeldet und will nun seine Version der Ereignisse loswerden. Demnach ist der heute 73-Jährige ein Augenzeuge der Geschehnisse in der Nacht des 30. Juni 1986.

 Markward Michel sagt, er habe den Toten gefunden

„Es gibt etwas zu korrigieren“, sagt Michel. Er war nach eigener Darstellung 1986 Lokführer bei der Reichsbahn. „Ich kann mich noch genau an jene Nacht erinnern. Gegen 1 Uhr wurde ich angerufen und beauftragt, nach einem leblosen Körper zu suchen“, erinnert sich der Gruboer. Er habe in der fraglichen Nacht Bereitschaftsdienst gehabt.

Der Lokführer eines auf der Strecke Berlin-Dessau fahrenden Güterzuges habe laut Michel eine Meldung abgesetzt, im Raum Borne würde eine Leiche an der Strecke liegen.

Der Tote lag 300 Meter hinter Borne neben dem Gleis

Michel machte sich daraufhin auf den Weg und fand den Toten tatsächlich an der Strecke – 300 Meter hinter BorneAntonio Manuel Diogo habe demnach auf dem Bauch gelegen, das Hemd hochgestreift. Die steingraue Jeans habe fast die Farbe des Schotters im Gleisbett gehabt, an den Füßen habe der Tote Sandaletten getragen.

„Das weiß ich noch ganz genau – ich habe mir die Leiche damals genau angesehen. Der Kopf war ziemlich lädiert und ein Fuß abgefahren – er lag unmittelbar neben ihm“, erinnert sich Michel. „Alle anderen Gliedmaßen befanden sich noch am Körper.“

Für den pensionierten Lokführer Michel ist klar: Es muss sich um einen Unfall gehandelt haben. „Wären Arme und Beine wirklich abgefahren gewesen, hätte er quer über den Schienen liegen müssen. Das war jedoch nicht der Fall“, sagt der Ruheständler. „Ich vermute vielmehr, dass er im Zug eingenickt ist, den Ausstieg verpasst hat und hinter Borne schnell noch rausspringen wollte.“

 

Der Tod Diogos ging als Unfall in die Akten

Als Unfall fand das Unglück damals auch Eingang in die Akten. Da es sich bei dem Toten um einen Ausländer handelte, schaltete sich – so war es Routine – die Stasi ein. In ihrem Bericht hieß es später lapidar, Antonio Manuel Diogo sei betrunken gewesen und während der Fahrt aus dem Zug gefallen.

Das widerspricht der Darstellung von Stamer, der sich wiederum auf eine im vergangenen Jahr ausgestrahlte Dokumentation des Mitteldeutschen Rundfunks beruft. In dem Bericht heißt es, Kopf und Beine des Toten seien vom restlichen Körper abgetrennt worden. Für Stamer ein Hinweis darauf, dass es sich um einen gewaltsamen Tod handelt.

 

MDR präsentiert plötzlich Mord-Theorie

Die Mord-Theorie kam indes erstmals 2017 im Zuge der MDR-Berichterstattung ans Licht. Sie stützt sich im Wesentlichen auf die Arbeit des Wissenschaftlers Harry Waibel. Er forscht an der TU Berlin zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der DDR und ist überzeugt, dass Diogo von Neonazis in barbarischer Weise getötet wurde.

Belege dafür hat er aber auch bei einem Besuch im Infocafé anlässlich eines Fachreferats vor rund zwei Wochen nicht geliefert. „Es gibt noch sehr viele Unklarheiten und es liegt noch ein ganzes Stück Forschungsarbeit vor uns“, bekennt der Wissenschaftler. Waibel sagte bei seinem Besuch in Bad Belzig aber auch, dass ein Kollege derzeit vor Ort in Mosambik sei, um weiter an dem Fall zu forschen.

 

Stamer sucht nach dem richtigen Gedenken

Für Benjamin Stamer vom Infocafé bleibt der Mosambikaner ein Opfer rechter Gewalt. „Auch wenn es noch viele Unklarheiten gibt“, wie er einräumt. Es wird derzeit weiter nach einer passenden Form des Gedenkens gesucht. Eine begonnene Veranstaltungsreihe soll auch nach den Besuchen von Ibraimo Alberto, eines Freundes des Toten, sowie Wissenschaftler Waibel fortgeführt werden.Zitat MAZ

Neues Deutschland 2019: “Ein MDR-Team hat sich über Jahre mit rassistisch motivierten Morden in der DDR beschäftigt. Nach diesen Recherchen gibt es mindestens vier Fälle, die bis heute nicht verjährt sein könnten: den der beiden Kubaner in Merseburg sowie die der Mosambikaner Manuel Diogo 1986 in Borne/Bad Belzig und Carlos Conceição 1987 in Staßfurt. In allen Fällen wurden die Ermittlungen von DDR-Politik und Staatssicherheit eingestellt oder stark beeinflusst, meinen die Journalisten.”

Ja, was stimmt denn nun, ließe sich ironisch fragen…

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/13/ostdeutschland-und-nazistan-warum-die-ossis-die-west-cdu-und-den-westdeutschen-staat-als-vorbild-nehmen-sollenals-ein-im-osten-wohnender-wessi-moechte-ich-daran-erinnern-dass-wir-im-ehemaligen-w/

 

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Ausriß.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/23/mosambik-und-die-bemerkenswerten-ungereimtheiten-in-der-berichterstattung-deutscher-medien-darunter-der-zwangsfinanzierten-ard-was-ist-wahrheit-was-luege-wie-der-renommierte-ostdeutsche-afrikaexpe/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/13/hans-thiers-aus-gera-ostdeutschlands-bekanntester-kriminalitaetsexperteein-hoch-auf-kriminalistisches-gespuer-ostthueringer-zeitung-13-februar-2020-thiers-kritisiert-scharf-den-krimi-mord/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/04/die-landeszentrale-fuer-politische-bildung-in-thueringen-foerdert-unterstuetzt-sehr-aktiv-den-westdeutschen-autor-max-annas-und-seinen-heftig-umstrittenen-krimi-morduntersuchungskommission/

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Ausriß.

Max Annas lebte in Südafrika,  dem wichtigen Unterstützerland der Terrororganisation Renamo. Doch merkwürdig, im Krimi, der Mosambikaner zum Inhalt hat, fehlt jeglicher Renamo-Bezug, wird auch die westdeutsche Hilfe, darunter des BND, für die Renamo nicht erwähnt. Was ist da passiert?

Das “Dossier Makwakwa” – Paulo Oliveira, einstiger Führer der Terrororganisation Renamo, packt aus. Viele interessante Details über die enge Kooperation mit NATO-Staaten wie Westdeutschland, mit dem BND, mit Südafrika. Mosambik-Dossier 8:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/15/das-dossier-makwakwa-paulo-oliveira-einstiger-fuehrer-der-terrororganisation-renamo-packt-aus-viele-interessante-details-ueber-die-enge-kooperation-mit-nato-staaten-wie-westdeutschland-mit-d/.

Hatten DDR-Bürgerrechtler wie Birthler oder Eppelmann an die Adresse der BRD-Regierung gegen deren massive Hilfe für die Terrororganisation Renamo, gegen die Ermordung ostdeutscher Entwicklungshelfer protestiert?

Mosambik-Dossier 9. “RENAMO – Terrorism in Mozambique”, von Alex Vines, Centre for Southern African Studies, University of York. Wie Westdeutschland und sein Geheimdienst BND den kalten/heißen Krieg u.a. gegen Ostdeutsche in Mosambik führten – sich dazu just einer extrem sadistischen Terrororganisation bedienten. Weiter warten auf Positionierung von Merkel, Schäuble. Steinmeier, Gauck, Ramelow etc:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/28/renamo-terrorism-in-mozambique-von-alex-vines-centre-for-southern-african-studies-university-of-york-wie-westdeutschland-und-sein-geheimdienst-bnd-den-kaltenheissen-krieg-u-a-gegen-ostdeut/

Wie die DDR-Entwicklungshelfer in Mosambik mit den Methoden von Gehlen-Nazistan konfrontiert werden…http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/07/26/nazi-kriegsverbrecher-reinhard-gehlen-aus-erfurt-wieso-wurde-ihm-in-der-brd-nicht-der-prozess-gemacht/

 http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/27/thueringen-2020-politschauspieler-mit-spitzengagen-als-witzfiguren-vom-volk-ausgelacht-wie-die-ostdeutschen-westdeutsche-demokratie-lernen-alles-ist-moeglich-cdu-will-ramelow-nicht-zum-minist/

Aufregung um Max Annas. Von Hartmut Mechtel (ostdeutscher Krimiautor), Februar 2020. **

