Zeitzeugen aus Oldisleben und Umgebung

Oldisleben/Thüringen – der ruinierte tote Wald 2019/2020: Machthaber des Bundeslandes lehnten auch hier naheliegende Waldbewässerung aus gutgefüllten Flüssen wie der Unstrut ab – Bürger und Natur haben den Schaden. Naturschutz nach 1990 de facto abgeschafft – siehe Artenstatistiken. Reinhard Mey: Irgendein Depp mäht irgendwo immer…Auch 2020 erfolgreiche Bekämpfung der ostdeutschen Blumenwiesen, Schmetterlinge mit teils schwerstem West-Mähgerät, Spezialtraktoren.

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Ausriß, westdeutsche Thüringer Allgemeine(Funke-Medienkonzern Essen/NRW), 10.1. 2020. Bürger in Thüringen hatten immer wieder vergeblich Waldbewässerung vorgeschlagen, gefordert – erwartungsgemäß wurde dies abgelehnt. Auch für 2020 haben die Machthaber offenbar Waldbewässerung verboten, um die Umwelt-und Naturzerstörung zu forcieren. Um das Austrocknen der Wälder zu beschleunigen, haben die Machthaber zudem das Schlagen ungezählter Schneisen befohlen – vor 1990 gab es das aus naheliegenden Gründen nicht, existierte  der sehr effiziente, inzwischen fast völlig vernichtete ehrenamtliche Naturschutz, die Naturwacht. Große Erfolge bei der Naturvernichtung werden auch 2020 in ganz Thüringen durch die vor 1990 u.a. durch die zuständigen Förster verhinderte Öffnung des Waldes für den Straßenverkehr und deren lauteste Verkehrsteilnehmer, für extrem laute Motocross-Motorräder erzielt – das vor 1990 im Frühjahr übliche vielstimmige Vogelkonzert ist verstummt, störempfindliche Tierarten wurden dank grüner Umweltpolitik längst vertrieben. Heute kaum zu glauben – im Kirchgarten von Oldisleben sangen vor der feindlichen Übernahme zu DDR-Zeiten sogar Nachtigallen, gab es Käuze. Warum das nicht mehr so ist, liegt auf der Hand.

Reinhard Mey: Irgendein Depp mäht irgendwo immer:https://www.youtube.com/watch?v=AHeprFpgUmc. Westdeutsche Motorsensen – wegen starker Vertreibungswirkung auf Vögel, der Vernichtung von Schmetterlingen und anderen selten gewordenen Insekten auch begeistert von Thüringer Dorf-Verwaltungen eingesetzt.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/12/06/nabudie-zauneidechse-ist-reptil-des-jahres-2020-zauneidechsen-in-oldislebenthueringen/

2020 sind im Wald von Oldisleben kaum noch Vögel zu sehen und zu hören – einst waren es viele, gab es in der Landschaft um Oldisleben zudem die sogenannten Massenvogelarten –  den neuen Machthabern offenkundig ein Dorn im Auge. Diese haben zudem dafür gesorgt, daß Motor-Gartengeräte extrem laut konstruiert werden, um eine möglichst große Vertreibungswirkung auf Wildtiere, darunter Vögel aller Art, zu entfalten – und Insekten aller Entwicklungsstufen effizient zu häckseln. Besonders Motorsensen haben sich als wichtige Helfer im Kampf gegen die Ost-Natur erwiesen, vernichten hervorragend Käfer, Schmetterlinge, Libellen etc. Aus einstigen Blumenwiesen werden durch sehr häufiges Mähen sterile Flächen mit Gras-Monokultur. Zu DDR-Zeiten sah man sehr viele bunte Schmetterlinge in den Dorfgärten, über den Feldern der Landschaft sowieso. In heutigen Maschinengärten sind es nur noch sehr wenige, in der Glyphosat-Pestizid-Landschaft sind sie fast weg. Woran erkennt man in Thüringen ebenfalls sofort grüne “Umweltpolitik”  von Ministerin Anja Siegesmund und ihrem Anhang ? Am fehlenden Naturphänomen der Maikäfer – an denen früher auch die Kinder soviel Spaß hatten. Irgendwelche Bemühungen der hochbezahlten GRÜNEN-Ministerin, damit die DDR-Artenvielfalt, die Maikäferschwärme wiederkehren? Fehlanzeige. An den Artenstatistiken ist abzulesen, was die Siegesmund-Ramelow-Truppe anrichtet.

Der gesetzliche Schutz von Singvögeln vor Katzen wurde offenbar im Interesse der Katzenindustrie beseitigt. (Der entsprechende Passus im DDR-Gesetz: “In der Brutzeit der Vögel vom 1. April bis zum 31. Juli eines jeden Jahres ist…von den Katzenhaltern Vorsorge dafür zu treffen, daß die von ihnen gehaltenen Katzen Vögeln nicht nachstellen können. Während dieser Zeit ist es den Grundstücksbesitzern und deren Beauftragten gestattet, fremde Katzen auf ihren Grundstücken zu fangen oder zu töten.”) Auch in Oldisleben ist seit Anfang April 2020 wie in den Vorjahren überall zu beobachten, wie sich freilaufende Katzen über die Jungvögel der freibrütenden Vogelarten hermachen, selbst im Wald – zusammen mit Invasorenarten wie dem Waschbär. Erinnert sich noch jemand daran, wie man um Oldisleben zu DDR-Zeiten stets Neuntöter, Raubwürger sah – letztere sogar auf den Stromdrähten an den Straßen?

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Ausriß DER SPIEGEL 2019.

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Katzen 2020 auf der Jagd nach Hasen-und Kaninchenjungen,  Bodenbrütern und deren Nestern, darunter Lerchen und Goldammern – deren Bestände in Ostdeutschland wegen neuer, grüner Umweltpolitik sowie der Streichung entsprechender DDR-Schutzgesetze deshalb sehr stark reduziert wurden. 

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Durch die Abschaffung der Landwirtschaft und die Ersetzung durch seelenlose Agrarindustrie nach 1990  sind Thüringer Dörfer wie Oldisleben heute umzingelt von Gift-Monokulturen. Nicht einmal Feld-Randstreifen werden mehr übriggelassen, auf denen zu DDR-Zeiten eine enorme Vielfalt an Feldblumen, entsprechenden Insekten/Schmetterlingen bewundert werden konnte. Jedes Jahr fehlen mehr Arten in der Landschaft um Oldisleben – 2020 sind es unter anderem die Rabenvögel, die Fitislaubsänger – Singdrosseln, Grünfinken, Nachtigallen sind fast weg. Zu DDR-Zeiten nisteten Rabenvögel als wichtiger Teil der natürlichen Nahrungskette in großer Zahl sogar in den Obstbäumen entlang des Unstrutdammes in Richtung Bretleben. Bestimmte Eulen-und Falkenarten nisten ausschließlich in Nestern von Rabenvögeln – das wissen die Naturkiller sehr genau – gibt es keine Nester dieser Art mehr in der Landschaft, sind dann eben auch entsprechende andere Arten weg. Wer heute in Thüringen in der Stadt auf seinem Balkon gemütlich frühstückt, hat es zumeist leiser als jemand auf dem Dorfe, der schon ab acht Uhr Irrsinnslärm aus den Maschinengärten zu ertragen hat –  im Interesse grüner “Umweltpolitik” dafür gedacht, u.a. das Brüten von Singvögeln zu verhindern, den neoliberalen Streßpegel zu erhöhen. Kaum ist man in Thüringer Dörfern aufgestanden, hat man den Krach der Totmachermaschinen im Ohr. Im Zuge der Einführung westlich-amerikanischer Verhaltensweisen wurde inzwischen sehr vielen Ostdeutschen die einstige Naturliebe sehr erfolgreich abtrainiert. Zur verheerenden Wirkung der in Oldisleben-Sichtweit stehenden Windkraftwerke  auf einstigen Naturreichtum ist alles gesagt. Die politisch Verantwortlichen für all dies kann man jeden Tag im TV sehen, darunter im MDR. Es ist wie überall – an den Politikresultaten lassen sich  die tatsächlichen Politikziele am besten erkennen. 

-http://www.hart-brasilientexte.de/2019/07/22/was-angela-merkel-und-die-groko-unter-naturschutz-verstehen-warum-man-nur-noch-selten-die-in-ostdeutschland-vor-1990-haeufigen-rebhuehner-sieht-warum-die-gruenen-windkraftwerke-umweltfreundlich-nen/

In teils drastischen Worten haben Bürger von Oldisleben beschrieben, wie Natur und Umwelt von Oldisleben nach 1990 sehr stark litten – als Resultat neuer Politikziele:”2016 hat man keine der früher so häufigen Lerchen mehr gesehen – auch die früher häufigen Goldammern sind weg, Zaunkönige sind weg, Hänflinge sind weg. Die früher auf den Dorfstraßen laufende Haubenlerche – weg. Der Schmetterlingsreichtum des Ortes wurde sehr stark reduziert. Rotkehlchen, Rotschwänzchen, Bachstelzen, Buchfinken, Goldammern sind seit der Wende fast oder ganz weg. Auch Haussperlinge sind selten geworden – die Feldsperlinge sind sogar ganz weg. Amseln sind deutlich weniger geworden. Falken, Mäusebussarde sind weg. Insekten wie die großen Grashüpfer sieht man nicht mehr. Von Jahr zu Jahr gibt es weniger Wespen – Hummeln sieht man fast keine mehr. Wenn die weiter so stark Gift einsetzen, haben wir hier bald fast gar nichts mehr. Früher war es ein herrliches Getriller und Gezirpe in der Landschaft – vorbei. Das ganze Gezwitscher der Vögel wie früher gibt es heute  nicht mehr. Viele Leute interessiert der starke Artenrückgang überhaupt nicht. ..In meiner Kindheit konnte man noch Hunderte von Hummeln fangen – danach wieder freilassen. Dazu die vielen Maikäfer. Heute rotten die alles aus! Im Winter an den Vogelhäuschen sieht man nur noch sehr wenige Vogelarten – die vielen Singvögel wie früher kommen nicht mehr.”

.Die Abschaffung des Naturschutzes und die systematische Vernichtung von Rest-Biotopen, Rest-Arten in Ostdeutschland nach 1990:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/08/15/grosse-windparks-sind-dazu-geeignet-ganze-fledermaus-populationen-auszuloeschen-maerkische-online-zeitung-moz-2018-warum-windkraftwerke-gemaess-offiziellen-denkvorschriften-als-umweltfre/

http://www.hart-brasilientexte.de/2015/05/29/der-windkraft-und-energiewende-bluff-textsammlung/

http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/10/mauerfall-und-anschlus-1990-was-fur-natur-und-biodiversitat-der-zuvor-artenreichen-ex-ddr-geplant-war-erreichte-resultate-weisen-auf-umweltvernichtungsziele-artenvielfalt-und-lebensqualitat/

https://telegraph.cc/archiv/telegraph-100/wendeverlierer-natur/

http://www.trend.infopartisan.net/trd7802/t277802.html

https://www.focus.de/magazin/archiv/brennpunkt-wendeverlierer_aid_768197.html

NABU und Katzen:https://www.nabu-leipzig.de/gruppen/arbeitskreis-ornithologie-und-vogelschutz/hauskatzen/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/05/23/anja-siegesmund-gruenen-umweltministerin-in-thueringen-schwafelt-2019-von-angeblich-gutem-artenschutz-und-laesst-der-invasorenart-waschbaer-freie-hand-beim-vernichten-der-ohnehin-bereits-stark-dez/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/06/10/gruenen-umweltpolitik-in-thueringen-grauenhafte-resultate-auch-2019-bei-vielen-voegeln-macht-sich-offensichtlich-der-insektenschwund-bemerkbar-besonders-dramatisch-sind-die-anhaltenden-rueckgaen/

Thema Waldbewässerunghttp://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/08/17/waldbewaesserung-in-thueringen-panische-angst-der-machthaber-sowie-der-staats-und-mainstreammedien-vor-diesem-fachbegriff-absterben-der-baeume-haette-sich-vielerorts-durch-waldbewaesserung-aus-gut/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/09/15/thueringen-landtagswahl-2019-spitzenkandidaten-diskussion-im-mdr-am-16-september-livestream-19-bis-21-uhr-dirk-adams-gruene-wolfgang-tiefensee-spd-bodo-ramelow-die-linke-mike-mohring/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/09/07/linke-will-von-amtsbonus-profitieren-westdeutsche-thueringer-allgemeine-am-7-9-19-ueber-den-niedersachsen-ramelow-was-denn-fuer-ein-amtsbonusoeffentliche-sicherheit-schulwesen-umwelt-und-na/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/08/28/geht-den-gruenen-in-brandenburg-und-sachsen-die-luft-aus-thueringer-allgemeine-28-8-2019-die-gruenen-sind-gebrannte-kinder-in-der-vergangenheit-waren-sie-haeufig-nur-umfrage-weltmeister/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/08/26/unteilbar-in-dresden-august-2019-eine-woche-vor-den-landtagswahlen-in-sachsen-und-brandenburg-haette-es-fuer-die-afd-kein-besseres-wahlgeschenk-geben-koennen-bild/

Verfassung außer Kraft?

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 20a

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/08/18/die-absurde-stupide-scheinheilige-von-oben-gesteuerte-klimaschutz-diskussion-vor-der-feindlichen-uebernahme-von-1990-wurden-flaschen-und-glaeser-zu-sammelstellen-gebracht-und-wiederverwendet/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/08/07/merkel-groko-macht-ueber-11-milliarden-euro-schulden-im-12-halbjahr-2019-fliesst-das-geld-z-b-in-die-waldbewaesserung-landtagswahlen-in-sachsen-brandenburg-thueringen/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/08/06/ramelow-linke-und-umweltministerin-anja-siegesmund-gruene-in-hirschberg-im-saale-orla-kreis-august-2019-im-landtagswahlkampf-wie-war-der-wald-in-thueringen-vor-der-feindlichen-uebernahme-von-19/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/11/17/thueringen-landtagswahl-2019-die-pleite-der-anti-umwelt-partei-die-gruenen-eine-kuriose-unzutreffende-ursachenanalyse-der-partei/

Holz

Verfaulendes Holz an der Trift – vor mehreren Jahren.

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Gera/Thüringen – Februar 2020.

Uwe Landes aus Oldisleben/Thüringen und der zunehmend schärfer kritisierte Zustand unserer Wälder. Texte, Argumente. **

Neues aus dem Oldislebener Wald

Nun sind sie gefällt, die Randbäume.