Es gibt zwei mögliche Betrachtungsweisen. Zum einen kann man “Morduntersuchungskommission” als Krimi betrachten. Zum anderen kommt später dran. Ein Krimi also, gar ein historischer. Er spielt vor 37 Jahren in einem Land, das es seit 30 Jahren nicht mehr gibt. Der Autor hatte es bestenfalls besuchsweise kennengelernt, aber wenn der Krimi in noch fernerer Vergangenheit spielen würde, in der Blütezeit der Hanse oder unter Mönchen im Mittelalter, wäre nicht mal das möglich gewesen. Darf der Westdeutsche einen Krimi schreiben, der in der DDR spielt? Auf jeden Fall. Die DDR bietet sich an für romanhaft düstere Begebenheiten unter den wachsamen Augen der Stasi. Annas schuf eine MUK (die sprachökonomische Abkürzung versteht heute keiner mehr, also schrieb er das Wort im Titel aus), schildert den trotz der Blutspritzer grauen Alltag, und dann geschieht ein Verbrechen, das so ekelhaft ist, wie es sich für einen Krimi gehört. Natürlich wird der redliche Detektiv (ein Oberleutnant, heute würde man Oberkommissar sagen) von oben (das sind die eigenen Vorgesetzten und zusätzlich noch der Geheimdienst) behindert, auch das gehört zum Genre und geschieht in hunderten von Westkrimis. Der Kommissar trinkt viel, sogar im Dienst. Auch wenn so etwas in der Wirklichkeit selten vorgekommen sein dürfte, gehört es zum Genre. Sherlock Holmes hat sogar gekokst. Was im Krimi geschieht, sollte einerseits spektakulär (ein Mord, den aufzuklären lohnt) und andererseits möglich sein. Die zertrümmerte Leiche eines Afrikaners wird an einer Thüringer Bahnstrecke gefunden. Hinreichend spektakulär. Gab es in der DDR Ausländerfeindlichkeit? Natürlich. Wurde in der DDR die Öffentlichkeit für unangenehme Wahrheiten behindert? Allerdings. Darf ein Krimi Verbrechen erfinden, die nie geschehen sind? Klar darf er das, davon lebt das Genre, davon lebte es auch schon in der DDR, in der auf den Buchseiten viel mehr Mordopfer ausbluteten, als es in der Wirklichkeit gab. Die Handlung ist prinzipiell möglich unter Berücksichtigung der Genrekonvention. Der Autor hat mit dem Schreiben von Dialogen Probleme, sie sind oft gestelzt und fast immer witzlos. In der DDR wurden bis zum Überdruss Phrasen gedroschen. Aber nicht unbedingt im Privatgespräch, nicht mal unter Polizisten. Das permanente Anagitieren im Privatgespräch ist unglaubwürdig. Ich empfand die Erzählweise als langweilig. Die Charaktere bleiben blass, selbst der redliche Detektiv hat wenig Profil, und dass er am Ende zum Vigilanten wird wie der Punisher, ist nur deshalb nachvollziehbar, weil Otto Castorp so blass bleibt, dass alles möglich ist (außer, vielleicht, seinem aus Thomas Manns “Zauberberg” entlehnten Familiennamen, der denn doch hochstaplerisch wirkt für den, es mitbekommt). Zusammengefasst: “Morduntersuchungskommission” ist ein durchschnittlicher Krimi, der das Genre bedient. “Durchschnittlich” mag im Einerseits der wichtigste Begriff sein.

Das Andererseits freilich kann selbst ich nicht schönreden: Andererseits ist das Buch eine propagandistische Kampfschrift, vom Autor gewollt, vom Verlag gepusht, von Kritikern wegen seiner Authentizität bejubelt. Es wird behauptet, das sei mehr als ein Krimi. Den Fall habe es, wenn auch an einem anderen Ort und in einem anderen Jahr, wirklich gegeben. Die Wahrheit? Dass der Mosambikaner Manuel Diogo, dem das Buch gewidmet ist, von Rassisten ermordet wurde, haben Sensationsjournalisten erfunden. Realer Rassismus im Osten – das waren Beschimpfungen, Spottnamen, allenfalls Schlägereien (von denen man nichts in Zeitungen las; Öffentlichkeit über Unerwünschtes wurde in der DDR durch Klatsch und Tratsch und auch durch das Westfernsehen hergestellt; hätte es einen rassistischen Mord an einem Mosambikaner gegeben, dann hätte die Stasi vertuschen können, soviel sie wollte, wir hätten davon erfahren). Die bekanntesten “Neonazis”, die Ost-Skinheads, waren zunächst eher unpolitisch, bis sich ein kleiner Teil dann nach rechts orientierte, aber selbst dann eher Linke (oder was sie dafür hielten) attackierte als Ausländer. So bekannt, dass sich ihre Existenz nicht mehr vertuschen ließ, wurden sie 1987, als eine Gruppe die Berliner Zionskirche stürmte, auf die Besucher eines Konzerts einschlug, dabei rechtsradikale Parolen brüllte und eine Massenpanik auslöste. Die Polizei griff nicht zeitnah ein, vermutlich, weil die Konzertbesucher oppositionsverdächtig waren und man ihnen die Dresche gönnte, nahm aber dann doch die Schlägerbande fest. Rechtsradikalismus wurde zwar verschwiegen, aber nicht toleriert. Wobei nicht alles rechts war, was so genannt wurde. Selbst ein Hakenkreuz war nicht immer eindeutiges Symbol rechter Gesinnung. Der verordnete Antifaschismus weckte Überdruss; mit nichts konnte man die Machthaber besser ärgern als mit einem Hakenkreuz. Und dann gar noch auf die Mauer eines jüdischen Friedhofs geschmiert, so groß, dass es die Vorbeigehenden sahen, es sich also im Buschfunk mit Sicherheit verbreiten würde. War das antijüdisch? Ja, aber nicht nur. Es war, was heute gern vergessen wird, gegen die verordnete politische Korrektheit gerichtet, unreif oppositionell. Die Skinheads waren von Stasispitzeln unterwandert, und fielen sie deutlich auf (durch Schlägereien oder rechte Parolen in der Öffentlichkeit), wurden sie festgenommen, eingesperrt und oft vom Westen freigekauft und als Märtyrer des Unrechtsregimes begrüßt; bis dahin beschreibt es Ottos Stasi-Bruder in Annas’ Buch richtig, dann geht der Propaganda-Gaul mit dem Autor durch. Die (de facto wenige Dutzend) abgeschobenen nationalistischen Rowdys vernetzen sich im Westen. “Wir produzieren die Neonazis für die BRD?” fragt daraufhin Otto seinen Stasibruder. Tolle Erklärung. Selbst die Westneonazis sind also (zu großen Teilen) Ostprodukte. Da sind sie drüben ja fein raus. Was auch immer sie selbst taten, die DDR war schlimmer. Warum ist das Mordopfer im Buch ausgerechnet Mosambikaner? Auf den ersten Blick: weil der zugrundegelegte Unfall einen Mosambikaner betraf. Auf den zweiten Blick: um vergessen zu machen, dass die Bundesrepublik (der BND) in Mosambik eine Mörderbande unterstützte, die Hunderttausende ermordete, darunter auch Entwicklungshelfer aus der DDR. Die Beteiligung des BND ist hinreichend bekannt, auch wenn sie von der (jetzigen) Regierung bestritten wird. Im Buch kommt sie nicht vor, dafür aber, dass die DDR schuld daran sei, dass ein Mosambikaner aus rassistischen Gründen ermordet wurde, weil existierender Rassismus vertuscht worden sei. Annas werfe die Frage auf, heißt es in einer Rezension, “inwieweit die verordnete Ignoranz gegenüber rassistischen und neonazistischen Tendenzen in der DDR die heutige fremdenfeindliche Gewalt in Ostdeutschland befeuert.” Nicht etwa die Realitäten der Gegenwart befördern Fremdenfeindlichkeit, sondern die Ignoranz eines vor 30 Jahren abgeschafften Staates. So einfach kann man sich die Welt machen.

Das wäre ein schöner Schlusssatz gewesen, obwohl längst nicht alles gesagt ist, doch auf einen Satz (der nicht von Annas stammt, sondern von seinem Lektor oder den PR-Strategen seines Verlages) muss ich noch eingehen: “Der erste große Kriminalroman, der in der DDR spielt.” Spiegel-Kritiker Marcus Müntefering mildert die maßlose Übertreibung der Formulierung leicht ab, um dann desto kräftiger nachzutreten: “Aktuelle Kriminalromane, die in der DDR angesiedelt sind, gibt es bislang ähnlich wenige, wie es Möglichkeiten gibt, nachzuvollziehen, wie es eigentlich um die Kriminalliteratur der DDR bestellt war. Viel wird es da wohl nicht zu entdecken geben, das Genre war von den Machthabern eher ungern gesehen; schließlich konnte es Verbrechen, vor allem aus ideologischen Motiven, nur im Westen geben, als Folge der Verfehlungen des Kapitalismus.” Als hätte Bosheit allein noch nicht gereicht, musste sie auch noch mit Unwissenheit gepaart werden. Krimis waren die auflagenstärkste Genreliteratur der DDR. Erstauflage der wichtigsten Edition “DIE-Reihe”: 100.000 Exemplare; es gab Nachauflagen, weil die erste Auflage meist in einer Woche restlos verkauft wurde; der Verlag Das Neue Berlin war, wie fast alle Verlage, in Parteihand; dass die Machthaber das Genre ungern sahen, ist Blödsinn. Was sie tatsächlich ungern sahen, war Kritik an der Gesellschaft, unabhängig vom Genre, aber der Krimi durfte sich mehr erlauben, weil er von Verbrechen erzählte, die außer in den Fünfzigern eher nichts mit dem Kapitalismus zu tun hatten, also hausgemacht waren. Der Krimi ist seiner Natur nach gesellschaftskritisch, das war in der DDR nicht anders als überall auf der Welt. Und er wurde massenhaft gelesen, weil er als eine Art Presseersatz diente: Was die Zeitungen nicht druckten, stand im Krimi. Ging man zu weit in der Kritik, griff freilich die Zensur ein und stoppte das Buch (ist mir selbst einmal passiert; “Unter der Yacht”, 1988 geschrieben, erschien erst 1991; Verbrechenshintergrund war übrigens die zur Existenzvernichtung eingesetzte verordnete Ideologie), aber auch die erschienenen Krimis waren eher kritisch als apologetisch. Ob sie auch groß waren, sei dahingestellt, die meisten eher nicht, aber es waren Dutzende dabei, die die Größe des Annas-Krimis mindestens erreichten (was freilich nicht wirklich schwer ist). Was der DDR-Krimi soll, kann und darf, wurde bereits zu DDR-Zeiten – zuweilen heftig – öffentlich diskutiert (dokumentiert in “Tatbestand. Ansichten zur Kriminalliteratur der DDR 1947-1986? von Reinhard Hillich, © Akademie-Verlag 1988), inzwischen sind etliche neuere Betrachtungen zum Krimi Ost erschienen. Dabei geht es um Krimis aus der DDR. Kurz nach 1990 erschienen auch einige Krimis von Ost-Autoren über den gerade untergegangenen Staat; wer auf sich hielt, schrieb seinen Wendekrimi, so kritisch wie Annas, aber im Unterschied zu ihm dabei wahrhaftig. Um nicht nur mich anzupreisen, nenne ich ein paar Namen und Titel: Tom Wittgen, “Staatsjagd”. Jan Eik: “Wer nicht stirbt zur rechten Zeit”. Karl Heinz Berger: “Was ich weiß, macht mich heiß”. Wolfgang Schreyer: “Nebel”. Das war es noch lange nicht, mag hier aber reichen. Es gab Krimis in der DDR, und es gab einigermaßen große Krimis über die DDR, so wie es auch zugängliche Bücher über den Krimi Ost gibt. Es wäre nicht wirklich schwer, etwas darüber zu erfahren, wenn man es denn wissen wollte. Aber Wissen stört, wenn es um Propaganda geht.

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Ulrich van der Heyden: MIT FAKE NEWS GEGEN RECHTSPOPULISMUS?

Aktualisiert: 11. Dez 2018

Undenkbar, den nächtlichen Unfalltod eines alkoholisierten Migranten kurzerhand zur fremdenfeindlichen Eskalation umzudeuten, selbst Leichen also noch vor den eigenen Gesinnungskarren zu spannen? Nicht für zwei rührige Redakteure des MDR, der auch sonst mit Verve daran zu arbeiten scheint, den ostdeutschen Bundesländern nachträglich jene rassistische Kriminalgeschichte unterzuschieben, die autochthone Abwehrkräfte in regionalem Rahmen ebenso schwächen soll wie es postkoloniale Selbstbezichtigungen auf nationaler und europäischer Ebene bereits erfolgreich leisten.

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Kann man mit Fake News den Rechtspopulismus abschwächen? Der MDR versucht dies.

In einer TV-Dokumentation des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) wurde im August 2016 nicht zum ersten Mal ein Film über den Einsatz von Vertragsarbeitern aus Ländern der Dritten Welt in Betrieben und Kombinaten der DDR gezeigt. Eigentlich eine gute Idee, könnte doch so langsam das in Deutschland vorherrschende Bild von den angeblich ausgebeuteten und unterbezahlten Vertragsarbeitern (die oftmals mehr verdienten als Angehörige der Funktionselite im ostdeutschen Staat) vom Kopf auf die Füße gestellt werden. An einigen Aussagen der bisher erschienenen Filme – wie kann es anders sein? – waren vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen Einwände angebracht, vor allem dann, wenn die dafür verantwortlichen Journalisten Recherchen vernachlässigten, wie etwa Aussagen von ehemaligen Vertragsarbeitern oder genügend vorhandene schriftliche Quellen aus Archiven nicht zur Kenntnis genommen haben.

Nunmehr, nach mehr als einem Vierteljahrhundert verflossener Zeit seit dem Ende der DDR konnte man auf eine realitätsnahe, den Fakten verpflichtete Darstellung hoffen. Doch weit gefehlt! Dabei wäre eine realistische Schilderung der zeitweiligen Integration von »ausländischen Werktätigen«, wie die Vertragsarbeiter damals hießen, in Betrieben der DDR-Wirtschaft ein wichtiger Beitrag zur Erklärung von der Existenz von in der ostdeutschen Bevölkerung nicht zu bezweifelnden rassistischen Ressentiments, die schon unmittelbar in einigen Regionen nach der Wende in offenen Rassismus umgeschlagen sind, gewesen. Wie so oft in jener Zeit kamen die Anführer und Ideologen aus dem Westen Deutschlands, die im Osten auf eine Menge unzufriedener, von den realen Bedingungen der staatlichen Vereinigung enttäuschter und orientierungsloser Jugendliche trafen und diese zu mobilisieren versuchten. Es hätte etwa nachgezeichnet werden können, wie die alles in allem guten Beziehungen der DDR-Bevölkerung zu den außereuropäischen Vertragsarbeitern, über rassistisch motivierte Gewalttaten nach der deutschen Vereinigung bis zu den heutigen zu beantwortenden Fragen nach der Akzeptanz von Zuwanderung sich wandelten.

Die Filmemacher und ihre Vorgesetzten hatten sich im Jahre 2016 jedoch allen Ernstes die Aufgabe gestellt, nachweisen zu wollen, dass Rassismus und fremdenfeindliche Gewalt in der DDR »stärker verbreitet gewesen« sein sollen, »als bisher bekannt.«[1] Da drängt sich die Frage auf, was war bzw. ist darüber bislang bekannt? Stichhaltige Belege über Rassismus in der DDR konnten auch in dieser TV-Dokumentation, entstanden 25 Jahre nach der deutschen Vereinigung, zwar nicht erbracht, dafür allerdings umso hemmungsloser behauptet werden.

In bekannter Weise wurde mit Vermutungen und Halbwahrheiten von den beiden Filmemachern Christian Bergmann und Tom Fugmann argumentiert, um dem Titel ihrer Dokumentation Nahrung zu geben. Sie stellten in einer Mischung von bekannten Tatsachen, weil schon mehrfach darüber berichtet wurde, gemischt mit reißerisch aufgemachten Fiktionen vier Fälle von Tötungsdelikten an zu Zehntausenden in der DDR präsenten Vertragsarbeitern dar. Damit sollte vor allem nachgewiesen werden, dass sich die Regierung in Ostberlin angeblich bemüht hatte, diese Tatsachen zu vertuschen, was dann zu der Behauptung »Schuld ohne Sühne« führte. Jedoch Belege, etwa in Form von überprüfbaren Dokumenten, werden den Zuschauern des Films nicht angeboten. Lediglich aus dem Zusammenhang gerissene Ausschnitte aus Schriftstücken werden kurz eingeblendet, die in Archiven nicht nachweisbar sind. Es wird aus Dokumenten zitiert, die in den Archiven nicht auffindbar sind.

Einige der in der Reportage angesprochenen Straftaten, die zum Tode von jungen kubanischen Vertragsarbeitern in der DDR führten, deren Untersuchung sich die Journalisten zur Aufgabe gestellt hatten, werden von der Wissenschaft nicht in Abrede gestellt und jede einzelne ist nicht nur strafrechtlich (was auch geschehen ist!), sondern auch moralisch zu verurteilen. Jedoch sei die Frage erlaubt, wenn es drei oder vier solche Fälle zu Zeiten der DDR gegeben hat, warum werden nicht – weder in dieser noch in kaum einer anderen TV-Sendung – andere Fälle des Umgangs der DDR-Bürger mit Ausländern, von denen viele sich noch heute dankbar daran erinnern, geschildert, etwa solche, in denen Ausländer in deutschen Familien Aufnahme fanden oder in sonstiger Weise Hilfe erhielten? Unter den fast 17 Millionen DDR-Bürgern dürften von Menschen mit dieser Einstellung weitaus mehr zu finden gewesen sein als solche Kriminelle, die Gewalt gegen ausländische Mitbürger anwandten. Und wo der Eindruck zwangsläufig entsteht, dass die Bevölkerungsmajorität dies akzeptiert.