Es waren Bäume, die aus Verkehrssicherheit – Gründen weg mußten.

Es sei nur am Rande erwähnt, daß ALLE Bäume, die am Wegesrändern stehen, eine Neigung vom Wald weg haben.

In Oldisleben sind diese Bäume nun auch gefallen. Sie hatten vielleicht eine Neigung von 10 oder 15 Grad. Für eine Verkehrssicherheit, wo auf diesen Wegen ein Verkehrsaufkommen von eventuell 3 – 5 Autos am Tag vorkommen.

Diese Bäume, sie standen schon viele Jahrzehnte und störten keinen und hatten keine so große Neigung für eine Verkehrsgefährdung.

Wo also liegt der eigentliche Grund für das schlagen dieser Bäume?

Jeder kann sich vor Ort überzeugen, was der eigentliche Grund ist: Raubbau !!!!

Unter dem Siegel der Trockenheit in den Jahren 2018 und 2019 wurde aus dem Wald raus geholt, „was nicht niet- und nagelfest ist“.

Erschwerend kommt aber noch hinzu, daß ein Großteil dieser Bäume grün waren! Also noch gesund!!!

In der ganzen Welt überlegt man, wie wir gegen die Klimakrise vorgehen können. Es werden Überlegungen angestellt, wie wir mindestens 1 Million Bäume in die Erde bekommen, um dieses CO-2 zu bändigen.

In Oldisleben werden grüne Bäume gefällt!!!

Hinzu kommt noch die Frage, warum gerade jetzt?

Wir haben nicht nur in Deutschland, zur Zeit einen riesigen Holzberg liegen, der nur unter Preis, oder gar nicht verkauft werden kann.

Dann kommen also unsere Randbäume, die zum Teil noch grün waren, dort noch oben drauf.

Mich haben Leute aus Oldisleben auf den „alten Förster“, Herrn Krogmann angesprochen. Er hatte damals schon gesagt; „Leute passt auf den Oldislebener Wald auf. Dieser darf niemals abgeholzt werden. Er ist der Schutz für euren Ort“.

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Aber dieser Förster, er hatte auch noch Zeit sich mit den Leuten aus dem Ort zu unterhalten…

Mir geht es nicht um Anklage an die Förster oder Waldarbeiter!!! Mir geht es um das Aufrütteln von Menschen!!!

Denn ein so weiter, es geht nicht mehr. Es sei denn, wir wollen auf die „zweite“ Erde umziehen, die es nicht gibt.

Seit 12 Jahre lebe ich nun in Oldisleben und muß aller 3-4 Jahre den Einschlag im Oldislebener Wald miterleben. Das heißt immer wieder mit großen, schweren und vibrierenden Maschinen durch den Wald.

Stellt sich für mich die Frage, sind wir nicht zum großen Teil selbst Schuld an dem Zustand des Waldes?

Wir müssen dringend etwas ändern. Das bedeutet neue Wege zu beschreiten, die keiner von uns kennt und die an keiner Schule oder Universität gelehrt werden.

Wenn ich mit den Kindergartenkindern im Wald unterwegs bin, dann ist für diese kleinen Knirpse es schon selbstverständlich, daß die Bäume Lebewesen sind…. Das es ihnen „weh tut“, wenn an ihnen Schnitzversuche stattfinden.

Unsere Umwelt, die Natur und auch den Wald wieder als etwas Lebendiges wahrzunehmen, ich denke es könnte ein erster kleiner Schritt sein.

Ich hoffe so sehr, daß dem Wald wieder mehr Ruhe und Zeit gegeben werden, sich selbst wieder zu renaturieren, sich wieder zu „erholen“.

Wenn wir den Wald lassen, dann werden auf diesen „geschändeten“ Flächen, wieder neues Leben entstehen und neue kleine Bäume wachsen. Bäume die aus dem Gitternetz des Waldbodens wachsen, sie sind viel widerstandsfähiger und robuster, als Setzlinge, die unter optimalsten Bedingungen gezogen werden und sich dann erst wieder im Wald „zurecht finden müssen“.

Lassen Sie uns im Geiste gemeinsam Bilder entstehen, die einen neuen gesunden Wald in Oldisleben zeigen. Einen Wald für unser Wohlergehen, für unsere Luft, für unsere Kinder und Enkelkinder.

Sie sollten es uns Wert sein!

Lasset uns gemeinsam in Liebe der Erde entgegentreten und diese auch so behandeln.

Uwe Landes

https://www.stern.de/reise/deutschland/themen/peter-wohlleben-6502444.html

https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/peter-wohlleben-rechnet-wegen-zustand-der-waelder-mit-deutschen-foerstern-ab-8856360.html

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Uwe Landes, Oldisleben, und der Zustand der Wälder in Thüringen. Ausriß Thüringer Allgemeine 2019.

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Ausriß stern.

Neues aus dem Wald…

und nicht nur für Oldisleben…

Plädoyer für (!) den Wald

Ich möchte zurück kommen auf den Artikel in der „Thüringer Allgemeine vom 9. Oktober 2019“.

Es geht mir nicht um Schuld oder Schuldzuweisung.

Es geht mir um das Allgemeingut Wald.

Ich glaube, viele Förster sind so mit Ihrem Wald verbunden, daß es ihnen sehr leid tut, wenn sie einen Baum markieren. Denn sie wissen, wenig später wird sich eine Kettensäge durch diesen Stamm fressen und den Baum fällen. Dann ist es für immer Geschichte, das Leben dieses Baumes.

Aber offensichtlich bekommen auch sie Vorgaben von den Forstverwaltungen oder gar vom Ministerium in Erfurt, deren Umsetzung ihnen schwer fällt.

Auch ein Waldarbeiter oder Fahrer eines Vollernters erfüllt nur seine ihm übertragene Aufgabe, egal was er persönlich über diesen Auftrag denkt.

Prinzipiell geht es immer um Profitgier und Gewinnmaximierung und um kurzfristiges Denken, die die Zerstörung der Natur bewirken.

Schon aus diesem Grund bleiben Fragen, was passiert hier eigentlich in „unserem“ Wald in Oldisleben? Auch nach dem Interview mit Herrn Schenke in der Thüringer Allgemeine bleiben Fragen.

- Rückegassen

Warum hat man vor einem guten halben Jahr Rückegassen in den Wald geschnitten?

Rückegassen sind Schneisen, aller 20 bis 25 m eine 2,5 m breite, baumfreie Schneise.

Diese Schneisen sind eigentlich gedacht, für die „Vollernter“ in der Waldwirtschaft, die die Bäume umfasst, absägt und verlädt.

Bei den Bestand an Buchen- und Eichenholz in Oldisleben ist dieser Vollernter nicht einsetzbar. Wir haben hier Buchen mit bis zu 1,20 m Durchmesser und mehr.

Also wozu die Rückegassen? Selbst jetzt um die Stämme heraus zu ziehen, können diese nicht genutzt werden, denn die gefällten Stämme liegen kreuz und quer über diese Rückegassen.

Meines Wissens sollen generell in Thüringer Forsten mit diesen Rückegassen gearbeitet werden.

Noch wichtiger ist aber, was passiert beim Anlegen einer Rückegasse mit dem Waldboden, mit den Bäumen und mit dem Biotop Waldboden.

Maschinnen für die Rückengasse fräsen alles weg, d.h. 2,5 Meter breit werden Bäume und Waldboden weg gefräst, aller 20 bis 25 Meter.

Rückegassenmaschinen und Vollernter sind sehr schwere Maschinen und was noch viel schlimmer ist, mit der Motorvibration entsteht ein Rüttelwalzen Ergebnis, der den Boden in bis zu 2 Metern Tiefe komprimiert!

Das schlimme daran ist, daß die notwendige Luft für die Baumwurzeln jetzt nicht mehr vorhanden sind, da der Waldboden wie mit einer Planierwalze platt gedrückt und gerüttelt wurde.

Peter Wohlleben schreibt dazu in der „GEO Wohllebens Welt“, „Das ist fatal, denn Baumwurzeln brauchen Luft um zu leben. Die aber kommt nun nicht mehr in tiefere Schichten, weshalb alle Feinwurzeln ab 20 cm Tiefe absterben. Ebenso geht es den Springschwänzen, Hornmilben und allem anderen Getier“.

Diese Fahrspuren kann man auch im Oldislebener Wald „bewundern“. Von der Drift in Richtung Armeegebiet sind „eindrucksvolle Exemplare zu bewundern“. Aber was ist die Konsequenz dieser Wege? Neben dem verdichteten Boden wirken diese Wege bei Regen wie eine Abflußrille und der notwendige Regen wird schnellstmöglich aus den Wald befördert. Er ist für die Bäume also nicht mehr nutzbar…. Bei Starkregen kommt dann noch hinzu, daß auf diesen verdichteten Pisten auch Geröll und wertvoller Waldboden mitgerissen wird und wie schon erlebt in Oldisleben, dann durch mehrere Radlader von der zentralen Ampelkreuzung wieder beseitigt werden muß.

Schon in vielen Waldgebieten wird deshalb nach Alternativen gesucht. Eine Möglichkeit ist das Arbeiten mit Rückepferden. Natürlich üben Pferde auch Druck auf den Waldboden aus, aber sie vibrieren eben nicht wie motorgetriebene Maschinen (GEO Wohllebens Welt)

Zusätzlich haben wir bereits schon befestigte Waldwege, die für den Abtransport mit 20 t LKW befahrbar gemacht wurden.

Warum werden nicht diese befestigten Waldwege genutzt, um von dort aus, mit Seilzugtechnik die Stämme auf den Weg zu ziehen?

Wenn man sich dieses mal bildlich vorstellt, dann haben wir bereits einen Wald mit vielen Autobahnähnlichen Trassen, welche alle den nutzbaren Wald zerschneiden und ihn Stück für Stück immer kleiner machen.

Auch ist in der Zwischenzeit schon längst wissenschaftlich unterlegt worden, daß die Bäume miteinander vernetzt sind. Das bedeutet, daß sie sich gegenseitig austauschen. So zum Beispiel über Schadinsekten und ähnliches. Die gesunden Bäume können dann Mittel in ihre Zweige und Rinde befördern, die das Schadinsekt abhalten auch in diesem Baum zu bohren.

Die Bäume können sich aber auch untereinander helfen. Wenn ein Baum „krank wird“ oder „schwächelt“, dann können ihn die anderen Bäume Mittel „rüber schieben“ für eine Gesundung.

Diese Vernetzung wird aber zerstört, z.b. durch diese Rückegassen und das Durchforsten mit schwerer Technik.

Auch neue, kleine Bäume, die von Natur aus auf diesem Standort stehen und sich durch den Waldboden drängeln, sind somit schon Bestandteil des Gitternetzen zwischen den Bäumen. Diese kleinen Bäumchen sind einfach widerstandsfähiger als neue gesetzte Bäume.

Neue kleine Setzlinge kommen aus Garten bauähnlichen Zuchtbetrieben, mit künstlichen optimalen Bedingungen, welche dann aber im Wald meistens nicht vorkommen.

Lassen wir dem Wald eine Chance und Zeit für eine eigene Renaturierung!

- Gefahrbäume

In dem Artikel vom 9. Oktober geht es auch um die Verkehrssicherheit und die Entnahme von Gefahrbäumen.

Wie lange stehen diese Bäume schon…? Erschwerend kommt noch hinzu, daß diese Bäume fast ausschließlich noch grün sind!!!

Warum müssen unbedingt jetzt (!) diese Bäume gefällt werden?

In Deutschland ist so viel geschlagenes Holz vorhanden, daß dies zum Teil nicht mehr verkaufbar ist und einfach außerhalb des Waldbodens vergammeln.

Würden ein Teil dieser Bäume im Wald verbleiben, würde ein gesunder Beitrag für den Waldboden in Form von Totholz geleistet.

Angesichts der Gesamtlage in unseren Wäldern sollte es doch Wert sein, um jeden Baum zu kämpfen!

- Heilung von Bäumen

Hätten überhaupt so viele Bäume gefällt werden müssen?

Natürlich ist der Förster der Fachmann, um diese Frage einzuschätzen.

Aber auch ist leider er, wie oben schon erwähnt, der Gewinnmaximierung und dem Profitgier des derzeitigen Systems der Waldbewirtschaftung unterlegen.

Gewiss, Bäume mit Borkenkäferbefall müssen erst einmal raus.

Wobei man im Harz in einem Naturschutzgebiet gute neue Erfahrungen gesammelt hat. Dort wurden die Käferfichten abgesägt, liegengelassen und die Rinde geschält. Damit kam der Borkenkäfer an Licht und Luft und es war vorbei mit ihm.

Ob es ähnliche Erfahrungen für Buchen schon gibt, weiß ich leider nicht.

Aber auch die trocken scheinenden Buchen – alle Tot?

Peter Wohlleben schreibt dazu in einem Artikel in der Stern Nummer 35; „Am Rand einer Wiese in meinem Revier steht eine alte Buche. Schon im trocken-heißen Sommer 2018 warf sie ihre Blätter ab, und ich hielt sie für verloren. Doch die meisten Zweige trugen 2019 wieder Blätter, etwas kleiner zwar als normal, der Baum schien sich zu erholen“.

Für mich ist der Blätterabwurf eine Reaktion des Baumes auf die Trockenheit. Wer sagt uns nicht, daß dies bewußte von der Buche gesteuert wird? Um seine Kraft eventuell zu bündeln um die Wurzeln in tiefere Erdschichten zu bohren? Um im nächsten Jahr wieder grün da zu stehen…?

Ich bin fest davon überzeugt, daß die Natur und auch der Wald ein sehr hohes Potential der eigenen Heilung besitzt. Aber es wird ihm dafür keine Zeit gelassen.

Viele Projekte in Deutschland beweisen, daß der Wald die Kraft für die Renaturierung selbst besitzt.

Auf Waldflächen, die abgeholzt wurden und in Ruhe gelassen werden, schieben mit einem mal Bäume, die viele Jahrzehnte dort nicht zu finden gewesen sind. So zum Beispiel im Harz, wo man die Käferfichten raus genommen hatte. Durch den Status des Naturschutzes durften dort keine Anpflanzungen geschehen. Zum Glück!. Denn es schoben sich Buchen, ja sogar Eichen, Vogelbeere und Ahorn an das Licht. Alles Bäume, die in einem Fichtenwald eigentlich nicht zu finden sind…..