In der Fernsehdokumentation wird nicht oder bestenfalls am Rande auf die Hintergründe, Ursachen und Anlässe solcher Straftaten eingegangen. Eigentlich sollte man solche Hintergrundinformationen erwarten können, denn immerhin wird in der zur Diskussion stehenden Sendung mit dem Begriff Rassismus geradezu inflationär umgegangen. Aber waren es wirklich rassistisch motivierte Angriffe? Haben sich die Täter aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Geburt, ihrer Herkunft den Anderen, Fremden, den Angegriffenen auf den Tanzflächen oder vor den Diskotheken, wo die meisten Schlägereien von der Polizei aufgenommen wurden, aufgrund ihrer »Rasse« überlegen gefühlt? Wollten sie wirklich ihre angebliche Überlegenheit durch Gewalt demonstrieren? Oder war es doch anders? Denn nach dem bekannten Rassismus-Forscher Albert Memmi ist Rassismus »die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.«[2] Aber war dies der Fall bei Schlägereien auf der Tanzfläche oder nach starkem Alkoholkonsum?

Handelte es sich also in den meisten der heute in der »Aufarbeitungsliteratur« und »-publizistik« oder auch in journalistischen Fernsehdokumentationen herangezogenen Fällen von Gewalt gegenüber Ausländern in der DDR-Gesellschaft nicht vielmehr um »ganz normale« Schlägereien auf Tanzveranstaltungen zumeist in Dörfern und Kleinstädten, wo diese auch ohne Ausländer zwischen männlichen Jugendlichen aus verschiedenen Ortschaften nicht selten vorkamen? Waren die deutschen Jugendlichen die alleinigen Auslöser der Keilereien, bei denen die aus anderen Kulturen kommenden jungen Männer schnell mit dem Messer in der Hand dabei waren? Provozierte das nicht wiederum die andere Seite? Statistische Übersichten der staatlichen Organe der DDR sagen da nämlich im Gegensatz zu den Kommentaren in der TV-Dokumentation etwas ganz anderes aus, etwa dass in den ersten neun Monaten des Jahres 1987 allein von mosambikanischen Vertragsarbeitern 45 vorsätzliche Körperverletzungen, 4 Vergewaltigungen, je 1 Fall von Rowdytum bzw. Raub, 4 Verkehrsunfälle, 10 sonstige Rechtsverletzungen wie Widerstand gegen Polizei, Beleidigung, Diebstahl u. a. ausgingen. Im gleichen Zeitraum ereigneten sich „zum Nachteil mosambikanischer Bürger« 28 vorsätzliche Körperverletzungen, 5 Fälle von Rowdytum, 4 Beleidigungen wegen Zugehörigkeit zu einer anderen Nation oder Rasse, 5 Fälle des Raubes, 3 sonstige Rechtsverletzungen.[3] Wenn auf die Anlässe und Hintergründe von solchen Gewalttaten, wie die in dem Film geschilderten, nicht eingegangen wird, läuft die gesamte Argumentation über angeblich rassistisch motivierte Vorfälle ins Leere.

In der hier zur Diskussion stehenden TV-Dokumentation der relativ jungen Filmemacher wird der Mord an einem mosambikanischen Jugendlichen in Staßfurt reißerisch geschildert, der von einem vorbestraften deutschen Kriminellen verübt worden war. Der Fall war sowohl in der zeitgenössischen regionalen Öffentlichkeit als auch später in der internationalen Fachliteratur durchaus bekannt, dennoch wurde in der TV-Reportage unter anderem die obskure Behauptung aufgestellt, dass der Vorfall in der DDR »offiziell verschwiegen« werden sollte. Geradezu spannend wäre es zu erfahren, ob die »Gewalttaten« auch inoffiziell hätten verschwiegen werden können. Der Vorfall wurde in der betreffenden Region damals sehr wohl ausgewertet und es existieren darüber Dutzende von Akten. Die beiden Filmemacher, die anscheinend nicht viel von Recherche halten, sollten doch einmal erklären, wie ein »Verschweigen« möglich gewesen ist, wenn bereits unmittelbar nach der Tat etwa 650 mosambikanische Lehrlinge aus der »Schule der Freundschaft« über den Tod ihres Kameraden informiert wurden und sodann die in der Region Verantwortung tragenden Funktionsträger, wie Polizisten, Lehrer, kommunale Verwaltungsmitarbeiter, Mitglieder von Parteien und Gewerkschaften, Vertreter von Betrieben, in denen die Mosambikaner ihre Berufsausbildung erhielten, Mitglieder der Jugendklubs und Sportstätten etc.[4] Kann man die Vorhaltungen der Filmemacher nach einem angeblichen Verschweigen der kriminellen Tat noch bei gutem Willen zu entschuldigen versuchen, weil die überregionale Presse hierüber nicht berichtete, so ist es vollkommen unverständlich, wenn dann noch ein dritter Aufguss der Reportage im November 2017 im MDR mit den gleichen Fake News gesendet wurde. Nunmehr wussten die Journalisten sogar, dass damals in der DDR der »Vorfall nur kurz thematisiert« worden sein sollte. Dann jedoch »verordnete man Schweigen«. Das Gegenteil war in der Region indes der Fall. Zudem drängt sich die Frage angesichts dieser Feststellung auf, wer wem Schweigen geboten haben soll. Belege konnten dafür nicht erbracht werden. Wer die DDR-Verhältnisse kennt, und dies sollte man bei Journalisten und Historikern, die sich mit deren Geschichte befassen, voraussetzen, wird nicht überrascht sein, dass über Gewaltverbrechen nichts oder kaum etwas in den überregionalen Zeitungen des ostdeutschen Staates zu lesen war, und können die gekünstelte Empörung hierüber nicht verstehen.

Da der Täter schon bald nach der Tat ausfindig gemacht und verhaftet worden war und dies den in der Region Verantwortung Tragenden sowie den Mitschülern des Getöteten mitgeteilt worden ist, sind deren Empörung und Wut und Rufe nach Rache verständlich. Die Funktionäre in Staßfurt hatten dann auch Mühe, den jungen Mosambikanern zu erklären, dass ein Tötungsdelikt nach DDR-Rechtsordnung nicht nach dem Prinzip »Gleiches mit Gleichem« geahndet werden kann.[5]

Auffallend ist neben dem Verschweigen derjenigen Hintergrundinformationen, die das Verhältnis der DDR-Bevölkerung zu Ausländern realistischer hätten darstellen können und die insbesondere mehr Licht in einen solchen Tatvorgang gebracht hätten, darüber hinaus die Tatsache, dass ganze Themenbereiche ausgeschlossen bleiben. So etwa wenn deutsche Jugendliche bei tätlichen Auseinandersetzungen schwer verletzt oder gar zu Tode gekommen sind. Ein solcher »Abgleich« des historischen Kontextes gehört jedoch zu einer ausgewogenen Berichterstattung vor allem von sensiblen politisch relevanten Themen. Ein Verschweigen von Tatsachen hat sich schon immer bei der Akzeptanz von bildungspolitischen Aufträgen, die ja öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten haben, als kontraproduktiv erwiesen.

Die Auswertung der Akten zu einer schwerwiegenden Auseinandersetzung nach einer Tanzveranstaltung mit einem Toten ergab beispielsweise, dass, wie bei allen ähnlich bekannt gewordenen kriminellen Handlungen, die Polizei sofort ermittelte und den Tathergang rekapitulierte. So stellte die Polizei in einem Fall am 19. Juni 1988 fest, als es zwischen Afrikanern und Einheimischen zu Schlägereien gekommen war, dass diese von zwei jungen deutschen Arbeitern provoziert worden waren, weil sie die ausländischen Jugendlichen beleidigt hatten. Schon »in der Vergangenheit (waren sie, die deutschen Jugendlichen – UvdH) durch rowdyhaftes Verhalten in Erscheinung getreten«, heißt es im Bericht der Stasi. Gegen die Anstifter wurde Anklage erhoben wegen »Rowdytum« und »Beleidigung wegen Zugehörigkeit an einer anderen Rasse oder Nation«[6] und verurteilt. Was ist aber mit dem mosambikanischen Totschläger geworden? Wurde er verurteilt? Musste er in seine Heimat zurückkehren und hat er dort einen Prozess erhalten? Oder kam er in der DDR vor Gericht? Über diese und ähnliche Fakten breiten die Journalisten den Mangel des Schweigens. Für investigative Journalisten sind das doch eigentlich interessante Fragen!

Solche verdrängten und vertuschten Taten haben noch eine andere Dimension, der man nachgehen könnte, statt Rassismus zu wittern, wo es keinen gab. Vor allem der Einsatz von Stichwaffen trug dazu bei, dass sich rassistische Ressentiments verbreiteten oder verfestigten. Denn Stichwaffen kamen traditionell bei Schlägereien auf Tanzböden und vor Gaststätten unter den einheimischen Jugendlichen kaum zur Anwendung.

Selbst in westdeutschen Zeitungen war man damals der Realität näher gekommen als in der MDR-Dokumentation. Denn diese berichteten, dass die Ursache für Prügeleien »oft derselbe Anlass wie Wirtshausprügeleien auf der ganzen Welt … (seien): Streit um Mädchen, zu reichlich genossener Alkohol.«[7] Und ehemalige mosambikanische Vertragsarbeiter selbst, wie Julio Mussane, antwortete auf eine Frage nach erlebter fremdenfeindlicher Gewalt: »Nein, während der DDR-Zeit haben wir nichts von Fremdenhass oder Rassismus gespürt. Wir brauchten keine Angst zu haben. Wir konnten damals auch nachts ohne Angst mit dem Zug in andere Städte reisen und wurden, egal wo wir auch waren, niemals bewusst rassistisch angegangen. Natürlich gab es auch Auseinandersetzungen, insbesondere in Diskos, wo es dann auch zu Schlägereien kam. Da ging es aber um die Mädchen, bei denen wir ganz gut ankamen, was uns die deutschen Jungs aber nicht gönnten[8]

Da solche Meinungen über Selbsterfahrungen von ehemaligen Vertragsarbeitern von Journalisten zumeist nicht zu Kenntnis genommen werden, hier noch ein Zitat eines »Ehemaligen« auf eine Frage nach erlebtem Rassismus: »Wenn ich diese Frage ins Verhältnis zur heutigen Situation stelle, dann muss ich eindeutig sagen, nein – mit Fremdenhass und Rassismus wurden wir nicht konfrontiert. Natürlich gab es hin und wieder Auseinandersetzungen mit deutschen Jugendlichen, da spielten aber meistens der Alkohol und das Werben um die Mädchen eine große Rolle. Ich hatte den Eindruck, dass sich die DDR-Regierung sehr mühte, um solche Konfrontationen zu vermeiden.«[9]

Solche erklärenden Stellungnahmen von denjenigen zeitweilig in der DDR lernenden und arbeitenden Afrikanern passen natürlich nicht in die ideologische Voreingenommenheit der MDR-Journalisten. Man verschwieg lieber durchweg die Meinungen der Betroffenen. Schon die Anmoderation des erwähnten Films des MDR hatte schon die Aussage- und damit die gewünschte Denkrichtung für die Zuschauer festgelegt: Die Ausländer seien von der DDR-Führung angeworben worden, heißt es dort. So etwas hat es jedoch nie gegeben. Die DDR-Regierung kam vielmehr den Bitten der Regierung Mosambiks zur Aufnahme und Ausbildung junger Menschen entgegen. Es kommt in der Anmoderation dann noch dreister: Angeblich hätte es »mehrere tausend Vorfälle« gegeben, die zu »tausenden Verletzten und sogar Todesopfern« geführt hätten. Exakte Belege der Behauptung sowie konkrete Ursachenforschung der belegbaren Fälle sind sowohl bei einem interviewten nicht gerade für seriöse Forschungen bekannten »Fachmann«, als auch bei den Filmemachern, die ihn zum Interview luden, offensichtlich unbekannt.

Schon andere, jedoch weitaus seriösere Untersuchungen sind Angriffen auf oder vereinzelten Tötungsdelikten von Ausländern in der DDR, wie dem erwähnten in Staßfurt, nachgegangen. Eine Bildungsforscherin, die insbesondere in der sachsen-anhaltinischen Kleinstadt recherchiert hatte, kommt nach Befragungen von Absolventen und Pädagogen aus Mosambik, die jahrelang in Staßfurt gelebt haben, zu der Schlussfolgerung, »dass sie sich in der DDR nicht rassistisch abgelehnt oder gar bedroht gefühlt haben«[10]. Das hat Bergmann und Fugmann allerdings nicht interessiert. Im Gegenteil, sowohl die von ihnen vor die Kamera Gestellten als auch ihre Kommentare konnten nicht darlegen, ob die im Film geschilderten Straftaten durch rassistische Überheblichkeit motiviert waren oder als kriminelle Handlungen zu bezeichnen sind. Nicht einmal die Frage wurde aufgeworfen. Wenn es mehr als die im Film geschilderten vier gewaltsamen Todesfälle gegeben hätte, wären sie sicherlich in den Akten des MfS vermerkt worden. Weder dort noch anderswo sind sie jedoch zu finden.

Die im MDR zuerst gezeigte Version der Dokumentation, die in reißerischer Weise Rassismus in der DDR belegen wollte, muss den Programmmachern der ARD so gut gefallen haben, dass dort unter dem Titel Schatten auf der Völkerfreundschaft eine weitere und erweiterte Reportage am 10. April 2017 nachgereicht wurde. Ein äußerst ungewöhnlicher Vorgang! Ansonsten gilt die Devise: »Gesendet ist gesendet!« Was mögen wohl die Beweggründe für die ARD-Verantwortlichen gewesen sein? Jedenfalls wurden mit der Extra-Story des MDR noch ein weiteres Mal Fantasie-Geschichten als Realität ausgegeben und fanden dennoch auch in anderen Fernsehanstalten ein warmes Sendeplätzchen.

Einige Monate nach der ersten MDR-Ausstrahlung leitete übrigens die zuständige Staatsanwaltschaft in Halle (Saale) eine Überprüfung des im Film geschilderten Falles der Tötung eines Vertragsarbeiters ein. Jene kam aber zu einer anderen Schlussfolgerung, als es die Filmemacher gern hätten. Es gibt absolut keinen Grund, warum die ermittelnde Staatsanwaltschaft bei einer Jahrzehnte zurückliegenden Tötungstat etwas verschweigen sollte. Jedoch besteht die sehr wahrscheinliche Vermutung, dass sie gründlicher recherchiert hat als die Journalisten. Diese sprechen in ihrem Film weiterhin dreist von einem Mordverdacht, den sie jedoch nicht belegen können. Neue Ermittlungen lehnt die Staatsanwaltschaft auch selbstverständlich ab: »Das Verfahren ist damals durch die DDR-Behörden eingestellt worden. Wir haben es aus heutiger Sicht erneut geprüft mit dem Ergebnis: Wir sehen keinen Anfangsverdacht auf einen Mord. Mithin habe ich auch keine Veranlassung, hier irgendwelchen Personen hinterherzulaufen«, sagte Staatsanwalt Klaus Wiechmann im Interview für die Dokumentation unter dem Titel Schatten auf der Völkerfreundschaft, den man gern mit allen Mitteln herbeifabulieren möchte.

Am Ende der TV-Dokumentation Schuld ohne Sühne, die sich explizit mit den vier Todesfällen von Vertragsarbeitern (nicht mit jenen etwas einen Dutzend Fällen, die durch Auseinandersetzungen untereinander zu verzeichnen waren oder wo deutsche Jugendliche die Opfer waren) beschäftigt, kommt ein in Stuttgart geborener Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, europäisches Strafrecht und neuere Rechtsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin ausführlich zu Wort, wenngleich nicht bekannt ist, dass er zur Rechtsgeschichte der DDR jemals gearbeitet oder publiziert hat, sondern vor allem zum Umweltstrafrecht. Er schließt sich der Kritik der Filmemacher über die Entscheidung der Hallenser Staatsanwaltschaft an und verbindet diese mit einem gewaltigen Rundumschlag, wenngleich ihm bekannt sein müsste, dass die wenigsten Mitarbeiter in den ostdeutschen Staatsanwaltschaften aus dem Osten kommen: »Leider hat man in der Tat den Eindruck, dass die Staatsanwaltschaften in den neuen Bundesländern (die vor allem mit westdeutschen Juristen besitzt! – d. V.) hier etwas Manschetten haben, dass sie sehr vorsichtig an die Themen herangehen. Und das ist natürlich sehr schade, zumal es um Ausländerfeindlichkeit geht und gerade Rassismus ja nun in der deutschen Geschichte generell ein Problem ist. Rassistisch motivierte Tötungen … sind ein riesen Problem. Aber umso wichtiger wäre, dass man für alle Phasen der deutschen Geschichte, soweit man noch Anhaltspunkte hat und soweit man noch Personen verfolgen kann, diese auch verfolgt. Das heißt auch auf dem Gebiet der ehemaligen DDR

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Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist ebenfalls der von Bergmann und Fugmann spektakulär aufgemachte und mit Statisten nachgestellte Todesfall eines Mosambikaners in der Nacht vom 29. zum 30. Juni 1986 während einer Eisenbahnfahrt im Bezirk Halle. Es wird suggeriert, dass Rechtsextremisten daran schuld gewesen wären. Trotz damaliger intensiver polizeilicher Untersuchungen konnte jedoch ein Tötungsdelikt nicht festgestellt werden, ja nicht einmal Rechtsextremisten konnten ausfindig gemacht werden, die damals laut fiktiver Story des MDR im Zug gewesen sein sollen. Einen Mordvorwurf hatte damals niemand erhoben, weder die Kameraden des Getöteten noch Vertreter der mosambikanischen Botschaft oder sonst jemand. Aber nunmehr die beiden genannten Journalisten! Vor einer Kamera des MDR-Fernsehteams nach etwa dreißig Jahren gestellt, wusste ein Mosambikaner, der kein Augenzeuge war, ausführlich Einzelheiten über den tragischen Tod zu berichten. Er sprach davon, dass der später zwischen den Schienen gefundene Leichnam zu einem Mosambikaner gehörte, der an den Beinen an einem Strick hinter dem Zug her zu Tode geschleift worden sei. Nach der Ausstrahlung der Fernsehreportage bei ihm persönlich nachgefragt, konnte er nur zugeben, er habe gehört, dass … Für die Filmemacher war dies indes kein Grund, solche ausgedachten Phantasien zu prüfen und im Zweifelsfall nicht zu senden.