Natürlich wird es dann kein so „normaler“ Wald, wie der eine oder andere Forstbeamte es sich gerne wünschen würde.

Aber wir würden einen gesünderen Wald bekommen.

In dem Wort „normal“, streckt das Wort „Norm“. Ich denke, es ist an der Zeit, diese Normen zu verändern und den Wald weg zu bekommen von der reinen wirtschaftlichen Nutzung, mit höchstmöglichen Gewinnen!

- Bilder

Nun einige Bilder aus dem Oldislebener Forst.

Natürlich sieht es schrecklich aus und tut mir weh, wenn Baumfällarbeiten durchgeführt werden müssen.

Aber wenn ich mir die gefällten Stämme ansehe, dann kann ich dabei keinen Waldumbau erkennen. Ich sehe in diesen Bildern einfach nur Raubbau an der Natur. Sorry, aber aus meiner Sicht ist es so.

Unter dem Siegel der Trockenheit werden ein Großteil der Dicken Buchen aus dem Wald heraus geholt.

Es scheint dabei nach dem Motto zu gehen, noch mehr, noch mehr Geld – egal was es kostet.

Man muß leider auch dazu sagen, daß der Oldislebener Forst in den letzten Jahren fast regelmäßig aller 4 bis 5 Jahre dran ist, wo Bäume aus den Wald geholt werden.

Wann soll der Wald seine Ruhe finden um sich zu regenerieren?

Haben nicht die gesamten durchgeführten Maßnahmen im Oldislebener Wald mit dazu geführt, wie es dem Wald jetzt geht?

Sollen wir jetzt zusehen, daß genauso weiter gewirtschaftet wird?

- Derzeit werden auch in Heldrungen wieder Fichten aus den Wald geholt. Offensichtlich Käferfichten.

Aber es liegen auf den Waldwegen in Heldrungen noch unzählige Polter (Holzstapel) an Fichtenholz und Buchenholz herum…. Haben diese herumliegenden Käferfichten mit dafür gesorgt, daß jetzt auch neue Bäume wiederum mit Käfern befallen sind?

Allein durch den Abtransport von Käferfichten mittels LKW aus dem Wald wird eine weitere Verbreitung des Käfers vorangetrieben.

Unser Wald. Ein Ort um Ruhe zu finden, frisch Luft zu atmen und sich persönlich auch wieder zu erden. Ein Ort um Kindern die Natur wieder näher zu bringen und diesen Erholungseffekt eines Waldbades erleben zu lassen.

Er ist unser Sauerstofflieferant und für zahlreiche Heilmethode ausgestattet.

Aber wie gehen wir mit diesem Wald um?

Unser Wald, er ist keine Müllkippe für alles das, was wir nicht wissen wohin, oder einfach achtlos fallen lassen.

Ob Metall Jalousien, ob Obstbaum Verschnitt oder der Verschnitt von Hecken – das Alles hat im Wald nichts zu suchen. Er ist nicht unsere Müllkippe!!!

Ich gehe fast jeden Freitag mit den Kindergartenkindern durch den Wald. Wir sammeln fast immer 2 große Beutel mit Müll! Dazu muss man aber sagen, wir laufen fast immer den gleichen Weg….

Einige sollten sich schämen, wie sie mit diesem kostbaren Gut Wald umgehen.

Worum geht es mir?

Der Wald, er geht uns alle an und wir sollten unsere Verantwortung dafür nicht an Behörden oder Ämtern abgeben.

Dieses Projekt Wald und allgemein die gesamte Natur können wir nur zusammen wieder ins Gleichgewicht bringen. Wir müssen wieder lernen, daß wir das was wir der Natur antun prompt zurück bekommen. Es kann nicht nur einseitig genutzt werden, nach dem Motto noch mehr und noch mehr Geld….

Heilung für den Wald, Heilung für die Natur und Mutter Erde ist somit ein Aufruf rasch zu handeln. Es ist ein Weckruf an Deine Verantwortung, daß jeder seinen Beitrag dazu leisten kann, genau da, wo er gerade lebt, wirkt und arbeitet, unabhängig von Beruf, Position und Lebensart. Es ist Deine Entscheidung, Dein bewußter Beitrag für eine liebevolle gesunde Umwelt und unsere Zukunft.

(Werner Buchberger Engel Magazin)

Wir können uns aufregen über brennende Regenwälder in Brasilien.

Oder das ein schwedischer Möbelkonzern im Naturschutzgebiet der Karparten (Rumänien) Bäume illegal rausfahren läßt.

Leider gibt es dazu noch viel mehr Beispiele….

Ich glaube einfach, daß wir umdenken müssen, wie wir mit der Umwelt, der Natur und dem Wald umgehen bzw. umgehen lassen.

Natürlich wird heute nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten „gerechnet“. Wieviel Holz bekomme ich schnellstmöglich und in kürzester Zeit aus dem Wald?

Bei diesem Ansatz ist es egal was ich dann hinterlasse!

Wenn es ganz schlimm kommt, dann hat die Forstwirtschaft immer noch die Möglichkeit, bei der Politik um Hilfe zu bitten. Sie werden es auch bekommen, denn es ist nicht das Geld der Politiker!

Es ist ja „nur“ Steuergeld, also das Geld was wir alle jährlich in das Finanzamt bringen.

Haben wir aber nicht für viele Ereignisse selbst schuld? Ist die derzeitige Situation im Wald nicht von uns selbst verschuldet?

Zumindestens haben wir nur zugesehen und nichts geändert.

Wir aber müssen uns einmischen, müssen uns einbringen in dem wie weiter mit unserem Wald!

Es wird ein Umdenken einsetzen müssen, denn weiter so geht nicht. Wir haben nur diese eine Welt!

Wir werden wieder lernen dürfen, mit der Natur, mit dem Wald zu arbeiten und zu wirtschaften.

Dabei sollten wir uns einbringen!

Ein Einbringen, wo es um den Wald und die Natur geht, wo im gemeinsamen Überlegen und Reden es um neue Lösungen geht für die Natur.

Wo es aber auch um Kritik gehen muß, wenn aller 4 Jahre eine Fällaktion im Wald stattfindet, wenn Rückegassen ohne Sinn in den Wald gefressen werden….

Ich persönlich bin gern bereit, mich dafür einzubringen und im ständigen Gespräch mit dem Förster nach neuen Lösungen zu suchen.

Aber auch mit anzupacken, die abgeschnittenen Bänke für Spaziergänger an der oberen Sachsenburg wieder aufzustellen. Oder gemeinsam die Wanderraufen auf der Drift wieder mit einem Dach zu versehen.

Wir haben vergessen, daß wir Alle miteinander verbunden sind. Das heißt, wenn es dem Wald schlecht geht wird es auch Auswirkungen auf uns.

Wir können nicht mit dem Finger auf die Abholzung im Regenwald zeigen oder billige Möbel kaufen.

Wenn sollten lernen den Wald nicht rein wirtschaftlich sehen, sondern er ein Teil von uns ist. Die Bäume sind ein Teil von uns. Die Bäume brauchen auch uns, so wie wir die Bäume brauchen.

Was kostet uns diese Globalisierung? Ist dies der beste Weg für uns Alle, für eine lebenswerte Zukunft?

Was verlassen wir unseren Kindern?

Alle diese Überlegungen und Anregungen hören nicht in Oldisleben oder Heldrungen auf.

Sie betreffen uns alle, die gesamte Menschheit, unsere Erde!

Lassen sie uns gemeinsam für den Wald und für die Natur uns etwas NEUES tun.

Herzlichst

Uwe Landes

K.H. Im Wald von Oldisleben läßt sich gut beobachten, wie Waldbewirtschaftung nach den Leitlinien der westdeutschen GRÜNEN, von Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund funktioniert. Wie die Faktenlage zeigt, gehört dazu auch das effiziente Sperren von beliebten Wanderwegen, Wanderpfaden, die überall ausgeschildert sind. Als Sperrmaterial dienen praktischerweise starke Buchenstämme:

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Hier trifft der Ameisenweg auf das Ende der Trift, seit 2019 abgesperrt durch drei Buchenstämme. Nicht  selten ließ sich beobachten, daß Baumstapel solange liegenblieben, bis das Holz vollkommen vermodert, wertlos war.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/08/20/immer-weniger-hasen-immer-mehr-autos-wagen-geparkt-an-bahnhof-im-kyffhaeuserkreisthueringen-august-2019/

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Links und rechts durchs Unterholz an den Stämmen vorbei? Älteren Leuten schwerlich zuzumuten.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/08/03/wolfsschutz-contra-tier-und-heimatschutz-in-thueringen-2019-naturschuetzer-heisst-es-vermuten-bei-politisch-verantwortlichen-perverse-freude-am-sadistischen-reduzieren-von-schaf-und-ziegenherden/

WaldBu3

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/05/23/anja-siegesmund-gruenen-umweltministerin-in-thueringen-schwafelt-2019-von-angeblich-gutem-artenschutz-und-laesst-der-invasorenart-waschbaer-freie-hand-beim-vernichten-der-ohnehin-bereits-stark-dez/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/09/22/der-woerlitzer-park-zu-ddr-zeiten-ein-vogelparadies-nach-der-feindlichen-uebernahme-von-1990-gruener-umweltpolitik-ausgeliefert-sehr-starke-arten-und-bestandsabnahmewie-parkmitarbeiter-2019-s/

WaldBu1

Wanderweg nahe der unteren Sachsenburg, ebenfalls effizient blockiert.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/07/24/feldsperlinge-in-oldislebenthueringen-bald-flueggel-bis-1990-waren-feldsperlinge-in-ostdeutschland-sog-massenvoegel-heute-sind-sie-wegen-gruener-umweltpolitik-selten-geworden/

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http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/09/24/thueringen-landtagswahl-2019-erreichen-echte-naturschuetzer-und-heimatfreunde-dass-anti-umwelt-partei-gruene-aus-dem-parlament-fliegen-wie-zuvor-in-mecklenburg-vorpommern48-und-im-saarland40/

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Verkehrszeichen dieser Art – völlig unverbindliche Richtwerte. De facto ist der Wald für den Straßenverkehr geöffnet, um beabsichtigte Wirkungen auf Artenvielfalt, Artenbestand, Wegequalität zu erzielen.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2017/01/16/windkraftwerke-bei-braunsroda-reinsdorf-in-thueringengehackte-version-wiederholt-aktualisiert-drei-weitere-wka-2016-hinzugebaut-folgen-fuer-natur-umwelt-heimat-nach-1990-sind-jedermann-gut-bek/

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http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2018/04/11/oldislebenthueringen-dorfverschoenerung-vor-den-kommunalwahlen-im-april-2018-uraltbekannt-solaranlagen-und-windkraftwerke-als-strom-preistreiber-im-kyffhaeuserkreis/

Westdeutsche Tageszeitung DIE WELT am 27.2. 2018 mit populärem DDR-Lied “Unsere Heimat”:

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Ausriß. Naturschutz in Ostdeutschland – nach der feindlichen Übernahme von 1990 abgeschafft, siehe starke Abnahme der Artenvielfalt.

Um sensible Vogelarten effizienter vertreiben zu können, wurden nach 1990 im Zuge “grüner” Umweltpolitik auch in Ostdeutschland flächendeckend extrem laute stressende westdeutsche Motorsensen eingesetzt. Hinweis darauf, daß das Bundesnaturschutzgesetz tatsächlich außer Kraft ist.(Wann haben Sie in Thüringen zum letzten Mal einen Neuntöter oder einen Raubwürger gesehen? Vor 1990 sah man sie fast überall…)

http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/10/mauerfall-und-anschlus-1990-was-fur-natur-und-biodiversitat-der-zuvor-artenreichen-ex-ddr-geplant-war-erreichte-resultate-weisen-auf-umweltvernichtungsziele-artenvielfalt-und-lebensqualitat/

Über häßliche Waldschneisen in Thüringen klagen Siegesmund und Ramelow nicht, ebensowenig über die Öffnung des Waldes für den Straßenverkehr, für Motocross. Wald stinkt dank GRÜNEN-Umweltpolitik nun auch eklig nach Benzin:

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Ausriß TA.

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Mythen und Fakten. Die Ziele des Anschlusses von 1990, klar definierte Politikziele und bereits erreichte Resultate, die Fakten-und Datenlage…

Die nach 1990 auch in Ostdeutschland massiv verwendeten Sprühgifte der Agroindustrie werden u.a. durch den Wind auch in die Dörfer geweht, haben dort die entsprechenden gravierenden Wirkungen auf die Gesundheit der Menschen, erhöhen u.a. die Allergierate, führen zu vielen Krankheiten.

http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/10/mauerfall-und-anschlus-1990-was-fur-natur-und-biodiversitat-der-zuvor-artenreichen-ex-ddr-geplant-war-erreichte-resultate-weisen-auf-umweltvernichtungsziele-artenvielfalt-und-lebensqualitat/

Deutsche Umweltverbrecher reduzierten den Bestand des Stieglitz seit dem Anschluß von 1990 um rd. die Hälfte – dennoch sind die fast jedermann bekannten Schuldigen weiter auf freiem Fuß:

“Der Bestand des Stieglitzes hat in Deutschland laut den Daten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten von 1990 bis 2013 um 48 Prozent abgenommen.” NABU 2016

Bis 1990 war der Stieglitz in Ostdeutschland häufig – nahezu überall anzutreffen. Dann sorgten die neuen Machthaber mit zahlreichen berüchtigten Methoden und Maßnahmen dafür, daß die ostdeutsche Artenvielfalt möglichst rasch verringert, auch der Stieglitzbestand unter Ausschaltung des Bundesnaturschutzgesetzes attackiert wurde. Das Wirken sogenannter Naturschutzorganisationen, Umweltverbände ist so armselig, daß sich bis heute kein einziger deutscher Ministerpräsident öffentlich dafür rechtfertigen mußte, warum er mit seiner Politik für eine rapide Vernichtung der Artenvielfalt, für tote Landschaften sorgt. Nicht zufällig ist häufig von Naturschutzexperten zu hören, daß sogenannte Naturschutzorganisationen in Wahrheit gekauft, korrupt seien, lediglich Alibi-Aktionen betreiben. Das Motto sei: So tun als ob – auf keinen Fall etwas bewirken; grün-ökologisch daherreden, umweltfeindlich handeln. Die Heimat-und Naturvernichtungspolitik weise auf perverse, neoliberale lebensfeindliche Wertvorstellungen der Politikerkaste.Wie die Faktenlage in Ostdeutschland zeigt, hatten es die neuen Machthaber nicht nur auf die Vernichtung der Stieglitzbestände abgesehen – auch die Bestände anderer bislang häufiger Singvögel sowie der Greifvögel werden mit entsprechenden Maßnahmen zügig verringert. Als wirksames Mittel gegen wildlebende Tiere, darunter Vögel, haben sich Agrargifte erwiesen, werden deshalb immer massiver zwecks Naturzerstörung eingesetzt. Nach Angaben von Naturschutzfachleuten zählt Glyphosat zu den besonders gerne eingesetzten Naturvernichtungsmitteln. 

NaturwachtDDR

Kennzeichnung der ehrenamtlichen DDR-Naturwacht, die hoheitliche Befugnisse besaß. Nach dem Anschluß von 1990 wurde die Naturwacht vorhersehbar abgeschafft, wie im Grunde der gesamte echte Naturschutz in Ostdeutschland. Politikziele – Politikresultate…

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2009/06/12/im-naturschutz-brachte-die-wende-einen-ruckfall-in-die-steinzeit-dr-michael-stubbe-zoologe-international-anerkannter-umweltexperte-universitat-halle-wende-ziele-wende-resultate-in-der-natur/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/18/ernst-pries-aus-templin-einer-der-ganz-grosen-umweltexperten-ostdeutschlands-texte/

http://www.hart-brasilientexte.de/2015/05/22/die-populationen-der-schmetterlinge-sind-seit-1990-in-europa-deutschland-und-in-sachsen-stark-zurueckgegangen-die-verluste-liegen-zwischen-30-bis-50-prozent-offizielle-information-ueber-die-kon/

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Wald und “GRÜNE” Umweltpolitik in Ostdeutschland: Wo Umweltminister und Umweltbehörden nach der feindlichen Übernahme von 1990 regen Wald-Straßenverkehr einführten, ist die Artenvielfalt sehr stark zurückgegangen, fehlen störempfindliche Tierarten völlig. Mitteldeutsche Zeitung 2020:”Raubbau am Wald. Illegale Motocross-Fahrten im Landkreis verärgern die Jäger und Waldbesitzer und sorgen für erhebliche Schäden.”

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Ausriß. Motorrad-und Quadfahrer – wichtige Helfer der neuen Machthaber beim systematischen Vernichten der Ost-Natur, darunter des Artenreichtums in den Wäldern. Am 8. Juni 2020 berichtet auch die westdeutsche Thüringer Allgemeine(Funke-Medienkonzern Essen/NRW) in einem faktenarmen Alibi-Beitrag über die Resultate neuer  Umweltpolitik in Thüringen unter dem Niedersachsen Ramelow/LINKE und “Umweltministerin” Siegesmund/GRÜNE. DDR-Förster hatten Naturschutzgesetze befolgt, sind konsequent im Interesse des Artenschutzes gegen derartige Motorrad-und Autofahrer vorgegangen – Gesetzesverstöße waren entsprechend selten. Heute reagieren Förster und Polizei völlig anders – im Interesse neuer westlicher Politikziele, an den Resultaten unschwer zu erkennen.

Feldhamster: http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/12/01/feldhamster-in-thueringen-seit-die-westdeutschen-gruenen-der-westdeutscher-nabu-in-thueringen-im-umweltschutz-den-ton-angeben-haben-sich-auch-die-bestaende-des-feldhamsters-nach-langer-schaedigu/

“GRÜNE” Umweltpolitik in Thüringen nach 1990 – an Radwegen darf es keine Randstreifen mit bunten Feldblumen mehr geben, regelmäßig werden diese Blumen mit Maschinen vernichtet:

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Professionelle Schmetterlings-und Wildblumenbekämpfung im Sommer 2020 in Thüringen – vorbildlich und perfekt.(Vorher – nachher):

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Professionelle Insektenhäcksler wissen genau, wo u.a. Schmetterlinge ihre letzten Rückzugs-und Vermehrungsorte haben – und bekämpfen dort ganz gezielt.

“Denn gerade die Spezialisten unter den Faltern entwickeln sich oft nur an einer einzigen Pflanzenart, an denen die Raupen fressen, bevor sie sich verpuppen und das adulte Stadium erreichen. Doch viele solche Pflanzen sind immer schwerer zu finden. Der Hauptgrund ist nach Einschätzung aller Experten eindeutig die intensive Landwirtschaft…”Die Stickstoffverbindungen dünsten in die Luft aus und verteilen sich um die Felder. Damit wird die Umgebung noch in etlichen Kilometern Entfernung mitgedüngt.”…Neben dem Dünger setzten Faltern auch die auf den Feldern eingesetzten Pestizide zu, die sich zunehmend in der in der Umwelt anreicherten…Zu denken gibt besonders, daß auch geschützte Bereiche den Tieren keine sichere Zuflucht vor den durch die Luft verbreiteten Düngestoffen und Insektiziden bieten…Wir können die Artenvielfalt nicht einmal mehr in den Schutzgebieten erhalten…Luftstickstoff und Pestizide machen an den Grenzen der Schutzgebiete nicht halt…” Thüringer Allgemeine, 8.8. 2016

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Saubere, perfekte Arbeit – wie vom Auftraggeber gefordert. Gutes Honorar für nachhaltige Bekämpfung – die Erfolge sieht man auch 2020 überall in Thüringer Dörfern. Endlich viel weniger Schmetterlinge und andere Insekten als zu DDR-Zeiten. Grüne Umweltpolitik vom Feinsten:

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Die Zwerge von Oldisleben/Thüringen. Warum manche Kinder jetzt wieder gerne in den Wald gehen. Frühling 2020. **

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 http://www.hart-brasilientexte.de/2019/09/06/afd-2019-windkraftlobby-opfert-umwelt-und-natur-auf-dem-altar-der-energiewende/

Zwerg3

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/05/uwe-landes-aus-oldislebenthueringen-und-der-zunehmend-schaerfer-kritisierte-zustand-unserer-waelder-texte-argumente/

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Textsammlung – der Windkraft-und Energiewende-Bluff:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/05/29/der-windkraft-und-energiewende-bluff-textsammlung/.

Zwerg1

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/10/oldislebenthueringen-der-ruinierte-wald-machthaber-des-bundeslandes-lehnten-auch-hier-naheliegende-waldbewaesserung-aus-gutgefuellten-fluessen-wie-der-unstrut-ab-buerger-und-natur-haben-den-scha/

Blume2

http://www.hart-brasilientexte.de/2019/03/18/windkraftwerke-vernichten-massenhaft-insekten-uraltbekanntes-2019-vom-deutschen-zentrum-fuer-luft-und-raumfahrt-umweltverbrecher-die-entgegen-dem-bundesnaturschutzgesetz-auf-insektenvernichtung-du/

Zwerg2

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/12/thueringen-2020-oelkaefer-insekt-des-jahres-fallen-haeufig-in-die-plastik-kroeteneimer-an-den-kroeten-schutzzaeunen-kommen-nicht-wieder-heraus-werden-die-eimer-von-nabu-und-umweltbehoerden-in/

Zwerg4

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/02/02/oldisleben-2020-am-1-februar-singen-die-amseln-zum-ersten-mal-gab-es-das-bereits/

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http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2017/03/18/oldislebenthueringen-fruehling-2017/

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Löwenzahn(10.April 2020!)

http://www.hart-brasilientexte.de/2018/04/27/verbot-bienenschaedlicher-gifte-in-der-eu-2018-viel-zu-spaet-da-perverse-umweltverbrecher-laengst-ihre-ziele-erreichten-fruehling-2018-kaum-noch-insekten-entsprechend-starker-rueckgang-bei/

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http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2019/12/12/oldislebenthueringen-erster-schnee-im-dezember-2019-april-schnee-2019/

Zwerg7

 

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Buschwind1

 

Buschwind2

 

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http://www.hart-brasilientexte.de/2017/05/04/deutschlands-umweltverbrecher-weit-straffrei-beispiel-gezielte-vernichtung-von-vogelarten-300-millionen-brutpaare-weniger-zahl-der-voegel-sinkt-seit-jahren-mdr-2017/

Specht1

Tulpen1

 

Tulpen2

 

Großer Eichenbock(Cerambyx cerdo), in Deutschland vom Aussterben bedroht, nahe Oldisleben/Thüringen am 6.5. 2020. “In Deutschland ist die Art in Thüringen ausgestorben”. Wikipedia **

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https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Eichenbock

“Der große Eichenbock (Cerambyx cerdo) muß für Thüringen als ausgestorben eingestuft werden. Der letzte Nachweis stammt von 1981 bei Jena-Isserstedt.” Thüringer Umweltministerium

https://umwelt.thueringen.de/fileadmin/001_TMUEN/Unsere_Themen/Natur_Artenschutz/Biologische_Vielfalt/Rote_Liste/29_bockkafer_weigel_nsr26_241_248.pdf

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Großer Eichenbock – “Art nationaler Verantwortlichkeit Deutschlands”:https://de.wikipedia.org/wiki/Arten_nationaler_Verantwortlichkeit_Deutschlands#Insekten

-https://mecklenburg-vorpommern.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/kaefer/10992.html

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http://www.hart-brasilientexte.de/2020/04/10/osternsemana-santa-in-ouro-pretobrasilien/

http://www.hart-brasilientexte.de/2020/04/11/die-corona-luegen-2020-nun-gibt-sogar-der-relotius-spiegel-zu-was-die-wodarg-rubikon-fraktion-von-anfang-an-klarstelltewir-wissen-noch-nicht-einmal-wie-viele-der-weltweit-rund-90000-toten-die/

Da durch Studien sehr gut bekannt ist, wie große Glasfronten und bestimmte Fenstertypen die massive Tötung  von Vögel bewirken, wurden – und werden – auch in Ländern wie Deutschland immer mehr solcher Glasfronten und Fenstertypen installiert – Hinweis auf die perversen Hirne von bestimmten Architekten sowie politisch Verantwortlichen, die das Bundesnaturschutzgesetz außer Kraft setzen. Glasfassaden haben, wie u.a. deutsche Ornithologen ermittelten, fast auf der Stelle die erwarteten Resultate erbracht, wurden teilweise Dutzende von Singvögeln, darunter seltene,  unter den entsprechenden Gebäuden kurz nach der Installierung der Glasflächen gefunden. 

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Tagesspiegel, Berlin 1999: “Die Natur verlor bei der Wende”.

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Tagesspiegel 2001: ”Es zirpt und tschilpt nicht mehr”.

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Im Interesse einer effizienteren Stadtnaturzerstörung wird 2013 direkt neben dem Fernsehturm ein früher sehr interessanter Biotop durch einen Betonbau ersetzt. Viele Berliner werden sich erinnern, daß sich dort vor 1990 Wildkaninchen, Wildenten, viele Singvögel sowie Nebelkrähen tummelten. Gleiches gilt u.a. für die Region am S-Bahnhof Friedrichstraße vor 1990. 

Fakten-ferner Öko-Agitprop zugunsten Berlins in brasilianischen Medien: “Berlin hält eine Avantgarde-Position – und dies schließt auch den Respekt gegenüber der Umwelt ein.” O Globo, 2013, in großer PR-Reportage.

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Ausriß, Berlin:”Seine Identität geht verloren. Dafür gibt es dann nur kalten Stahl und Beton…soziale Kälte…” 

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Tagesspiegel 1999:  ”Der `Geier des Nordens`arbeitet als Gesundheitspolizist”.

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Tagesspiegel 1999: “Wo Militär übte, blühte die Natur”.