Überhaupt scheint der vor der Kamera interviewte Freund des Getöteten keine klaren Erinnerungen mehr zu besitzen. In einem späteren Interview sagte er nämlich aus, dass er mit seinem Freund Manuel Diogo zuvor in Berlin den Tierpark besucht und ihn dann zum Bahnhof gebracht hätte.[11] Die polizeilichen Ermittlungen haben jedoch ergeben, dass Diogo am 29. Juni in Dessau eine Diskothekveranstaltung in der Gaststätte Stadtgarten besucht hat.[12] Einen Grund hier nachzufragen, sahen die Filmemacher auch jetzt noch nicht.

Wie ungeprüft, weil als Wahrheit aufgefasst, solche fiktiven Geschichten von Journalisten aufgenommen und verbreitet werden, macht ein späterer Artikel in der Leipziger Volkszeitung deutlich, wo beklagt wurde, dass der angebliche Mordfall »in der Öffentlichkeit … nicht erwähnt« worden ist.[13] Wo nichts gewesen ist, kann darüber freilich auch nicht berichtet werden.

Einschlägige Archiv-Recherchen haben jedoch ergeben, dass der Mosambikaner Manuel Diogo vor seinem Tod »umfangreich Alkohol zu sich« genommen hatte, dann – so bestätigten vier andere Mosambikaner – im Zug eingeschlafen sei. Er hätte deshalb den Ausstieg auf dem Bahnhof – nicht zum ersten Mal – verfehlt und sei entweder schon beim Sturz oder dann, als er auf den Schienen zu Fuß gegangen ist, von einem sich schnell nähernden D-Zug erfasst und überrollt und mitgeschleift worden. Außerdem hätten polizeiliche Ermittlungen ergeben, dass sich anscheinend keine deutschen Jugendlichen im Zug aufhielten. So konstatierte das MfS: »Hinweise auf Auseinandersetzungen mit anderen Personen liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vor.«[14] Warum werden aber dann in der TV-Dokumentation Szenen nachgestellt, die zeigen sollen, dass der Mosambikaner angegriffen und aus dem Zug geworfen worden sein soll? Das Ergebnis der polizeilichen Untersuchung lautete vielmehr: »Hinweise auf (eine) Straftat liegen nicht vor«.[15] Das ist allerdings für die Filmemacher kein Grund, nicht das Gegenteil, ausgeschmückt mit ihren dramatisierten Visionen, zu behaupten.

Die TV-Dokumentation weist auch ansonsten eine Reihe von Manipulationen auf, die den Zuschauer fragen lassen, wofür seine Steuergelder ausgegeben werden. So kommt ausgerechnet der Pressechef der RENAMO, Antonio Muchanga, also ein führendes Mitglied der Partei, die Millionen Menschen in Mosambik grausam ermordet, vertrieben oder mit heute kaum vorstellbaren Grausamkeiten drangsaliert hat und vor der viele der jungen Mosambikaner geflohen sind und in der DDR aufgenommen worden waren, in dem Film zu Wort und fordert »als Landsmann der zu Tode Gekommenen« im Namen der Familien und Hinterbliebenen eine lückenlose Aufklärung der Todesfälle der zwei Mosambikaner in der DDR. Scheinheiliger – und die wirklichen Verbrechen jener Zeit verharmlosender – geht es nicht!

Es sei noch einmal betont, dass jeder Todesfall in der Geschichte, auch nach einem Vierteljahrhundert, journalistisch untersucht werden kann und sollte. Jedoch seriös und nicht manipulativ. Und ein bisschen Verständnis für Geschichte sollte man bei solchen Untersuchungen mitbringen. Was dem Fernsehzuschauer jedoch geboten wurde, war Journaille in Reinkultur. Mit Reisemitteln der öffentlich-rechtlichen Sender ausgestattet, reiste das Team nach Mosambik und erzählte der alten Mutter und der Familie des Getöteten ihre ausgedachte Story. Die Kamera hielt voll drauf: Es sollte wohl das Mindeste sein, dass sich die beiden Fake News verbreitenden Journalisten und der Sender MDR bei der Mutter, der Familie, den mosambikanischen Kameraden, den deutschen Kollegen und den Fernsehzuschauern entschuldigen.

Inzwischen gibt es vonseiten einiger Mosambikaner die Idee, dass der Mutter und der Familie die Wahrheit über die Todesumstände des Sohnes und Bruders mitgeteilt werden sollen. Ein mosambikanischer Filmemacher zeigt sich von ehemaligen Vertragsarbeitern, die eine andere Realität in der DDR erlebt haben als in der MDR-Doku dargestellt, aufgerüttelt und nunmehr daran interessiert, die Überbringung der Nachricht über die wahren Umstände des Todes zu filmen. Ob dieser Film dann auch vom MDR gesendet wird?

*

[1] »Vertuscht und verdrängt. Warum starben Vertragsarbeiter in der DDR?«, MDR, 17.08.2016; noch einmal ausgestrahlt als in Schuld ohne Sühne, MDR, 17.11.2017, danach noch einmal in arte.

[2] Memmi, Albert: Rassismus, Frankfurt am Main 1987, S. 164.

[3] BStU: MfS, HA VII, Nr. 2752: Information des Miniteriums: »Vorkommnisse mit Bürgern der Volksrepublik Mocambique, die gemäß Regierungsabkommen in der DDR tätig sind, im Zeitraum vom 1.01. bis 30.09.1987«.

[4] Vgl. BStU: MfS, HA XVIII, Nr. 26643, Bl. 1-8.

[5] Vgl. BStU: MfS, HA VIII, Nr. 26643, Bl. 5.

[6] BStU: MfS, HA II, Nr. 27433: »Information zur Konzentration von Vorkommnissen unter Beteiligung mocambiquanischer Werktätiger in der DDR«, Juni 1988, Bl. 2.

[7] Dose, Dieter: In der »DDR« nimmt der Ausländerhaß zu, in: Die Welt, 26.08.1988.

[8] Mussane, Julio: Es war immer jemand da, der half, Probleme zu lösen, in: van der Heyden, Ulrich/Semmler, Wolfgang/Straßburg, Ralf (Hrsg.): Mosambikanische Vertragsarbeiter in der DDR-Wirtschaft. Hintergründe – Verlauf – Folgen, Berlin/Münster 2014, S. 229.

[9] Reis, José: Keine leichten Lebensumstände in der DDR, in: van der Heyden, Ulrich/Semmler, Wolfgang/Straßburg, Ralf (Hrsg.): Mosambikanische Vertragsarbeiter…, a.a.O., S. 235.

[10] Schuch, Jana: Mosambik im pädagogischen Raum der DDR. Eine bildungsanalytische Studie zur »Schule der Freundschaft« in Staßfurt, Wiesbaden 2013, S. 31.

[11] Kleindienst, Jürgen: Erinnerungslücke – Vor 32 Jahren wurde Antonio Manuel Diogo ermordet, in: Leipziger Volkszeitung, 2.07.2018.

[12] BStU: MfS, BV Halle, KD Roßlau, Nr. 8658, Bl. 5–6.

[13] Kleindienst, Jürgen. Erinnerungslücke…, a.a.O.

[14] BStU: MfS, BV Halle, Abt. XIX, Nr. 1115: »Information über den Tod eines mocambiqueanischen Staatsbürgers«, 3.07.1986, Bl. 52.

[15] Ebenda, Bl. 51.