“Der Rabe Ralf” etc. 2002

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Häßlicher Rost an Rügens “Tafelsilber der Einheit” (2002)
PDS-Umweltminister Methling – Meister im Einknicken vor Wirtschaftsinteressen
von Klaus Hart
Wenn der Raps blüht, geraten Großstädter hinterm Lenkrad ins Schwärmen. Blaue Seen, grüne Weiden, und dann diese leuchtend gelben Felder fast bis zum Horizont, wie in den Hochglanzprospekten des Fremdenverkehrs. Anhalten, den intensiven Honigduft schnuppern, dann weiter durchs herrliche Brandenburg bis zur Küste hoch. Mecklenburg-Vorpommern, Deutschlands artenreichstes Bundesland, ist auch im Rapsanbau jetzt Nummer Eins, rühmt sich dessen sogar.Da schwelgen die Streßgeplagten erneut über scheinbar intakte Öko-Umwelt. Woher sollen sie wissen, daß das gelbe Blütenmeer geradezu ein Symbol für den verheerenden Nach-Wende-Umgang mit der Natur ist? “Für den Tourismus ist der Raps klasse”, sagt tiefironisch NABU-Experte Gundolf Renze, “da freuen sich naive Städter, obwohls eine schlimme Monokultur ist, die dem seltenen Schreiadler, Rotmilanen, den immer rarer werdenden Rebhühnern und vielen anderen Arten schwer schadet.” Doch von PDS-Umweltminister Wolfgang Methling und seinem Hause komme dazu kein kritisches Wort. Die Insel Rügen wird allen Warnungen zum Trotz mit über 7300 Hektar Raps bepflastert, in ganz MV baut man ihn mehr als jede andere Frucht an, auf fast 200000 Hektar. Die EU-geförderte Kultur wird bis zu zehnmal mit hochkonzentrierten Agrargiften gespritzt, die auch das für den Menschen hochgefährliche Nervengift Parathion(E 605)enthalten. Dann lebt dort meist nichts mehr, ist die Landschaft zudem schon ab Mitte Mai kniehoch regelrecht versiegelt, haben Greifvögel und andere Tiere enorme Futterprobleme, geben Nachwuchs auf, ziehen weg. Auch die nach der Wende stark abnehmenden Rotmilane kommen von oben nicht mehr an die Beute heran.Ins Küstenland, so eine aktuelle Studie, fahren über achtzig Prozent der Erholungssuchenden nicht wegen der tollen neuen Spaßbäder und Ferienparks, sondern ausschließlich wegen Ruhe und Natur. Spätestens im Stau vor Rügen dämmert vielen, daß es damit zügig bergabgeht: Blechlawinen, Massenparkplätze, Zersiedlung, visuelle Umweltverschmutzung durch Firmenpropaganda, zerstörte Ufer, übernutzte, durch Dünger und Agrargifte belastete Seen, dreckige Luft. Den Tod auf Raten sterben die vielgerühmten wunderschönen Baumalleen. All dies gilt nicht nur für Rügen, sondern den ganzen Osten. Was die öffentlich geförderte Tourismusreklame der größten deutschen Insel verspricht, trifft immer weniger zu. Und immer mehr sind enttäuscht, verärgert, lassen selbst in Leserbriefen ihren Frust ab, kritisieren die Zerstörung von Natur und Landschaft, die grassierende Bodenspekulation:”Wir kennen Rügen von früher – schlimm, wie die Insel heute aussieht”, schreiben manche. Andere monieren:”Grün fehlt, alles zugebaut, das Verkehrsgetümmel vernichtet die Ruhe, Rügen wird ein zweites Sylt.” Man liegt an überfülltem Strand – doch alle paar Minuten knattert ein Privatflugzeug drüber. Dann lieber in den Nationalpark. Dort dasselbe. Die Fachleute habens gezählt – alle drei Minuten ein Flieger überm Schutzgebiet mit den Adlern und anderen störungsempfindlichen Arten. Obwohls verboten ist. Hubschrauber-und Ballonpiloten steuern illegal überall an der Küste sensibelste Biotope an, jagen gewollt sogar Adler von den Bruten hoch. Wer Rügen, ganz Mecklenburg-Vorpommern für den Fremdenverkehr aufpeppt, sind zu neunzig Prozent Investoren aus den alten Bundesländern, Modelle und Unternehmerphilosophien von dort überträgt man bedenkenlos. Jetzt wird der Westen im Eiltempo kopiert, murren nicht nur Umweltschützer. “Um die schnelle Mark zu machen, werden um jeden Preis Touristen ins Land geholt – auch wenn wir am Ende mit nichts dastehen, weil das Natur-Kapital aufgebraucht ist,” kritisiert NABU-Mann Renze. Tourismus, meint er, kann sich nicht mehr entwickeln, wenn weiter so fahrlässig mit den Naturkostbarkeiten umgegangen wird. “Immer mehr Feldwege werden asphaltiert – auch noch mit Fördergeldern!” Den Wachstumspredigern höre man zu, die blühende Landschaften und Arbeitsplätze versprechen, falls denn Autobahnen, Marinas, Spaßbäder, Shopping-Center überall an der Küste entstehen, der freie Zugang zu den Nationalparks überall möglich ist. Laßt unser Tafelsilber bewahren, Basis für die wirtschaftliche Existenz des Landes, mahnen unbequeme Warner wie Renze, denen die regionalen Medien verschlossener sind als in jedem anderen neuen Bundesland. Er ist Niedersachse, weiß, wie es um die Natur weiter westlich steht, daß da nicht mehr viel zu holen ist. “Dort geht es nur noch um den grünen Anstrich verbliebener Natur-Inseln, hier dagegen um echten Flächennaturschutz.” Deshalb hätten wegen der weit höheren Artenvielfalt viel mehr Flora-Fauna-Habitate, darunter Schreiadler-Wälder, gemäß EU-Schutzgebiets-Kriterien, nach Brüssel gemeldet werden müssen, nicht nur dürftige acht Prozent der Landesfläche, moniert der NABU-MV.Renze ist keineswegs der einzige Westdeutsche, der in Mecklenburg-Vorpommern gegen die Zerstörung von Natur und Kulturlandschaft protestiert, verhindern will, daß im Osten nach der Wende gleiche, schlimmere Fehler als zuvor im Westen gemacht werden. Und auch der angesehene World Wide Fund for Nature(WWF) sieht es nicht anders. “Wir müssen die einzigartige Natur Mecklenburg-Vorpommerns als Wert begreifen, der Arbeitsplätze schafft”, sagt der Stralsunder Büroleiter Alfred Schumm. Angeblich boomt der Tourismus auf Rügen, tragen die öffentlich kräftig geförderten Investitionen Früchte – seit 1991 flossen im ganzen Bundesland über 850 Millionen Mark an staatlichen Zuschüssen in touristische Vorhaben, die Millionen für Marketing nicht mitgerechnet. Doch Rügens Gemeindekassen haben dennoch die Schwindsucht, die Arbeitslosenrate ist weiterhin schmerzhaft hoch, die Wirtschaft stottert. Die Durchschnittsauslastung der Herbergen sank von knapp 46 Prozent 1994 auf etwa 35, Pleitenwellen bei Pensionen und Ferienanlagen drohen. Wenn soviele Versprechen der Wachstumsprediger nur heiße Luft waren, warum dann weiterhin Tafelsilber der Einheit opfern? Rainer Feit, CDU-naher Erster Beigeordneter im Landratsamt Rügen, meint, die Umwelt sei immer noch intakt. Er ist Mann der Wirtschaft, erklärter Gegner effizienteren Naturschutzes, dazu aus Essen – womöglich fehlt ihm deshalb Sensibilität für die inzwischen arg geschundene Ost-Natur, klarer Verlierer der Einheit. Man hört das nicht gerne, auch nicht in Jürgen Trittins Umweltministerium am Alexanderplatz.Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern ist der frühere CDU-Wirtschaftsminister Jürgen Seidel – und so argumentiert er auch. Daß einzigartige Naturrefugien sogar den EU-Schutzstatus als Flora-Fauna-Habitat(FFH) erhalten sollen, sieht Seidel nicht etwa als zusätzliche willkommene Werbung, sondern wegen Investitions-und Nutzungseinschränkungen als große Gefahr für die touristische Entwicklung. Umweltverbände wie Grüne Liga und NABU seien nicht kompetent, komplexe wirtschaftliche und soziale Auswirkungen einer rein ökologisch motivierten FFH-Gebietsausweisung zu erkennen. Mathias Löttge, Präsident des Bäderverbandes, zieht mit Seidel am selben Strang, kritisiert ebenfalls den PDS-Umweltminister Wolfgang Methling wegen der FFH-Pläne. Dabei gibt der laufend nach, bekam nicht einmal die eigentlich absolut unumgänglichen Flora-Fauna-Habitate im Kabinett durch, mußte, soweit bekannt, vor allem auf Druck des für Raumordnung zuständigen Bau-und Arbeitsministers Helmut Holter, ebenfalls PDS, schmerzhafte Abstriche machen. Dem Parteiorgan”Neues Deutschland” sagte Holter, Naturschutz sei kein Verhinderungsgrund für Entwicklung. Ihm sei kein Investitionsvorhaben bekannt, das in seiner Amtszeit durch Naturschutz verhindert worden wäre. Die PDS-MV hatte in ihrem Wahlprogramm noch den Autobahnbau strikt abgelehnt – später knickt sie ein, nickt die A 20 ab. Landeschef Helmut Holter, gleichzeitig Bauminister, lobt gar das Werk, obwohl es mehrere Schutzgebiete durchquert, dort enorme Schäden anrichtet.Methling selber sieht für ganz Mecklenburg-Vorpommern durchaus die Gefahr, daß Schätze der Natur nach ihrem Marktwert beurteilt – und geopfert werden. Was kostet schließlich ein Adler, ein Schwarzstorch, ein Orchideenbiotop, wozu taugt das alles, was bringt das ein in Mark und Pfennig?Wendeknick – auch auf Rügen- Jungvögel verrecken massenhaft durch neue AgrargifteÜberall im Osten sprechen Naturschützer vom “Wendeknick” – auf Rügen kennt sich der Bergener Ornithologe Hartmut Dittberner damit sehr gut aus.”Seit 1990 ist eine gravierende Abnahme der Vogelwelt feststellbar”, nennt besonders betroffene Arten: Mehl-und Rauchschwalbe, Uferschwalbe, Saatkrähe, Rotschenkel, Bekassine. Bergen wurde auch durch eine muntere Dohlenkolonie mit immerhin dreißig Brutpaaren belebt – gerade fünf bis sieben sind übrig, ein gewaltiger Rückgang. Dittberner weist auch auf den Charaktervogel Feldlerche – im ganzen Osten brütete er gemäß Untersuchungen etwa in fünffacher Dichte wie im Westen, was auch für die Insel galt. Besonders im Frühling freuten sich die Leute über den Lerchengesang hoch am Himmel – vorbei. Nicht nur Dittberner, sondern auch Joachim Kleinke vom Rügener Naturparkamt stellen betrübt fest, daß man den Vogel heute nur noch vereinzelt zu hören bekommt – auch so ein typischer Wendeverlierer. Selbst auf Rügen wird offenbar mit Umweltminister Methlings Segen jetzt die sogenannte “ordnungsgemäße Landwirtschaft” Westdeutschlands, mit höchstem Giftverbrauch, praktiziert. “Wegen des konzentrierten Maschinen-und Pestizideinsatzes kriegen die Lerchen ihre Bruten auf den Feldern überhaupt nicht mehr hoch, außerdem wird seit der Wende erstmals sogar noch bis Mitte Juni gespritzt.” Ergebnis – sämtliche Jungvögel von Bodenbrütern wie der Feldlerche verrecken in ihren Nestern elend am Gift. “Viele Lerchen machen dann gar keine Brut mehr, wandern ab.” Dittberner erinnert sich noch an die Zeit, als viele Kiebitze die Rügen-Landschaft belebten:”Seit der Wende gingen sie um mindestens sechzig bis achtzig Prozent zurück. Auch die Bekasssinen sind praktisch weg von Rügen.” Windkraftwerke seien für Tiere ein stetig wachsendes, zusätzliches Störpotential, gerade von Kranichen würden deshalb frühere Rastgebiete jetzt gemieden. Der Umweltminister und seine Verantwortlichen vor Ort tolerieren laut Dittberner außerdem, daß teilweise achtzig Prozent des Schilfs an Gewässern, mehr als doppelt so viel wie erlaubt, abrasiert werden, und damit die so elegant dahinschwebende Rohrweihe ihren Brutplatz verliert, stark zurückgeht. Auch dem Rotmilan, Vogel des Jahres, gings früher auf Rügen prächtig, jetzt liegt er sozusagen im Trend, macht sich rar.Jan Kube, langjähriger Mitarbeiter der Vogelwarte Hiddensee, Umweltberater und Gutachter für Verbände und Behörden, weiß um die Artentrends an der gesamten, rund 1400 Kilometer langen Küstenlinie. “Seit 1990 sinken die Bestände dramatisch, setzte ein ökologischer Wandel ein, der nicht nur mit dem Küstenschutz, sondern auch mit einer veränderten Landwirtschaft gemäß EU-Bedingungen zu tun hatte. Von den meisten typischen Küstenvogelarten brüten seit 1990 nur noch weniger als fünfzig Paare, meist lediglich an ein bis zwei Plätzen, der Lebensraumverlust ist enorm.” Den Umweltministerien in Berlin und Schwerin ist dies bestens bekannt. Bedeutsame Rastgebiete seien heute verwaist, da man nach der Wende dort Massen-Sportboottourismus zugelassen habe. Kube verurteilt zudem, daß 1993 noch 0,4 Millionen Tonnen Kies aus dem Meer geholt wurden, derzeit jedoch bereits jährlich rund zwei Millionen, vorgeblich zu Zwecken des Küstenschutzes. In höchstens zehn Jahren seien die Lagerstätten aber völlig verbraucht. Und was dann? “Darüber macht sich doch kein Politiker von heute Gedanken – die Legislaturperioden sind dann längst vorüber!” Behalte man diese Praxis des “Küstenschutzes” bei, “werden in wenigen Jahren mehr als fünfzig Prozent der ursprünglichen Brutvogelarten der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern verschwunden sein.” Dabei wäre ein Gegensteuern möglich, wenn die politisch Verantwortlichen nur wollten. Kube fordert unter anderem, die letzten Bestände durchaus aufwendig zu betreuen, Raubsäuger rund um die Uhr zu bejagen oder fernzuhalten. “Doch private, eigentumsrechtliche Interessen stehen einer besseren Küstenschutzpolitik entgegen.”Systematische Ausrottung der Fledermäuse – trotz höchsten EU-SchutzstatusFür Rügen gilt zudem wie in allen neuen Bundesländern, daß vorschriftswidrig betriebene Sanierung die Bestände von Gebäudebrütern wie Mauerseglern und sogar Spatzen um bis zu neunzig Prozent reduziert. Gut vorangekommen ist man unter Klaus Töpfer, Angela Merkel – die auf Rügen ihren Wahlkreis hat – und Jürgen Trittin auch beim Ausrotten von Fledermäusen, die immerhin stark gefährdet bzw. vom Aussterben bedroht sind, den höchsten EU-Schutzstatus genießen. Experte Henrik Pommeranz nennt das Beispiel Binz – “da fliegt so gut wie nichts mehr rum, zusammen mit der schönen Bäderarchitektur verschwanden auch die Fledermäuse.” Doch auch in Rostock wollte man möglichst rasch Merkelsches Westniveau erreichen.”Bereits um 1993?, so Pommeranz, “waren etwa achtzig Prozent der registrierten Fledermausquartiere zerstört – trotz genauer, präziser Schutzvorgaben.” Bezeichnend für die Umweltsituation in Mecklenburg-Vorpommern: Alle Quartiere waren den zuständigen Naturschutzbehörden bekannt, die die Vernichtung indessen trotz der Anzeigen durch Experten wie Pommeranz nicht verhinderte. Für das Verfolgen solcher Fälle ist eigentlich auch das Amtsgericht Rostock zuständig, ging jedoch mit allerschlechtestem Beispiel voran: Zu DDR-Zeiten befand sich im Dach eine von den Fledermausforschern wohlbehütete Wochenstube von immerhin über dreihundert Weibchen. Man hätte den Platz bei der Sanierung problemlos erhalten können – aber natürlich wurde er komplett zerstört. Logisch, daß nicht nur Fachleute wie Pommeranz und viele andere Naturfreunde der Region darüber bis heute tief frustriert sind. “Auch in Schwerin, Greifswald, Stralsund oder Wismar wird alles plattgemacht. Ständig gibts neue Zerstörungen, man kommt nicht mehr nach! Die Bestände gehen dramatisch zurück.” Ein typisches Beispiel von Nach-Wende-Forstwirtschaft: Das zuständige Forstamt von Bad Doberan läßt laut Pommeranz Fledermausbäume sowie Bäume mit Fledermauskästen eines wissenschaftlichen Forschungsprogramms sogar vorsätzlich fällen. Gegenüber Bund und EU, kritisiert er, werde von offizieller Seite die Lage beschönigt, würden unrichtige Zahlen über den Artenbestand gemeldet. Aber wir haben die richtigen Daten von der Basis!”Die “Daten” hat auch Eva Bulling-Schröter, umweltpolitische Sprecherin der PDS im Bundestag, gilt indessen als völlig inkompetent. Auch in der PDS ist vielen schleierhaft, wie Gregor Gysi ausgerechnet einer aus dem tiefen Bayern stammenden Nicht-Ökologin dieses hochsensible Ressort, die Vertretung von Ost-Naturschutzinteressen übertragen konnte. Wir hatten einfach keinen anderen, niemand wollte es machen, erfährt man aus dem Berliner Liebknecht-Haus hinter vorgehaltener Hand. Eine plumpe Ausrede, in der PDS gibt es erfahrene Ost-Naturschützer genug, die indessen den Umwelt-Kurs der Führung, etwa bei der Windkraft, hart kritisieren. Auch die Ökologische Plattform der PDS ist mit Gysi, der Parteispitze herb unzufrieden.So, wie die Dinge auf der Insel liegen, hätte die damalige Bundesumweltministerin Angela Merkel eigentlich freudig jenem Politiker-und Verbände-Vorschlag zustimmen müssen, per Verordnung sechsundneunzig Prozent Rügens wenigstens unter Landschaftsschutz, ein gar nicht strenger Status, zu stellen. Stattdessen ruft 1995, im europäischen Umweltjahr, die Insel-CDU in Angela Merkels Anwesenheit die Kampagne gegen das “Landschaftsschutzgebiet Rügen” aus, startet eine Unterschriftenkampagne, hat Erfolg. Logisch, daß dies die Naturschützer der Küste Frau Merkel nie vergessen, wohl jene für etwas geistig umnachtet halten, die sogar im Osten dem Medien-Lob-und Hudel für die CDU-Chefin zustimmen. Nach der Wahlniederlage von 1998 sagt Angela Merkel etwas selbstkritisch der FAZ über den MV-Landesverband :”Für viele waren wir nur noch eine Wirtschaftsorganisation.” Der Zeitschrift EMMA erklärt die in Hamburg Geborene:”Ich habe die DDR nie als mein Heimatland empfunden…Mich verband mit diesem Land überhaupt nichts.” Das spürt man bis heute auch an ihrer Rügen-Politik, mit der die couragierte Ostdeutsche Marlies Preller, NABU-Projektleiterin für die Insel, täglich konfrontiert ist, entwicklungsfeindliche Umweltzerstörung konstatiert.”Die Insel verliert ihren Charme – durch zuviele naturzerschneidende neue Straßen, asphaltierte Feldwege, zu hohen Nutzungsdruck auf der Landschaft, zu viele Bettenburgen”. Absurd seien Vorwürfe, Leute wie sie verhinderten Wirtschaftswachstum und Regionalentwicklung, die Schaffung von Arbeitsplätzen. “Komplett falsch, eine Unterstellung”, kontert Marlies Preller, die bis zur Wende in der “Station junger Naturforscher und Techniker” von Bergen arbeitete. ” Wer genau hinschaut, begreift, daß wir wirtschaftsfreundlich sind. Für uns heißt Wirtschaftsförderung, die Basis des Tourismus, der anderen Branchen zu erhalten – das sind Natur und Landschaft. Wer die nicht sichert, gräbt sich selber das Wasser ab. Leider hat derzeit die schnelle Mark Priorität. Viele brauchen Soforterfolge, auch, um hohe Bankkredite zurückzahlen zu können.”
Manche wenden ein, Autobahnen, neue Straßen bringen mehr Erholungssuchende, darunter Umweltfreunde, schneller zu den Naturkostbarkeiten Rügens – ist das nicht positiv? ” Was sich da entwickelt, ist für den Tourismus der Insel verhängnisvoll – mit der gestarteten Verkehrserschließung, einer zweiten Rügen-Brücke mit hohen Kollisionsrisiken für Zugvögel geben wir uns den Rest. Anstatt wieder die Schiene als Zubringer zu stärken, wird immer mehr auf die Straße verlegt. Wo Strände sind, ist im Sommer bereits kein Durchkommen mehr. Der Ausbau bringt die totale Verstopfung des Straßennetzes. Wer im Rügenstau steht, hat die Nase irgendwann voll. Blechlawine und Touristenmassen drücken erheblich auf alle Schutzgebiete mit ihren sensiblen Arten. Das gilt sogar für Hiddensee, weil die Fähren anders als zu DDR-Zeiten jetzt ständig fahren.” Für Angela Merkel ist die zweite Rügenanbindung dagegen ein absolutes Muß, öffentlich attackiert sie den NABU wegen seiner Gegenaktionen. Projektleiterin Preller weiß, daß Rügen bislang noch ein recht gutes Image hat, noch… “Viele Touristen sind bereits herb unzufrieden. Nicht nur die Rüganer merken die Zerstörung. Die politisch Verantwortlichen sind gefordert. Überall gibt es Naturschutz-Konflikte. Viele fragen sich, wieso die Bodenspekulation, die naturvernichtenden Bebauungspläne, die Zersiedlung immer noch zugelassen werden.”Hilfloser PDS-Minister – Geld, Politik und MachtProspektfotos der Tourismuspropaganda zeigen Rügens alte Baumalleen, die alle Welt rühmt. Bleiben die denn wenigstens unangetastet? “Von wegen – gleich nach der Wende wurden sie brutal ausgeholzt, sind stark geschädigt durch den Straßenausbau, Chemikalien, die neuen enormen Abgasmengen, jährliches Fällen. Methlings Umweltministerium greift da nicht ein, ist viel zu defensiv, wirkt bei Straßenbauprojekten direkt hilflos. Überall wird zuvor unberührte Landschaft kaputtgenutzt. Ausgerechnet Sellin wird rasant ausgebaut, bekam ein Spaßbad und damit Verkehrsprobleme. Das Feriendorf Neddesitz mit seinen gräßlichen, der Landschaft überhaupt nicht angepaßten Häusern soll auch noch erweitert werden.”Da stellt sich die Frage, ob die Naturschutzverbände denn in Politik und Wirtschaft überhaupt keine Verbündeten haben. Marlis Preller lacht ironisch – offiziell seien alle in wohltönenden Worten für Naturschutz.”Doch in Wirklichkeit ist er unerwünscht. Die Verflechtung von Geld, Politik und Macht beginnt in den Gemeinden; den Abgeordneten fehlen oft Kompetenz und Urteilsfähigkeit. Und Visionen – im Streit um die Erhaltung Rügens will man nicht über Inhalte diskutieren. Die Chancen eines Nationalparks oder eines Flora-Fauna-Habitats der Europäischen Gemeinschaft sehen nur wenige. Sagen zu können, wir haben auf der Insel große Gebiete unter EU-Schutz, wäre doch gut fürs Rügen-Image. Anderswo dienen solche Areale als Werbeargument in Immobilienanzeigen. Doch hier ist sowas negativ belegt. Außerdem herrscht enorme Begriffsverwirrung in Umweltfragen , Grundkenntnisse fehlen, werden nicht vermittelt.”
Die CDU-Chefin wird gelegentlich als “Ostfrau” so hochgelobt, daß einem Heiner Geißlers Bonmot einfällt:”Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.” Die echte Ostfrau Marlies Preller bringt Erfahrungen vieler Jahre auf den Punkt:”Angela Merkels Rolle ist bedrückend – sie und ihre Partei sind gegen Naturschutz, verhindern ihn auf der Insel.” Hochengagierte Umweltschützer wie die NABU-Projektleiterin und ihr Team hoffen natürlich auf Umkehr und Einsicht; daß die Gegner nicht alles kaputtkriegen. Auf einer Insel wie Rügen , meint sie, dürfen die Gäste etwas Besonderes erwarten, nicht 0-8-15-Durchschnitt. Das muß die Wirtschaft begreifen. “Kommt man aus Mecklenburg-Vorpommern in die westlichen Bundesländern, sieht man die Unterschiede sofort: zersiedelte Landschaft, zerschnittene Natur, Artenarmut. Das Großartige an unserem Bundesland sind die vielen zusammenhängenden, unbebauten Räume.” Deshalb fordern wir, daß innerhalb der Orte gebaut wird, nicht in die schöne Landschaft hinein. Doch jetzt wird hier der Westen rasch kopiert – Autobahnen, Schnellstraßen, wachsender Flugverkehr, massiver Kiesabbau, überall unästhetische, häßliche Firmenpropaganda, und die den Vogelzug störenden Windkraftwerke. Längst sind es mehr als genug, trotzdem werden immer mehr gebaut, obwohl sie Tiere vergrämen!”Ganz offensichtlich ist, daß jede kleine Gemeinde Rügens krampfhaft nach irgendeiner Einnahme-Chance greift, sogar Städtern Bauland in unberührter Natur anbietet. “Wenn Rügen erst nichts mehr zu bieten hat”, umschreibt Marlies Preller Perspektiven, “ziehen die Urlauber dann eben weiter – nach Polen, wo es noch Ruhe, natürliche Landschaften gibt statt Verkehrsgetümmel, wirkliche Erholung vom Streß der Großstadt möglich ist.”