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Über den Autor:

Ulrich van der Heyden (Jg. 1954) ist Historiker und Politikwissenschaftler in Berlin und Gastprofessor an der University of South Africa in Pretoria. Zitiert aus “TUMULT”

Hitlereliten1

“Hitlers Eliten nach 1945?. dtv

Norbert Frei und die anderen Autoren, so ist in Ostdeutschland zu hören,  gehen (feige?) der sehr wichtigen Frage aus dem Weg, was wohl aus “Entnazifizierung” und “Vergangenheitsbewältigung” in der BRD geworden wäre, wenn die DDR nicht mit Fakten, Dokumenten “nachgeholfen” hätte. Daß der Jude Albert Norden verunglimpft wird(“Ulbrichts Chefagitator, Demagoge, Propagandaarbeit, Angriffe, Schauprozeß, Feldzug, Attacken, Perfidie ” etc.), seine Ermittler als “Agitatoren”, mindert den wissenschaftlichen Wert des Buches erheblich. Womöglich hätte es ohne obligatorische DDR-Klischees nicht publiziert werden können, heißt es.

Die ostdeutsche Autorin Daniela Dahn verwendet in Bezug auf Westdeutschland den Begriff der Renazifizierung. Dieser Logik folgend, handelt es sich bei FDP, CDU, SPD um Renazifizierungsparteien.

Was im Buch über die Nazistan-Methoden fehlt:

Kalter Krieg beim Eichmann-Prozess

Aktenklau für die Adenauer-Republik

Es war ein brisanter Auftrag, wohl abgesegnet vom BND: 1961 bestahl ein Vertrauter des damaligen Kanzlers Adenauer nach SPIEGEL-Recherchen einen DDR-Anwalt und nahm Dokumente mit. Er wollte sicherstellen, dass im Eichmann-Prozess keine BRD-Politiker belastet werden.

Von Klaus Wiegrefe, Hamburg

– Während des Eichmann-Prozesses in Israel haben ein Vertrauter des damaligen Kanzlers Konrad Adenauer und ein Reporter der “Bild”-Zeitung aus dem Hotelzimmer eines DDR-Anwalts in Jerusalem Dokumente gestohlen, um sie dem Bundesnachrichtendienst (BND) zu übergeben. Pikantes Detail: Der Journalist war ein Schwager Axel Springers. Das geht aus Recherchen des SPIEGEL im Archiv des Auswärtigen Amtes hervor. Danach handelte sich bei den entwendeten Papieren um “Aufzeichnungen, Vollmachten und alle möglichen Unterlagen, in denen eine ganze Reihe von Namen westdeutscher Persönlichkeiten enthalten sind”.Grund für den Diebstahl im Jahr 1961 im King David Hotel in Jerusalem: Adenauer fürchtete, während des Verfahrens gegen Adolf Eichmann könnten westdeutsche Politiker oder Beamte aufgrund ihrer Vergangenheit im “Dritten Reich” belastet werden und dass auf diese Weise das Ansehen der jungen Bundesrepublik leide. Der bestohlene DDR-Anwalt Friedrich Karl Kaul beobachtete nämlich im Auftrag Ost-Berlins das Verfahren und beschuldigte immer wieder öffentlich die Bundesregierung, Alt-Nazis zu decken.Eichmann zählte zu den wichtigsten Organisatoren des Holocaust und war 1960 aus Argentinien nach Israel entführt worden, wo er vor Gericht gestellt wurde. Das Verfahren sorgte weltweit für großes Aufsehen, und Adenauer schickte daher eine offizielle Beobachterdelegation nach Jerusalem.Zu ihr zählte einer der beiden Diebe, nämlich Rolf Vogel, Reserveoffizier der Bundeswehr und dort in psychologischer Kriegführung geschult. Der PR-Fachmann galt in Bonn als Mann des BND und zählte zu den Vertrauten des Kanzlers.Für das Eichmann-Verfahren ließ er sich von seinem aktuellen Posten im Verbindungsbüro der Europäischen Gemeinschaften (EG) in Bonn entbinden. In Jerusalem firmierte er offiziell als Journalist und schrieb für die “Deutsche Zeitung”. Insgeheim hatte er jedoch den Auftrag, “das Bundeskanzleramt ständig auf dem Laufenden” zu halten”, wie es in den Akten vermerkt wurde. Dafür wurde er auch bezahlt. Mehrfach berichtete Vogel direkt an Adenauer.Vogel sollte vor allem verhindern, dass die DDR den Eichmann-Prozess für Propagandazwecke instrumentalisierte. Wahrscheinlich kam es deshalb auch zu dem Diebstahl. Immer wieder lancierte die SED Namenslisten von Belasteten in Bonner Diensten, vorneweg Hans Globke, Kanzleramtschef Adenauers. Globke hatte 1936 den offiziellen Kommentar zu den Nürnberger Rassegesetzen mitverfasst.Der Diebstahl erfolgte am Abend des 29. Juni 1961 in Kauls Zimmer im King David Hotel in Jerusalem. Vogels Begleiter war Frank Lynder, Reporter bei der “Bild”-Zeitung und nach Angaben des Auswärtigen Amtes während des Zweiten Weltkrieges Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes.Ob die beiden Männer bei Kaul einbrachen oder den Advokaten trickreich bei einem Besuch ablenkten und dann die Papiere entwendeten, geht aus den Akten nicht eindeutig hervor. Gegenüber Gerhard von Preuschen, dem Leiter der Beobachterdelegation in Jerusalem, erklärten sie, sie hätten das “Aktenstück aus dem Hotelzimmer Kaul im Hotel King David unbemerkt entnommen”…http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69174701.htmlhttp://www.spiegel.de/einestages/die-deutschen-und-der-holocaust-a-950029.htmlhttp://www.spiegel.de/einestages/nazi-taeter-a-946732.htmlhttp://www.spiegel.de/einestages/zweiter-weltkrieg-a-948296.htmlhttp://www.spiegel.de/spiegel/print/d-57119401.html

Hubertus Knabe und Globke: “In seinem Buch Die unterwanderte Republik von 1999 behauptete Knabe, der Vertreter des NS-Staates und Kommentator der Nürnberger Gesetze Hans Globke sei ein „entschiedener Gegner des Nationalsozialismus“ gewesen. Seine Deutung der Rassegesetze habe Tausenden von sogenannten Mischlingen das Leben gerettet. Belege dafür nannte er nicht. Der Historiker Klaus Bästlein erklärte dazu in seinem Buch Der Fall Globke: Propaganda und Justiz in Ost und West, Knabe habe diese These wohl nur vertreten, um die frühe Bundesrepublik von Schuldvorwürfen aus der DDR zu entlasten.” Wikipedia

Hitlereliten2

Hat das Buch etwa sehr viel mit dem Thema Gehlen-Nazistan & Mosambik zu tun?

Aktive westdeutsche Außenpolitik in Mosambik – und in Brasilien:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/10/08/willy-brandtspd-todestag-8-oktober-1992-was-in-den-offiziellen-wuerdigungen-stets-fehlt/.

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http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasiliens-komplizierte-vergangenheitsbewaltigung-maria-amelia-de-almeida-teles-grauenhaft-gefolterte-regimegnerin-heute-mitglied-der-wahrheitskommission-des-teilstaats-sao-paulo-zur-aufklarung-der/.

–Die Brandt-Schmidt-Tiefensee-SPD in Thüringen:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/10/17/bad-frankenhausen-die-vorfaelle-vom-13-10-2019-die-nazi-und-faschist-vorwuerfe-die-fehlende-spd-positionierung-zum-parteiidol-helmut-schmidt-der-am-kriegsverbrechen-der-leningrad-blockade-aktiv-t/

 http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/.

AfD NRW 2017 – die hochbrisante Kleine Anfrage zu Nazis im Machtapparat des Bundeslandes nach 1945.Parallelfall Hessen, Niedersachsen, Saarland, Bremen…Die Nazis/SS-Leute im BRD-Machtapparat:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/10/07/afd-nrw-2017-die-hochbrisante-kleine-anfrage-zu-nazis-im-machtapparat-des-bundeslandes-nach-1945/

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 http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/.

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 http://www.hart-brasilientexte.de/2015/07/28/willy-brandt-und-lateinamerikanische-folterdiktatoren-die-kuriose-interpretation-des-forum-willy-brandt-berlin-unter-den-linden-in-lateinamerika-stellt-sich-der-si-praesident-an-die-seite-der/.

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Helmut Schmidt/SPD – Mitherausgeber des Wochenblatts DIE ZEIT, 2015 gestorben – was alles in den Nachrufen fehlt:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/10/helmut-schmidtspd-2015-gestorben-was-alles-in-den-nachrufen-fehlt/

 http://www.hart-brasilientexte.de/2019/01/23/leningrad-belagert-ausgehungert-rd-eine-million-tote-helmut-schmidt-als-nazi-offiziert-bei-dem-kriegsverbrechen-mit-dabei-warum-er-nach-wie-vor-ein-spd-idol-ist/.