“Sei Sand im Getriebe der Zeit”. Kabarettist Hans-Dieter Hüsch

Viele Parallelen zu Deutschland, dortigen Pseudo-und Alibi-Umwelt-NGO – mitverantwortlich für massive Naturvernichtung:

Wenn Umweltschützer den Umweltschutz sabotieren

Brasilianische NGOs stehen in der Kritik

Von Klaus Hart

Tropischer Regenwald in Brasilien (picture alliance / dpa /Ralf Hirschberger)
Tropischer Regenwald in Brasilien (picture alliance / dpa /Ralf Hirschberger)

Viel Lärm, doch wenig Resultate: In Brasilien werfen Experten nichtstaatlichen Umwelt-Organisationen wie dem WWF vor, den echten Naturschutz immer mehr zu vernachlässigen. Stattdessen würden Gelder für Events, Publikationen und teure Technik verschwendet.

Sägewerke gelten nicht gerade als Symbol für Umweltschutz – und weniger noch als Umweltprojekte, die Finanzierung verdienen. Manche großen Umweltstiftungen scheinen das anders zu sehen. Fabio Olmos, ein renommierter Biologe in Brasilien und langjähriger UNO-Umweltberater, wollte im Urwald Amazoniens seinen Augen nicht trauen:

“Das vergesse ich nie. Mitten im Regenwald des Amazonas-Teilstaats Rondonia stoße ich auf ein Sägewerk. Daran das Schild: Erbaut durch den WWF. Jeder Fachmann weiß doch, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung von Urwald nicht möglich ist. Das geht gar nicht, das ist unwissenschaftlich. Denn auf diese Weise zerstört man diesen Wald. Doch der WWF und andere NGOs finanzieren solche Projekte.”

Fabio Olmos weist besonders auf die in über 30 Ländern, darunter Brasilien tätige Organisation “The Nature Conservancy” aus den USA und die brasilianische Stiftung “Fundaçao Vitoria Amazonica” hin. Gerade hat eine neue Weltstudie ergeben, dass in brasilianischen Schutzgebieten die Waldfläche abnimmt, die Artenvielfalt geringer wird, die illegale Jagd und die Rodung durch Holzfirmen aber zunehmen. Für den Biologen kommt das nicht überraschend.

“Die meisten NGOs haben ihre Seele verloren, den Geist ihrer Gründer, die die Natur liebten. Heute sind diese Umweltorganisationen vergiftet mit städtisch geprägten Ökonomen, Soziologen, Anthropologen, denen der emotionale Bezug zur Natur fehlt. Und wenn es in den NGOs Leute gibt, die sich mit der Sache nicht identifizieren, öffnet sich der Weg für Korruption, schützt man Umweltanliegen vor, um persönliche Interessen zu bedienen.

In Brasilien kommt als großes Problem hinzu, dass die Zahl der wirklich aktiven, eingeschriebenen Mitglieder stets nur bei einigen hundert bis einigen tausend liegt – in so einem Riesenland! Nur zu oft sind es Grüppchen, die viel Lärm machen, um Gelder zu erhalten. Die britische Vogelschutzvereinigung beispielsweise hat dagegen über eine Million feste Mitglieder.”

Fabio Olmo ist viel in Amazonien unterwegs und nennt als typischen Fall, dass NGOs die Ausweisung echter Schutzgebiete sabotieren. Beim Jau-Nationalpark beispielsweise hatte man alle Bodenbesitzfragen gelöst, Entschädigungen und das Umsiedeln der dortigen Bevölkerung vertraglich vereinbart – doch dann, so der Wissenschaftler, blockierte die Stiftung “Fundaçao Vitoria Amazonica”, die mit den Bewohnern sogenannte Umweltprojekte realisiert, die Umsiedlung, lehnte sie auf einmal strikt ab. Und schaffte es, dass die Leute eine Kehrtwende vollzogen und beschlossen, weiter mitten in dem Schutzgebiet zu leben. Wären sie umgezogen, hätte die NGO ja ihre Einnahmequellen verloren. Nun verdiene sie weiter an ihren Projekten – und der Konflikt um den Nationalpark dauere an.

Shirley Hauff, eine promovierte Biologin, lebt in der Hauptstadt Brasilia, verfasst Umweltstudien sogar für Ministerien, arbeitete jahrelang für den WWF und wirft ihm vor, viel von seinen ursprünglichen Naturschutz-Visionen verloren zu haben. Am schmerzhaftesten empfindet sie die Neudefinition der Resultate.

“Das Profil der großen NGOs hat sich sehr verändert. Völlig falsch ist, dass als Projekt-Resultate heute nur zu oft Publikationen, Seminare oder Treffen gelten – und nicht das Agieren in der Natur selbst, ein besserer Naturschutz. Auch Greenpeace sowie die weltweit agierende US-Organisation ‘Conservation International’ stehen unter Druck, Naturschutz nicht mehr konsequent zu betreiben. Selbst Projekte der Weltbank werden nur an ihrer Ausgaben-Effizienz gemessen, nicht aber an der tatsächlichen Pflege eines Schutzgebietes. Der Kauf von Technik, von Ausrüstungen – das gilt als Beweis für Effizienz. Viele Naturschutzgebiete stehen nur auf dem Papier.”

Für die Biologin ist wichtig, die Umwelt-NGOs im soziokulturellen Kontext Brasiliens zu sehen.

“Es ist einfach nicht Teil unserer Kultur, sich intensiv für den Naturschutz zu engagieren. Viele behaupten zwar, umweltbewusst zu sein – doch zuhause haben sie drei Fernseher gleichzeitig laufen, engagieren sich nicht einmal im eigenen Viertel für die Umwelt. So ein Baum ist schön, Natur ist herrlich – aber bitte nicht auf meinem Grundstück, da würde sie ja Arbeit machen, müsste man gar Laub zusammenkehren. Viele in den NGOs haben überhaupt kein Naturschützer-Profil.”

In dem von Massenarmut gezeichneten Brasilien ist der Bevölkerungszuwachs sehr stark, kritisiert Shirley Hauff. Doch darüber rede niemand, obwohl gerade das rasche Anwachsen der armen und verelendeten Bevölkerungsmehrheit immer größere Umweltkonflikte verursache. Jedem Brasilienbesucher fällt auf – man bekommt nur unerwartet wenige Wildtiere, exotische Vögel zu sehen. Denn illegale Jagd auf jegliches essbare Getier, selbst auf Schwäne und Enten in öffentlichen Parks, zählt zu den gravierenden Problemen.

“Da beginnt dann ein böser Kreislauf: Menschen ohne Bildung, aber mit vielen Grundbedürfnissen, machen sich keine Gedanken über Umweltschutz, wollen was zu essen auf dem Teller, egal wie. Bei solchem Bevölkerungswachstum wird der Ressourcenverbrauch immer größer.”

 

https://www.google.de/#q=telegraph++Trittins+Windkraftbluff+Klaus+Hart

Trittin-Entscheidung vernichtet Brut seltener Adler/ Grüne Liga Ostdeutschlands :“Ein Skandal“/  Ermittlungsverfahren gegen Minister erwogen/ Adler vom Aussterben bedroht

Trotz eindeutiger Warnung der Grünen Liga Ostdeutschlands an Umweltminister Trittin, daß bereits mit der Vorbereitung der für nächste Woche geplanten Brandenburger Castor-Transporte gravierend und eindeutig gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen wird, hat der Minister wie üblich auch auf Expertenproteste nicht reagiert, die Transporte nicht abgesagt. Jetzt steht das erste erschreckende Resultat fest: Nach Angaben des zuständigen Horstbetreuers Paul Sömmer, Leiter der staatlichen Brandenburger Naturschutzstation Woblitz, gegenüber dieser Website hat bereits ein von den ständigen Störungen am früheren DDR-Atomkraftwerk Rheinsberg betroffenes Fischadlerpaar definitiv seine Brut aufgegeben. Die vom Aussterben bedrohten Adler haben, ebenso wie drei weitere Brutpaare, in unmittelbarer Nähe des stillgelegten Werks auf Hochspannungsmasten ihre Horste – seit Wochen indessen ist dort Bundesgrenzschutz und Polizei mit schweren Fahrzeugen stationiert, fliegen tagsüber und sogar in der Dämmerung schwere Hubschrauber tief über der ganzen Region, die zudem ein Naturschutzgebiet ist. „Wenn Vögel jetzt in der sensibelsten Brutphase beim Dunkelwerden aufgescheucht werden, kommen sie nicht zum Nest zurück. Fischadler fliegen im Dunkeln nicht mehr zum Horst.“ Sömmer, einer der renommiertesten Greifvogelexperten Deutschlands, zu den übrigen drei brütenden Adlerpaaren.“Denen passiert genau dasselbe. Wie es aussieht, ist auch eine Wanderfalkenbrut gescheitert.“

Die Rechtslage sei völlig eindeutig – fest stehe der Verstoß gegen das Bundesnaturschutz – sowie Jagdgesetz, gegen die EU-Vogelschutzverordnung sowie die für Naturschutzgebiete geltenden Regeln. Die Region sei wegen ihres einmaligen Flora-und Fauna-Reichtums, seltenster Biotope als „Special protected Area“ an die EU gemeldet worden.

–Störungen vorsätzlich—

Die Existenz von Arten mit höchstem Schutzstatus, so Sömmer, sei allgemein bekannt. „Damit geschieht die Störung vorsätzlich – doch Naturschutzbelange sind ein hohes Rechtsgut.“ Alles sei offenbar aber nicht das Papier wert, auf dem es stehe. „Schwerwiegend ist, wenn Trittin als zuständiger Fachminister diese Belange nicht berücksichtigt.“

Katrin Kusche, Geschäftsführerin der Grünen Liga Ostdeutschlands, sprach in Berlin gegenüber der windkraftkritischen Umweltschützer-Website  wilfriedheck.tripod.com von einem „schwerwiegenden Fall.“  Norbert Wilke, Artenexperte und brandenburgischer Geschäftsführer de Grünen Liga:“ Daß eine Fischadlerbrut vernichtet wurde, ist ein Skandal.“ Dies laufe auf ein Ermittlungsverfahren gegen Minister Trittin hinaus, worüber die Grüne Liga Brandenburg jetzt beraten werde. „Aber wir wissen ja auch, was dabei herauskommt – nichts.“ Wilke beschrieb zudem, wie Zensur und Medienmanipulation derzeit funktioniert: „Wir waren mit unserer Presseerklärung („Ministerien mißachten Artenschutz“)in keinem Medium, nicht mal in den Lokalzeitungen, das ist uns noch nie passiert. Das war der erste Fall, daß nichts gedruckt wurde.“ Diese Website hatte sehr ausführlich über  die Position der Grünen Liga Ostdeutschlands berichtet. Zur Rolle des Bundesumweltministeriums und der zuständigen Brandenburger Ministerien hatte Wilke bereits im März erklärt:“ Sie verstoßen gegen das Bundesnaturschutzgesetz, gegen das Landesnaturschutzgesetz – und das recht eindeutig.“ Das Brandenburger Innenministerium hatte klargestellt, daß der Castor-Transporttermin von Minister Trittin festgelegt worden sei. Dazu damals der Umweltschützerverband  in seiner Erklärung:“ Die GRÜNE LIGA fordert von Bundesumweltminister Trittin und vom Brandenburger Landwirtschaftsminister Birthler die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und die sofortige Absage des für Mai angesetzten Castortransports und den damit verbundenen Störungen im Naturschutzgebiet“. Die wichtige Arbeit und die Erfolge der Naturschützer vor Ort in den letzten Jahren, heißt es weiter, „geraten durch Beamtenwillkür in Gefahr.“ Weiter heißt es, durch die ständigen Kontrollflüge des Bundesgrenzschutzes, durch die eingeleiteten Baumfällungen am Bahndamm und durch die ständige personelle Präsenz der Polizei in der gesetzlich geschützten Horstschutzzone werde eine Brut dieser seltenen Vogelarten in diesem Jahr unmöglich gemacht. „Immerhin befindet sich das Kernkraftwerk Rheinsberg in einem der ältesten und wertvollsten Naturschutzgebiete Deutschlands, dem bereits 1938 unter Schutz gestellten Stechlinseegebiet“.

–Umweltministerium wiegelt ab—

Trittins Sprecher Jürgen Maass versuchte, auf Anfrage dieser Website, die Schuld den brandenburgischen Landesministerien zu geben – diese seien für Aktionen im Umfeld des Atomkraftwerks zuständig. Maass behauptete, ihm sei die Presseerklärung der Grünen Liga  gar nicht bekannt. „Die artenschutzrechtlichen Konsequenzen, die ein vielleicht falsch geparktes Polizeifahrzeug hat – definitiv haben wir damit nichts zu tun.“ Der Minister-Sprecher stritt ab, daß entgegen den Äußerungen des Brandenburger Innenministeriums die Verantwortung für den Castortransport und den getroffenen Termin bei Trittin liegt.

Von Klaus Hart, Der Rabe Ralf, Zeitschrift der Grünen Liga Berlin.

Der Rabe Ralf: Monatsblatt der Grünen Liga Berlin. Mai 2001

Rot-Grün: Friedliche Nutzung der Atomenergie weiter fördern —

Im Ausland unterzeichnet die neoliberale Bundesregierung Pro-Atomkraft-Dokumente

 

Von Klaus Hart

Für den innenpolitischen Hausgebrauch predigen Joseph Fischer und Jürgen Trittin den Atomausstieg – in internationalen Dokumenten verpflichten sie Deutschland auf einen klaren Pro-Atomkraft-Kurs, handeln entsprechend. Ein alter Hut für echte Naturschützer, die nichts auf Regierungs-Blabla geben, weil sie beispielsweise das letztes Jahr von Rot-Grün in New York unterzeichnete Kommunique der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag genau kennen. Zuständige Grünen-und SPD-Politiker, das Bundesumweltministerium selber, sind erwartungsgemäß selbst auf mehrfache Rabe-Ralf-Anfrage nicht bereit, den Widerspruch zu erklären, manche Amtsträger tun gegenüber dieser Zeitschrift allen Ernstes so, als sei ihnen das Dokument gar nicht bekannt. Das erklärt sich aus den Formulierungen des Dokuments. „Die Konferenz erkennt die Vorteile der friedlichen Atomenergie-Nutzung und nuklearer Techniken an“, steht da geschrieben, „und ihren Beitrag, um in den Entwicklungsländern nachhaltige Entwicklung zu erreichen, sowie um generell das Wohlergehen und die Lebensqualität der Menschheit zu verbessern.“ Notwendig sei, die friedliche Nutzung der Atomenergie durch alle Staaten über Kooperation zu fördern, speziell in der Dritten Welt. Dafür müßten Technologie, Ausrüstungen sowie wissenschaftliche Informationen im Rahmen effizienter Programme ausgetauscht werden. Joseph Fischers Diplomaten hatten in New York die Möglichkeit, das Dokument entweder gar nicht zu unterzeichnen oder zumindest sogenannte Gegenvoten einzubringen. Beides geschah wohlweislich nicht. Von den intelligentesten Köpfen der SPD wurde dies natürlich bemerkt. Dr. Holger Rogall, Hochschullehrer, renommierter Berliner Umweltpolitiker, im Abgeordnetenhaus umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, zum Raben Ralf: “Man kann nicht den Atomausstieg beschließen und nachher an einer anderen Stelle sich verpflichten, die Entwicklung der Atomenergie-Nutzung voranzutreiben – das ist unakzeptabel, mißlich und ein Widerspruch, mit dem die Politik eigentlich nicht leben kann. Die deutsche Diplomatie ist gehalten, die Ziele der Bundesregierung auch auf anderen Ebenen deutlich zu machen. Daß dies hier so gelaufen ist, halte ich nicht für glücklich. Das ist schon ein dolles Ding…“ Hartwig Berger, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus, zeigte sich gegenüber dem Raben Ralf überrascht, daß Fischer/Trittin international solche Positionen vertraten:“Hoffentlich hat die Bundesregierung Vorbehalte gemacht! Ich halte das für keine ernsthafte Atomausstiegspolitik, was von der Bundesregierung mit den Stromkonzernen beschlossen wurde – das ist Verschleppungsstrategie, die gute Chancen hat, in einem langen Jammer zu enden. Ich habe mich, ebenso wie die Mehrheit der Grünen, immer dafür eingesetzt, daß der Bund nicht Ausbau und Fortsetzung der Atomwirtschaft in anderen Ländern unterstützt.“

 

 

–Windkraftkritiker zum Atom-Doppelspiel—

 

Die windkraftkritische Umweltschützerbewegung Deutschlands hat das Atom-Doppelspiel der Regierung natürlich längst kritisiert. „Solar-und Windenergie“, so der Darmstädter Energieexperte Wilfried Heck, „sind in der international verbindlichen Politik genauso marginal zu werten wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz, ein Koalitionsvertrag oder ein unverbindlicher „Atomkonsens“:Unbedeutend, additiv und jederzeit änderbar – nicht unumkehrbar.“ Natürlich hält sich Rot-Grün neoliberal an seine internationalen Verpflichtungen – in Brasilien ging dieses Jahr ein neues Siemens-AKW in den Dauerbetrieb, daneben ist ein weiteres im Bau, die bereits gelieferten Teile sind mit Hermes-Bürgschaften abgesichert. Die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges(IPPNW)kritisiert in einer Presseerklärung vom 14.Dezember 2000 „die Mit-Finanzierung von bislang vier Atomkraftwerksblöcken durch die rot-grüne Bundesregierung. Mit ihrer Stimmenenthaltung im Direktorium der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hat die Deutsche Bundesregierung den Weg freigemacht für den Fertigbau von zwei neuen Atomkraftwerksblöcken(K2R4) in der Ukraine unter Beteiligung von Siemens und Framatome. Nach einem ungeschriebenen Gesetz der EBRD werden Kredite nicht gegen das Votum wichtiger Länder bewilligt. Die G-7-Staaten und Italien hätten also die Möglichkeit gehabt, die Atomkredite für K2R4 zu verhindern.“ Die weitere Mitfinanzierung bezieht sich auf Hermes-Bürgschaften für zwei neue Atomkraftwerksblöcke in China zugunsten von Siemens, ferner auf die Exportgenehmigng für die Hanauer Plutoniumfabrik von Siemens nach Rußland sowie auf eine Hermes-Bürgschaft für die Nachrüstung des slowenischen Atomkraftwerks Krsko durch Siemens. Der deutsche Staatssekretär Wolfgang Ischinger aus Fischers Auswärtigem Amt hatte in New York das Pro-Atomkraft-Dokument in einer Ansprache vor den 187 Unterzeichnerstaaten in den höchsten Tönen gewürdigt.

http://www.linke-buecher.de/texte/oekologie/Hart-Klaus–Wie-in-der-Ex-DDR-Natur-und-Naturschutz-systematisch-plattgemacht-werden.html

Hintergrund:

Professor Michael Succow
Windkraftprogramm überspannt und unverantwortlich/NABU-Vizepräsident fordert Windkraftanlagen-freie Räume

Interview von Klaus Hart für den Raben Ralf, Berlin, 2000

Studien belegen, daß in den Windkraftwerken Kaliforniens und Gibraltars zahllose seltenste Großvögel wie Adler und Gänsegeier getötet werden. In Deutschland wurden unter anderem Schwarzstörche, Schwäne und Wildgänse unter den Rotortürmen gefunden, zerstörten Windkraftwerke ganze Rast-und Äsungsgebiete auch für Kraniche. Unglücke, Havarien häufen sich, auf Fehmarn wird eine Schweriner Fallschirmsportlerin durch Rotoren erschlagen. Dennoch behauptet die Windkraftindustrie  wörtlich: “Windkraftanlagen – keine Gefahr für Mensch und Tier”. Klaus Hart sprach darüber mit Michael Succow, Professor für Biologie an der Universität Greifswald und Initiator des ostdeutschen Nationalparkprogramms. Succow, der auch NABU-Vizepräsident und Träger des Alternativen Nobelpreises ist, gab das Interview exklusiv für den RABEN RALF.