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 http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/24/war-helmut-schmidt-als-bundeskanzler-tatsaechlich-in-diesem-geheimpolizei-gebaeude-von-sao-paulo-um-lula-in-der-gefangenenzelle-zu-besuchen-wie-heute-mythenbildung-funktioniert-schmidt-besucht/.

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 http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/.

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http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/31/brasilien-50-jahre-nach-dem-militarputsch-vom-31-marz-1964-foltertechnologie-aus-der-bundesrepublik-deutschland-oder-aus-grosbritannien-fur-die-diktatoren-bis-heute-frage-nicht-exakt-geklart/.

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 http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/.

 http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/28/brasiliens-militarputsch-vor-50-jahren-deutschsprachiger-mainstream-verschweigt-die-enge-zusammenarbeit-von-willy-brandt-und-helmut-schmidt-mit-der-folterdiktatur-ebenfalls-tabu-lula-als-informant/

“Halle für Genscher”. MDR aktuell verschweigt am 22.2. 2017 komplett NSDAP-FDP-Genschers enge Kontakte u.a. zur nazistisch-antisemitisch orientierten Folterdiktatur Brasiliens, Argentiniens:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/02/22/halle-fuer-genscher-mdr-aktuell-verschweigt-am-22-2-2017-komplett-genschers-enge-kontakte-u-a-zur-nazistisch-antisemitisch-orientierten-folterdiktatur-brasiliens-was-war-da-los-hinter-den-reda/.

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http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/15/schmidt-kohl-straus-brandt-filbinger-juso-vorsitzender-gerhard-schroder-fischer-trittin-scheisebeutel-auf-diktator-geisel-in-bonn-der-erneut-verlangerte-deutsch-brasilianische-atomvertrag-ha/.

 http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/14/deutsch-brasilianischer-atomvertrag-und-ermordung-des-judischen-journalisten-herzog-durch-die-militardiktatur-1975-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-erinnert-an-historische-f/.

 http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/10/24/bad-frankenhausen-2019-spd-buergermeister-matthias-strejc-wegen-stoerung-des-afd-familienfestes-und-anderer-fehlleistungen-zunehmend-schaerfer-kritisiert-von-immer-mehr-stadtbewohnern-abgelehnt-oef/.

 http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/12/12/absurde-e-auto-ideologie-von-groko-und-gruenen-macht-autoindustrie-in-thueringen-kaputt-pleiten-bei-auto-zulieferern-massenentlassungen-e-auto-wird-von-thueringern-mit-zahlreichen-triftigen-argu/

ThierseBiPresse1

GroKo-Partner SPD: Thierse “orientiert” in Bischofferode während des Hungerstreiks die “Presse” hinterm Lautsprecherwagen. Während seiner “Rede” schallte ihm  massiv der Sprechchor “Wer hat uns verraten – Sozialdemokraten” entgegen.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/10/16/bjoern-hoeckeafd-und-der-linke-spd-skandal-von-bad-frankenhausen-2019/

SPD-Sprachgebrauch: Die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Renate Schmidt und die “zehn nackten Neger”. “gab an wie zehn nackte Neger”. Hatten sich Strejc, Tiefensee von diesem rassistischen Sprachgebrauch öffentlich distanziert? Man stelle sich vor, Höcke, Pohl, Cotta hätten sich geäußert wie SPD-Schmidt – vermutlich Rassismusvorwürfe u.a. aus der SPD ohne Ende:

RenateSchmidtSPDnackteNeger99

Ausriß. DER SPIEGEL.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/06/von-bundesdeutschem-boden-den-terror-in-mosambik-geplant-frankfurter-rundschau-4-10-1989-ueber-die-terrororganisation-renamo-die-opfer-der-toedlichen-terrorattacken-viele-ddr-entwicklungshelf/

StegnerDreyerTiefenseeSchwan19

Ob die Berliner SPD-Bosse erlauben, in Thüringer SPD-Ortsgruppen u.a. über brisante Aspekte der SPD-Idole Schmidt und Brandt zu debattieren, ist nicht bekannt.

Bodo Ramelow/LINKE und die Wertvorstellungen seiner Koalitionspartner SPD und GRÜNE. Wer in Deutschland stockreaktionär ist – und wer nicht:http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/

SteinmeierErfurt2

 

“Zusätzlich zum Amtsgehalt (214.000 Euro/Jahr) bekommt der Bundespräsident 78.000 Euro Aufwandsgeld“. BILD.

http://www.hart-brasilientexte.de/2020/03/12/corona-und-politische-korrektheit-warum-so-viele-faelle-in-italien-und-so-wenige-in-russland/

http://www.hart-brasilientexte.de/2020/02/28/nato-rueckt-voelkerrechtswidrig-in-syrien-ein-und-zieht-sich-auch-anfang-2020-nicht-zurueck-weltkrieg-wird-bewusst-riskiert/

http://www.hart-brasilientexte.de/2018/02/28/nato-ostfront-ideologische-kriegsvorbereitung-im-goebbels-stil-auch-2018-auf-vollen-touren-das-aus-dem-hitler-kapitalismus-uebernommene-feindbild-russland-neue-und-alte-nazis-in-der-deutschen/

http://www.hart-brasilientexte.de/2020/03/11/lula-in-berlin-im-maerz-2020-bei-riexinger-walter-borjans-etc-doch-hauptstadtmedien-berichten-offenbar-nicht-was-ist-da-passiert/

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Willy Brandt in Erfurt am 19. März 1970. Was heute in den Propagandafilmchen, Agitproptexten der Staatsmedien immer fehlt. SPD-Ikone Brandt und die Wertvorstellungen der SPD-Mitglieder. Der kuriose Brandt-Personenkult in Erfurt:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/17/willy-brandt-in-erfurt-am-19-maerz-1970-was-in-den-propagandafilmchen-agitproptexten-der-staatsmedien-immer-fehlt/

Die aktuelle Bedrohung der VVN ist eine Schande für unsere Demokratie/Martina Renner, Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, März 2020

Die VVN ist bedroht. Dass die aktuelle Bedrohung jedoch vom Staat ausgeht, der die Gemeinnützigkeit aberkannt hat, weil ein Geheimdienst die VVN für extremistisch hält, ist nicht weniger als eine Schande für unsere Demokratie. Martina Renners Rede zum Gesetzesentwurf zur Änderung der Abgabenordnung.

Sehr geehrter Präsident, Sehr geehrte Damen und Herren.

Ich bin nicht nur Genossin, ich bin auch seit 35 Jahren Kameradin und zwar als Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Für viele ist eine solche Anrede in einem solchen Verein merkwürdig. Sie hat aber einen einfachen historischen Hintergrund. Als die Nazis ihre Gegnerinnen und Gegner in Lager sperrten, trafen dort Sozialisten, Gewerkschafterinnen, Sozialdemokraten, Christinnen, Konservative und Liberale aufeinander. Nicht alle wollten Genossen sein, auch „Brüder und Schwestern“ oder andere Anreden schlossen nicht alle ein. So entstand die bis heute gehaltene Tradition, nach der Mitglieder der VVN Kameradinnen und Kameraden sind. Ich trage diese Bezeichnung mit Stolz und mit Stolz zähle ich den Schwur der Häftlinge von Buchenwald zu meinen politischen Leitlinien:

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

Dieser Schwur ist noch immer aktuell und ich weiß, dass er auch für viele von Ihnen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen, ein Auftrag ist. Die VVN ist bedroht. Die Bedrohung kam schon immer von Neonazis und Rassisten, die jede Erinnerung an die beispiellosen Verbrechen der Nationalsozialisten unterdrücken wollen. Dass die aktuelle Bedrohung jedoch vom Staat ausgeht, der die Gemeinnützigkeit aberkannt hat, weil ein Geheimdienst die VVN für extremistisch hält, ist nicht weniger als eine Schande für unsere Demokratie.

Unser Vorschlag ist einfach: Streichen wir den Satz der Abgabenordnung, der die Geheimdienste dazu ermächtigt, der Zivilgesellschaft großen Schaden zuzufügen. In Sachsen erwähnte der Geheimdienst verschiedene Bands in seinem Bericht – und wurde von einem Gericht dazu verpflichtet, den Bericht einzustampfen, weil die Behauptungen haltlos waren. Der Entzug der Gemeinnützigkeit muss nachvollziehbar und rechtsstaatlich erfolgen. Das kann nur ohne den Geheimdienst passieren.

Die Überlebende und VVN-Ehrenvorsitzende Esther Bejarano brachte es in ihrem offenen Brief an SPD-Finanzminister Scholz auf den Punkt: Wir Überlebenden haben einen Auftrag zu erfüllen, der uns von den Millionen in den Konzentrationslagern und NS-Gefängnissen Ermordeten und Gequälten erteilt wurde.

Meine Damen und Herren der demokratischen Fraktionen, ich denke, dieser Auftrag gilt auch uns.

Vielen Dank.

https://de.wikipedia.org/wiki/Martina_Renner

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 11. März 2020 um 13:38 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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