Herr Professor Succow, viele halten Windkraft für ökologisch – Sie auch?
Succow: Ich habe eine sehr kritische Position. Dieses überspannte Windkraftprogramm, das flächenhaft ganze Landschaften überzieht, halte ich für nicht mehr verantwortbar. Ich bin nicht prinzipiell gegen Windkraftanlagen – aber nur nach gründlicher Umweltverträglichkeitsprüfung auf  ausgewiesenen Standorten. Ich bin für Konzentration auf bestimmte Flächen, insbesondere Industriegebiete, oder andere, die vom Umweltgesichtspunkt her sowieso nicht wertvoll sind. Aber in ökologisch wertvollen Räumen sind Windanlagen für mich ein Fluch. Da will ich ganz klar meiner Besorgnis Ausdruck geben.

Rabe Ralf: Umweltschützer kritisieren, daß Windkraft für Rüstungsfirmen, Atomkonzerne wie Siemens-KWU das große Geschäft ist.
Succow: Natürlich sehe ich als Hauptproblem, daß eben bestimmte Gruppen an den Windkraftanlagen wieder enorm verdienen. Und denken, man kann die überall hinsetzen – als unweltverträgliche Technologie. Doch Standorte müssen eben erst ganz gründlich ausgewiesen werden.

Rabe Ralf: In ganz Deutschland wollen hunderte Umwelt-Bürgerinitiativen verhindern, daß solche Industrieanlagen weiter Natur und Landschaft zerstören, Unruhe bringen. Muß man Windkraftwerke wirklich mitten in schöne Landstriche bauen?
Succow: Ich bin dafür, daß man große Räume freiläßt. Was wir in Zukunft brauchen, ist Stille und Ruhe – die Sehnsucht danach wird immer größer in diesem verrückten Mitteleuropa. Noch Flächen mit Stille und Ruhe zu haben, ist die größte Kostbarkeit. Deshalb sollte man Ruheräume in der Landschaft jetzt bewußt schaffen, unzerschnittene Gebiete und  verkehrsberuhigte, und natürlich auch Windkraftanlagen-freie Räume.

Rabe Ralf: Doch auch  im bislang artenreichsten, “ruhigsten” deutschen Bundesland, Mecklenburg-Vorpommern, fördert die SPD-PDS-Regierung den Bau von immer mehr Windkraftwerken. Ist man denn da auf dem richtigen Weg?
Succow: Es gibt bestimmte Planungen, die ganz gut sind, wo man Schwerpunkte setzte. Aber viele Anlagen, die in letzter Zeit  gebaut worden sind, halte ich auch hier für die Landschaft, den Eindruck schwerwiegend schädigend. 

Rabe Ralf: Marlies Preller, NABU-Projektleiterin für Rügen, kritisiert heftig die Errichtung von immer mehr Windkraftwerken auf der Insel. Vorhergesagtes Ergebnis –  Kraniche und andere Vogelarten werden in ihren Lebens-und Rasträumen gravierend gestört, was sogar laut EU-Gesetz strikt verboten ist.
Succow: Die Zunahme der Windanlagen auf Rügen wäre nicht gut. Ich kenne die Insel Fehmarn – früher von Dörfern und Kirchtürmen geprägt, heute von Windkraftwerken. Passierte das auf Rügen, wurde ich es als eine Katastrophe ansehen.

Rabe Ralf: Kraniche, vielen so sympathisch, haben mit Windanlagen Probleme. Sehen Sie die auch?
Succow: Die Störung, Irritierung der Kraniche kann ich mir gut vorstellen – es ist ja ein Unruhefaktor, der durch die Windanlagen in die Landschaft kommt.

Rabe Ralf: In Westdeutschland ist die Großtrappe längst ausgerottet – bundesweit gibt es nur noch rund siebzig Tiere, fast alle in Brandenburg, der Rest in Sachsen-Anhalt. Jetzt will das  Agrar-und Umweltministerium in Potsdam unter SPD-Minister Wolfgang Birthler ausgerechnet an den Fiener Bruch, ein wichtiges Trappen-Rückzugsgebiet, Windkraftwerke bauen. Eine intelligente Idee?
Succow: Schrecklich. Windkraftanlagen und Großtrappen – das geht nicht. Ich bin großgeworden in einer Trappenlandschaft, habe beim Schafehüten jeden Tag meine Großtrappen gesehen, sie gezählt, den Niedergang und Untergang der Population genau verfolgt. Deshalb ist mir klar, daß eine Großtrappe Windkraftanlagen nicht ertragen kann. Dieser Vogel ist ausgesprochen standortstabil, sehr sensibel, erträgt Veränderungen kaum. Ich bin überzeugt, daß er es praktisch nicht mehr schafft, sich Windkraftwerken anzupassen.Solche Anlagen sehe ich als eine der stärksten Beeinträchtigungen an. Bei dem Aufwand, den wir um die Erhaltung der letzten Großtrappen treiben, darf ein solches Projekt nicht sein.

Rabe Ralf: Nun wird vieles  hierzulande  als angeblich ökologisch verkauft.
Succow:  Ich bin mit Deutschland ziemlich fertig, weil ich dies hier alles nicht mehr für zukunftsfähig halte, es immer kritischer sehe. Deshalb widme ich mich auch der Hilfe in Ländern, wo es noch Ethik gibt, Natur noch einen ganz anderen Stellenwert hat.

Bundesumweltministerium bilanziert 2020 erneut große Erfolge bei der Naturvernichtung in Deutschland. Auf Steuerzahlerkosten die Natur-und Umweltzerstörung administriert. Bundesnaturschutzgesetz de facto außer Kraft. Im offiziellen Bericht fehlen Studien zur gravierenden Zerstörungswirkung von Windkraftwerken… **

https://www.tagesschau.de/inland/lage-der-natur-101.html

Bericht zur Lage der Natur zeigt gemischtes Bild vom Zustand von Arten und Lebensräumen in Deutschland/Bundesumweltministerium 2020

Der Natur in Deutschland geht es insgesamt nicht gut genug. Neben positiven Entwicklungen in Wäldern und ersten Lichtblicken in Dörfern und Städten ist der Zustand der Natur vor allem in der Agrarlandschaft überwiegend schlecht. Das geht aus dem “Bericht zur Lage der Natur” hervor, den Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, heute in Berlin vorstellten. Der Bericht basiert auf Daten, die nur alle sechs Jahre erhoben und an die EU-Kommission berichtet werden: insgesamt rund 14.000 Stichproben von den Sandbänken in der Nordsee bis zu den Lärchenwäldern in den Alpen sowie vielen weiteren Beobachtungen aus dem bundesweiten Vogelmonitoring.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: “Die Generalinventur unserer biologischen Vielfalt in Deutschland zeigt ein sehr gemischtes Bild. In manchen Teilen des Landes erholt sich die Natur: Vielen Buchenwäldern geht es gut, in den Wäldern und Siedlungen gibt es wieder mehr Vögel. Auch die Renaturierung von Flüssen und Auen trägt zur Erholung der Natur bei. Vor allem in der Agrarlandschaft geht es der Natur dagegen besorgniserregend schlecht. Das gilt besonders für Schmetterlinge und andere Insektenarten, die auf blütenreiche Wiesen und Weiden angewiesen sind. Denn diese wichtigen Ökosysteme gibt es in der intensiven Landwirtschaft immer seltener. Starke Verluste sehen wir auch bei vielen Vogelarten der Agrarlandschaft wie Kiebitz und Rebhuhn.”

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: “Artenreiche Wiesen und Weiden verzeichnen sowohl in der Fläche als auch in ihrer Artenvielfalt starke Rückgänge. Dieser Trend setzt sich seit dem ersten nationalen FFH-Bericht im Jahr 2001 ungebrochen fort. Mehr als die Hälfte aller FFH-Grünland-Lebensraumtypen befindet sich in Deutschland in einem ungünstig-schlechten Erhaltungszustand. Der Schutz des Grünlands muss deshalb nicht nur auf europäischer, sondern auch auf nationaler Ebene verbessert werden. Wenn wir Arten und Lebensräume erfolgreich schützen und erhalten, kann die Natur ein Teil von Lösungen sein. Auch das verdeutlicht unser Bericht: Renaturierte Feuchtgebiete, intakte Moore und nachhaltig genutzte Wälder können entscheidend zu Klimaschutz und Klimaanpassung beitragen.”

Im Einzelnen sind 25 Prozent der untersuchten Arten in einem günstigen Erhaltungszustand, darunter der Seehund und die Kegelrobbe in der Nordsee oder der Steinbock in den Alpen. 30 Prozent sind in einem unzureichenden Zustand. 33 Prozent sind in einem schlechten Zustand, das betrifft vor allem Schmetterlinge, Käfer und Libellen. Bei den Lebensräumen sieht es ähnlich aus. Hier sind 30 Prozent in einem günstigen Zustand, zum Beispiel verschiedene Wald-Lebensräume, alpine Heiden und Gebüsche sowie Fels-Lebensräume. 32 Prozent weisen einen unzureichenden Zustand auf, während sich 37 Prozent der untersuchten Lebensräume in einem schlechten Zustand befinden, vor allem die landwirtschaftlich genutzten Grünland-Flächen, aber auch Seen und Moore.

Hintergrundinformationen

Alle sechs Jahre nehmen Bund und Länder eine Bewertung des Zustands der Natur in Deutschland vor. Dazu werden umfassende Berichte erstellt, die durch die Bundesregierung an die EU-Kommission zur Erfüllung der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie und der EU-Vogelschutz-Richtlinie übermittelt werden. Grundlage für die Analyse ist ein Datenschatz, den ehrenamtliche Naturschützerinnen und Naturschützer und Behörden bundesweit zusammengetragen: In rund 14.000 Stichproben haben sie im Zeitraum von 2013 bis 2018 den Zustand von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen erfasst, die über die europäischen FFH- und Vogelschutzrichtlinien geschützt sind. Für den Vogelschutzbericht liefern die Programme des bundesweiten Vogelmonitorings eine weitere wichtige Datenbasis. Aus den Daten lassen sich auch Rückschlüsse auf die Lage der Natur in Deutschland insgesamt ziehen.

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Naturschutz/bericht_lage_natur_2020_bf.pdf

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Naturschutz/tabelle_ffh_bericht_2019_lrt_anlage_bericht_lage_natur_bf.pdf

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Naturschutz/ergebnisse_ffh_bericht_2019_arten_ehz_bf.pdf

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Naturschutz/bestand_brutvoegel_lage_natur_2020_bf.pdf

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Naturschutz/bestand_brutvoegel_lage_natur_2020_bf.pdf

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Ausriß: Ist sie für die Profitinteressen der Windkraftkonzerne – oder für Mensch, Natur, Naturschutz?

“Schulze lehnt Abstandsregel für Windräder ab”. SWR. http://www.hart-brasilientexte.de/2019/03/18/windkraftwerke-vernichten-massenhaft-insekten-uraltbekanntes-2019-vom-deutschen-zentrum-fuer-luft-und-raumfahrt-umweltverbrecher-die-entgegen-dem-bundesnaturschutzgesetz-auf-insektenvernichtung-du/

Textsammlung – der Windkraft-und Energiewende-Bluff:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/05/29/der-windkraft-und-energiewende-bluff-textsammlung/.

http://www.hart-brasilientexte.de/2019/11/16/die-gruenen-im-saarland-und-in-mecklenburg-vorpommern-wegen-schlechter-umweltpolitikwindkraft-etc-aus-dem-landtag-geflogen-in-thueringen-2019-beinahe-auf-52-abgesackt-dreist-thueringen-gru/

Blufferpartei DIE GRÜNEN:http://www.hart-brasilientexte.de/2019/06/01/blufferpartei-die-gruenen-2019-nach-den-europawahlen-scheint-zumindest-beim-spiegel-der-groschen-zu-fallen-dass-es-sich-u-a-um-eine-anti-umwelt-partei-handelt-im-osten-wissen-das-laengst-die/.

http://www.hart-brasilientexte.de/2019/11/13/afd-brandner-von-neoliberalen-systemparteien-abgestraft-einer-der-populaersten-effizientesten-bundestagsabgeordneten-verliert-2019-wegen-systemkritik-den-vorsitz-des-rechtsausschusses-weitere-inter/.

 http://www.hart-brasilientexte.de/2019/09/06/afd-2019-windkraftlobby-opfert-umwelt-und-natur-auf-dem-altar-der-energiewende/

Viele Politiker bestimmter Parteien – und sogar Staats-und Regierungskirchen –  finden offenkundig super, daß Windkraftwerke massenhaft Wildtiere zerfetzen – nennen Windkraftwerke deshalb umweltfreundlich…http://www.hart-brasilientexte.de/2019/07/22/was-angela-merkel-und-die-groko-unter-naturschutz-verstehen-warum-man-nur-noch-selten-die-in-ostdeutschland-vor-1990-haeufigen-rebhuehner-sieht-warum-die-gruenen-windkraftwerke-umweltfreundlich-nen/

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“Kranichhäcksler” haben viele Sympathisanten aus einem bestimmten politischen Spektrum. Vögel aller Art, die  Windkraftwerken zum Opfer fallen, werden üblicherweise von unten schon wartenden Füchsen, Ratten etc. aufgefressen.

-http://www.hart-brasilientexte.de/2019/09/04/ausgerechnet-die-windkraftlobby-verlangt-jetzt-den-artenschutz-aufzuweichen-die-welt-september-2019-zur-gruenen-umweltpolitik-in-deutschland-warum-die-gruenen-in-ostdeutschland-weit-schwaecher/

http://www.hart-brasilientexte.de/2019/08/15/brandenburg-das-anti-afd-lied-im-landtagswahlkampf-2019-wir-nich-wemwelcher-politik-das-lied-nuetzt-will-die-afd-solar-und-windkraft-boykottiernwelche-konzerne-diesen-liedteil-sup/

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Dieser Beitrag wurde am Freitag, 10. Januar 2020 um 13:58 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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